Frage zu konkretem Angebot im Netz (Fotonewton)

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sithlord

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Halli-hallo,

ich möchte in die Astrofotografie einsteigen, nachdem ich schon eine weile mit nem dobson visuell rumprobiere
photos mit dobson sind an und fürsich schon schwer, speziell wenn der newton dann noch visuell ausgelegt ist ist sense

meine Frage:
Hält das folgende Angebot was es verspricht (lesen tut es sich gut, aber mir fehlt das fachwissen um die Aussagen alle zu werten) oder handelt es sich nur um "plumpe" Werbesprüche um dumme und unerfahrene zu fangen?

http://www.teleskop-express.de/shop...---SC---2--Crayford---0-8x-Korr---2--OAG.html

vielen Dank

PS: mir ist klar dass hier niemand eine konkrete Kaufempfehlung schreibt, mir gehts eher drum was von den Aussagen zu halten ist und ob man das System als gute Einsteigerlösung betrachten kann
 
Hallo,
verrat uns doch erstmal bitte, auf welche Montierung das Scope soll, welche Kamera Du einsetzt und auf welche Objekte Du eigentlich aus bist.
Womit willst Du guiden?

Für einen Einsteiger gibt es mMn bessere Möglichkeiten zu Beginn als ein C8 - es hat halt eine ziemlich lange Brennweite, die technisch beherrscht werden will via Guiding/stabile Montierung und verlangt dazu auch noch nach rel. langen Belichtungszeiten für die DS-Fotografie.
 
Hallo Eni,

das Angebot ist real.

Aber es steht nicht dabei, daß Du für einen OAG eine Guidingcamera brauchst, die mindestens 500 Euro kostet. Es steht auch nicht dabei, daß das Paket für gute Ergebnisse auf eine Montierung in EQ6 Qualität mit motorisierter Nachführung + Autoguidingschnittstelle gehört. Und die wiederum auf ein sehr stabiles Stativ.

Da Du Anfänger bist, gehe ich nach Deinen bisherigen Postings davon aus, daß Du weder ein hochwertiges Staiv noch ne empfindliche Guidingcam noch ne EQ6 "rumliegen" hast. Um das alles auch zu kaufen, kannst nochmal 2-3.000 Euro zum Paketpreis vom C8 drauflegen.

Das ist kein Einsteigerpaket. Das ist was für Leute mit viel Erfahrung, Geduld und Geld. Die wissen, was das Paket an Anforderungen stellt, daher muß man das nicht dazuschreiben. ;)

Schreib doch erstmal, was Du wo (Großstadt, ländliche Gegend, Popo der Welt) fotografieren möchtest. Dann kann man Dich in die richtige Richtung lenken...

 
mhm okay
danke schonmal

tja was will ich
ich will schöne fotos von planeten und von ein paar ds-objekten bekommen
ohne ein vermögen dafür ausgeben zu müssen
bzw. einen mehrjährigen astrokurs zu machen :-D

ich habe derzeit nen 200/1200er dobson
und als cam von nem kumpel ne canon 1100
hab u.a. nen fokal- und projektionsadapter

mangels erfahrung wäre mir ein komplettsystem wo ich nicht ewigst rumschrauben muss am liebsten :-)

beobachten tu ich in ner 20.000 einwohner stadt, in eher ländlicher umgebung
 
Hallo Namenloser,

Astrofotografie ist nicht einfach mal eben so drauf los fotografieren. Da benötigt man zuerst ein solides Grundwissen in Fotografie und dann Wissen um die speziellen Anforderungen der Astrofotografie. Da Du noch nicht mal eine eigene DSLR besitzt, frage ich Dich erst ma, wie es mit Deiner fotografischen Erfahrung aussieht. Sagen Dir Begriffe wie Lichtstärke, Öffnungsverhältnis, Belichtungszeit, ISO etwas? Und kennst Du Dich dann mit den speziellen Anforderungen der Astrofotografie aus?

Wen nicht, solltest Du Dich erst mal schlau machen, bevor Du Geld in die Hand nimmst. Und da Lesen bekanntlich bildet, empfehle ich Dir erst mal ein Buch:

"Himmelfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera"
von Stefan Seip, Kosmos Verlag, ca. 15,- Euro

Da erfährst Du alles wichtige über die Astrofotografie und wie man auch mit einer einfachen Ausrüstung zu beeindruckenden Ergebnissen kommt.

Viel Erfolg:
Marcus
 
Hi Eni,

ich will schöne fotos von planeten und von ein paar ds-objekten bekommen ohne ein vermögen dafür ausgeben zu müssen bzw. einen mehrjährigen astrokurs zu machen :-D

das ist völlig illusorisch. Ich will auch viel. Aber an den Naturgesetzen komm ich auch nicht vorbei. ;)

Astrofotografie ist teuer. Punkt aus basta. Und Du mußt viel Zeit reinstecken. So mal nebenbei geht net...

