Foucaulttester

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Huxtebude

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Hallo,
ich bin mit dem Feinschliff meines 6" f/6,3 nun fertig.
Jetzt stehe ich vor dem (großen?) Problem mit der Politur anzufangen. Ich habe bisher außer dem Bleistifttest und dem Reflextest zur Feststellung der Brennweite noch nichts am Spiegel getestet und hoffe mal einfach, dass er einigermaßen ok ist, was sich aber wahrscheinlich erst mit dem Foucaulttest genauer sagen lässt.
Bevor ich nun anfange eine Pechhaut zu gießen, möchte ich erst den Foucaulttester fertigstellen.
Das Problem ist, dass ich davon GAR KEINE Ahnung habe. Ich habe mich schon auf ein paar Seiten umgesehen und weiß so ganz ungefähr wie so etwas funktioniert, aber ob ich das bauen kann, weiß ich nicht genau. Benötige ich unbedingt eine Messuhr? Ab und zu habe ich auch mal etwas von einer M6 Gewindestange gelesen, bei der 1 Umdrehung genau 1mm sei... hmm... würde auch ein einfacher Messschieber reichen? Wie genau muss der Abstand denn gemessen werden?
Ist das Prinzip eines "spaltlosen" (?) Foucaultesters gut und einfach für einen Anfänger?
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" /> Ich bin völlig planlos!

Grüße,
Florian
 
nabend florian!

ich befand mich vor mehreren wochen vor einer ähnlichen situation. gut was habe ich gemacht: mich auf vielen seiten umgeschaut und trotzdem das gerät vom berliner spiegelschleifkurs versucht nachzubauen. was habe ich erreicht: ich habe mittlerweile einen tester mit feststehender lichtquelle der auf meinem dachboden nicht wirklich genau funktioniert, weil sich einige bodenbretter ganz leicht biegen.
was ich dir raten würde: schau dich mal auf den seiten von stathis um, da gibt es einige links zu foucault-testern die meiner meinung nach recht gut funktionieren dürften. ich habe schon durch 4 geschaut und festgestellt, je einfacher die anordnung desto robuster und tauglicher war der tester. und zu allerletzt noch ein hübscher link: tester
viel spaß beim basteln und allzeit cs
tobias
 
Moin Florian,

zunächst mal kann ich den Link, den Tobias geschickt hat
ebenfalls uneingeschränkt empfehlen. Ich habe meinen Tester
genau nach dem selben Prinzip gebaut.

> M6 Gewindestange

So habe ich es auch gemacht. Zwischendurch habe ich immer
mal wieder mit einer Messuhr kontrolliert - es klappt.
Voraussetzung ist allerdings, dass du zwischen Gewindestange
und Innengewinde kein Spiel zulässt (z.B. mit einer Feder
oder einem Gummizug)

> Wie genau muss der Abstand denn gemessen werden?

Sehr genau ;-) Es kommt auf den Spiegel an, aber sagen wir
mal besser als 0.1mm Wiederholgenauigkeit währe schon schön.

> Ist das Prinzip eines "spaltlosen" (?) Foucaultesters gut
> und einfach für einen Anfänger?

Ja. Meiner Ansicht nach sogar besser als mit Spalt, weil das
Bild heller ist. Spaltlose Tester funktionieren meist auch
am Tage hinreichend gut.

Hier gibt es noch etliche Links auf Tester

Ciao, Heiner
 
Hallo Florian

Mein Tester stand auf einer "optischen Bank" einer Brettkonstruktion aus Spanplattenstreifen die ich auf den Tepeziertisch gestellt hatte. das war einigermaßen vom Boden entkoppelt.

Ein Slitless Tester mit einer superhellen Leuchtdiode unter der Rasierklinge habe ich gebaut, aus MDF Resten aus dem Baumarkt, das Zeugs lässt sich gut bearbeiten ist leicht und stabil.

Ich rate dringend zu einer Messuhr, du musst auf hunderstel Millimeter genau messen. Ich habe für meine Uhr auf e-bay 15 Euronen bezahlt. Und dann habe ich noch einen Kreuztisch ersteigert, erst damit wurde ein präzises Verstellen möglich, das geht sicher auch mit Gewindestangen, erfordert aber dann genaues Arbeiten.

Ich glaube die Qualität des Spiegels steht und fälllt mit de Qualität des Testers, und auch mit dem Klima des Raumes in dem er steht.

