Frage an Selbstbauer von Spiegelschleifmaschinen

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Nils_Eggert

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Ich bin zur Zeit auch an einer Schleifmaschine.
Dazu verwende ich zwei Waschmaschinengleichstrommotoren und das massive Lager der Wäschetrommel. (Wen es interessiert, das Lager hält locker 75 Kg Gewicht aus(3 Sack Zement und ist des öfteren am Straßenrand in einer defekten Waschmaschine zu finden), wenn nicht sogar mehr als 100 Kg. Also kein Problem für Rohlinge der > 25 Zoll Größe.
Der Antrieb für die Strichbewegung macht mir eigentlich kein Kopfzerbrechen. Meine Frage geht eher dahin wie ihr Überhang realisiert bzw das Tool was über den Rohling fährt drehen lasst um Astigmatismus vorzubeugen. Macht ihr das maschinell oder dreht ihr das Tool per Hand?

Danke
Nils

 
Hallo Nils,
Meine Frage geht eher dahin wie ihr Überhang realisiert bzw das Tool was über den Rohling fährt drehen lasst um Astigmatismus vorzubeugen. Macht ihr das maschinell oder dreht ihr das Tool per Hand?
Link zur Grafik: http://marty.t.bei.t-online.de/Schleifmaschine/Exzenter.JPG
Hier meine Seite über meine Schleifmaschine
Die Strichlänge wird am Exzenter eingestellt, positioniert man das Drehgelenk ganz außen, dann ergibt das längere Striche, innen kurze Striche. Mit dem hinteren Drehgelenk am Oberarm verstellt man die Position des Tools, und damit den Überhang.
Meine Maschine macht nur kürzere Striche also von der Mitte bis über den Rand hinaus, besser ist ein größerer Exzenter, der eine Bewegung über den ganzen Spiegel zulässt. (Es kommt natürlich etwas auf die Größe des Rohlings an)
Die Drehbewegung des Tools entsteht von alleine dadurch daß das Tool vom Spiegel mitgenommen wird. Das verhindert aber nicht das Entstehen von Astigmatismus. Du mußt hin und wieder den Rohling auf seiner Unterlage verdrehen, damit er nicht in einer Position einliegt.
Grüße Martin
 
Alles klar. Werde ich dann so ähnlich machen.
Eine Frage noch wie schnell dreht sich eigentlich dein Teller?

MfG
Nils
 
Hallo,
Der Teller dreht sich etwa 30-90 mal in der Minute. Ich kann das mit dem Frequenzumrichter ganz einfach einstellen. Beim Polieren darf man nicht zu schnell drehen, da treten ziemlich starke Kräfte auf. Man bekommt leicht Ausrisse am Rand, Kratzer oder Sleeks.
Der Exzenter dreht sich bei meiner Maschine momentan noch durch einen Keilriemenantrieb. Etwas langsamer als der Teller, besser wäre ca. 1 zu 7 . Ich habe aber schon einen zweiten Motor und suche noch nach dem passenden Umrichter. Damit kann ich dann die Geschwindigkeit unabhängig vom Teller regeln.
Vermeiden muß man ganzzahlige Verhältnisse zwischen Teller und Exzenter, sonst bilden sich die Bewegungen des Exzenters auf dem Spiegel ab. Es gibt dann Löcher oder Astigmatismus.
Grüße Martin
 
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