Frage zu Flatfiles

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Hallo Freunde der Astrofotografie,

ich beschäftige mich seit ca. einem Jahr mit dem Thema der Astrofotografie, habe aber bisher den Aufwand von Flatfiles gescheut. Darks und Bias allerdings genutzt.

Da aber gute Fotos ohne Flats nichts werden, habe ich nun welche erstellt. Ich habe beim letzten Außeneinsatz (M81 und M82) die Fokussierung fixiert und dann drinnen Flats erstellt. Ist natürlich noch nicht optimal diese „auf Halde zu erstellen“, sollte aber besser sein als keine.

Erstellt heißt in dem Fall mit der gleichen Fokussierung das Teleskop vor einem guten 24 Zoll Bildschirm mit einem weißen Bild gestellt, weißes T-Shirt vor dem Telekop und dann Bilder gemacht. Einstellung: ISO 200, Belichtung 1/13 sek., Bilder in RAW wie die anderen Lights und Frames auch.
20 Bilder habe ich einmal mit der Kamera quer zum Teleskop und 20 Bilder mit der Kamera längs zum Teleskop erstellt. Diese beiden Positionen nutze ich in der Regel auch bei den Light, ansonsten gehen diese Flats natürlich nicht. Weißabgleich der Kamera „Sonnenlicht“. Der Newton war gut justiert.
Kamera ist einen Canon 700D, Teleskop ein neues GSO 200/1000 Newton auf einem NEQ-6 Montierung.

Soweit so gut.


Zwei Fragen nun zu den Flats:
Die Bilder haben als RAW (Nur mit DDS geöffnet und als 32 Bit Tiff gespeicher, mit GIMP 2.9 klein skaliert) einen klaren blauen Stich. Ist das ein Problem? Kann ich natürlich ändern (bei der RAW Entwicklung oder auch bei allen anderen Programmen im Workflow). Die Frage ist nur, muss ich das machen?


- Die Bilder zeigen in Position „quer“ und Position „längs“ klare Unterschiede der Vignettierung. Das ist natürlich auch richtig/logisch da der Sensor ja nicht Quadratisch ist. Bei keiner Ausrichtung ist die Vignettierung aber Symmetrisch/Mittig sondern „schräg“. Ich bin mir relativ sicher das dieses nicht als Fehler bei der Aufnahme gemacht wurde. Die Frage hier lautet: Ist hier eine Änderung bei Fangspiegel sinnvoll um dieses generell zu verbessern/symmetrischer zu machen? Also nicht nur für die Flats natürlich sondern hauptsächlich um die Lights zu verbessern.

Danke für Eure Hilfe,
Markus
 

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Hi Markus,

zu deiner eigentlichen Frage kann ich dir nicht helfen, sondern nur den Hinweis geben: Wenn du die Darks jedes mal aufs Neue nach einer Aufnahmeserie gemacht hast (?) und keine Flats gemacht hast, dann musst du keine Bias aufnehmen.

Grüße
Benny

...wenn du das schon gewusst hast, kannst du den Kommentar ignorieren ;)
 
Moin Markus,

zu Deinen Fragen:

1) nein, Du brauchst da nix machen. Der leichte Farbstich ist kein Problem da bei einer Flatkorrektur die Software die Helligkeitsverteilung im Bild berücksichtigt und nicht die einzelnen Farbkanäle. Solange also nicht ein Farbkanal komplett gesättigt ist bedeutet das kein Problem.

ich hatte das bei meiner 40Da auch mit der Folie von Gerd Neumann - kein Problem in DSS oder später dann in Pixinsight aus o.g. Grund.

2) die Vignettierung ist schon arg - um aber die Frage zu beantworten bräuchte man mehr technische Details. Wie groß ist der Fangspiegel heute, ist er richtig positioniert, vignettiert evtl das Auszugsrohr? Ich würde so vorgehen: überprüfen ob die Anordnung des Fangspiegels überhaupt stimmt - also eine Überprüfung mit Conecenter Okular oder ähnlichem. Wenn ja, berechnen was der ausgeleuchtete Bildbereich des Teleskopes eigentlich ist. Dann noch schauen ob der Korrektor (hattest Du einen?) abschattet? Eventuell kannst Du einen 2" Canon Adapter nehmen und nicht den T2 Adapter?



