Frage zur Beobachtung am PC / Astrofotos

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Skolgi

Aktives Mitglied
Ich bin mir nicht ganz sicher ob das hier das Richtige Forum ist, aber da es sich nicht in erster Linie um Astrofotos gehen soll versuche ich erstmal hier. Falls ein MOD sich genötigt fühlt, dann eben verschieben.

Folgendes Problem / Situation.

Einer meiner sehr guten Freunde sitzt seit letzem Sommer nach einem unverschuldeten Autounfall im Rollstuhl. Bei den Zahllosen Krankenbesuchen habe ich natürlich von meinem Recherche nach einer Anfängerausrüstung zum Thema Astronomie erzählt. Da er genau so gerne die Sterne sieht wie ich habe ich ihm mal versprochen im Frühjahr / Sommer wenn er aus der Klinik entlassen wird einen (oder wenn es gefällt auch mehrere) Sternenabende zu ermöglichen. Da er natürlich unmöglich aufstehen kann um durch den OAZ zu schauen muss das Bild zu ihm runter. Soweit die Situation.

Sollte ja alles kein Thema sein, und bei der weiteren Recherche bin ich über das große Thema Astronomiefotografie gestolpert das ja auch zu Teilen mit Webcams und Programmen ermöglicht wird. Will jetzt aber nicht auf die Fotos raus - also dazu bitte keine Antworten - zumindest keine Tiefergehenden.

Die vielgelobte meistgenutze Webcam ist schon eine Option - auch für spätere Fotos, aber bei geschalteten Anzeigen in einem großen Onlineauktionshaus werden ,,Okularkameras" angeboten. Und das mit teilweisen gigantischen Auflösungen von bis zu 5 Megapixel.

Meine Überlegung war jetzt die: So ein Gerät kaufen, - in den Okularauszug stecken - oder in einen Adapter mit vorgeschaltetem Okular für variable Vergrößerung. Durch die Übertragung auf meinen Schlepptop dann einfach über gängige Liveansichtprogramme das Bild anzeigen lassen und gemeinsam mit meinem Freund den Himmel erkunden. Und nebenbei auch mal auf AUFNAHME drücken um evt. eine kleine AVI zu haben um sie STACKEN zu können - ebenfalls mit gängigen Programmen.

So und jetzt seit Ihr gefragt. Sind diese Kameras brauchbar für meine Zwecke - bringt mir erhöhte Auflösung überhaupt was und kann ich so etwas erkennen / meinem Freund zeigen?! Evt interessant wären auch große Deep Sky Objekte wie Andromeda oder Orion. Für kleinere / dunklere Objekte mach ich mir erstmal keine Hoffnung - da sie Visuell schon schwer zu sehen sind. Mond sollte / wird aber garantiert gehen, oder?

Kann ja sein das ich völlig auf dem Holzweg bin und ihr noch eine einfahcere oder günstigere Alternative für solch einen speziellen Fall habt. Nur es kann ja nicht sein das man im 21 Jahrhundert Teleskope und AStronomie durch Hilfsmittel nicht auch behinderten Menschen zugänglich machen kann.

Und die zweite Frage oder Überlegung soll halt sein das wenn ich in ein paar Monaten weiter Geld in meine Teleskopausrüstung pumpe das es keine Sackgasse werden soll - also das ich damit auch Fotos machen kann. (Ja ich weiß das das ein eigenes Thema ist und das ich mit meinem jetzigen Stand noch meilenweit davon weg bin...).

Wer Interesse an solchen Kameraokularen hat oder sich die mal anschauen will um eine Meinung zu posten der gebe in die Suchmaschine beim großen Onlineauktionshaus ein:

Teleskop Kamera Okular -> und er bekommt die derzeit drei Varianten angezeigt.

Dann sage ich schon mal DANKE - auch im Namen von Sebi der hoffentlich die Sterne und den Mond mal aus der Nähe anschauen kann.

