Frage zum Karkoschka

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Shaft

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Auf jeder Sternkarte und in jedem anderen Buch wird unterschieden in Nordhimmel und Südhimmel.Im Karkoschka
gibt es aber noch die Ekliptik/Äquator.
Warum wird das hier separat aufgeführt ?
Im Ekliptikbereich sieht man nicht zu jeder Jahreszeit die Sternbilder ,aber in den anderen Büchern wird ja sowieso auch immer die beste Jahreszeit zur Beobachtung mitangegeben.
Ich mache mir gerade eine eigene Liste mit Sternbildern zum Üben und ich möchte natürlich keins vergessen.Die südlichen können komplett weg.

 
Hallo shaft,

warum ers so gemacht hat, da wirst du den Autor selber fragen müssen; ich kann nur mutmaßen: Mit der Einteilung Nord/Äquator/Süd hast Du auch gleich eine Einteilung: sieht man immer (zirkumpolar)/sieht man manchmal (je nach Jahreszeit)/sieht man nie (Südhimmel).

Gruß, mike
 
Hi Mike,

den Karkoschka habe ich zwar gerade nicht vorliegen, vermute aber, daß nicht alle Sternbilder der Einteilung "Nord" zirkumpolar sind.

Ich schätze, der Autor hat einfach nach irgendeiner Strukturierung gesucht und keine bessere gefunden...

Clear skies (wird langsam mal Zeit)

Jens
 
Hallo Shaft,

Auf jeder Sternkarte und in jedem anderen Buch wird unterschieden in Nordhimmel und Südhimmel.Im Karkoschka
gibt es aber noch die Ekliptik/Äquator.
Das stimmt so eigentlich nicht. Der SkyAtlas 2000 hat zum Beispiel ähnlich wie der Karkoschka Karten, die die Bereiche um die Pole herum abdecken und Karten für die Äquatornahen Bereiche.
Uranometria hat 2 Bände, die in Nord und Süd unterteilt sind. Jeder Band ist aber nochmal in etliche 'Streifen' unterteilt, die sich von den Polen in Richtung Äquator vorarbeiten.
Der Cambridge Star-Atlas wiederum hat ebenfalls sowohl polnahe Karten als auch Karten für den Bereich 'dazwischen', ebenso der gute alte Schurig-Götz. Soweit die Atlanten, die ich in meinem Besitz habe, ich kann nicht erkennen, daß Karkoschka da etwas wesentlich anders macht.
Wieviele Kartenstreifen entstehen, hängt letztlich nur vom Format des Atlanten und dem Maßstab der Karten ab.

Viele Grüße,
Meinolf
 
Hallo Shaft,

um die Sternbilder exakt abzubilden, müsste man sie auf eine Kugeloberfläche zeichnen. Denn das Koordinatensystem aus Rektaszension und Deklination ist ein Kugeloberflächenkoordinatensystem. Da aber ein Riesenkugel als Himmelsatlas etwas unpraktisch ist, hat sich der Herr Karkoschka für Darstellungen entschieden, bei denen der Fehler zum wirklichen Bild möglichst gering ist.

Bei polnahen Sternbildern wählt er ein ebenes Polarkoordinatensystem, dessen Mittelpunkt der Himmelsnordpol ist. Der Abstand eines Sterns zum Mittelpunkt dieses Koordinatensystems entspricht dann 90°minus Deklination des Sterns. Alle Punkte mit gleicher Deklination liegen somit auf Kreisen um diesen Mittelpunkt des Koordinatensystems (Dieser kann natürlich auch außerhalb des gezeichneten Kartenauschnitts liegen.).
So ist es bei den Karten N0 bis N24 sowie S0 bis S24

Für äquatornahe Sternbilder und damit für den gesamten Ekliptikbereich ist ein rechtwinkliges Koordinatensystem mit Rektaszension nach rechts und Deklination nach oben geeigneter, um die Sternbilder möglichst realitätsnah abzubilden. Daher wählt Karkoschka in den Karten E0 bis E24 diese Darstellung.

Bei einer drehbaren Sternkarte wird im übrigen der gesamte von Mitteleuropa sichtbare Himmelsbereich in ein Koordinatensystem gezeichnet, wie es Karkoschka nur in den Karten N0 bis N24 verwendet. Dies führt dazu, dass ein polnahes Sternbild wie der kleine Wagen im Vergleich zu einem südlichen Sternbild wie der Schütze in der drehbaren Sternkarte viel zu klein dargestellt wird.
 
@Hammer
sieht man immer (zirkumpolar)/sieht man manchmal (je nach Jahreszeit)/sieht man nie (Südhimmel)

Simpel beschrieben,aber gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

@mevo
Doch,finde ich schon.....die von dir genannten Bücher kenne ich nicht,aber einige andere.Bei mir war das halt der Fall,das der Karkoschka als einziger diese Art wählt.

@Martin_D
Sich die Kugel vorzustellen ist eigentlich eine gute Idee und gut erklärt.
Damit es für mich als Anfänger aber nicht zu kompliziert wird (und Spass macht),fange ich mit dem Finden der Sternbilder an,indem ich sie mehr oder weniger mit Büchern und dem Programm "EasySky" auswendig lerne.Die Begriffe Rektaszension und Deklination habe ich erst mal wieder aus meinen RAM gelöscht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich denke mal,der Karkoschka ist nicht für den typischen Einsteiger gedacht,sondern für Fortgeschrittene.Dieser wird dann klar und sachlich seine Infos bekommen.


 
Hallo Shaft

Genau, ich würde jetzt auch nur dass tun was mir Spass macht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Wie sagt man so schön - aller Anfang ist schwer und sobald man mal angefangen hat kommt alles wie von selber - die neuen Fragen die dann auch kommen werden kann Dir der Karkoschka dann vermutlich ganz gut beantworten, weil Du dann schon etwas Erfahrung hast und eher nachvollziehen kannst wovon da die Rede ist.
In der Zwischenzeit würde ich einfach mal am Himmel auf Entdeckertour gehen (auch mit deinem schönen Dobson). Nimm Dir z.B. mal eine Region am Himmel vor die in der nächsten Zeit in den Abendstunden sichtbar ist, z.B.: hier (aber leider ohne Angabe der Rektaszension oder Deklination) und versuch dann dass was Du gefunden hast (mit Hilfe des Sternbildes bei dem Du es gefunden hast) auf einer Karte wiederzufinden (z.B. Kugelsternhaufen, offener Sternhaufen oder sogar irgend ein Nebel- / Galaxiefleckchen).

Grüsse
Greuti
 
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