Planetenbilder macht man (für schmalen Geldbeutel) mit einer Webcam am elektrisch nachgeführten Teleskop auf einer parallaktischen Montierung bei effektiven Brennweiten von rund 3-4 Metern (Barlow-Linse oder Okularprojektion). Bei kürzeren Brennweiten sind die Planeten so klein auf dem Chip, daß man kaum was erkennt. Und das ist sehr unbefriedigend.

Kostenpunkt ca. 150 Euro für die Webcam + IR-Sperrfilter und Adapter, 70-150 Euro für die Brennweitenverlängerung des vorhandenen Teleskopes, 250-500 Euro für den entsprechenden Laptop, der die Signale der Kamera aufzeichnet sowie rund 1000 Euro für ne ordentliche parallaktische Montierung mit Motoren, die deinen Newton trägt. Bildbearbeitung dann mit Freewareproggys wie Giotto.

Kaufst das Geraffel gebraucht und nimmst Dir dafür genügend Zeit, kannst auf 2/3, manchmal mit Glück sogar auf 1/2 des Neupreises kommen.

Deepsky (ohne Autoguiding) geht nur mit kurzen Brennweiten (max. 500 mm) mit DSLR und einer handvoll sehr hellen Objekten. Ebenfalls parallaktisch montiert mit elektrischer Nachführung in beiden Achsen.


der ist (so wie er ist) völlig ungeeignet. Sowol für Planeten als auch für Deepsky. Der muß raus aus der Rockerbox und auf eine EQ6, weil er so lang ist und mit den großen Hebel massive Probleme macht.

und als cam von nem kumpel ne canon 1100
hab u.a. nen fokal- und projektionsadapter

die Kamera wäre brauchbar, wenn Dein Kumpel für mehrere Monate komplett auf sie verzichten kann und sie immer bei Dir ist, damit du sie spontan einsetzen könntest, wenn es der Himmel hergibt.

Wenn Du mit der Kamera nicht ohne Projektion in den Fokus kommst, kannst alle Deepsky-Wünsche total vergessen.

Bei Projektion wird das eh schon dunkle Bild nochmal dunkler, weil es größer wird. Damit auf dem Kamerachip ein Bild entstehen kann, muß lange belichtet werden. Mit lange meine ich mehrere Minuten pro Belichtung. Nimm mal ein 2,5 mm Okular und schau ohne am Dobson zu schubsen durch das Okular. Was passiert? Die Sterne flutschen wie Rennautos durch das Gesichtsfeld. Auf dem Chip werden die wirklich hellen Sterne als schwache Striche abgebildet. Die schwachen erkennt er net. :totlach: :mauer:

mangels erfahrung wäre mir ein komplettsystem wo ich nicht ewigst rumschrauben muss am liebsten :-)

solche Komplettsysteme gibt es. Für Planeten z.B. eine CAM, EQ5 oder ähnliches mit Motoren und da drauf ein 6" Mak. Dazu ne Webcam.

Für Deepsky auch die obigen Montierungen mit Motoren und dann ein kleiner ED Refraktor + die DSLR, oder die DSLR und ein Festbrennweiten-Teleobjektiv.

Da Du weder noch hast, mußt erstmal mehrere tausend Euro in die Hand nehmen. Da beist die Maus keinen Faden ab. Und bis Du alle mechanischen Probleme gelöst hast, ist erstmal monatelang Frust angesagt. Dann kommt die Bildbearbeitung. Mit Freewareproggys geht da einiges, aber Du braucht auch da na ganze Weile, bis das klappt. Astrofotos fallen nicht druckreif aus der Kamera. :Trost:

Ein Dobson ist unschlagbar schön für spechteln, aber untauglich für Fotografie.

Du must als erstes die Entscheidung treffen, was Du willst. Planeten oder Deepsky. Beides mit 1 Teleskop und 1 Kameraart geht nicht.

beobachten tu ich in ner 20.000 einwohner stadt, in eher ländlicher umgebung

Wenn Du vor die Haustüre gehst, kannst dann die Milchstraße am Himmel erkennen? Wenn ja, hast theoretisch gute Chancen für Deepsky. Wenn nein, bleibt eh blos Sonne, Mond und Planeten über...

