Frage zum neuen teleskop

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Chris_The_Noob

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Hallo,
Erstmal super forum :super:.
Also ich habe mal eine frage, ich habe mir ein neues Teleskop gekauft unzwar das Bresser Galaxia 114/900 EQ-Sky. hier der link für die daten : Bresser Galaxia. Laut beschreibung soll dieses Teleskop nicht für die Astro photographie geeignet sein. Ich habe mir zusätzlich den Teleskop Führerschein vom Oculum verlag gekauft. Meine frage ist jetzt habe ich dennoch irgenwelche möglichkeiten für die astro photographie? es muss ja nicht gleich das profi equitment sein ein anfang reicht auch . ;) Danke im vorraus und eine wunderschöne und erfolgreiche nacht :) MFG Chris
 
Hallo Chris,

ein Anfang ist häufig das erste Foto vom Mond durch das Teleskop. Beim Mond sind die Belichtungszeiten schön kurz, man muss nicht Nachführen und das Fokusieren sollte auch funktionieren. Darüner hinaus wird´s schon schwieriger. Fadenkreuzokular in´s Teleskop und ne Kamera mit Objektiv "Piggyback" oben drauf um schöne Übersichtsbilder zu machen.

Für alles andere wird´s nicht reichen, da muss schon was anderes her.

CS Markus
 
hallo markus,

Dane für deine antwort. Ich habe was von einer toUcam gehört ist dies für newton teleskope geeignet? wenn nicht habe ich noch eine schöne spiegelreflex digital kamera : Kamera Was würdest du ehr empfhelen oder wenn es etwas teurere´s währe ist ja bald weihnachten. :biggrin: Also ich sag mal so es kann ja schon teurer sein aber ich bin halt noch blutiger anfänger von daher muss es einfach zu verstehen und bedienen sein.

LG Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Huhu Chris und herzlich Willkommen,

ich bin ebenfalls ein blutiger Anfanger.

Aber dein Teleskop würde ich nicht für Astrofotografie verwenden, ich habe mir selbst erst ein etwas billigers Teleskop gekauft und habe es wieder zurück gschickt. Ähnlich deinem.
Ich bin mir nicht sicher ob deine Montierung bei hoher Auflösung überhaupt richtig stabil ist.
Dieses Problem hatte ich, ich hatte mehr damit zu kämpfen ein scharfes Bild zu haben, als irgendwas anderes.

Wenn du Astrofotografie in Angriff nehmen willst.
Da denke ich, dass du schon Galaxien, Nebel, etc... aufnehmen willst, dort benötigst du z.B eine LXD75 Montierung.
Wenn du aber "nur" den Mond ablichten willst, dann reicht dein Teleskop. Weil du (wie mein Vorredner schon erwähnt hat) nur kurze Belichtungszeit brauchst.



Ist alles nicht so einfach, dass habe auch ich schnell gemerkt.


Ich habe mich vor kurzen dann für ein Meade enschieden. Dieses Teleskop mit einer LXD75 Montierung ist ein guter Einstieg in die Astrofotografie. Liegt aber auch preislich wesentlich höher.

http://www.amazon.de/gp/product/B001CFKS3G

Hier mein Teleskop.

Aber ich werde mich mit der Astrofotografie erst später beschäftigen. Da ich mich mit Feldstecher und Teleskop erstmal auf die Lauer lege und mir die verschiedenen Sternbilder einpräge und notieren, obwohl ich an der LXD75 GoTo habe.
Aber ich finde es gehört erstmal etwas Grundwissen dazu. =)

LG








 
Hallo Chris,

wenn Du mit dem Auge durch das Teleskop schaust, dann merkst sofort, daß die Sterne sich zum Gesichtsfeldrand hin bewegen, wenn Du nicht an der beweglichen Welle drehst.

Ein Fotoapperat würde das auch "bemerken". Aus den Sternen würden "Eier", sobald Du länger als 1/25 Sekunde belichtest.

Leider muß man für alle Objekte außer Sonne, Mond und Planeten viel länger als 1/25 Sekunden belichten, damit was auf dem Foto drauf ist. Aus diesem Grund ist die Montierung, auf der Dein Teleskop sitzt, nur sehr eingeschränkt für Fotografie tauglich. Es gehen eben Sonne, Mond und Planeten.

Das Teleskop selber ist ok. Wenn das auf einer deutlich stabileren Montierung sowie einem stabileren Stativ sitzen würde und Du Motoren an der Teleskopsteuerung hättest, dann könntest auch andere Objekte fotografieren...

Sonne und Mond kannst mit Deiner Digitalkamera am Teleskop machen. Aber ließ bitte im Handbuch nach, wie Du die Bildstabilisierung aun auch alle anderen Funktionen ausschaltest. 100 ISO einstellen, Belichtungszeit auf 1/100 Sekunde einstellen, am Okularauszug scharfstellen und den Monitor der Kamera dabei beobachten. Auslösen mit Drahtauslöser oder Timer. Ja net von Hand an der Kamera rumdrücken, das gibt blos verwackelte Bilder...

Falls das noch zu hell ist, mit der Belichtungszeit weiter runter gehen...

