Fragen eines blutigen Anfängers

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas KonradM
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KonradM

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Hallo allerseits,
ersteinmal danke für die Freischaltung :).

Ich würde gerne ein paar Fragen stellen.
Ich interessiere mich sehr in Sachen Astronomie.
Vor kurzem hat mein Vater ein Teleskop auf dem Flohmarkt sehr günstig erstanden.
Sehr lichtstark ist es leider nicht.
Es ist ein 60/800mm Teleskop der Marke Tasco.
Damit habe ich auch schon den Saturn und seine Ringe gesehen was mich wirklich fasziniert hat :).

Jetzt habe ich auch versucht ein paar Fotos mit meiner Handykamera zu machen.
Ergebnis: Man sieht wenigstens das es der Saturn ist.
Also nicht ganz so berauschend.

Ich habe gelesen, dass man mit einer Webcam gute aufnahmen machen kann.
Jetzt habe ich also direkt mal meine (bitte nicht verhauen ;) ) Quickcam Express ausgepackt und ans Okular gesteckt.
Leider habe ich als Bild nur einen kleinen runden Kreis bekommen indem alles verschwommen war.

Jetzt also paar Fragen dazu:
1) Ist das Teleskop für einen Anfänger grundsätzlich geeignet?
2) Wie kann ich mit einer Webcam so schöne aufnahmen wie sie auf YouTube zu sehen sind machen? Bzw. Wie kommt diese große Vergrößerung durch die Webcam zustande?
3) Kann ich mit dem Teleskop Objekte wie den Orion Nebel / Andromeda Galaxie sehen / Bilder machen?
4) Was für Filter braucht man um die Sonne zu "begucken"? Kann man Gläser eines Schweißerhelmes anbringen oder macht das keinen Sinn?

Ich hoffe ich stelle nicht allzu blöde Fragen und mir kann jemand helfen :).

MfG KonradM
 
Hallo Konrad !
Das Teleskop ist absolut geeignet. Noch vor gar nicht langer Zeit war so ein Fernrohr das gängige Einsteigergerät. Wichtig ist nur, das Du Dir von Anfang an die richtigen Objekte zur Beobachtung aussuchst. Ich denke da vor allem an den Mond, Jupiter, Saturn. Deep Sky ist auch möglich, aber versprich Dir nicht zuviel. Der Orionnebel wird Dich aber schon beeindrucken. Andromeda wird bei der Öffnung aber nur ein länglicher Nebelfleck bleiben.
Lass bloß die Finger von irgendwelchen Filter Ersatz Basteleien. Kauf Dir einen DinA4 Bogen Baader Sonnenfilterfolie Dichte 5. Damit kannst Du Dir einen sicheren Objektivsonnenfilter basteln (Anleitung wird mitgeliefert). Damit kannst Du die Sonne im Weißlicht beobachten.
Die Webcam solltest Du meiner Meinung nach erstmal hintenanstellen, bis Du etwas praktische Erfahrung beim Spechteln gewonnen hast.
 
Hallo Konrad,

wilkommen im Forum :)

Es ist ein 60/800mm Teleskop der Marke Tasco.
Damit habe ich auch schon den Saturn und seine Ringe gesehen was mich wirklich fasziniert hat

hat das Teleskop biegsame Wellen/Rädchen, an denen man es bewegen kann? Ich kenne nicht jedes Teleskop, das auf dem Markt ist. Nach Deiner Beschreibung tippe ich auf ein Linsenteleskop. Daß Du gleich Glück hattest und Saturn beobachten konntest, ist sehr schön. :)

Ich konnte schon seit vielen Wochen nicht mehr ausgiebig beobachten - immer bewölkt :(.

Jetzt habe ich auch versucht ein paar Fotos mit meiner Handykamera zu machen.
Ergebnis: Man sieht wenigstens das es der Saturn ist.
Also nicht ganz so berauschend.

das dürfte bei der Methode auch schon ziehmlich Ende der Fahnenstange sein...