Liebe Grüße

Kai
 
Hallo Kai,

ich finde es prima, dass Du Deinem Bekannten ne Freude machen willst.
Die von Dir angesprochenen Kameras kenne ich zwar nicht, aber mit der Philips-Webcam habe ich einige Versuche gemacht. Für eine Live-Betrachtung vom Mond reicht das auf jeden Fall, auch die gängigen Planeten und kann man erkennen. Das Live-Bild lässt sich aber bei weitem nicht mit einem Blick durchs Okular vergleichen, „brauchbare“ Qualität habe ich immer erst nach dem Stacken und Bearbeiten erhalten. Welches Teleskop würdest Du den nutzen? Bei viel Öffnung kannst Du vielleicht auch Deep-Sky probieren, in der Regel werden Webcams in der Astrofotografie aber für helle Objekte genutzt.

Viel Erfolg
Thorsten
 
also ich habe ein 6" Newton mit 762mm - Quasi ein F/5 Gerät.

Planteten (mir schwebt Saturn - wenn auch mom ohne Ringe- und Jupiter vor) und Mond sind erstmal das Ziel - und wie gesagt besonders Helle Deep Sky Sachen wie Andromeda oder Orion wären die Kür.

Die 300 Euro für so eine Okularkamera sollen mich in ein paar Monaten nicht umbringen, wobei ich zwar lieber ne Spiegelreflex zulegen würde, aber Naja versprochen ist versprochen und um Sebi aufzumuntern soll es mir Recht sein.

Das Stacken erst gute Ergebnisse bringt, aber wie gesagt ist das Live Bild für meine Situation erstmal das wichtigste.

Liebe Grüße

Kai
 
Hallo Kai

Mal ein ganz anderer Ansatz.Ist vielleicht nicht ein Beobachten im sitzen möglich?
Ist evtl. die einfachste Lösung und mit den meisten Telekopen von der Höhe her drin würde ich sagen.
Der direkte Blick ist durch nichts zu ersetzen.

Gruß Frank

 
Hi Frank

Bei Flachen Objekten ist das wohl möglich, aber sobalt ich weiter höher gehe - also Azimuthrichtung wird das einfach unmöglich. Klar kann man das für das erste - oder die ersten paar mal so timen das man sich den Mond oder Saturn schnappt wenn sie schön flach sind, aber dann kommt natürlich das erhöhte Seeing hinzu das ich vorgestern erst bei Venus bewundern durfte... Aber für mich als Anfänger war es schon ein tolles Erlebniss einen anderen Planeten im okular zu haben - und dann auch noch zur Hälfte im Schatten.

Ein Live - Cam bild wäre in der Beziehung schon fein. Zumal ich erstens so technischen Schnickschnak liebe und dann auch mal das Scope im Garten plazieren kann und mir schön im Warmen den Krempel am Rechner anschauen kann. Ist zwar unsportlich, aber da ich eine Durchnschitstemperatur von ca. minus 9° bis minus 12°C habe ist das bestimmt eine Interessante Alternative. Auch wenn mir bestimmt das zittrige einführen des Okulars fehlen würde *lacht*

Aber Spaß beiseite. So wie ich mir das jetzt zurecht spinne schnappe ich mir den im TS Okularkoffer beigelegten Adapter - baue das Passende Okular rein, setze die Kamera ans Ende und sollte nach meiner Logig im Sinne der Okularprojektion ein Bild auf dem lichtempfindlichen Chip der Webcam / Okularcam oder was auch immer bekommen das ich per Rechner live ansehen kann und nach wunsch für späteres Ansehen speichere oder ein Film aufzeichne.

Das soweit erstmal natürlich extrem vereinfacht dargestellt, aber so - oder so ähnlich müsste es doch eigentlich möglich sein.

Wäre nett wenn ein praktischer Webcambenutzer sich mal dazu äußern könnte.

Danke

Kai

 
Ja ich steh auch auf so Zeugs :biggrin: Da ich die Astrofotografie im Rahmen von nachgeführten Langzeitbelichtungen nicht in Angriff nehmen werde hab ich zumindest vor mit ner Webcam ein wenig zu experimentieren.
Ich hab aber keine Ahnung was die besagten Okular-Cams leisten oder ob man z.B. mit einer SPC 900NC oder ähnlichem nicht besser fährt bzw welche Chips da verbaut sind.