Für Planeten nimmt man normalerweise eine Webcam. Z.B. die von Dir angesprochene ToUcam.

Eine Webcam speichert das Bild oder Video jedoch nicht auf einer Karte im Kameragehäuse. Eine Webcam muß zwingend per USB Kabel mit einem Computer (Laptop) angeschlossen werden.

Mann nimmt mit einem dafür geeignetten Programm die Bilder von der Webcam auf, guckt auf den Bildschirm des Laptop und dreht so lange am Okularauszug, bis der Planet scharf ist. Belichtungszeit, Verstärker, Farbbalance stellt man nicht an der Kamera, sondern per Computer ein. Dann speichert man eine große Anzahl von Bildern oder gleich ein AVI auf dem Computer. Dann wird per Software nach den schärfsten Bildern gesucht. Die werden übereinander gelegt, gemittelt (das macht das Rauschen geringer) und geschärft.

Ohne Motor an der Montierung wird es sicher mehr als etwas Problematisch, einen Planeten zu finden, im Gesichtsfeld der Webcam festzuhalten und scharf zu stellen. Da braucht man mehr Hände, als man hat...

Daher empfehle ich Dir als Übungsobjekt den Mond. Der ist groß, hell und läuft nicht in wenigen Sekunden raus... Da hast als Anfänger zumindest ne faire Chance auf Erfolg. ;)

 
Hallo Chris,

von der Sonnenfotografie rate ich dir erst einmal dringend ab. Mach hier lieber nichts ohne von einem erfahrenen Sternfreund eingewiesen worden zu sein oder dich tiefer in das Thema eingelesen zu haben. Zur Sonnenfotografie benötigst du weiteres Zubehör und nicht jede mögliche Art der Sonnenfotografie ist zu empfehlen. Da kannste als Einsteiger viel kaputt machen.

Grundsätzlich ist deine Ausrüstung für die Astrofotografie nicht geeignet. Dies liegt im Wesentlichen an der Montierung. Zum einen hat sie keine Nachführung, zum anderen ist sie für dieses Teleskop nicht stabil genug (Hebelwirkung & Gewicht des Tubus), um wirklich vernünftig Astrofotografie betreiben zu können.

Du solltest dir überlegen, eventuell einen Nachführmotor anzuschaffen. Schon bei der visuellen Beobachtung würdest du ihn "lieben lernen".

In puncto Astrofotografie würde der Nachführmotor dir schon etwas länger belichtete Aufnahmen ermöglichen. Nur bei der Montierung solltest du da nicht all zu viel erwarten. Du könntest aber schon erste Versuche an hellen Deep Sky Objekten (z.B. Orionnebel, Plejaden) starten. Deine DSLR ist für die Deep Sky Fotografie gut geeignet. Du bräuchtest noch eine "Piggyback"-Halterung und/oder einen Adapter für die Fokalfotografie (Teleskop als Objektiv). Der finanzielle Verlust würde sich in Grenzen halten, wenn die Ergebnisse nicht so sein sollten, wie du dir das vorgestellt hast. Dabei unterstelle ich, dass ein Nachführmotor unabhängig von der Astrofotografie eine sinnvolle Anschaffung ist.

Zur Videoastronomie bei Mond und Planeten (auch hier: Nachführung!) möchte ich nur noch anmerken, dass es die benötigte Software als Freeware gibt (Registax usw.), du also "nur" ca. 60€ bis 70€ in ein neues "ToUCam-Set" (Cam, Adapter, IR-Filter) stecken müsstest. Auf dem Gebrauchtmarkt hier im Forum gibt es das Ganze natürlich auch günstiger.

Ich schließe mich aber meinen Vorrednern an. Versuch dich erst einmal mit deiner DSLR am Mond. Da kannst du auch einfach mal durch's Okular einen "Schnappschuss" machen. Teilweise sind die Ergebnisse bei niedriger Vergrößerung gar nicht so schlecht. Für die Fokalfotografie müsstest du noch in einen Adapter und einen Fernauslöser investieren.

Viele Grüße & CS
Stefan
 
Hallo Chris,

da hier alle in das gleiche Horn tuten...
Das wichtigst für einen guten Einstieg in die Fotografie ist eine stabile Montierung. Die empfohlene LXD75 habe ich auch und nutze sie auch für läger Belichtete Aufnahmen durch das Teleskop. Es muss aber nicht unbedingt ein Schmidt-Newton sein, der auf der Montierung sitzt. Ich nutze ein ganz normales 6" f5 Newton-Teleskop mit 750mm Brennweite. Das mal als mögliche Zukunftsinvestition (ich habe auch mit einer MON-1 und nem 130/1000 Newton erste Fotoerfahrungen gesammelt)

Im Moment würde ich dir aber auch wie alle anderen empfehlen, einfach mal Bilder vom Mond zu machen. Vollmond, Neumond, einfach mal den Terminator abfahren und schauen wie sich so ein Teleskop verhält. Motor hin oder her. Wenn du die Objekte finden kannst, die du fotografieren möchtest, dann weisst du eigentlich auch schon, was dich am meisten interessiert. Und darauf würde ich pers. dann bei einer Neuanschaffung besonderen Wert legen.

