Frage zu Okular und Zenitspiegel

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Diamoon

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Grüßt euch,

wie bereits in anderen Beiträgen von euch beschrieben, ist es sinnvoll bei einem neu angeschafften Teleskop das optische Equipment zu ergänzen bzw. zu verbessern.

Meinem Refraktor lag ein Zenitspiegel und ein 25mm Super Plössel bei. Als erstes habe ich vor mir eine Grundausstattung an Okularen zuzulegen. Ich dachte dabei an 10mm und 7mm und noch etwas um die Lücke zwischen 25mm und 10mm zu schließen.
Bin da für Hinweise und Ratschläge sehr dankbar.

Des Weiteren konnte ich mich noch nicht zwischen den Baader Hyperions und den günstigeren TS Planetarys entscheiden. Ist die teurere Anschaffung zu Beginn sinnvoll?
Ich habe auch gelesen, dass eine Kombination von mehreren Herstellern zu empfehlen ist.

Zu welchem Zeitpunkt sollte der Zenitspiegel ausgetauscht werden?

Falls es nicht in der Signatur erscheint, ich besitze ein Bresser Messier 90/900 Refraktor. Hauptaugenmerk liegt auf Mond und Planeten.

Besten Dank und liebe Grüße
Manuel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Manuel,

für Mond und Planeten mit einem f/10 Refraktor sind gute Plössl ausreichend. Die Hyperions bringen dir keinen großen Mehrwert, weil ein großes Gesichtsfeld nicht erforderlich ist. Daher sind die Planetarys ok, wobei ich die ED-Okulare besser fand: http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p2327_TS-PARAGON-ED-14mm-1-25--Planeten-Okular---50-Grad-Feld.html

Ich würde zu einer Abstufung in den Größenbereichen 25/13/8/5 raten.

Da du den ZS immer nutzen musst, würde ich ihn zuerst tauschen - sofern es wirklich notwendig ist (ist die Qualität so schlecht?).
 
Hi Chris,

vielen Dank für Deinen Rat und den Tip mit den EDs, sie scheinen ja preislich bei den Planetarys zu liegen.
Ich werde mich auf jeden Fall damit auseinandersetzen.

Zum ZS, auf dem Bild beim Kauf war ein weißer ZS abgebildet mit Bresser-Logo, der sah eigentlich ganz wertig aus.
Beim Teleskop selbst lag jedoch ein unbeschrifteter schwarzer Plastik-ZS bei.

Ich meinte hier gelesen zu haben, dass dies nicht der beste ist und das man da noch eine Verbesserung erzielen kann. Ehrlich gesagt ist mir aber bisher kein optischer Mangel aufgefallen. Aber es fehlt auch der Vergleich.

Gäbe es da einen der sich mit meinem Gerät gut ergänzen würde?


Gruß
Manuel



 
Hallo Manuel,

Falls es nicht in der Signatur erscheint, ich besitze ein Bresser Messier 90/900 Refraktor. Hauptaugenmerk liegt auf Mond und Planeten.

dein Teleskop ist ein f/10 Teleskop, dies ist günstig für Okulare,
daran funktionieren fast alle Okulartypen zufriedenstellend bis gut.
Wenn es um Planetenbeobachtung geht würde ich an deiner Stelle
Abstand von viellinsigen Okularen aus China oder Taiwan nehmen.
Statt dessen würde ich dir ein Ortho aus Japan vorschlagen.

Schau mal ob du ein gebrauchtes 7mm Baader Genuine Ortho,
ein nicht zu altes Kasai Ortho oder U.O. "conical top" Ortho
auftreiben kannst. Letztere sehen so aus:

www.universityoptics.com/125inch.html

Zwischen das vorhandene 25mm Okular und das 7mm Ortho
würde ich ein moderates Weitwinkelokular platzieren.

Auch hier gilt:
An f/10 funktionieren praktisch alle Typen zufriedenstellend.
Du hast also die Wahl.

Und ja:
Ein besserer Zenitspiegel wäre gut. Du kannst evemntuell eines
der alten 1,25" Zenit-Prismen günstig bekommen.
Das ist an f/10 ebenfall unproblematisch.