Gruß Frank
 
Hi!

Nach meiner Erfahrung mit einer normalen Webcam sind die Empfindlichkeit und das Gesichtsfeld unbefriedigend, auch beim Planet. Einen Versuch ist's zwar wert (keine Ahnung, wie gut neuere Webcams sind), aber wahrscheinlich kein Vergleich mit dem Bild im Okular. Die Chipgröße der Ebay-Kameraokulare dürfte zwar größer sein, aber die Teleskope im Hintergrund lassen mich nicht zu viel Qualität erhoffen - aber ich hab die Dinger noch nie in der Praxis gesehen, von daher ist das reines Bauchgefühl. Mehr als Mond und evtl. Planeten und helle Doppelsterne dürfte aber kaum gehen, befürchte ich.

Eine andere Möglichkeit wäre eventuell, mal bei The Imaging Source ( http://www.astronomycameras.com/de/products/ ) nachzufragen - die verlosen öfter Kameras, vielleicht lassen die mit sich reden, wenn Sie das Projekt für ihre Werbung nutzen können? Anfragen kostet nichts, im Zweifelsfall können die dir zumindest eine ehrliche Antwort geben, ob mit ihren Kameras Live-Bilder machbar sind. Vielleicht überlassen Sie dir ja eine Kamera zumindest vorübergehend für Testzwecke, dann könnt ihr entscheiden, ob's sich lohnt.

Ich hätte spontan in eine andere Richtung gedacht: Ein Coudé. Sowas wird zwar heute nicht mehr gebaut und war auch nie sehr verbreitet, wäre aber eine Möglichkeit. Beim klassischen Gerät sitzt das Okular in der Rektaszensionsachse und ist immer am selben Eck.

Eine Eigenbau-Variante könnte wie folgt aussehen: Du nimmst eine azimutale Montierung à la Giro mit passendem Stativ (vielleicht passt es ja sogar auf dein eigenes) und eine sehr überdimensionierte, extralange Prismenschiene - so dass das Okular etwa in der Höhe des Achsenkreuzes liegt. Vorne an die Prismenschiene ein paar Gegengewichte, damit das ganze im Gleichgewicht ist, und den Sucher - der ist dann schön hoch, sodass man immer bequem reinschauen kann. Das Nachführen dürfte zwar etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber dafür ist der Einblick immer ziemlich in der selben Höhe.

Wenn die Konstruktion stabil zu kriegen ist, dürftet ihr ganz normal im sitzen beobachten können.

Nur so als Idee.

Gruß,
Alex

Nachtrag: Mir ist grad ein alter Artikel in Sterne und Weltraum eingefallen - in SuW September 2008, S. 94, berichtet Barbara Burtscher ( http://www.astrophysics.ch/kontaktformular/mail/barbara_burtscher.php ) über ihre Erfahrungen mit der Wat 120N+ (549 Euro). Der SuW-Artikel gibt zwar nicht viel her, aber vielleicht kannst Du die Autorin ja mal nach ihren Erfahrungen fragen. Ihr genügen wohl teilweise Belichtungszeiten von wenigen Sekunden.

In der Ausgabe vom Juli 2008 gings glaube auch um ein ähnliches Projekt, ich hab das Heft aber nicht hier. Ist ein Artikel von Max Lammerer. Ich weiß aber nicht mehr, ob er projiziert hat oder nur Laptop-Bilder zeigt. Du kannst ja mal beim Spektrum-Verlag nach einer Kontaktadresse fragen bzw (besser) denen eine Mail schicken mit der Bitte, es an den Autor weiterzuleiten - dann muss Spektrum keine EMail-Adresse rausrücken, was denen bestimmt auch recht ist.
 