Ich habe gelesen, dass man mit einer Webcam gute aufnahmen machen kann.

das ist richtig. Aber 800 mm Brennweite sind an Planeten nicht der Brüller. Mit einer 2-fach Barlow kannst Du die Brennweite auf 1600 mm aufblasen. Dadurch wird Saturn größer abgebildet, aber leider auch dunkler und es wird kniffliger, scharf zu stellen. Und Du solltest dann eine spezielle Webcam nehmen. Eine, die für Astronomie tauglich ist.

z. B. die oder die.

Für die erste benötigst Du noch einen IR-Sperrfilter , weil ein Linsenteleskop das Ir-Licht in einem anderen Brennpunkt abbildet als das sichtbare Licht. Ohne diesen Sperrfilter hast über dem scharfen bunten Bild noch das unscharfe IR-Bild und das Ergebnis ist nicht berauschend.

So groß kann Saturn dann mit einer Barlow bei 1500 mm Brennweite werden:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/dc6e90-1369684451.jpg

Jetzt habe ich also direkt mal meine (bitte nicht verhauen ;) ) Quickcam Express ausgepackt und ans Okular gesteckt. Leider habe ich als Bild nur einen kleinen runden Kreis bekommen indem alles verschwommen war.

Du bist experimentierfreudig, klasse. :super:

Aber Du solltest vorsichtig die Originaloptik der Webcam rausschrauben (falls das geht). Denn das Teleskop selber ist ja schon ne Optik. Und dann muß die Webcam über einen 1 1/4" Adapter anstelle eines Okulars in den Okularauszug (OAZ) rein. Mit dem Rädchen am OAZ stellst dann scharf...

Die von mir verlinkten Webcams haben so nen Adapter von Haus aus, die passen wie ein Okular in den OAZ. :)

Mit dieser Technik kannst Bilder von den Planeten, Sonnenflecken und Mondkratern machen. Bei Sonne muß aber zwingend ein Filter aus Baaderfolie vor die Teleskopöffnung!

1) Ist das Teleskop für einen Anfänger grundsätzlich geeignet?

ja

2) Wie kann ich mit einer Webcam so schöne aufnahmen wie sie auf YouTube zu sehen sind machen? Bzw. Wie kommt diese große Vergrößerung durch die Webcam zustande?

wenn die Planeten irgendwann größer ausschauen sollen, dann brauchst ein größeres Teleskop. Mehr Öffnung, längere Brennweite und eine Montierung, die das schwere Teleskop wackelfrei trägt. :Trost:

So ein Bild
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/5e8612-1369685011.jpg

braucht mindestens 6" Öffnung und etwa 4 Meter Brennweite (per Barlow oder Okularprojektion), das Teleskop saß dabei auf einer parallaktischen Montierung mit Motoren in beiden Achsen und einer Steuerung für die elektrische Nachführung. Das kostet dann leider schon etliches...

3) Kann ich mit dem Teleskop Objekte wie den Orion Nebel / Andromeda Galaxie sehen / Bilder machen?

sehen, ja. Fotografieren? Nein. Nicht ohne elektrische Nachführung an einer parallaktischen Montierung.

Dein Teleskop kann Dir aber für 1-3 Jahre richtig Spaß machen. Du kannst damit (wenn Du ein paar ordentliche Okulare hast), die Planeten, Sonnenflecken und Mondkrater ansehen/fotografieren. Bunte Doppelsterne, eine Handvoll offene und Kugelsternhaufen und den Hantelnebel, den Ringnebel in der Leier und den Orionnebel sowie die Andromedagalaxie ansehen. :Trost:

Je nachdem, ob Du aus einer Großstadt oder unter dunklem Nachthimmel auf dem platten Land guckst, ertrinken die lichtschwachen Nebel jedoch in aufgehellten Nachthimmel. Bei Mond am Himmel gehen auch nur Planeten, Mond und bunte Doppelsterne.

