Hallo Natalie,
Zitat von Rooks:
Es geht darum dass ein Filter den Lichtweg verändert und das ist Fakt.
ja, das ist richtig. Wenn der Filter ersatzlos entfernt wird, sitzt der Fokus um 1/3 der Filterglasdicke weiter im Unendlichen. Bei Fotoobjektiven, die für die EOS gerechnet sind, machen die paar Zehntelmillimeter nix aus. Bei Fremdobjektiven dagegen kann (muß aber nicht) es durch zusätzliche Adapter auf´s Canonbajonet (optischer Weg ca. 1 bis 1,5 mm) dann "zu eng" werden.
Ist bei mir so der Fall bei einem sehr alten Fotoobjektiv, das ich mit einem Adapter M42 -> Canonbajonet an meiner EOS 450D(a) betreibe. Am Unendlichanschlag fehlt noch ein klein wenig Schärfe. Setze ich einen UV-IR-Cut, UHC, O-III oder H-Alpha (alles Clipfilter) ein, komme ich exakt in den Fokus und kann auch noch etwas über den Fokus hinaus drehen. Läßt sich per Bahtinovmaske wunderbar im Liveview sehen.
Ohne Filter stimmt der Fokus mit der werkseitig eingestellten Entfernung zur Sensorebene nicht mehr überein. Der Autofokus stellt dann prinzipiell um einen Tick daneben ein. Auffällig wird diese minimale Fehljustage, wenn Du mit offener Blende oder abgeblendet bis Blende 8 fotografierst, ab Blende 11 ist der Tiefenschärfebereich dann so groß, daß die Fehlstellung nicht mehr auffällt...
Läßt man den Filterausbau bei einem Händler machen, wird der Autofokus neu justiert und man kann dann den Autofokus für Tageslichtfotografie gut verwenden. Wenn mich nicht alles täuscht, wird da auch der Anblick im Sucher neu justiert...