Hallo kay,

wenn ich Deine Einleitung richtig verstehe, dann ist Dein Freund zunächst mehr interessiert als orientiert und zumindest zu Beginn sollte das eher so aussehen, dass Du suchst, findest, Objekte einstellst und er sieht.
Dazu würde sich rein visuell eine höhenverstellbare Säule mit zwei auf "Auslegern" azimutal montierten Teleskopen, bevorzugt mit Heckeinblick und recht kurzbauend anbieten.
Z.B. schneller Refraktor (ED) + Mak oder SC oder auch zwei gleichartige Teleskope.
Ständige Höhenverstellung ist für den Bediener natürlich etwas anspruchsvoll bei der Objektaufsuche.
Ob man das zusätzlich mit Nachführung und PC-Okular/Life-Cam brauchbar hin bekommt weiß ich nicht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Ich rate dazu, einen direkten Blick ins Okular anzstreben. "Virtuelles" Leben hat man mit einer solchen Einschränkung schon genug, Chat statt Spazierengehen.

Die kleineren Maks und SCs haben den Einblick fast an derselben Stelle, egal ob Steil- oder Flachblick. Vor allem wenn man den Okularauszug dreht. Nun sind das keine Universalinstrumente im engeren Sinn, aber für diesen Zweck gut geeignet. So was im Bereich 5-6 Zoll Öffnung sollte das Problem sauber lösen.
 
moin,

er will ja sein 6zöller weiter nutzen, daher kommt der kurze 8 zoll wahrscheinlich nicht in frage. was für ne brennweite hat der überhaupt? da brauchste doch wieder okulare wie vom anderen stern. wenn sich sein kumpel dan nauch eins holen will, ist das ne sehr gute alternative. an den sucher noch ne cam gestöpselt und er kann sich die objekte selber suchen.

hab mit der spc900nc auch schon gearbeitet, was aber kein vergleich zum direkten betarchten für mich darstellt. der qualitätsverlust ist schon recht hoch. daher würde ich sie nicht so empfehlen für deine zwecke. was andere cams im stande sidn zuleisten, weiß ich nicht.

tschau norman
 
ersteinmal Danke für all die netten TIps!!!!!! Super!!!!

Ein Selbstbau und/ oder Umbau kommt für mich zur erstmal nicht in Frage, da ich froh bin meine Einsteigerausrüstung zu haben. Es sollte einfach und wenns geht auch kostengüstig werde, deswegen die Idee mit Webcam. Zumal man auch dann schon einige gehversuche mit Fotos machen kann.

Für den Fall das er an Astronomie weiter Interesse haben sollte oder entwickelt kann sich die Planung natürlich noch ändern und ins unermessliche weiter gesponnen werden um ihm das dann zu ermöglichen.

Ich bin ersteinmal so verblieben das ich bei The Imaging Source angefragt habe und ersteinmal sehen muss was da jetzt raus kommt. Schade. Die haben für das kontaktformular eine max. Buchstabenbegrenzung drinne so das ich das Problem nur in Stichpunkten beschreiben konnte. Auf Schenkungen seitens der Firma für Werbezwecke bin ich nicht angewiesen (also ich will es einfach nicht - wer mag schon Bettelbriefe...) aber mal sehen ob sie ein Test genehmiegen.

Die Beispielfotos sind ja schon erste Sahne und mal sehen. Die Cams kosten zwar ne Stange Geld, aber erstens hab ich ja auch was davon und zweitens im Notfall Gebraucht, oder so. Zumal Langzeitbelichtung möglich ist - was Dann wieder Deep Sky ermöglichen sollte, oder?!

Also nochmal danke für die ganzen netten Tips und danke das Ihr Euch überhaupt gedanken macht um jemanden zu helfen. *Daumen Hoch*

Liebe Grüße

Kai
 
Ich geb EUch mal nen kleinen Zwischenbericht - denn wer sich die Mühe macht hier zu posten der darf auch erfahren wie es weitergeht:

Also ich habe von The Imaging Sourcen eher eine abspeisende Email bekommen die mich auf das Fachwissen von teleskophändlern verweist, da TIS nur Kamerahersteller ist, aber keinerlei Erfahrung mit dem Kameras hat? *kratzt sich fragend am Kopf* Aber naja wer nicht will der hat schon. jedenfalls war die MAil ein Fetter Minuspunkt.