Ich habe in der Garage gearbeitet und beim Testen auf richtige Temperatur geachtet und den Heizkörper so aufgestellt, das ich keine Schlieren hatte. Und dannn ist auch die Güte des Spiegelhalters wichtig, wenn es da wackelt kannst Du mit dem Tester nur Fahrkarten messen.

Wünsch Dir viel Erfolg.
 
Hallo!
Vielen Dank für alle eure Antworten!
Kann ich den Vortrieb also nun mit dieser M6-Gewindestange realisieren, die dann im Grunde einfach nur gegen ein Konterstück am beweglichen Teil des Testers drückt und ihn somit nach vorne schiebt? Diese Stange ist also nicht mit dem beweglichen Teil verbunden?
Dann müsste ich sie ja am Ende wahrscheinlich auch abschleifen, oder?

Und wie sähe es mit der Messuhr aus? Wäre es theoretisch möglich, dass der Vortrieb durch die Messuhr entsteht? Dann könnte man sich ja einen gesonderten Vortrieb sparen... (Ich habe das Prinzip der Messuhr so verstanden, dass ich oben drehe und der Bolzen unten sich vor- und zurückschiebt, wenns nicht so ist hätte sich die Frage also erledigt. Hab eben noch nie so ein Teil in der Hand gehabt ;-) )

Grüße,
Florian
 
Die drei s dürften richtig sein ;-)
Stimmt, ne Messschraube habe ich auch schon mal gesehen, also lässt sich dieser Bolzen bei der Messuhr mit den Drehrädern gar nicht verändern sondern lässt sich nur durch "gegendrücken" verstellen?

Grüße,
Florian

P.S. nochmal eine Verständnisfrage:
in Martin Trittelvitz' Buch wird der Test mit einer Punktförmigen Lichtquelle erklärt. Soweit habe ich das auch verstanden. Aber wieso muss die Lichtquelle punktförmig sein, oder nach dem anderen Prinzip eben ein "virtueller Spalt" entstehen? Ist es dann nicht so, dass ich beim virtuellen Spalt immer nur den Bereich des Spiegels sehen kann, in dem der virtuelle Spalt liegt? Also könnte ich ja nie den gesamten Spiegel sehen???

....

so ich glaub ich hab's nun kapiert. Es muss punkt-/schlitzförmig sein, da es sonst ganz viele Krümmungsmittelpunkte gäbe, die von der großen Fläche der Lichtquelle ausgehen.

Was haltet ihr davon, die Lichtquelle und Rasierklinge des spaltlosen Testers direkt auf einer Schiebelehre anzubringen? (Sone Digitale vom Aldi) Dahinter dann noch eine Gewindeschraube, damit ich den auch feinfühlig verschieben kann. Wäre das machbar?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Florian,

genau, beim Foucault Test wird ebenso wie z.B. auch beim
Ronchi Test nur in einer Achse über den Spiegel gemessen.
Deshalb ist es auch so schwer bis unmöglich mit dem Foucault
Test Astigmatismus festzustellen.

Die "fehlerhaften" Strahlen werden durch die Messerschneide
eben nur auf einer Seite abgeschnitten. Deshalb reicht es,
wenn die Lichtquelle nur in dieser Richtung "punktförmig" ist ;-)

Ciao, Heiner
 
Hallo Florian

Eine Meßuhr testet mit leichtem Federdruck und einer vollen Drehung des Zeigers je mm. Die Idee mit dem Messschieber von ALDI halte ich für realisierbar, ich habe aus so einem Ding eine Focusanzeige an den Auszug gebaut. Man muss nur das Gleitstück lockern sonst klemmts.

Als mechanische Führung für den Tester ist der aber ehr nicht geeignet, Du kommst um eine sauber gebaute spielfreie mechanische Führung kaum herum und zwar sowohl in x als auch in y Richtung, sonst findest Du die Stelle der Abdunklung im Focuspunkt für die einzelnen Zonen beim Parabolisieren nie.

Ich bin aber überzeugt daß eine Messuhr genauer anzeigt, da kann man zwischen den hundertstel interpolieren.
 
Ok, also mit einer Messuhr geht es wahrscheinlich um einiges leichter...
was haltet ihr von dieser hier: 7557815624 (Ebayartikelnummer)
Sieht die einigermaßen brauchbar aus?