MfG, Karsten
 
Hallo Karsten,

Danke für deine Hinweise.
Bezieht sich dein Rat für gebrauchte Okulare auf preislichen Hintergründe, oder ist die Qualität einfach besser?

Die von dir angesprochenen Okulare werden ja nicht mehr produziert, oder? Sie finden im Internet jedoch positive Kritiken, die Kasai Okulare schneiden etwas schlechter ab. Zu Recht?

Kommen die Baader Hyperions vielleicht doch in Betracht?

Kannst du ein oder zwei Prismen empfehlen? (Name,Hersteller)

Gruß
Manuel
 
Moin Manuel!

Richtig, die Baader Genuine Orthos werden nicht mehr hergestellt. Man kann aber auf die baugleichen Antares-Orthos ausweichen. Die bekommt man nach wie vor.
Ich würde die Baader auch den Kasai vorziehen, denn Erstere sind nach allen Erfahrungsberichten, die man so liest, noch einen Tick besser.

Hyperions sind Standard-Okulare mit gutem Gesichtsfeld. Statt dieser Glasbausteine kann man auch einfache Erfle für die Übersicht nehmen (TS-WA o.ä.).

Zenitprismen sind, wenn sie billig sind, mit Vorsicht zu genießen. Es müssen hierbei genau die Winkel eingehalten werden und die Flächen möglichst exakt sein. Das macht die Sache bei guten Prismen extrem teuer. Beim Z-Spiegel reicht eine hochgenaue Fläche. 1,25"-Z-Spiegel sind schon langsam am Aussterben, brauchbar im mittleren Preissegment scheint mir der von William Optics zu sein. Ich selbst besitze einen 1,25"-Z-Spiegel von Stellarvue (NP 99 EUR), der im Moment allerdings nirgends in D zu kriegen ist.
 
Hallo Manuel,

meiner Ansicht nach ist die Qualität dieser Japan-Orthos
einfach besser als die Qualität vieler anderer Okulare
die zum Teil sogar mehr kosten.

Ich besitze sowohl ein Baader Genuine als auch mehrere U.O. conical top Orthos.
In Bezug auf die Abbildung kann ich keine Unterschiede feststellen.
Sie unterscheiden sich aber in Bezug auf die Vergütungen.
Das Baader hat eine Mehrschichtvergütung.
Die U.O. conicals haben so wie das für mich ausschaut eine Mischung
auf Mehrschicht und MgF² Vergütungen.

Erst erheblich teurere Pentax Orthos sowie das 5mm Pentax XO
zeigten mir dann erkennbare Vorteile in Punkto Kontrast.

Hyperions:
Ich bin kein Fan dieser Okulare.
Ich würde sie im mittleren Brennnweitenbereich in Betracht ziehen.
Also evtl ein 13mm Hyperion.

Prisma / ZEnitspiegel:
Da wird gerne viel versprochen und in der Praxis must du schauen
was das Teil dann tatsächlich taugt. Manchmal werden die aus
alten Zeiten liegengebliebenen Zenitprismen zu günstigen Preisen verkauft.
Ich habe auf die Art mal 2 Teile bekommen und eines davon war gut,
das andere nicht. Ich habe das bessere lange nicht benutzt
da ich nun auch einen 2" Zenitspiegel habe. Ich weis nicht mal
welcher "Hersteller" da drauf steht.

Winnie hat einen Wiliam Optics Zenitspiegel verlinkt.
Positiv finde ich daß da etwas garantiert wird: 1/10 lambda.
Negativ finde ich daß man nicht weis was da garantiert wird.
Denn as heißt 1/10 Lambda denn?

1/10 Wellenlänge. In diesem Fall ist die weitere Angabe sogar dabei:
Es bezieht sich auf die Oberflächengenauigkeit.
Die zweite Möglichkeit wäre Wellenfrontgenauigkeit.

Nun ist es leider so daß bei 1/10 Oberflächengenauigkeit
der Wellenfrontfehler schon 1/5 beträgt.
Da der Zenitspiegel in 45° Stellung eingebaut ist bewirkt
dies
daß sich verschiedene Arten von Oberflächen-Fehlern recht
unterschiedlich auswirken können.
So bewirkt eine Wölbung der gesamten Fläche des Zenitspiegels
bei 45° Einbaulage einen Astigmatismus.