Originalantwort von TIS
Alle unsere Astronomie-Kameras leifern ein Livebild. Da wir aber nur Kamerahersteller sind und
keine besonderen Kenntnisse im Bereich der Astronomie haben, würde ich vorschlagen, dass Sie sich
an einen unserer Wiederverkäufer wenden.

Naja was solls - BMW und Mercedes bauen auch nur Autos aber können keine Fahren..... *lacht* egal

Jedenfalls hab ich die TAge weiter recherchiert und bin jetzt dabei meine Vorstellungen zu konkretisieren -> leider wächst mit dem Anspruch auch der Preis - und das irgendwie Quadratisch.

Da es jetzt doch sehr ins Fach der Astrofotoleute geht habe ich mich entschlossen dort einen eignenen Thread aufzumachen und in diesem auf den ersten (also DEN HIER) zu verweisen.

Wenn Ihr wissen wollt wie es weitergeht, oder jemand eine Ähnliche Situation hat - dann kann er diesem LINK folgem

Liebe Grüße und Danke nochmal

Kai
 
Hallo Kai,

es wäre noch einen Versuch wert, weitere Foren zu besuchen und dort kurz anzufragen. Es geht nichts über praktische Erfahrung in dieser Situation. Uns Fußgängern fehlt diese.
Ein wenig googeln könnte ebenfalls zum Ziel führen, um eine Stelle zu finden, wo auch Rollstuhlfahrer sich mit dem Hobby Astronomie befassen.
Deren konkrete Erfahrung und deren Lösungen sollten zielführend für deine Frage sein.

Der Ansatz eines Fußgängers: Ein kurzer Refraktor (80/400mm - 102/500mm) auf einem Fotostativ ist sehr flexibel und beweglich. Die Höhenverstellung geht gut (es gab früher mal Fotostative mit Kurbel zur Höhenverstellung) und die Teile sind schnell in die richtige Position verschoben. Die langen Statvibeine ermöglichen ein nahes Heranfahren mit dem breiten Rollstuhl - vermute ich jedenfalls.
Kosten: 120€ (80/400) - 190€ (102/500) für den Refraktor und bis 180€ für das Stativ.

Ob der 80/600 ED aufgrund seines längeren Hebels noch vom Fotostativ getragen wird, weiß ich nicht, daher kann ich diese Kombi an dieser Stelle nicht empfehlen.

Grüße,
Stefan
 
Hallo Kai,

du hast zwar inzwischen den Thread gewechselt, ich poste aber dennoch hier einmal, weil es hier besser reinpasst.

Hier die Variationen, die mir zu dem Thema einfallen:

1. Direkte Beobachtung
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a) Lichtweg zum Beobachter umleiten
Das ist wahrscheinlich etwas mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich wollte aber darauf hinweisen, dass es prinzipiell auch so etwas gibt.

b) Beobachtung mit anderem Teleskop
Dein Newton mag vielleicht nicht ganz so optimal sein, ich bin aber absolut überzeugt davon, dass sich in deiner Nähe Sternfreunde mit Refraktoren oder kurzem Dobson finden lassen, die zu einem gemeinsamen Beobachtungsabend nicht nein sagen würden. Ich habe selber einen 150/1200 Refraktor - und ein Stuhl gehört bei dieser Röhre zum Beobachten immer dazu. Nur horizontnahe Objekte beobachte ich im Stehen (was wiederum bei deinem Newton auch im Sitzen geht, sofern man das Stativ nicht ganz ausfährt). Das was den Ort des Einblickes angeht universellste astronomische Gerät nennt sich übrigens Fernglas und sollte bei keinem Beobachtungsabend fehlen.

c) Beobachten auf einer Sternwarte
Zugegeben, die aller wenigsten Sternwarten sind für Rollstuhlfahrer ausgerüstet. Dennoch gibt es auch welche, die das Equipement (Coudé, Nasmyth oder Hebebühne) dazu besitzen.



