Frage zu meinem ersten Mondmosaik

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chrissie

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Guten Morgen, ich hab mal wieder eine Frage.

Ich arbeite gerade an meinen zweiten Mondfotos (die ersten entstanden vor 10 Jahren).Die Aufnahmen enstanden mit einem 80/910 Vixen Refraktor, einem 25mmm Plössl-Okular und einer 10MP Olympus E-Pm1.
Ich habe mich u.a. an einem Mosaik aus zwei Einzelaufnahmen versucht (ich versuche noch, dass hier hochzuladen). Dabei habe ich erst die unter Hälfte des Mondes fotografiert, dann mein grob parallaktisch aufgestelltes Rohr verschwenkt und 107 Sek. später die Nordhälfte fotografiert, bei gleicher Belichtung und ohne Änderung im Übrigen. Leider lassen sich beide Bilder nicht völlig in Photoshop zur Deckung bringen, die Nordhälfte ist einen Tick, schon in der Komplettansicht auf dem Monitor sichtbar, breiter.
Woran liegt das: Fehler meinerseits, systematischer Fehler den ich nicht bedacht habe, zu großer Abstand zwischen den Aufnahme, Bildbearbeitung?
Bin für alle Tipps dankbar.

HG

Christian Rosenbaum
 
Hallo Christian,

das wird an der Verzeichnung durch die Okularprojektion und auch des Kameraobjektives liegen.
Versuch es mal mit Fitswork unter Bilder kombinieren mit "Mosaik machen" .

VG Cl.-D.
 
Danke, Fitswork macht das deutlich eleganter als ich, aber auch nicht ganz perfekt. D.h. ich habe durdch den Zeitunterschied (Erddrehung) und das Wandern des Mondes schon eine kleine Parallaxe und müßte praktisch zeitnäher fotografieren , oder geht das gar nicht? Hier gibt es teilweise Mosaike aus viel mehr Bildern und da tritt das Phänomen überhaupt nicht auf...

HG

Christian
 
Hallo,

der Zeitunterschied dürfte nichts ausmachen.
Was ich meine kommt durch die Verzeichnung, aller optischen Komponenten.
Schau mal hier da wird das erklärt.

VG Cl.-D.
 
Hallo Christian,

Der Zeitunterschied sollte unproblematisch sein, aber mit fitswork hatte ich auch meine Schwierigkeiten, dann wurde mir der Tipp zu Microsoft ICE gegeben und das Programm fügt die Teile automatisch zusammen, nur so kann ich jetzt riesige Mosaike machen.

Gerade habe ich den letzten Vollmond fertig gestellt:
Mondmosaik aus 42 Teilen

Hier habe ich mit Nikon Coolpix S9100 durchs 25mm Okular meines 8'' F6 Dobson gefilmt. Jeden Bereich ca. 5 Sek.
Kamarazoom hatte ich auch noch ca. 1/4 ausgefahren.

Versuch beim nächsten Mal aber ruhig ein paar mehr Abschnitte zu fotografieren, diese müssen sich dabei immer etwas überlappen.

Ich muss das bei meiner Digicam Technik allein schon wegen dem geringen nutzbaren Bildausschnitts machen. Zum Rand hin nimmt die Schärfe ab und es kommt auch zu Verzeichnungen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Christian,

Die beiden Teile überlappen sich nur recht wenig.
Der obere Teil ist oben schärfer bei der unteren Hälfte ist es unten besser, also fehlt in beiden Fällen die Mondmitte.
In Prinzip sieht das aber schon ordentlich aus, jetzt einfach noch die Mitte seperat aufnehmen und erst einmal ein Mosaik mit 3 Teilen erstellen.

Dann als nächste Stufe kannst Du den Mond auch noch von links nach rechts in jeweils 2 Hälften einteilen, denn bei den beiden Bildern verschlechtert sich die Qualität nach rechts hin.

So sind es schon 6 Abschnitte, die du aber optimal ins Okular holen kannst, so dass diese dann auch die optimale Schärfe haben.

Als nächste Stufe kann man noch weiter ins Detail gehen.
Gerade die geplanten Übergänge sollten ungefähr die gleiche Schärfe und Ausleuchtung haben. Ich mach da bei mir lieber einen Bereich zuviel wie zu wenig.
Dann kann man markante Krater noch gezielter ablichten.
z.B. ist bei Deinem Bild der auffällige Copernikus Krater gerade nicht im optimalen Bereich gewesen und deswegen unschärfer.

So kann man den Mond dann immer feiner Einteilen um ein möglichst gleichmäßiges Mosaik zu erhalten.
Das musst Du einfach mal ausprobieren was da bei Dir am besten geht. Mit der Zeit und etwas Übung lernt man das recht schnell.

Hoffentlich bin ich Dir da jetzt nicht zu sehr ins Detail gegangen. Vielleicht reichen Dir ja auch schon drei Abschnitte.

Gruß,
Holger


 
Nein, nein, vielen Dank, ich bin für jeden Tipp dankbar! Nach jahrelanger gelegentlicher visueller Beobachtung habe ich vor, mir in einigen Monaten ein wirklich großes und geiles Mondbild an eine gerade leer werdende Wand zu hängen. Da arbeite ich mich langsam ran. Immmer nur die zentralen Bildteile zu nehmen ist da ein guter Tip. Im Moment übe ich nur. Ich gehe davon aus, dass ich mit einer speziellen Kamera noch deutlich mehr aus meinem kleinen Refraktor raushole. Auch plane ich den Kauf von etwas größerem +Kamera und Nachführung. Es ist spannend und macht Spaß. ich werde Euch Profis bestimmt noch das eine oder andere Mal mit Fragen löchern, hoffe Ihr seid geduldig genug.

HG

Christian
 
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