Ein Randfehler wäre dagegen fast völlig vernachlässingbar,
weil du den Rand des Zenitspiegels bei Planetenbeobachtung
gar nicht nutzt.

Nochmal zurück zur 1/10 Labda Angabe:
Welche Wellenlänge ist da gemeint? Ohne die Angabe der Wellenlänge
ist die Angabe nicht eindeutig.

Beispiel:
In der Interferometrie wird oft 623nm Licht verwendet.
Ein 1/10 davon wäre 63,2nm.
Wäre die Wellenlänge benutzt worden bei der das menschliche Auge
am empfinlichsten ist, ca 550nm, dann wäre 1/10 Lambda 55nm.
Also so etwa 15% Unterschied.

Lange Rede kurzer Sinn:
Solche Angaben sind besser als keine, sofern sie unzweideutig sind.

Über die Carbonapplikationen kann man geteilter Ansicht sein.
Was wichtiger ist iost die Angabe "dielectric".
Diese Beschichtung bringt eine ziemlich hohe Reflektivität.

Man möge mein Posting bitte nicht als "schlechtschreiben"
dieses Zenitspiegels verstehen.
Angaben von 1/10 irgendwas finden sich zuhauf im Netz.
Und selbst bei den teuersten Zenitspiegeln finden sich oft
keine präzisen Angaben zur Oberflächengenauigkeit:

http://www.baader-planetarium.de/sektion/s28/s28.htm

Auch hier 1/10 Lambda irgendwas, dazu nicht mal die Angabe
ob sich 1/10 Lambda auf Oberfläche oder Wellenfront bezieht.

Ein Faktor der eine Rolle spielt aber offenbar auf keiner Händlerseite
thematisisert wird ist die Justage des Spiegels.

Ein Stern auf der optischen Achse des Teleskopes sollte auch
im Zentrum des Okulares stehen.
Ansonsten kann viel optische Leistung verloren gehen weil ein Teleskop
abseits der optischen Achse üblicherweise deutlich schlechter abbildet.
Refraktoren habe da Astigmatismus, Newtons haben dort Koma.

MfG,Karsten
 
Moin Karsten!

Den WO-Zenitspiegel hatte ich eigentlich ob seiner Verarbeitung genannt. Ich hatte vor einiger Zeit das 1,25"-TS-Modell. Der gefiel mir aber wegen der Steckhülse aus Weich-Alu überhaupt nicht.

Klar, keiner von uns Amateuren kann sich auf eine Genauigkeit der Oberfläche verlassen, noch sie überprüfen. (Imgrunde ist mir dieses Lambda-Geschreibsel auch völlig egal.) Ich verlasse mich eher darauf, wenigstens eine glatte Oberfläche beim ZS als ein windschiefes China-Prisma zu bekommen.

> Ein Faktor der eine Rolle spielt aber offenbar auf keiner Händlerseite thematisisert wird ist die Justage des Spiegels.

Ich wollte es noch im letzten Post schreiben, hab's dann aber gelassen: Die Stellarvue ZS werden im Werk justiert und am Stern getestet. Das war für mich damals entscheidend, so daß ich diese Marke genommen habe. Ich hab' den Spiegel sowohl in 1.25"- als auch 2"-Ausführung. Die sind klasse.
 
Hallo,

also bei den Okularen bin ich jetzt auf jeden Fall schlauer, denk ich zumindest. Es wird wohl auf die Kasai Orthos hinauslaufen. Müssten diese hier sein oder?!
http://www.teleskop-express.de/shop/index.php?manufacturers_id=44

Gleichzeitig kann ich ja die Augen nach den Baader Genuine offenhalten.

Beim Zenitspiegel bzw. Prisma bin ich noch unsicher, da ich auch von Farbfehlern bei den Prismen las. Auf jeden Fall ist ein dielektrisch bearbeiteter Spiegel, wie Karsten schon sagt wichtig. Naja, es eilt ja nicht...

