Frage zur erforschung von planeteneigenschaften

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dennis0160

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Hallo , bin neu hier :) also....ich bin schon lange an Astronomie interessiert und werde mich nach einem Physikstudium vlt. auch darauf spezialisieren . Nun ist meine frage aber : Ich habe von dem Planeten HD 209458b gehört . Er soll eine Armosphäre aus Sauerstoff und Kohlenstoff haben und ungerfähr 150 LICHTJAHRE entfernt sein . Wie können Forscher eine Atmosphäre nachweisen bein einer so enormen entfernung und wie auchnoch was es für ein Gas ist , das ist mir unbegreiflich :P kann mir das bitte jmnd erklären , ich komm echt nicht dahinter ^^ gruß dennis
 
Hallo Dennis,

dieser Exoplanet gehört zur Klasse der Transit-Exoplaneten. Also Exoplaneten, die bei ihrem Umlauf um den Stern vor der Sternscheibe vorbeiziehen und einen Teil der Sternoberfläche verdunkeln.

Beobachtest du nun während des Transits mit einem Spektrographen das Spektrum des Sternenlichts sehr genau, so kann man dort entsprechende Änderungen beobachten, die sich aus der Atmosphäre des Exoplaneten ergeben.
Denn das Sternenlicht kommt dann nicht mehr direkt vom Stern zu uns, sondern wird dazwischen z.T. noch von der Atmosphäre des Exoplaneten beeinflusst.

Evtl. wird der Thread in das "Astronomie allgemein"-Board verschoben werden. Dort ist er eigentlich besser aufgehoben.

Viele Grüße schonmal

David
 
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Hallo Dennis,

erstmal: Das Physikstudium kann ich Dir empfehlen, auch wenn die Astronomie bei mir immer ein Hobby geblieben ist. Den speziellen Fall von HD 209458b kenn ich leider nicht. Aber im allgemeinen werden extrasolare Planeten über die Spektrallinien des Muttersterns nachgewiesen. Meist über die geringe Rot/Blau Verschiebung, die durch das "Eiern" des Sterns um den gemeinsamen Schwerpunkt entsteht. Der Nachweis, der Planetenatmosphäre kann auch nur durch den Einfluss auf das Spektrum des Muttersterns gelingen. Bei einem Durchgang des Planeten vor dem Stern absorbiert die Atmosphäre einen Teil des Sternenlichts, und es entstehen Absorbtionslinien. Bei einem solchen Durchgang ändert sich auch die Intensität des Sternenlichts, und der Planet lässt sich auch so nachweisen (Transitmethode). Ich vermute deshalb, dass der Planet mit dieser Methode mit einem der neuen Satelitten nachgewiesen wurde (Kepler etc...). Aber wie gesagt, den konkreten Fall kenn ich nicht.

Grüsse

Thomas

Danke an David, war mit seiner Antwort schneller
 
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Hallo Dennis,

das Zauberwort heißt Spektralanalyse. Hast du schon mal von Fraunhoferlinien im Sonnenspektrum gehört? Diese Linien sind quasi die Fingerabdrücke von Elementen, die sich in den obersten Schichten von Planeten und Sternen befinden, denn jede Linie kann nur durch ein ganz bestimmtes Element entstehen. In dem man Spektren von Sternen und Planeten aufnimmt, kann man also viel über die chemische Zusammensetzung der Himmelskörper lernen; das Licht bringt uns die Botschaft.
 
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