Lade Dir das Programm Stellarium auf Deinen Rechner, damit kannst Du den Himmel simulieren und findest selber raus, wo die Objekte stehen.

4) Was für Filter braucht man um die Sonne zu "begucken"? Kann man Gläser eines Schweißerhelmes anbringen oder macht das keinen Sinn?

bitte keine Experimente mit solchen Gläsern - Du hast nur 2 Augen, als 2 Versuche. :mauer:

Kauf Dir Baaderfolie und bastel nach Anleitung in der Packung einen ordentlichen Sonnenfilter. Damit kannst visuell gucken und auch Sonnenflecken mit der Webcam fotografieren...

 
Hallo,

danke für die ganzen Infos! :).
Den Saturn konnte ich finde da ich eine App namens Google Sky Map benutze. Diese ist recht nützlich.

Freud mich, dass das Teleskop doch zu gebrauchen ist.
Ich habe von diesen Barlow Linsen schon gelesen. Auf E-Bay werden diese auch recht günstig angeboten. Ebenfalls von Tasco. Taugen die etwas? In der Preisklasse liegen die bei 5€ bis 20€.

Schön, dass man sich so einfach Sonnenfilter basteln kann :).
Dann lege ich die Gläser der Maske mal wieder weg.

Hoffentlich gibt es über das lange Wochenende gutes Wetter (nachts).

MfG KonradM
 
Hallo Konrad,

diese billigen Barlows haben den Vorteil, dass es nicht so sehr schmerzt, wenn man sie wegen ihrer schlechten Qualität in die Tonne kloppt. Aber im Ernst: Bei 5,- Euro ist höchste Skepsis angesagt. So ein Ding verschlechtert vermutlich die Abbildungsqualität.

Was für Okulare mit welchen Brennweiten hast du denn bis jetzt? Mit deinem Teleskop kannst du höchstens 120-fach gewinnbringend vergrößern (Öffnung des Teleskops x 2). Wenn man stärker vergrößert, gibt es keinen Detailgewinn mehr, da die Auflösung bei einer Öffnung von 60mm nicht mehr her gibt. Objekte werden dann zwar größer, aber wirken immer unschärfer. Wenn du beispielsweise ein 10mm Okular besitzt und es in ein 2xBarlow einsetzt, hast du bereits eine Vergrößerung von 160x (Teleskopbrennweite/Okularbrennweite) und liegst über 120. Beim Saturn sieht das dann so aus, als würde man ihn nicht mehr richtig scharf bekommen, selbst wenn man perfekt im Fokus ist.

Hoffentlich gibt es über das lange Wochenende gutes Wetter (nachts).

Falls sich deine Hoffnung erfüllt, schicke bitte ein bisschen gutes Wetter in meine Richtung. Mein Dank wird dir dann ewig nachschleichen.
 
Hallo,

Ich habe ein Okular auf dem steht H 20mm.
Sorry ich weiß aber jetzt nicht was das heißt? :blush:
Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.

Was kostet denn ein brauchbares Barlow?

MfG KonradM
 
Hallo Konrad,

Hmm, ein Tasco 60/900, ein H20 Okular...

Messe doch bitte mal den Durchmesser der Metallhülse, mit der das Okular in das Zeitprisma (das "Winkelstück") gesteckt wird.

Sind das 31,8mm oder eher 24,5mm? Wenn letzteres, hast Du einen sogenannten 0,96" (das " steht für Zoll) Steckdurchmesser, für den es kaum noch Zubehör zu kaufen gibt. Tasco gibt es nämlich schon recht lange und es könnte sein, dass das Teleskop schon recht alt ist. Das H in H20mm steht übrigens für "Huygens". Das gibt den Okulartyp, bzw. den optischen Aufbau des Okulars an. Okulare vom Huygens-Typ sind die allereinfachsten und billigsten Okulare und heutzutage auch bei Einsteigerteleskopen fast komplett ausgestorben. Ich habe ein Tasco 60/700 mit einem 20mm Huygens noch im Keller. Das war mein erstes Teleskop und ist mittlerweile etwa 35 Jahre alt!