Danke noch für die mathematisch sehr anschauliche Erklärung der 1/10 Lambda-Problematik ;)

Eine blöde Frage hätt ich noch, warum ist der 1,25" ZSpiegel ein Auslaufmodell? Der passt doch so gut...

Gruß
Manuel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Manuel!

> warum ist der 1,25" ZSpiegel ein Auslaufmodell? Der passt doch so gut...

Tja, die meisten Teleskope, die ZSpiegel verwenden, haben mittlerweile 2"-Anschluß. Hochwertige 1,25"-ZSpiegel sind eher selten, im Billigbereich findet man sie dagegen noch oft.
 
Morgen,

hm, ich überlege ob ich mir nicht gleich einen 2" ZS besorge und den mit einem 1,25"/2" Adapter anschließe, oder ist dies technisch nicht möglich?

Gruß
Manuel
 
Hallo Manuel!


In diesem Beitrag wurden einige Okulare genannt. Soweit ich weiss, sind folgende Okulare mehr oder weniger gleich in ihrer Leistung:


BGO-Klasse:

Meines Wissens nach gibt es zwischen den aufgelisteten Okularen eventuell marginale Unterschiede bei ihrer Vergütung. Eigene Erfahrungen zum Vergleich besitze ich nicht, sondern beziehe mich lediglich auf Informationen, die ich in irgendwelchen Foren gelesen habe. Falls es Unterschiede geben sollte, sind diese jedoch wie beschrieben vernachlässigbar. Nach meiner Kenntnis sind alle drei Varianten des Okulars nicht mehr erhältlich.

Zitat von winnie:
Man kann aber auf die baugleichen Antares-Orthos ausweichen. Die bekommt man nach wie vor.

Auf Anhieb kann ich diese Okulare nirgends mehr als lieferbar finden, sondern lediglich Antares Plössl Okulare.



Volcano-Top-Klasse (auch conical-Top genannt):


In verschiedenen Foren gibt es einige Testberichte, die die hier genannten Okulare behandeln. Der in meinen Augen ausführlichste und sehr lesenswerte Testbericht ist folgender:



Baader wird bald eine neue Okularserie auflegen, die Baader Classical Orthos (BCO):



Zu den BCOs gibt es ebenfalls von Bill Paolini einen vorläufigen Testreport, der hier zu finden ist: Cloudy Nights Forum.
In der Aussicht/Hoffnung darauf, dass die voraussichtlich Ende September erscheinenden Okulare ebenfalls die im Test erbrachte Leistung bringen werden, würde ich momentan kein Volcano-Top kaufen (Kasai), sondern auf die BCOs warten. Übrigens werden die BCOs mit einem Preis von 55 Euro weniger kosten als die 79 Euro teuren Kasai Orthos.



Ich persönlich habe kaum Erfahrung mit Kleinteleskopen und besitze in dieser Größenklasse lediglich einen Refraktor mit 60mm Öffnung. Mir wäre noch wichtig zu klären, ob man bei solch einem Teleskop wie du es einsetzt überhaupt einen Unterschied sehen kann zwischen den oben genannten Okularen der BGO/BCO Klasse und den ebenfalls ganz guten Hausmarken Plössl Okularen oder beispielsweise Sterling Plössel Okularen. In dem bereits verlinkten Testbericht von Bill Paolini schneidet das verhältnismäßig billige Sterling Plössl am f/8 Refraktor in den meisten Testbereichen sogar besser ab als das volcano Top (University Optics/Kasai).

- Bernd
 
Moin Bernd!

> Auf Anhieb kann ich diese Okulare nirgends mehr als lieferbar finden, sondern lediglich Antares Plössl Okulare.

Tschuldigung, Du hast natürlich recht. Ich war auf dem falschen Dampfer und bei den Eudis (Ultrascopic Plössl) gelandet.
 