Eine preisgünstige und schöne Alternative ist die Mitgliedschaft in einer Sternwarte in der Umgebung. Da kannst deren Fuhrpark an Teleskopen nutzen und mußt keines selber kaufen. Und da gibt es sicherlich auch schon Kollegen, die bereits fotografeiren und Dir beim Einstieg helfen können. :cool:
 
Puh
das ist jetzt viel Info
aber es bringt mir verdammt viel
ich fürchte ich muss mir wohl doch einiges erstmal abschminken :-/

Danke Marcus für den Buchtip

Sternenfee > Du bist ne Wucht
du kommst nicht zufällig aus der Nähe Altötting oder? :-)

Planeten sind im Vergleich zu deepskys flüchtiger und weniger oft zu sehen, daher wäre zweiteres vielleicht doch besser für mich

Ist denn ne EQ6 oder CGEM langfristig wirklich ratsam?
Im Gegensatz zu den meisten andren wird hier immer wieder vom Ausgleich von Schneckenfehlern (PEC) gesprochen
is da wirklich was dran oder nur gelaber?
 
Zitat von sithlord:
ich will schöne fotos von planeten und von ein paar ds-objekten bekommen
ohne ein vermögen dafür ausgeben zu müssen
bzw. einen mehrjährigen astrokurs zu machen :-D

Hi,

wenn du mit Planeten anfangen möchtest, würde eine EQ Plattform zur Nachführung des Dobsons reichen. Z.B. sowas: http://www.dietermartini.de/eqp.html
Dazu eine Barlow zur Brennweitenverlängerung und eine brauchbare Webcam oder (etwas teuerer) eine CCD von The Imaging Source (TIS). Gebrauchte Laptops gibt es preiswert bei eBay oder auch beim lokalen PC-Service, falls noch nicht vorhanden.

DS-Objekte kann man für den Einstieg mit einer preiswerten gebrauchten Spiegelreflex mit Objektiv auf einer Barndoor-Montierung ablichten.

Das Lernen kann man sich jedoch nicht kaufen und eine Frustversicherung bietet auch noch keiner an. ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Eni,

du kommst nicht zufällig aus der Nähe Altötting oder?

nee, ich hock 330 km weit weg von Dir :D

Da Du noch "Frischling" bist, solltest Du wirklich mal ne Weile mit anderen, erfahrenen Sternfreunden unterwegs sein. -> Sternwarte, Astroverein. Googel doch mal oder schau ins GAD :)
 
Eine EQ6 oder NEQ6 oder Vergleichbare sind halt Arbeitspferde, wenn auch nicht perfekt (es gibt viele Anbieter die Verbesserungen anbieten), aber diese tragen höhere Lasten bis 20kg, und bei Astrofotografie braucht "Mann" nunmal Reserven. Das Hobby ist teuer, und das ist nicht ohne Grund so. Man sollte lieber klein anfangen. Des Weiteren ist es für viele Objekte ratsam eine GoTo-Steuerung zu nutzen, da Manche sehr lichtschwach sind und dadurch schwer zu finden. Diese Montierungen besitzen meist einen Autoguiding Anschluss für längere Belichtungszeiten.

Es gibt kein perfektes Teleskop fuer alle Objekte. Für manche benötigt man z.B. einen kurzbrennweitigen 80ED Refraktor oder Ähnliches, beim Nächsten 1m Brennweite oder etwas dazwischen, z.B. ein lichtstarker F5 oder F4 Newton und bei Anderen wieder eine noch höhere Brennweite. Je höher die Brennweite um so schwieriger bzw. teurer wird der Spaß meist.

Grob sollte man folgende Kosten einkalkulieren. Das Beispiel bezieht sich auf 8" Newton, mit dem man wirklich schon eine Menge machen kann:

-Montierung z.B. HEQ5/ EQ6 - 1000€(gebraucht kaufen wird billiger! Ich habe 700€ gezahlt für meine EQ6 SynScan)
-Teleskop z.B. 8" Newton F5/F4 - 350€
-DSLR z.B. Canon EOS 1100D mit Objektiv - 360€
Das ist die Basis, bereits fotogeeignet. Mit Zubehör bist du hier schnell bei 2000€

Um das Ganze auszubauen:
-Autoguiding: Hier braucht man ein Leitrohr, eine geeignete Webcam, einen Laptop mit Software oder eine Steuerbox z.B. bei Standalone Autoguiding ohne Laptop. Justierbare Rohrschellen und ein Doppelbefestigung für die Befestigung von Leitrohr und Teleskop.
Das sind also locker die nächsten 1000€ angesetzt.

Und dazu komm jede Menge Wissen, dass man sich erst erarbeiten muss. Am Anfang tauchen viele ??? auf.

Ich empfehle Dir lieber eine Nachführung für den Dobson um ein gemütlicheres Beobachten und Planetenfotos zu ermöglichen.
Für alles Andere wirst du viel Zeit und vor allem Geld investieren müssen. $_$
 
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