Danke,
Florian
 
die messuhr sieht recht brauchbar aus. ich habe den fehler gemacht und lediglich 5 mm verstellweg genommen. damit bin ich weniger flexibel. es ist allerdings auch nicht unbeding so, dass man eine braucht. mit einer gewindestange/ schraube funktioniert es auch. -so ich geh jetzt nach oben zonenfehler ausgleichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

cs tobias
 
Hallo Florian,

wenn Du kannst, bau eine Digitalschieblehre ein. Die hat gegenüber der Meßuhr den Vorteil das man sie an jeder Stelle nullen kann. Das erleichtert das Messen ganz gewaltig.
Ich hab bei Astrotreff mal ein Foto meines Testers gepostet:

Tester

Gruß Ulli
 
Hallo Ulli

Nullen kann man eine Meßuhr auch, rein mechanisch, durch drehen der Skala.

Das Argument trifft nicht.
 
Hätte mich auch gewundert, wenn man die Messuhr nicht nullen kann.
Ich werd's jetzt erstmal doch mit dem Messschieber testen. Ich hab mir schon ein paar Gedanken gemacht, wie das Gerät so ungefähr aussehen soll. Die Messschieber-Idee gefällt mir doch schon ziemlich gut.
Außerdem habe ich heute erfahren, dass ich mir wahrscheinlich auch von jemandem einen Foucaulttester ausleihen kann, trotzdem will ich erst mal sehn' ob ich das selbst hinbekommen kann.

Grüße,
Florian
 
Hallo Norbert,

Nullen kann man eine Meßuhr auch, rein mechanisch, durch drehen der Skala.

Man kann nur den großen Zeiger nullen. Wenn die Position der Uhr so ist, das der Meßbereich für den noch erforderlichen Resthub nicht mehr ausreicht, bleibt Dir nichts anderes übrig als den gesamten Tester ein Stück zu verschieben und komplett neu zu messen. Das ist besonders ärgerlich wenn man erst beim letzten Wert merkt, das der Hub nicht reicht.
Das ist mir ein paar Mal passiert, deshalb ist jetzt die Digi-Schieblehre statt der Uhr dran.

Gruß Ulli
 
Hallo Florian,

eine sehr gute Bauanleitung mit einem genauen Plan aller benötigten Teile samt bis ins Detail gehender Beschreibung findest du in "How to Make a Telescope" von Jean Texereau.
CS Mike
 
Hallo zusammen,

nur mal so am Rande, wozu wollt ihr eure Messwerkzeuge
eigentlich unbedingt nullen? Alle gängigen Programme
übernehmen das soweit ich weiss doch automatisch. Ich
persönlich will beim Messen gar nicht so genau wissen,
wie weit ich vom Soll-Wert weg bin. Leider nullt auch das
Gehirn die Werte sehr schnell automatisch ;-)

Ciao, Heiner
 
Hallo Heiner,

da hast Du recht, die gängigen Programme setzen eh einen Nullpunkt.
Der größte Vorteil der Digitalschieblehre ist der, das der Hub nutzbare Hub wesentlich größer ist als bei der Meßuhr. Man stellt den Tester so hin das es ungefähr passt, stellt dann auf die Zone ein bei der man anfängt zu messen und drückt kurz die "Zero-Taste". Ist einfach bequem und geht flott von der Hand.

Gruß Ulli
 
Achtung! Lacht nicht! Ich übernehme keine Verantwortung falls sich jemand totlacht!!!
Hier ist meine Version des Foucaulttesters:

Link zur Grafik: http://www.florianw.de/foucaulttest.jpg

Das Gummiband dachte ich erst sollte dazu dienen, die Zurückbewegung zu ermöglichen, aber das gesamte Teil war so wacklig, und ich stellte fest, dass es extrem stabilisierend wirkt, wenn ich das Gummiband obendran befestige.
So kann ich den Tester jetzt nur nach vorne schieben also nur in eine Richtung testen, aber damit lässt sich ja leben, oder?
Das einzige was er jetzt noch nicht hat, sind die Standfüße und die LED muss ich noch einbauen.
Der Messschieber wird einfach nur so reingelegt (in die ausgeschnitzten Löcher) und da es nur in eine Richtung läuft dürfte das auch kein Problem darstellen, der sitzt sogar ziemlich fest.
Die Krummen Räder sind übrigens nur so weil ich eben fertig geworden bin und nicht mehr wirklich Lust hatte die rund zu schneiden und morgen wollte ich auch nicht noch mal anfangen ;-)
Was denkt ihr?

Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

ich denke, wenn Du damit messen kannst und klar kommst ist der Tester o.k. so
Ansonsten kannst Du ihn immer noch "weiterentwickeln".

Gruß Ulli.
 
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