Frage : N-EQ5 Tuning - Gleitlager/Gleithülsenproblem

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas SkyBob
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

SkyBob

Aktives Mitglied
Hallo zusammen.

Erst mal sorry zum Vierhundertsechsunddrölfzigsten Tuningpost.
Aber ich stehe vor einem Problem, was ich so bisher nicht gefunden habe.
Weder hier, noch im (zumindest deutschsprachingen Teil des) Web.

Ich habe grade die Dec-achse weitestgehend zerlegt und hänge nun an der Stelle, wo ich die Hülse mit dem Schneckentrieb abziehen wollte.
Also in etwa hier:
Komplett.jpg


Nun bekomme ich nicht die Hülse ganz von der Welle.
HalbAbgez.jpg

Ich bekomme die Hülse nur von der Gelb markierten Gleitfläche abgezogen.
Die blaue Fläche ist eine Verjüngung.
Danach folgt noch mal so eine Gleitfläche wie die gelb markierte.

Selbst mit feinsten drehungen und sanften klöppeln (kunststoffklöppel) bekomme ich die Hülse nicht über die untere Gleitfläche hinweg.
Ich schaffe allenfalls die hälfte der 2. (unteren) gleitfläche.
Danach setzt sich die welle (oder Hülse) jedes mal fest.

Die Laufflächen sind meiner Meinung nach alle Tadellos glatt.
Kein Graat, keine Macken, keine Riefen. Nichts fühlbahres.
Worüber man eigentlich froh sein könnte, da es dadurch nur eine reinigung/neufettung bedeuten würde.

Mein erster Gedanke war, das ganze Bauteil für 2 std in den Kühlschrank zu legen (in der halblosen Position - roter Pfeil)
und anschließend mit einem Föhn möglichst nur die Hülse zu erwärmen und schauen ob es dann geht.
Presspassungsprinzip.

Oder alles so lassen und komplett reinigen, trocknen, je nach stelle fetten oder ölen.

Und noch bei dem Gedanken Presspassung, kam mir die Frage:
Ist das ne Presspassung, was dann übbel wäre, da es ja nich presst.
Oder ist das eine zu ölenede Lauffläche ?

Normal wäre das unsinnig. denn die Schnecke soll ja die Achse drehen und nicht nur die Hülse auf der Achse.

Beim ausbau, war meiner meinung nach diese Fläche geölt und die verzahnung und Stirnfläche mit der Kunststoffdistanzscheibe gefettet.

Weis jemand Rat ?

Gruß Markus

EDIT:
Ich glaub eine Frage kann ich mir selbst beantworten.
Es ist zwar eine Passung, aber keine Presspassung.
Die Mitnehmkraft für die Welle entsteht wohl später durch die Spannscheiben/Mutter der Welle.
Das öl auf der fläche dient dann wohl nur des reinrutschen beim Zusammenbau.

Bleibt die Frage... Hülse versuchen herunter zu bekommen, oder so reinigen und dann wieder montieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
wenn die Flächen tadellos sind, lass es zusammen. Mir wäre das Risiko da beim Zerlegen eine Macke reinzuoptimieren zu groß…
Und nur um des Zerlegens Willen muss das ja nicht sein…

Grüße Rainer
 
Ich will die Mechanik reinigen und das China-Klebefett gegen anderes austauschen, da die Montierung nicht wirklich freilaufend war.
Man musste schon mehr wie anschubsen damit sie durch Eigengewicht rotiert.

Zusätzlich werden alle Chinalager gegen SKF getauscht.

Die Hülse wollte ich abnehmen damit ich den Abstandsring zur leichteren Reinigung entnehmen kann.

Dann reinige ich lieber so als Paket, bevor ich mit ne Macke/Riefe reinmache.
 
