Frage zum Filmen mit DSLR

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MarcusR

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Hallo,

mir ist mein erstes Sonnenfoto gelungen, ED 80/560, Baader Zoom bei 20mm, Kamera an das Orkular geschraubt. An der richtigen Schärfe arbeite ich noch, hab bereits die Anleitung für eine Scheinerblende gefunden :)

Meine Frage: ich verwende eine Nikon D7000, diese kann bis zu 20 min Filmen. Auflösungen von Full HD bis 640x424. Macht es Sinn zu Filmen, um möglichst viele Bilder zu bekommen, um diese zu stacken? Spricht etwas gegen Filmen mit einer DSLR? Reicht die kleine Auflösung, oder lieber etwas mehr Auflösung wählen?

Ich war mir nicht ganz sicher, ob das eher eine Anfängerfrage ist, oder zur Astrofotografie gehört, bitte gerne verschieben, wenns nicht passt.

Vielen Dank
und viele Grüße

Marcus
 
Hallo Marcus,

bei Planetenaufnahmen macht Stacken viel Sinn, doch stellt sich die Frage, ob die Kamera nicht viel zu stark komprimiert, da es sich um eine Hardware-Kompression handelt, die vor allem auf geringe Kontraste schlechter anspricht, als das eine (aufwändigere) Software-Kompression könnte. (Falls das wer zweifelt, Toucam-Raw ist der praktisch Nachweis von dem, was rechnerisch klar ist).
Hinzu kommt, dass bei Planeten-Aufnahmen allgemein die verwendete Chipfläche eher klein ist. Man muss schon ein dickes Geschütz auffahren, um Jupiter bildfüllend in die DSLR zu bekommen. Bei Mond und Sonne ist das zwar anders, doch sind da die Kontraste auch nicht so problematisch. Mond und Sonne können bei guten Bedingungen durch das Stacken auch verlieren, wenn eine niederfrequente Verzerrung das Bild verwischt.

Was aber geht: Wenn die kleine Auflösung mit einem mittigen Ausschnitt des Chips arbeiten würde (so wie bei korrekten Webcams das CIF), dann wäre das eine ziemlich gute Möglichkeit. Noch besser, wenn die Kamera ein solches Format RAW gespeichert bekommt. Wobei... Nikon und RAW... da gab es doch ein gewisses Missverständnis. Nicht wahr? Haaalllooo.... Niiiikoooon.... RAW war das VOR DEM KAPUTTRECHNEN... ;)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

vielen Dank für die Infos - Hardwarekomprimierung ist das Stichwort, die Kamera zeichnet nur .mov auf!
Das die Nikon viel rechnet und sagt "ich hab nichts gemacht", den Verdacht hatte ich auch schon ... Nach Deinem Hinweis habe ich noch soetwas wie Rauschunterdrückung gefunden und abgschaltet, immerhin ging das.

Momentan erscheint es mir am sinnvollsten schnell solange Fotos zu machen, bis der Speicher jeweils voll ist und von diesen das Beste auszuwählen. (Ich bin noch bei der Sonne, das ist alles einfacher, weil ohne Taschenlampe)

Welcher Teil des Chips verwendet wird finde ich eine interessante Frage - damit werde mal etwas experimentieren :)

Viele Grüße
Marcus
 
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