MfG Markus
 
Hallo zusammen,

@ Fee: Wie kommst du auf den Wert von 1/25 Sekunde ohne Nachführung? Hast du das experimentell oder per Formel ermittelt? Die maximale Belichtungszeit ohne Strichspuren hängt ja auch von der Deklination ab. Mit 1000mm Brennweite kann ich etwa 1/5 Sekunde belichten, ohne dass die Sterne verzerrt werden.

@ Stefan und Chris: Zum Thema sichere Sonnenbeobachtung kann ich zwei Links beisteuern:

http://svenwienstein.de/HTML/sonnenfilter.html
http://hobby-astronomie.com/sonne_filter.html

Die Baader Sonnenfilterfolie hat sich sehr gut bewährt.

CS und VG Christian
 
Also erstmal danke für die netten und vorallem hilfreichen antworten. Ich werde mir jetzt ne toUcam zulegen habe die schon recht günstig mit zubehör gefunden. Ich werde erstmal alles kennen lernen sternenbilder merken u.s.w. ist ja bald weihnachten als lehrling ist dat net so einfach ist ja auch nen nicht alt so günstiges hobby :biggrin:. Zumindestens weiß ich jetzt worauf es ankommt und das ich erstmal für ne neue montierung spare ^^ . Ich wünsche euch nen schönen tag und vorallem ne schöne, Klare und erfolgreiche nacht Gruß Chris
 
Hi Christian,

@ Fee: Wie kommst du auf den Wert von 1/25 Sekunde ohne Nachführung? Hast du das experimentell oder per Formel ermittelt? Die maximale Belichtungszeit ohne Strichspuren hängt ja auch von der Deklination ab. Mit 1000mm Brennweite kann ich etwa 1/5 Sekunde belichten, ohne dass die Sterne verzerrt werden.

das ist ein Erfahrungswert aus der Zeit, als ich mit ner umgebauten ToUcam und K3CCD-TOOLS mit Langzeitbelichtungen experimentiert hab. Damals hatte ich eben 1/25 Sekunde oder 0,5 Sekunden zur Auswahl. Und beim Stacken von 0,5 Sekunden belichteten Sternen waren die schon leicht eiförmig...

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo freunde,
Also ich melde mich mal wieder zurück mit ner frage. Ihr habt mir so super tipps gegeben, und ich will mir jetzt ne neue montierung kaufen. habe jetzt ne webcam fertig gemacht und damit auch schon erste versuche . Ich habe sehr schnell begriffen das ne bessere Montierung sinvoll ist ;). also diese montierung habe ich mir ausgesucht ...: Neue Montierung . Ist diese montierung sinvoll? hier nochmal mein Teleskop....: Mein Teleskop ist die günstigste montierung mit GoTo . Freue mich auf eure Antworten .
 
Hallo Chris,

bei dem Teleskop halte ich die (N)EQ-3 für visuell bei hohen Vergrößerungen noch (!) für ausreichend, aber absolut grenzwertig. Ich orientiere mich hierbei an Erfahrungen mit einem 70/900er FH und einem 127er MAK auf selbiger Montierung. Ein 90/900er Refraktor gilt hierbei als das oberste Limit mit der Monti.

Für Fotografie (nur von der optischen Leistung her ist mit dem 114/900mm-Tubus sicher schon einiges machbar) würde ich mindestens eine EQ-5 bzw. Vixen GP wählen.

Wie ist der Okularauszug aufgebaut? Ist er aus Metall oder Plastik? Kann man den Fokus mit einer Feststellschraube fixieren, wenn er eingestellt ist? Dies sind ebenfalls elementare Kriterien für eine erfolgriche Astrofotografie.

Für Deep Sky-Fotografie ist auch in erster Linie nicht die Größe des Teleskops, sondern die mechanishe Stabilität und eine äußerst robuste Montierung (der kleinste Wackler macht das Bild unbrauchbar) entscheidend.

Siehe dich mal in der Forum-Bildergalerie und im Netz um, wie viele der besten Bilder mit relativ kleinen Teleskopen oder gar Teleobjektiven bis etwa 300mm Brennweite gemacht wurden. Man darf hierbei nicht vergessen, dass auch eine Nachführkontrolle benötigt wird, die die Monti mittragen und höchstgenau nachführen muss. Und: je länger die Brennweite, umso anspruchsvoller wird die Fokussierung.

Visuell und Astrofotografie sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe, was die Anforderungen an Optik und Montierung angeht.

Mein Tipp: Beginne Deep Sky-Fotografie zunächst mit Piggyback und Übersichtsaufnahmen mit Weitwinkel- bis zu leichten Teleobjektiven.

CS und Vg Christian
 
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Hallo Chris,

die NEQ-3 wäre visuell wohl gerade noch o.k., aber fotografisch würdest du eine EQ-5 benötigen.

Unter

http://www.deepsky-brothers.de/

(Einsteiger - Kombinationen von Montierungen und Teleskopen)

findest du Tipps für eine richtig dimensionierte Montierung.

Viele Grüße & CS
Stefan


 
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