Sollten das zwei parallele Gleitlager sein muss man schon schwer aufpassen das nicht zu verkanten, oder es gibt dann schon was kräftigere Probleme alias Abdrücke je nach Material, ich weiss nicht hier was da drin ist.
Ich habe das Bauteil zwar nicht in der Hand und somit ist es sehr schwer eine Ferndiagnostic zu geben, warum sprühst du das ganze Dinge nicht mal großzügig ein mit WD40 und versuchst das mit Gefühl nach dem Kühlschrank und äusseren anwärmen zu separieren?
Vorher sollte man jegliche Kugellager ausbauen oder die sind hin nach kräftigem einsprühen mit WD40.
Auch bist du sicher das da kein durchgehendes Gewinde du da irgendwo hast das dir diesen Ärger bescheren könnte? Solchen Sachen sind dann echt fies!
Wie gesagt ich kenne dieses Bauteil nicht.

Was ich dir hier nicht gerade sehr empfehle an jeden, aber was ich mache wenn ich totsicher bin das da kein Obstakel in Form einer Schraube, oder ein Grat eines Gewindes dort irgendwo habe, ist:
Tiefkühltruhe rein über die Nacht und kräftig eingesieft in WD40, kleiner Gasbrenner zum anwärmen mit Vorsicht und schnell, Handschuhe, feste Unterlage aus Teflon oder ähnlichen, Schraubstock mit was Teflon in den Backen rein und mal so vorgehen aber noch mit ner guten Dose Hirnschmalz.
Vorzüglich immer viel bewegen ohne Kraft beim ziehen, und mach WD40 drauf ohne Ende, gleich ne Wanne parat haben und auch beobachten was da rauskommt....., eventuelle Spähne können auch viel Murks machen.

Gut ich habe schon viel zu viel geschwatzt hier.

Mit sehr viel Vorsicht, nicht verkanten und immer prüfen vorher ob da nicht etwas noch zusätzliches ist wie ein Grat oder etwas anderes da ist.

Clear skies!,
- Martin
 
War bei mir zwar auch etwas hakelig, aber ich konnte die Hülse runterbekommen. Wegen den kurzen Flächen verkantet sich die Geschichte natürlich ziemlich schnell.
Versuche vielleicht die Hülse mit einer Heizmanschette etwas zu erwärmen. Zwischen die Teile Papier oder Folie schieben, um möglichst wenig Wärme an das mittlere Teil weiterzuleiten. Ich fand das Fett an dieser wichtigen Stelle eigentlich nicht übel, hatte mit Schlimmerem gerechnet. Bin dann wegen Faulheit nicht weitergekommen und die zuletzt eingetroffene ZWO AM5 ist für die Motivation auch nicht gerade förderlich.
 
"Man musste schon mehr wie anschubsen damit sie durch Eigengewicht rotiert."
Warum soll sie frei rotieren können? Ein eher geschmeidiger, leicht gedämpfter Lauf ist doch ne feine Sache - es darf nur keine zu großen "Losreissmomente" geben, damit Guidingsimpulse direkt umgesetzt werden.
Bei einer "frei drehenden" Montierung hätte ich Angst, dass gerade bei leichtem Wind, oder zu guter Balance das Flankenspiel sich unschön bemerkbar macht...
Bei meiner Mach1 bleibt das Teleskop, wenn ich es händisch bei gelöster Klemmung verstelle, in dieser Position sofort stehen.
 
@ Stefano

Ja das stimmt.
Innen scheint ein feineres Fett zu sein wie an dem Ende mit der Skalenscheibe.

Das mit der Heizmanschette ist auch auch ne idee
 
Ein eher geschmeidiger, leicht gedämpfter Lauf ist doch ne feine Sache - es darf nur keine zu großen "Losreissmomente" geben,

Aber wenn die Montierung unbeladen ist sollte die Gegengewichtstange ausreichend sein um sie von Waagerecht in nahezu senkrecht zu bringen.
War aber nicht der Fall.

Zusätzlich hatte ich ein Schlingern des Sterns wenn ich beim scheinern von + in - Bewegung gewechselt habe.

Also nen ordentlichen Drift des Kamerabildes.
 
Habe die Hülse schadfrei herrunter bekommen.