Hallo Leute,

In der Aussicht/Hoffnung darauf, dass die voraussichtlich Ende September erscheinenden Okulare ebenfalls die im Test erbrachte Leistung bringen werden, würde ich momentan kein Volcano-Top kaufen (Kasai), sondern auf die BCOs warten. Übrigens werden die BCOs mit einem Preis von 55 Euro weniger kosten als die 79 Euro teuren Kasai Orthos.

ich würde es anders machen und mir eines der Japan-Orthos besorgen
solange die noch zu haben sind. Ich bezweifle daß die China-Orthos
die Qualität der Japan-Orthos in der Serie erreichen.
Auch positive Testberichte von Vorserien-Exemplaren helfen
da leider nicht weiter. Sven Wienstein hat einen Satz der
Baader Hyperion Okulare getestet:

www.svenwienstein.de/HTML/baader_hyperion.html

Vor allem das 21mm Hyp konnte ncht die Qualität des 22mm LVW
erreichen, sowohl Randschärfe als auch Streulichtunterdrückung
waren merklich schlechter. Wichtiger war aber daß es bei
den Serienokularen immer wieder mal Berichte von Sternfreunden
über weniger gute Exemplare gab.

CS, Karsten
 
Zitat von Diamoon:
Morgen,

hm, ich überlege ob ich mir nicht gleich einen 2" ZS besorge und den mit einem 1,25"/2" Adapter anschließe, oder ist dies technisch nicht möglich?

Hi Manuel,

der 90/900 hat nur einen 1,25" Auszug. Einen 2" ZS anzuschließen, macht auch via Adapter keinen Sinn.
Sinnvoller wäre den kompletten Okularauszug vorher gegen eine 2"-Variante auszutauschen. Aber für Mond und Planeten bringt dir das keine Vorteile.
 
Hallo,

@ Chris:
war nur ne Idee, wenn auch keine gute ;P

@ Bernd:
Da bringst Du ja eine weitere interessant Möglichkeit ins Spiel, mir gehts halt darum das Optimum rauszuholen ohne gleich in den High-End Bereich zu investieren, bzw. soll ja ein praktischer Nutzen rauskommen, also eine echte spürbare Verbesserung im Rahmen des verwendeten Gerätes.


Ich würde Karsten folgen und weiterhin die Karsais favoritisieren, d.h. erstmal eins kaufen, nach Baader Genuine suchen und den Markt im Auge behalten.

Danke nochmals an Euch für eure konkreten Hinweise und Ratschläge. Bei Bedarf kann ich ja mal was zu den zukünftig eingesetzten Optiken schreiben.

Gruß an alle
Manuel
 
Zitat von Diamoon:
Ich würde Karsten folgen und weiterhin die Karsais favoritisieren, d.h. erstmal eins kaufen, nach Baader Genuine suchen und den Markt im Auge behalten.

Apropos "im Auge behalten": bei der Auswahl ist hoffentlich der Augenabstand kein Thema bei dir (Brille?). Unter 10mm Brennweite hat man die Orthos quasi "im Auge stecken" und muss sich die Wimpern stutzen, damit man nicht dauernd die Fettschlieren vom Okular wischen muss. ;)
Eine Kombi aus langer Oku-Brennweite und guter Barlow kann Abhilfe schaffen, aber dann hast du auch wieder zusätzliche Linsen in der Optik und kannst gleich zu angenehmeren Okulardesigns greifen.
 
Hallo Manuel,

ich hoffe es ist dir bekannt daß der Augenabstand bei Orthos
etwa 3/4 bis 4/5 der Okularbrennweite beträgt.
Für Brillenträger sind also nur die langbrennweitigen Orthos geeignet.

Bei den ganz kurzen Brennweiten der Orthos bevorzuge ich übrigens
die "conical top" Bauweise. Hier stoßen die Wimpern nicht
so unangenehm an, sie liegen auf der abgeschrägten Fläche an.

MfG, Karsten
 
Hallo zusammen,

was den Augenabstand betrifft: Da kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen, selbst durchzuschauen. Ich hatte zu Beginn ein einfaches 10mm SuperPlössl, bei dem ich schon Probleme hatte. Bei meinen Baader Genuine Orthos bis runter zu 7mm (flat top), Kasai Ortho 6mm (vulcano top) und Celestron Ortho 5mm (vulcano top) habe ich dagegen absolut keine Probleme. Aber brillenträgertauglich ist da natürlich im unteren Brennweitenbereich nichts mehr.

