Frage: Weisabgleich bei Darks ?

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SkyBob

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Hallo Zusammen.

Ist vielleicht eine dumme Frage, aber ............
Muss ich bei der EBV den Darks den gleichen Weisabgleich verpassen wie den Lights ?
Oder ist das bei den Dunkelbildern egal ?

Sollen ja die gleichen Aufnahmedaten wie die Lights haben.
Also Belichtungszeit, Blende, Isowert. Gilt das auch für den Weisabgleich?

Gruß
Markus
 
Typischerweise ziehst Du doch das Dark von den Lights ab, bevor Du das debayerst, oder?
 
Solange Du mit Dateien im Rohformat abspeicherst (also z. B. Canon: CR2, Nikon: NEF, Astrokamera: FITS) sind die Daten nicht durch Farbkalibrierung (Weißabgleich) verfälscht, auch wenn die verwendete Aufnahme-Software eine Bildschirmanzeige in Farbe mit der Möglichkeit des Weißabgleichs bietet.

Der sinnvolle Workflow für die Bildbearbeitung ist:
- Kalibrierung
- Debayer
- Registrierung
- Integration

Bei der Bearbeitung von Bildern einer Farbkamera wird die Kalibrierung also mit monochromen Color Filter Array (CFA) Bildern durchgeführt. Auch die Master-Dateien für die Kalibrierung (MasterDark, MasterFlat) sind CFA-Bilder. Erst nach der Kalibrierung wird aus den monochromen CFA-Bildern die Farbinformation für alle Pixel durch eine Interpolation (Debayer) berechnet und ein farbiges RGB-Bild erzeugt.

Bei der Bildbearbeitung wird die Farbkalibrierung erst am Summenbild (nach der Integration) durchgeführt.


Darks, Bias und Flat-Darks sollen mit gleicher Belichtungszeit und gleicher ISO-Einstellung aufgenommen werden wie die Lights. Blende und Fokus spielen hier keine Rolle - es fällt ja kein Licht auf den Sensor.

Flats müssen mit unverändertem Lichtweg aufgenommen werden. Das heißt: Kamera und Teleskop dürfen nicht rotiert, der Fokus und die Blende dürfen nicht verändert werden gegenüber den Einstellungen bei der Aufnahme der Lights.


Beantwortet das Deine Fragen?

Bernd
 
Ah sorry.
Wohl zu knapp ausgedrückt/umschrieben.

Ich bin noch bei der Umwandlung von Raw in Tiff.
Befinde mich also noch VOR dem Stackingprozess.

Den Lights verpasse ich in diesem Batchprozess den Weisabgleich "Tageslicht".
Die orginalen Raws stehen ja auf automatisch wenn sie aus der Kamera kommen.

Mir stellt sich grad dabei die Frage, ob es einen Effekt hat, wenn ich die Darks bei der Tiff-konvertierung
auch auf Tageslicht setze?

Gruß
Markus
 
Ahh.

Also irrelevant, da sich das Stackingprogramm eh die Rohdaten holt.

OK

Danke
 
Nein, das habe ich nicht gesagt, es kommt wohl auf die Software an, die Du verwendest.

Wenn du als ersten Schritt eine Umwandlung von RAW in TIFF durchführst und dabei bereits ein Farbbild im TIFF-Format erzeugt wird, läuft es anders als ich oben skizziert habe.

Meine Beschreibung bezieht sich auf den Workflow, der in PixInisght (und vielleicht auch in anderer Software) der sinnvollste ist. Mit anderer Software zur Bildbearbeitung von Astrofotos kenne ich mich aber nicht aus. Mit welcher Software arbeitest Du denn - vielleicht kann da jemand anders helfen?

Bernd
 
Ich arbeite zum stacken in der Regel mit DSS.
Also auch Master erstellung von Darks und Bias.

Weils schneller ist wie Fits.

Danach streche ich in Photo Shop CS2.
Dann entrauschen usw. in Fits.
Weiterbearbeitung in PS CS2.
 
Moin,

ich denke, Du fotografierst RAW.

Die Astroprogramme verarbeiten üblicherweise RAW - somit ist der Weisabgleich irrelevant, ich stelle die Kameras immer auf AWB.

Alles weitere dann in der Astrosoftware, speichern als FITS. TIFF brauche ich nie, ist aber mit FITS weitgehend strukturell gleich, nur dass TIFF immer weiter aufgebläht wird durch die immer neuen Daten in den Rohbildern. Anstelle des "Weißabgleichs" tritt die Farbkalibrierung der Sternfarben, z.B. in PixInsight mit der entsprechenden Funktion.

Photoshop verwende ich gar nicht.

CS
Jörg
 
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