Nachdem alles 2std auf dem Balkon lag, reichte die Körperwärme meiner Hand anscheinend schon aus um die Hülse vorsichtig über die Gleitfläche ziehen zu können.

Heute kommt dann die Reinigung der Dec Achse drann.

Gruß Markus
 
OK.
Neues Problem!!!

Nun bekomme ich die DEC-Achse nicht mehr rein.
Liegt aber nicht an der Hülse, sondern an dem inneren plastik-unterleg-ring.
Der ist - obwohl er ja eingebaut war - im Außendurchmesser minimal zu groß
:oops:
Er wellt sich beim einsetzen.
Sollte ja flach im Gehäuse aufliegen.
Ich erwärme Grad das Gehäuse.

Übersehe ich etwas???

Die hülsenfläche ist nur geölt nicht gefettet.
 
OK.
1.
Nicht das der Eindruck aufkommt das ich hier Selbstgespräche führe, aber ich möchte natürlich auch selbstgelöste Probleme darstellen.

2.
Auch dieses Problem ließ sich durch Gehäuseerwärmung mittels Objektivheizband und verdrehen des Kunststoffrings lösen.

Aber dennoch war das Tuning ein Flop.
Sie bald bescheidener wie vorher.
Das K-Nate fett ist also zu klebrig.
Werde es daher nur für die Schneckentriebe und das Nadellager nutzen.
Da macht es Sinn.
Und auch für die dünnen zwischen ringe an der Deklinationsskala.
Die ist ja auch auf Haftreibung angewiesen und braucht möglichst wasserbeständiges Fett.

Alle anderen zu fettenden Bereiche werde ich dann mit Moly LM47 fetten.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

bei den Fetten muss man etwas aufpassen, 1. gibt es fette die sich nicht mit den AL-Legierungen vertragen. 2. solltest du ein hochleistungsfett nehmen, diese sind gut schmierend und werden nicht dick/ zäh wenn es kalt wird, ruf lieber bei einer Hotline (Fetthersteller) an die können dir gleich sagen was du da am besten nehmen solltest.

Das mit dem Warm machen war schon richtig, in der Regel alles kalt machen und mit einem Heißluftgebläse das Bauteilerwärmen was bewegt werden soll.

LG und CS
Hampo
 
Das K-Nate ist schon ein ordentliches Fett.
Haben das auf der Arbeit vielfach im Gebrauch bei allerlei Mechaniken.
Temperaturbeständig, kann auch Wasser ab, und ist hoch belastbar.
In der Schnecke wird es gute Dienste leisten.

Aber für die Gleitflächen ist es dann wohl doch zu zäh.

Aber danke für die Hinweise.
 
Die meisten Sachen die man heutzutage erwerbt sind meines Erachtens über dem maximal zulässigen Gewicht angegeben vom Hersteller "geeicht" auf sinnvollem gedämpften Lauf.

Somit verstehe ich bestens die Argumentation des Tunings das ich nicht Unnsinnig sehe vom Sky Bob hinzüglich der Montierung, auch wenn ich selber dieses Modell nicht besitze.
Ich habe schon viel rumgekaut auf meinen iOptrons, bei denen man wenigstens das Spiel zwischen Schnecke und Zahnrad einstellen kann und eine Andrucksfeder hat mit der man arbeiten kann je nach was man daheim hat um oben draufzuschnallen.
Bei diesen Modellen hat man dann auch die Möglichkeit die Schecke zu zentrieren mit einer Messuhr.
Was die Lagerungen betrifft bei meinen basiert sich alles auf normale Kugel (SKF) Lagerungen die dann einen Ring haben sie gegenseitig einzustellen.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin.

Bis zum zerlegen der EQ5 hätte ich dir das auch nicht sagen können.
Jetzt nach dem zerlegen schon.

Die RA-Achse hat für die Rotation ein geschlossenes Kugellager.
Zentriert wird über Gleitflächen (Passungen) im Gehäuse.
Fixiert wird die Welle im orginal mit einem offenen Kugellager mit losem Käfig und einer Spannscheibe mit Gewinde.

