Fototeleskop - Fangspiegeldurchmesser??

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Decay

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Hallo!
Ich plane gerade einen 10" Spiegel zu schleifen, der später einmal Astrofotografie tauglich sein soll. Öffnungsverhältnis von 1/8, Brennweite demnach 2m. Wie groß muss dann die kleine Achse des Fangspiegels sein? Bauweise: Newton natürlich!

Kleine Achse d = Bildfeld + A*D/f

A: Abstand Fangspiegel - Brennpunkt
D: Öffnung hier 250mm
f: Brennweite hier 2000mm

Das Problem ist natürlich wie groß muss ich den Abstand des Fangspiegels zum Brennpunkt wählen (Okularauszug??), und wie groß muss das Bildfeld bei der Fotografie sein??
Falls das Bildfeld mit der Negativbildgröße bei gewöhnlichen Kameras übereinstimmt, dann sollten die hier häufig angegebenen 20mm Bildfeld nicht ausreichen, oder etwa doch??

Danke für Eure Hilfe!
 
Hi,

das sog. vollausgeleuchtete Bildfeld ist tatsächlich die Diagonale deines Films bzw. deiner CCD.

Wenn du später fotografieren willst, dann müsstest du jetzt schon wissen, was alles zwischen Kamera und Fokuser soll und welche Kamera genau du nehmen wirst.

Da wären:

Klappspiegeleinheit zum Zentrieren
Filterrad / Filterschieber
Off-Axis-Guider
Koma-Korrektor

Daraus errechnest du dann den Abstand bis zum Fokuser. Dann adiierst du den Fokuser + den halben Tubusaussendurchmesser. Das ist dann "A".

Dann erst kannst du rechnen (siehe auch Suiter) wie groß dein Fangspiegel wirklich sein muß.



 
Da das Kleinbild-Format 24x36mm misst, hast du bei einem Bildkreis von 20mm Durchmesser eine kreisförmige Abbildung auf dem Film. Für eine wirklich volle Ausleuchtung muss man bei einem Kleinbild mit einem Bildkreis von 43mm rechnen. Dann hättest du 100% Ausleuchtung bis in die Ecken. Die Frage ist nur noch, ob Du auf soetwas gesteigerten Wert legst.
 
Also gut, das Bildfeld ist mir damit klar geworden, aber nochmal zum Abstand:
Klappspiegeleinheit zum Zentrieren: nie gehört, was ist das?
Filterrad / Filterschieber: entfällt
Off-Axis-Guider: entfällt
Koma-Korrektor: wäre eine Überlegung wert

Gut, das mir jetzt keiner sagen kann, wie groß der Abstand wirklich ist, ist mir klar, denn ich selbst bin gerade ja erst beim Grobschliff des Spiegels und habe noch keinen Okularauszug, etc..
Aber ich muß natürlich schon mal die kleine Achse berechnen, damit ich dann die Brennweite optimal an die erwerblichen Fangspiegel anpassen kann.

Geplant ist folgendes: Spiegelrefelxkamera zum Fotografieren (oder gibt es eine bessere Alternative dafür, aber kein CCD), evtl ein Koma-Korrektor und Okularprojektion.
Für eine etwaige Abschätzung des Abstandes Brennpunkt - Fangspiegel für diese Kombination wäre ich sehr dankbar! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Namenloser,

Empfehle dir mal eine 1:1 Zeichnung zu machen. Mit Spiegel und Ausleuchteten Feld.
Dann zeichnest du noch den Tubus, das dir bekannte Zubehör auf den Tubus und fertig.
Aus der Zeichnung kannst du dir dann auch deine Fangspiegel raus messen.
Aber am besten arbeitest du später mit einem Okularschlitten.

Beste Grüße Thomas
 
Hallo...

Nur als Tip, man kann auch gut "klauen gehen", sprich sieh dir
mal die kommerziellen Teleskope in deiner Kragenweite an und check
deren Fangspiegelgrößen ab...die sind meist nicht fotografisch
optimiert, wenn du daher einen deutlich größeren FS rausbekommst, dann
geht das in die richtige Richtung...

Ansonsten hilft halt NEWT (ein Programm zur Berechnung, gibts for
free im Internet) oder eine maßstäbliche Skizze...

 
Hallo,

Stathis Kafalis hat auf seiner Homepage http://www.geocities.com/dobsonstathis/ bei seinem 24 Zoll-Teleskop Kyklopas unter mechanische Komponenten, Andys Excel sheet eine Datei aufgeführt, mit der sich die wichtigsten Dimensionen für Newton-Teleskope leicht genau ermitteln lassen.
Für ein 25 cm Newton-Teleskop mit 2 m Brennweite und 30 cm Tubusaußendurchmeser (soviel sollte es bei einem Volltubus-Teleskop wohl mindestens sein) ergibt sich bei einem Brennpunkt von 10 cm über dem Tubus (Angabe von ICS übernommen) bei 46 mm bzw. 54 mm Fangspiegeldurchmesser ein zu ca. 17 mm bzw. 26 mm zu 100 % ausgeleuchtetes Bild.

CS

Roland Krebs
 
Hallo,
hast du denn eine passende Montierung dazu???
Aus eigener Erfahrung: Das Teil wird bei 2m Brennweite ganz schön unhandlich. Und in einer Sternwarte ragt es auf einer deutschen Montierung dann schon so hoch hinaus, dass du mit einer üblichen Stehleiter nicht mehr zurechtkommst und da oben wieder mitten im Wind stehst (außer, du hast ne Kuppel).
Mit NEWT kriegst du eigentlich alle Daten recht schön abgeschätzt.
GRuß,
Martin
 
Hallo, warum streichst Du so selbstverstänlich den Off-axis-guider? Wie willst Du denn 2m auf Kleinbildfilm f/8 (auf Welchen Film?)nachführen? Mit Leitrohr 2 Stunden oder länger belichten? Bei reiner Mond-und Planetenfotografie
sieht es natürlich anders aus.
Viel Spaß P.Böhm.
 
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