Frage zu GPS-Teleskopen

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nachtvogel

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Hallo.

Ich liebäugle mit einem GPS-Teleskop (Meade 200er oder Celestron11er).

Allerdings eine Sache ist mir nicht ganz klar. Ich hatte zwar schon das Vergnügen mit einem solchen, aber nur Visuell, also ohne Polwiege. Wie sieht es aber aus, wenn ich diese brauche (Foto über längeren Zeitraum). Ist dann Goto und Nachführung noch voll gewährleistet? Gibt es sonst Einschränkungen?

Und bitte nicht wieder einen Meade-Celestron-Krieg ;-)

Grüße,
Andreas
 
Hallo...

Also die erwähnten GOTO-Teleskope sind in der Regel azimutal montiert, d.h.
sie führen in beiden Achsen nach.

Visuell ist das egal, da es im Weltall kein Oben und Unten gibt, fotografisch
ist es nicht egal, weil sich beim Nachführen das Bildfeld in sich dreht (Bildfelddrehung), d.h. es rotiert
um den Stern im Zentrum des Bildes....langelichtete Aufnahmen sind daher so einfach nicht
möglich, man muß die Kamera entsprechend der Bildfelddrehung mitdrehen, dazu gibts sog. Bildfeldrotatoren,
die Ergebnisse damit sollen aber nicht so der Hit sein, wurde zumindest hier mal gepostet.

Zu erwähnen bzw. zu bedenken wäre auch, das man auf ein azimutal montiertes Teleskop keine
Piggyback-Kamera oder eine Zweitoptik etc. zu fotografischen Zwecken montieren kann, da diese wiederum
einen eigenen Bildfeldrotator bräuchte.

Alternativ ist dann bloß, sich eine Polhöhenwiege zuzulegen, mit dieser wird das azimutal montierte Teleskop
so gekippt, das es sich wie ein paralaktisch montiertes verhält...damit entfallen dann alle oben genannten
Nachteile.

 
Danke für die Info.

Das meiste ist mir schon einigermaßen klar, hab ja genug Teleskope rumstehen, hab mich wohl bisserl blöd ausgedrückt. Worauf ich rauswill ist, daß ich die ganzen Goto-Vorteile auch mit der Polwiege habe. So richtig explizit steht das nämlich in den Manualen die ich gesehen habe nicht drin.

Was mich halt immer wahnsinnig nervt, ist die ewige Scheinerei.

Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo...

Also ich schätze, das du auch mit GPS ums Scheinern nicht rumkommen wirst...schließlich
kann das GPS-System da nichts tun, es stellt ja nicht die Polwiege ein oder sowas...es kann das Scheinern
vieleicht indirekt erleichtern indem es automatisch zwei geeignete Sterne anfährt oder aus den gemachten
Korrekturen direkt (also ohne Interrationen) die nötigen Polhöhen-Korrekturen errechnet (mein Celestron
AstroMaster bzw. der NGC Max können das angeblich auch - nie probiert, hab ne Säule <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), viel mehr wird da
aber nicht drinsein...

Die Nachführgenauigkeit selbst wird wohl schon ausreichend sein, aber das genaue Aufstellen kann dir das
GPS auch nicht abnehmen...
 
Hallo Andreas!

Das GOTO und das GPS bleibt Dir auch auf der Polhöhenwiege erhalten. Allerdings ist beim Meade das exakte Einstellen der Wiege davon abhängig, wie genau Du das Teleskop mit der Deklinationsskala auf 90° stellen kannst. Die Skala eiche ich zuvor in horizontaler Position mit einer Wasserwaage. Anschließend ist ein direktes Alignment mittels Computer möglich. Beim Celestron geht das ganz exakt auch ohne Skala, weil ein Schalter in der Gabel die genaue 90° Position in Deklination festlegt. Bei beiden Teleskopen muß natürlich das Stativ mit Libelle absolut horizontal aufgestellt werden, damit das computergestützte Justieren der Wiege funktioniert.
Für extrem lange Belichtung ist ein Einscheinern aber dennoch sinnvoll.
Beide Geräte (Meade und Celestron) benötigen eine sehr stabile Wiege und ein sehr stabiles Stativ, das Originalmaterial ist bei den schwereren Geräten nicht unbedingt ausreichend.

Gruß, Peter
 
Hallo Namensvetter,

also die Goto-Möglichkeiten bleiben Dir auch mir Wiege erhalten. Wenn Du aber öfter fotografieren willst, dann würde ich mir lieber einen Tubus holen und eine ausreichend stabile deutsche Montierung dazu. Das ist meiner persönlichen Meinung nach deutlich besser als das Gefummel mit einer Wiege.

Gruß
Andreas
 
Hallo,

also ich habe seit Dezember ein 10" LX-200GPS, davor fast vier Jahre ein LX-200 10".
Da ich mich vorwiegend mit Astrofotografie beschäftige, verwende ich eine Polhöhenwiege.
Das neue GPS ist wesentlich genauer (vielleich weil es noch neu ist ?) als das alte LX-200, jedenfalls
konnte ich eine CCD-Aufnahme sogar mit 2800mm nachführen, die Sterne waren schön rund !
Auch bei Langzeitbelichtungen brauche ich nicht einscheinern, ich habe das überhaupt noch nie gemacht.
Bei CCD-Komposits liegen die Sterne (fast) immer pixelgenau übereinander, genauer geht es einfach nicht....
Das Problem die 90 Grad Deklinaton einzustellen, ist eigenlich die einzige wirkliche Schwäche die mir auffällt.
Hatte das LX-200 noch einen Nonius, gibt es jetzt nur noch einen Pfeil was ein genaues Einstellen ziemlich erschwert.

Ich habe kürzlich einen Testbericht verfasst, kann ich auf Wunsch zumailen.

CS

Wolfgang
 
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