Zitat von watkin:
Eine Kombi aus langer Oku-Brennweite und guter Barlow kann Abhilfe schaffen, aber dann hast du auch wieder zusätzliche Linsen in der Optik und kannst gleich zu angenehmeren Okulardesigns greifen.
Aus reinem Interesse, da ich noch nicht so viele Okulare vor dem Auge hatte: Was würdest du denn z.B. anstelle eines Genuine Orthos zusammen einer 2x Barlow (Orion Shorty Plus) als ebenbürtige Alternative empfehlen (ich selbst habe einen 8" f/6 Dobson)? Mir fällt da spontan nichts ein.

Gruß, Robert
 
Verstehe ich nicht. Wenn du damit keine Probleme hast, warum suchst du eine Alternative? Also ich behalte Okulare mit denen ich zufrieden bin.
 
Guten Morgen,

das bei Orthos der Augenabstand so gering ausfällt wusste ich bisher nicht. Ich hab zwar ne Brille, der Sehfehler betrifft aber nur mein rechtes Auge (lt. Augenärztin hat sich dieses auf Kosten des linken während meiner Kindheit ausgeruht)
Da man aber in den meisten Fällen nur mit einem Auge durchs Okular blickt, wäre das kein Problem ;)

Gruß
Manuel
 
Wie ich schon geschrieben hatte: ED-Okulare. 20mm Augenabstand, große Augenlinse, absolut Brillentauglich, spitzenmäßiger Kontrast und gute Transmission.
Ich habe keine Shorty und die Orthos sind nach dem Vergleich wieder an den Händler zurück gegangen - das Vergleichen kann ich dir also nicht abnehmen. Ich bin damals jedenfalls bei den EDs geblieben.
 
Hi Chris,

deine Argumente sind absolut einleuchtend.
Ich weiß ja auch, dass mir letztlich keiner die Entscheidung abnehmen kann. Nicht umsonst wird hier ja auch immer empfohlen bei anderen Sternenfreunden auf die Ausrüstung zu schauen.

Darum fragte ich ja was sich so bewährt in der Praxis und was an meinem Refraktor sinnvoll und funktional ist, weil mir da die Erfahrung fehlt ;)

Ihr habt mir wertvolle Hinweise gegeben über die ich jetz grübeln muss...

Gruß
Manuel
 
Kleine Anmerkung noch: Ihr glaubt gar nicht was das schon allein für eine Verbesserung ist, eine wackelfreie Montierung zu haben ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Diamoon:
Kleine Anmerkung noch: Ihr glaubt gar nicht was das schon allein für eine Verbesserung ist, eine wackelfreie Montierung zu haben ;)

Oh doch. Habe das selbst bei einem 114/900er Newton auf der EQ2 durch (siehe hier :biggrin: ). Der Effekt ist vergleichbar wie das Ersetzen von Billigokularen durch Bessere.
 
Hallo,

@Blackbert:
Na da steigt ja die Vorfreude!

@Chris:

Du hattest die Abstufung 25/13/8/5 empfohlen, ist das ein Richtwert? Da die TSEDs mit 25/12,5/7,5/5,2mm angeboten werden, oder verwechsel ich jetzt was?

Gruß
Manuel
 
Die Brennweitenabstufung ist nur ungefähr und soll als Anhaltspunkt dienen. Da muss nichts auf 's Komma genau sein, zeigt aber, dass man nicht alle 2mm ein Okular benötigt.

Zum Preisunterschied kann ich nichts sagen, die Preise macht der Händler. Vor ein paar Jahren gab es die Teile als Aktion sogar für unter 20€ bei verschiedenen Anbietern. Da fehlte dann zwar teils der Markenaufdruck, aber der ist eh Makulatur.

Evtl. vorher mit dem Händler verhandeln, statt im Online Shop zu bestellen. Meist ist noch ein Rabatt drin.
 
Hi Chris,

werden die TS Paragon Eds noch hergestellt? Ich kann nirgends ein 7,5mm Okular der Serie finden, obwohl es auf dem "Familienfoto" zu sehen ist.

Kannst du bitte nochmal kurz erläutern warum die Eds für dich besser sind als die Planetarys?

Dank und Gruß
Manuel
 
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