Hallo Holger
Danke für deinen Link!
Das sieht nicht schlecht aus, wenn man sich denn Saturn im Livebild noch in Farbe vorstellt und mit den Einstellmöglichkeiten wie sie Mike erwähnt hat...
Bei Jupiter bietet das Livebild nur sehr wenig Details, eher noch das Summenbild, das würde ich jetzt nicht mit dem visuellen Bild gleichsetzen wollen.
Was visuell meiner Meinung nach ganz anders rüberkommt, ist die glätte des Bildes, so nenne ich das jetzt mal.
Bei gutem Seeing und optimaler Vergrößerung, sieht z.B. Jupiter aus wie eine glatt polierte Marmormurmel.
Das Livebild ist hingegen sehr verrauscht, oder pixelig.
So gesehen entspricht dann der visuelle Eindruck eher dem fertig bearbeiteten Endbild, weil das "glatter" aussieht, nur halt mit den Seeing Bewegungen.
Die Farbgebung ist dann bestimmt auch ein Thema.
So einen grau-weißen Saturnring sehe ich z.Z. Ansatzweise mit meinem 16", durch den Tiefstand sieht Saturn jedoch eher gelblich aus.
Auch die Planetenkugel des Saturn ist visuell längst nicht so farbintensiv.
@ SpaceWolfi entschuldige das ich nichts zu deiner Frage beitragen kann.
Vielleicht nur so viel, dass Seeing ist oft besser als allgemeinhin so behauptet wird.
Und es hängt von vielen Faktoren ab welche über die Nacht durchaus schwanken können, Stichwort "Objekt- oder Kulminationshöhe".
Der größte Faktor ist meiner Meinung nach die Häufigkeit der Beobachtungen.
Wer viel und häufig beobachtet wird feststellen, dass es weitaus mehr gute Nächte im Jahr gibt, als die 1-2 Wahnsinnsnächte
Dies setzt wiederum voraus, dass man quasi von zu Hause aus "spontan" beobachten kann, oder einen schnell erreichbaren Platz hat wo schnell aufgebaut ist.
Würde man sich da vielleicht nur nach Meteoblue richten, würde man vielleicht auch viel verpassen?
Ein schöner Artikel zum Seeing ist in der VDS Nr. 80, mit dem Titel " Wie ist das Seeing in Mitteleuropa eigentlich" erschienen.
Gruß
CS