Messe doch mal nach, ja?

Bis dann:
Marcus
 
Habe gerade nachgemessen.
Es sind ziemlich genau 24,5mm

Edit: Auf E-Bay werden fast ausschließlich nur diese günstigen Linsen angeboten.

MfG KonradM
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Konrad,

Auf E-Bay werden fast ausschließlich nur diese günstigen Linsen angeboten.

Das wage ich zu bezweifeln. 0,96" ist heutzutage eher antiquarisch und selten anzutreffen. Neuware hat standardmäßig einen Steckmaß von 1,25", also 31,8mm. Was nicht heißt, dass keine kleinen Okulare angeboten werden. Aber wenn dann nur alt und gebraucht.

Ich rate Dir von einer Barlowlinse ab. Die alten 0,96"-Barlows waren fast alle von hundsmiserabler Qualität, es sei denn, es stand Zeiss drauf. Und für eine alte Zeiss-Barlow zahlst Du wahrscheinlich mehr als Dein Vater für das ganze Teleskop bezahlt hat.

Die maximal sinnvolle Vergrößerung bei Deinem Teleskop ist 120x (Objektivdurchmesser mal 2). Bei 900mm Brennweite entspricht das einem 7,5mm-Okular. Du solltest Dich bei Ebay also nach einem alten 0,96"-Okular im Bereich von 10mm bis 7,5mm Brennweite umschauen. Damit bist Du für Planeten und Mond gut bedient.

Wenn Du eines findest, könntest Du noch mal ein Okular mit etwas längerer Brennweite anschaffen, aber das wird schwierig. Wie gesagt, 0,96" ist alt und exotisch. Wenn bei einem Okular nicht ausdrücklich der kleine Steckdurchmesser angegeben ist, wird es sich wahrscheinlich um ein 1,25"-Okular handeln.

Es gibt auch Adapter mit denen man 1,25"-Okulare in 0,96"-Teleskopen benutzen kann. Aber da kannst Du Probleme bekommen das Bild scharf zu stellen wenn der Verstellweg des Okularauszuges nicht reicht. Und der Adapter wird bei längeren Okularbrennweiten das Gesichtsfeld einschränken. Es hat schon seinen Grund, dass 0,96" praktisch ausgestorben ist...

Viel Erfolg noch mit Deinem Oldtimer. Ich habe mit meinem gut zwei Jahre lang eine Menge Spaß gehabt, aber mit 17 habe ich mir dann ein größeres Teleskop gekauft. Aber zum Reinschnuppern ist das ein schönes Gerät. Und wahrscheinlich mechanisch besser verarbeitet als die heutigen Billigteleskope von Aldi und Amazon.

Viel Spaß und bis dann:
Marcus


EDIT:
Ich habe eben schnell mal bei Ebay die gebrauchten Okulare durchgesehen. Da sind nur zwei 0,96"-Okulare dabei. Und das sind Zeiss 16mm-Okulare. Verkaufspreis rund 200,- Euro!
Soviel zu "Auf E-Bay werden fast ausschließlich nur diese günstigen Linsen angeboten." ;)

Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marcus,

Zitat von mettling:
Okulare vom Huygens-Typ sind die allereinfachsten und billigsten Okulare
kann man so nicht stehen lassen. Die allereinfachsten und billigsten Okulare sind die Ramsden.

Ein Huygens besteht aus zwei Plankonvexlinsen unterschiedlicher Brennweite.

Ein Ramsden besteht aus zwei Plankonvexlinsen gleicher Brennweite, welche daher prinzipiell identisch sein können. Einfacher geht es bei Zweilinsern wohl kaum.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von fquadrat:
Hallo Marcus,
Die allereinfachsten und billigsten Okulare sind die Ramsden.

Moin,

Da hast Du natürlich recht. Aber diese Information ist für einen Anfänger der ein Huygens hat eher unwichtig. Die einfachsten Okulare die Teleskopen tatsächlich beigelegt werden sind halt (wie in diesem Fall) Huygens.
Zumal mir in 30 Jahren Astropraxis noch nie ein Ramsden unter gekommen ist. Wurden die in den vergangenen 50 Jahren überhaupt von irgendeinem Hersteller gebaut? ?)

Bis dann:
Marcus


EDIT:
Konrad, mir ist da gerade noch eine Möglichkeit eingefallen.
Du könntest dieses Okular mit diesem Adapter verbinden und dann an Deinem Teleskop mit 0,96"-Zenitprisma verwenden. Der Adapter wird statt der 1,25"-Steckhülse an den Okularkörper geschraubt. Genaueres dazu findest Du in der Beschreibung des Adapters.

Das wäre meiner Meinung nach die für Dich beste und günstigste Lösung um an ein Planetenokular für Dein Teleskop zu kommen. Mit dem 9mm hättest Du 100-fache Vergrößerung, das sollte für die Saturnringe, Wolkenbänder auf dem Jupiter und auch für schöne Details auf dem Mond reichen. Wenn Du später dann mal ein moderneres Teleskop kaufst, kannst Du das Okular mit der Originalhülse weiterverwenden.

Bis dann:
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

auch wenn's vom Thema ab ist, woher stammt die Information, daß Ramsden Okulare aus Linsen gleicher Brennweite bestehen?

Soweit ich weiß ist die Charakteristik des Ramsden-Okulars die Bauart aus zwei Plankonvexen Linsen deren konvexe Seiten zueinander gekehrt sind. Die Bildebene und Feldblende liegt bei ihnen knapp vor der Feldlinse.

Ich habe ein sehr schönes Ramsden Okular von Unitron in 0,96",das als Fadenkreuz-Okular ausgeführt ist und 25mm Brennweite hat.

Einige Okulare von Sucherfernrohren sind Ramsden Okulare, weil wohl die Montage des Fadenkreuzes bei diesem Typ weniger kritisch ist.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Konrad,

Ich habe vor ein paar Wochen ein ähnliches Problem gehabt, zumindest was die Linse anging, weil ich zuerst dachte mein ebenfalls gebraucht gekauftes Teleskop hätte die selbe Steckweite wie deins (hat sich dann als falsch herausgestellt, aber das tut ja hier nichts zu Sache).
Du könntest dir den Thread ja mal angucken, da wurde mir dazu geraten den Okularauszug auszutauschen, wäre das vielleicht etwas für dich?
Ansonsten findet man viele alte Okulare für sehr kleines Geld bei Ebay, aber die Qualität ist dann wahrscheinlich wirklich nicht so berauschend, ich könnte mir aber vorstellen, dass es vielleicht besser wäre, erstmal damit anzufangen.
Vielleicht entscheidest du dich ja dann schnell ein größeres zu kaufen und ärgerst dich dann den ganzen Ärger mit dem Umbau gehabt zu haben.

Lg Lisa
 
Hi Konrad

Ohne Umbau/Aufrüsten könntest Du dir auch sowas basteln: http://astronomy.wonderhowto.com/ho...you-instant-iphone-astrophotographer-0140071/

Damit dann aber keine Fotos aufnehmen, sondern Videos. Die hunderte/tausende Einzelbilder aus dem Video werden dann nachträglich am PC zu einem Bild verrechnet.
Wichtig wäre allerdings, dass Du die aufnahmeparameter am Smartphone manuell einstellen kannst.
Am besten erstmal in der Dämmerung an einem weit entfernten Gebäude oder Baum testen.
Wenn das mal klappt, dann am Mond weiterüben.
Und wenn da die Aufnahmen klappen, dann mal an Jupiter oder Saturn dein Glück versuchen.
Wahnsinnig gut werden die Aufnahmen wohl nicht - aber erkennen kann man sicher etwas. Nur Nebel etc. werden mit der Kombination wohl nicht wirklich funktionieren.

cs
Jürgen
 
Hallo miteinander,
so einen Adapter könnte ich mir auch selber drehen.
Für eine Hülse finde ich das doch schon recht teuer, oder sind dort noch Linsen verbaut?
Die 22€ die der Adapter kosten würde, würden schon fast das doppelte des Teleskopes kosten ;).

Aber ich habe gerade bemerkt, dort steckt ja eine Hülse drin? Die reduziert das ganze von 31,8mm auf 24,6mm.
Das mir das jetzt erst auffällt :blush:.
Also nochmal Glück gehabt :).

Also könnte ich eine von den 31,8mm Barlow Linsen verwenden?

Wie kann ich die Vergrößerung errechnen?

Danke nochmal euch allen! :)

MfG KonradM
 
Hallo Konrad,

die Vergrößerung errechnet man, in dem man die Brennweite des Teleskops (in deinem Fall 800mm) durch die Brennweite des Okulars teilt. Kommt dann noch beispielsweise eine 2xBarlowlinse zum Einsatz, verdoppelt man das Ergebnis.

Also zum Beispiel:

800mm Teleskopbrennweite / 20mm Okularbrennweite = 40-fache Vergrößerung x 2 (2xBarlow) = 80-fache Vergrößerung

 
Hi!

Zitat von mettling:
Die einfachsten Okulare die Teleskopen tatsächlich beigelegt werden sind halt (wie in diesem Fall) Huygens.
Zumal mir in 30 Jahren Astropraxis noch nie ein Ramsden unter gekommen ist. Wurden die in den vergangenen 50 Jahren überhaupt von irgendeinem Hersteller gebaut?
Ein Ramsden dürfte sogar zu den meistgebauten der letzten Jahre gehören: das SR-4, ein Symmetrisches Ramsden mit 4 mm Brennweite. Das Ding liegt vielen Einsteigerteleskopen bei, da man mit wenig Aufwand eine hohe Vergrößerung erreichen kann.

Das als "F 6mm" bezeichnete Okular, welches vielen von Dörr verkauften Teleskopen beiliegt, soll ebenfalls ein Ramsden sein.

Grüße

fquadrat
 
Achso, dankeschön :).
Bei einigen Okularen habe ich noch eine Grad Angabe.
Ist diese von Bedeutung?


MfG KonradM
 
Hallo Dietrich,

Zitat von *entfernt*:
auch wenn's vom Thema ab ist, woher stammt die Information, daß Ramsden Okulare aus Linsen gleicher Brennweite bestehen?
Diverse Astrobücher und Artikel im Web. Es folgt aber auch aus der Lage der Bildebene, s.u.

Soweit ich weiß ist die Charakteristik des Ramsden-Okulars die Bauart aus zwei Plankonvexen Linsen deren konvexe Seiten zueinander gekehrt sind. Die Bildebene und Feldblende liegt bei ihnen knapp vor der Feldlinse.
Daß die Bildebene nur knapp vor der Feldlinse liegt, hat aber weniger mit der Orientierung der Linsen zu tun, sondern damit, daß eben beide Linsen dieselbe Brennweite haben. Hätten sie die nicht, ist diese Bildebenenlage nur unter Inkaufnahme einer starken chromatischen Aberration möglich. So dagegen muß die Achromasiebedingung nur wenig durch Zusammenrücken der Linsen verletzt werden. Gleichzeitig liegt die Austrittspupille auch nicht mehr auf Planfläche der hinteren Linse, sondern dahinter, wodurch sie mit der Augenpupille erreicht werden kann.

Als logische Folge baute dann Herr Kellner eine achromatische Augenlinse ein, war somit nicht mehr auf die Achromasiebedingung angewiesen und wurde als Okularbeschriftung bekannt. ;)

Grüße

fquadrat


Grüße

fquadrat
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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