Und noch ganz generell - es ist empfehlenswert NICHT mit generischen Flats zu arbeiten! Also immer Flats mit montierter und fokussierter Kamera zu machen (z.B. direkt nach oder vor der Aufnahmeserie) Dazu kann so eine Leuchtfolie sehr hilfreich sein (man braucht keinen hellen Himmel). Und von den Flats benötigt man nicht mehr als 15..20 Stück, wenn sie richtig gemacht sind.
Generische Flats stimmen nie wirklich zu 100% und führen mehr Fehler ein, als das sie korrigieren...


Gruß
Ernie
 
Hallo Erni,

danke für die ausführliche Antwort. Ich habe keinen Korrektor genutzt.
Das Teleskop ist ein vor einigen Monaten bei TS neu gekaufter GSO 200/1000 mit unten aufgeführten Daten und somit ein 63mm Fangspiegel. Der zum Vergleich mit anderen Herstellern größere Fangspiegel war der Hauptgrund dieses Modell zu nehmen. "100% Ausleuchtung bei APS-C Sensor"

Ich bin davon ausgegangen das so ein Teleskop passt und nicht groß am Fangspiegel geschraubt werden muss, dafür fehlen mir derzeit auch die Kenntnisse. Wo finde ich eine gute/einfache Beschreibung das zu überprüfen ohne weiteres Zubehör zu benötigen?

Gegen eine Abschattung durch den T2 Adapter oder Auszug spricht doch auch die nicht symmetrische Ausleuchtung, diese Fehler sollten doch eher das Bildfeld als solches verkleinern, aber nicht verschieben, oder habe ich da ein Denkfehler?

Wobei die Ausleuchtung ja auch gar nicht sooo schlecht ist, halt nur nicht mittig. Bei einer mittigen Ausleuchtung sollte es halbwegs passen den Sensor gut auszuleuchten.

Ich werden mal auch bei TS nachfragen.

Vielen Dank erneut,
Markus



Öffnung: 200 mm (8")
Brennweite: 1000 mm
Öffnungsverhältnis: F5
Hauptspiegel: Parabolischer Hauptspiegel mit 94 % forcierter Reflektion und Quarzschutzschicht
Fangspiegel: 63 mm kleine Achse mit 94 % forcierter Reflektion und Quarzschutzschicht
Ausgeleuchtetes Bildfeld: 28 mm zu 100 % - ideal für APS-C-Format-Sensoren mit passendem Komakorrektor
Okularauszug: 2"-Crayford-Auszug mit 1/10-Mikro-Untersetzung
Gewicht des Tubus: 9 kg mit Schellen und Sucher
Dimensionen des Tubus: Länge 900 mm, Durchmesser 230 mm
 
Hallo,

habe nun noch mal den Newton nachjustiert. Die Dejustage war schon enorm, hätte ich nicht gedacht und war mein Fehler dieses nicht erneut zu prüfen. Genau einer der Gründe von Erni warum mein Weg die Flats zu erstellen der falsche ist :-(

Nach der Justage sieht es schon besser aus. Bleibt nur der untere dunkle Rand. Dieser dreht sich auch mit der Kamera, sollte somit nicht an der Optik, sondern an der Kamera oder Adapter liegen. Warum kann ich aber nicht rausfinden. Kann das der Spiegel der Kamera (Canon 700D) sein welcher leicht vor dem Sensor liegt?

Erst mal danke für die Hinweise und ich habe nun Flats, wie so oft beschrieben, direkt nach den Lights erstellen...

Gruß,
Markus

 

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Hallo,

das Thema lässt mir keine Ruhe obwohl das den Aufwand wohl nicht lohnt bei meinem jetzigen Technik und Know how Stand :-(

Ich habe nun mal die gleichen Belichtungen gemacht ohne T2 Ring und siehe da, die untere Abschatung ist nicht mehr vorhanden.

Mir ist bekannt das T2 bei Vollformat zu Problemen führen kann und man lieber direkt auf 2'' geht ohne Umweg über T2. Aber bei meiner 700D mit APC-S Sensor sollte das doch nicht zu Problemen führen.

Um das für mich abzuschließen:
Kann einer die Abschattung, und das nur im unteren Bild-Bereich durch T2 bei einem APC-S Sensor erklären?

Danke und Gruß,
Markus


 
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