2. Beobachten über eine Kamera
=====================

a) Kameras mit Videosignal

Die Kamera liefert ein Videosignal, dieses kann direkt an einen Fernseher angeschlossen werden. Die in der Astronomie verwendeten Videokameras sind in der Regel sehr empfindlich (deutlich empfindlicher als Webcam und co). Zum billigen und einfachen Messen oder Darstellen von Livebildern gibt es fast nix besseres. Sie haben aber ihre Grenzen, wenn man das Signal zur späteren Bildbearbeitung verwenden will, auserdem haben sie nicht unbedingt immer die Verstellmöglichkeiten, die man gerne hätte. Bekannte Vertreter sind:
- Lechner-Modul (ca. 80 EUR): Das Lechner-Modul ist für seinen geringen Preis schon sehr empfindlich (ich schätze an deinem Gerät kommst du damit auf 10mag). Ein großer Nachteil ist jedoch, dass sich die Vollautomatik (die dafür sorgt, dass je nach Brennweite Planeten überbelichtet werden) nur mit ein wenig Löten und Basteln austricksen lässt.
- die 'Profis' in diesem Bereich sind die Kameras von Watec und Mintron. Je nach Modell kann man bei ihnen manuelle Einstellungen vornehmen oder sogar automatisch aufsummieren (das ist notwendig, wenn man länger als 1/50 Sekunde belichten will).

b) Kameras mit digitalem Signal
- Webcam: Billig, farbig, wenig empfindlich, keine Langzeitbelichtung. Nur für Planeten geeignet, da dafür aber recht gut.
- DMK und Konsorten: Empfindlicher als Webcam. Je nach Modell mit s/w oder Farbchip und unterschiedlichen Chipgrößen. Erlaubt auch Langzeitbelichtung. Ist die 'Nobelvariante' zur Planetenfotografie. DeepSky ist ebenfalls möglich, durch die winzige Chipgröße aber auf sehr kleine DeepSky-Objekte begrenzt.

Alle weiteren Kameratypen (gekühlt, größeren Chips, DSLR, ...) sind zwar fotografisch für die einzelnen Anwendungsgebiete hervorragend geeinget, brauch aber zum Auslesen zu lange. Daduch geht der Live-Eindruck verloren, der ja gerade der Witz hinter der ganzen Sache in deinem Fall war.


Also, schau dir mal an, welche Optionen dich genauer interessieren würden. Dann können wir dich weitergehend im Detail beraten.

Grüße
Andy
 
nach dem ich die Prioritäten etwas überdacht habe und ich nicht Kohle ausgeben möchte die mir später vieleicht woanders fehlt bin ich jetzt auf dem Standpunkt - beziehungsweise liebäugel ich- mit einer DMK. Mein Problem ist das ich sehr viele Einsteigerseiten und Threads zu Astronomie an sich gefunden habe, aber gute Seiten die einem die Digitale Astrofotografie näher bringen sind schwerer zu finden.

Wie gesagt es soll ein Live Bild am PC vor ort gezeigt werden.

Was ich nicht so richtig verstehe ist die Sache mit den S/W oder Farb Kameras von TIS. Wenn ich SW Cam nehme - dann brauche ich ein Filterrad, nehme jedes Bild jeweils mit einem Farbfiler auf und setzte die Grundfarben später dann zu farbigen Bildern zusammen. Richtig?!

Wo ist dann der Sinnvolle unterschied wenni ch gleich die selbe Cam in Farbe mit UV/IR Sperrfilter nehme? Dann hab ich doch gleich ein Farbiges Bild - denn so wird das mit EOS und anderen Vertretern doch auch gemacht, oder?!

Ich weiß das ich von Astrofotografie noch meilenweit entfernt bin und will mich erstmal selber Visuell durch den Himmel kämpfen, aber früh genug Informieren kann man sich ja nicht....... Vorallem wenn dann ein SUPER ANGEBOT ansteht was man nicht ablehnen kann *hört italienischen Akzent im Hinterkopf*

Also Fazit: Die Digitale Vatiante mit Produkten von THE Imagine Source - im Speziellen die Varianten mit 1024x768 Auflösung würden mir zusagen. Dann mit Firewire um den USB Kanal nicht zu überbelasten und S/W oder Farbe wird sich nach weiterer Beratung - tieferem Fachwissen zeigen.

Danke

kai
 
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