Im Tuning wird dies für bessere Kraftverteilung durch ein axial Nadellager mit Laufscheiben ersetzt.

Die DEC-Achse wiederum läuft ausschließlich über Gleitlager.
Also polierte Hülse und gehäuse.
Angepresst wird auch wieder mit Spannscheibe.

Die Schneckenwellen sind kugelgelagert (geschlossene) .
Eingestellt wird über 2 Konter und einer Abstandsschraube im festen Lager-Bock.

Gruß Markus
 
Aber dennoch war das Tuning ein Flop.
Sie bald bescheidener wie vorher.
Das K-Nate fett ist also zu klebrig.
Werde es daher nur für die Schneckentriebe und das Nadellager nutzen.
Da macht es Sinn.
Und auch für die dünnen zwischen ringe an der Deklinationsskala.
Die ist ja auch auf Haftreibung angewiesen und braucht möglichst wasserbeständiges Fett.

Alle anderen zu fettenden Bereiche werde ich dann mit Moly LM47 fetten.
Ja, ich werde 2 unterschiedliche Fette verwenden, einmal für Schneckengetriebe und ein weniger klebriges Fett für alle Gleitflächen.
Besorge Dir für die Gleitflächen vielleicht noch das Liqui Moly Marine Boots Fett, kostet ebenfalls nicht die Welt. Hatte die Konsistenz, Klebrigkeit zwar nur kurz zwischen den Fingern verglichen, machte als wenig klebriges Universalfett einen guten Eindruck. Fette die ich von der Rollenwartung (Angeln) kenne und an Gleitflächen gut funktionieren sollten sind Daiwa 104 und Shimano DG06 (beide vergleichsweise stark überteuert).
Aber auch für Getriebe gibt es einige verschiedene Fette, von bspw. wenig bis stark klebrig.
 
Danke für die Hinweise Stefano.

Aber ich verwende für die Gleitflächen lieber das bewährte LM47.

Es wurde hier im Forum halt nur drauf hingewiesen, das es für die Schnecken und das offene Axiallager nicht Langzeit fähig oder die beste Wahl ist.
Daher dafür das K-Nate.
Ob das gut oder schlecht ist, wird die Zeit zeigen.

Im übrigen habe ich beim zerlegen der RA-Schneckenspindel bemerkt, das sich das Fett einseitig rausgeschoben hat.
Ist bei meiner Montierung aber kein Wunder.
Da ich nur einfache 6v Motoren habe, nehme ich ja die groben Richtungseinstellungen bei gelöster klemmung manuell vor.
Nach objektzentrierung läuft RA dann natürlich nur in eine Richtung.

Werde mir wohl angewöhnen müssen nach der Session die RA-Achse 5-10 Minuten mit 4fach RA-minus laufen zu lassen um dem entgegen zu wirken.
Also damit n bisschen fett zurück transportiert wird auf die Spindel.

Ob es was bringt weiß ich nicht.
Wirkt momentan aber logisch.

Oder halbjährlich den Schneckenkasten öffnen und nachfetten.

Gruß Markus
 
Ich werde mir beide Tuben LM47 und das Marine Fett bestellen, um ein wenig vergleichen zu können.
Wollte eigentlich auch das OKS 495 für Getriebe probieren, hatte aber mit der Bestellung nicht geklappt. Starte mal einen neuen Anlauf.
 
Gerade alle 3 Fette bestellt. Da ich von dem OKS 495 im Leben nicht 1kg benötigen werde, kann ich das Fett in 100ml Dosen aufteilen.
Wer also OKS 495 ca. 100ml haben will, kann sich bei mir melden. Wenn gewünscht, auch kleinere Proben Liqui Moly LM47 und Bootsfett dazu.
 
Hab die RA-Achse nun wieder zusammengesetzt.
Mit LM47 auf den Gleitflächen und dem K-Nate nur in der Schnecke und auf dem Nadellager läufts wesentlich geschmeidiger.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben