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~Neila~

Mitglied
Hallo zusammen :)

Bevor ich Euch mit Fragen bombardiere erzähle ich kurz etwas von mir:

Ich interessiere mich schon lange für Astronomie. Bisher allerdings eher in der Theorie, ich verschlinge jede Doku die ich finde und lese viel. Mein Lieblingsplanet ist der Jupiter, und auch alles andere finde ich wahnsinnig spannend, faszinierend und wunderschön. Ist doch klar - das muss ich mit eigenen Augen sehen! Und hier fangen die Probleme an... Vorab: Ich habe leider keine Ahnung von Technik und Fotografie.

Ich habe mir (ein wahrscheinlich nicht nennenswertes) Teleskop mit Handyhalterung im Internet bestellt. Das ist mir aus verschiedenen Gründen wichtig. Zum einen die Farben, ich möchte Fotos machen und ich habe ein wenig Probleme mit den Augen, kann es also auf einem "Bildschirm" besser sehen als einäugig durchs Okular. Gestern abend habe ich mich auf den Weg gemacht um es am Fast-Vollmond auszuprobieren. Was soll ich sagen, durch das Teleskop gesehen war er auch wunderschön anzusehen, die Sache mit dem Handy aber hat so gar nicht funktioniert :( Es war einfach nicht möglich ein Bild über die Kamera zu bekommen. Meine Motivation ist ein wenig gesunken, aber ich habe nicht vor aufzugeben! Für den Anfang ein paar Fragen:

* Benutzt hier noch jemand Handy + Teleskop zum fotografieren und kann mir vielleicht ein paar Tipps geben?
* Gibt es eine wirklich hilfreiche App zum auffinden / identifizieren der Sterne etc (damit ich auch weiss was ich sehe)?
* Was für ein Teleskop ist für blutige Anfänger wie mich wirklich geeignet?

Ich habe noch viel mehr Fragen aber für den Anfang soll das erstmal reichen! Ich habe übrigens schon hier im Forum quergelesen, konnte aber mit vielen Beiträgen (noch) nicht viel anfangen.

Ich danke Euch schon mal für alle Antworten, liebe Grüsse ~Neila~
 
Hallo,
willkommen und Glückwunsch zur Entscheidung, Dich tiefer in das faszinierende Hobby der Astronomie einzuarbeiten. Solche "Rückschläge" sind völlig normal und sollten Dich nicht entmutigen weiterzugehen: sie gehören zum Lernen dazu und von mal zu mal läuft es besser und routinierter.

Mit dem Handy ein Foto durch das Okular zu machen ist schon manchmal etwas anspruchsvoll, v.a. wenn man es freihändig probiert: Position und Abstand müssen passen, damit man überhaupt was sieht. Leider hast Du nichts darüber verraten, was für ein Teleskop und welche Handyhalterung Du hast. Ich habe z.B. eine Smartphonehalterung von Celestron. Bei dem kann man die Position des Handys recht gut einjustieren, inkl. den Abstand zum Okular.


* Gibt es eine wirklich hilfreiche App zum auffinden / identifizieren der Sterne etc (damit ich auch weiss was ich sehe)?

Apps gibt es einige. Von kostenlos bis kostenpflichtig, z.B.:

- Stellarium Mobile (kostenlos)
- Stellarium Plus (kostenpflichtig)
- SkySafari (kostenpflichtig)
- Celestron SkyPortal (kostenlos, basiert auf SkySafari)
und noch so einige mehr.

Mit so einer App lässt sich das sehr bequem machen. Häufig haben die Apps auch eine "Kompass-Funktion" dabei: man hält das Smartphone in die Richtung am Himmel, für die man sich interessiert und über die eingebauten Neigungs- und Kompasssensoren zeigt die Planetariums-App dann genau den Himmelsausschnitt. SkySafari für iOS bietet auch eine "AR" (Augmented Reality) Funktion: hier wird dem Kamerabild des Smartphones eine Sternenkarte überlagert. Das ist auch ein nettes Feature.

Celestron bietet ein System namens "Star Sense Explorer" bei einigen Einsteigerteleskopen an, z.B.:


Dort wird eine Smartphone-Halterung mitgeliefert und das Smartphone wird auf das Teleskop "geschnallt". Über eine entsprechende App von Celestron erkennt das Smartphone über die Smartphone-Kamera, wohin das Teleskop gerade schaut und zeigt das auf einer Sternenkarte an. Wählt man ein gewünschtes Himmelsobjekt in der App aus, so zeigt die App einem an, in welche Richtung man das Teleskop bewegen muss, um zum gewünschten Objekt zu gelangen.

Aber sowas geht auch ganz klassisch ohne Apps & technischem Schnickschnack: mit einer drehbaren Sternenkarte und ein paar Büchern (Himmelsatlanten) lässt sich auch (mit etwas Übung) über den Sucher per Star-Hopping ein Objekt einstellen.

z.B.:

Drehbare Sternenkarte:

Fernrohr-Führerschein:

SkyScout:

Teleskop 1x1:

DeepSky-Reiseatlas:

Zufall, dass jetzt alle Büchertipps aus dem Oculum-Verlag sind, es gibt natürlich auch noch andere. Die o.g. kann ich aber empfehlen, v.a. die drehbare Sternenkarte und den DeepSky-Reiseatlas.

Viele Grüße

Markus
 
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Huch, die erste Antwort kam aber schnell! Wie das Teleskop genau heisst kann ich nachschauen wenn ich wieder zuhause bin.

Ich habe das Handy so befestigt dass es direkt anliegt. Beim Teleskop war keine Anleitung dabei, ich dachte ich probiere es einfach mal! Vielleicht liegt das Problem beim Handy? Ich habe ein Galaxy A32, da sind ja 3 Linsen, der Durchmesser vom Okular ist evtl zu klein dafür?

Ich habe aktuell die App StarWalk2 installiert, die finde ich super und werde wahrscheinlich auch die Vollversion kaufen. Zum identifizieren gibt es vom selben Anbieter noch Sky Tonight aber selbst das hat gestern nicht geklappt *lach* Sogar wenn ich mein Handy in Richtung Boden halte zeigt mir die App noch einen Sternenhimmel an... aber das probiere ich nochmal in Ruhe aus.

Am wichtigsten wäre mir gerade die Sache mit dem Handy, sonst sehe ich wirklich nicht so viel
 
Zuletzt bearbeitet:
ich mach das mit dem Handy komplett freihändig. Mit ein wenig Übung und Geduld und den richtigen Okularen geht das Prima.
Wichtig ist nicht nur die Position in XY sondern auch der richtige Abstand des Handys von der letzten Okularlinse, damir man die gebündelte Austrittspupille auch trifft. Wenn das Okular selbst ein schwieriges Einblickverhalten hat oder gar zu Kidney Beaning neigt, hat man mit dem Wellensittigauge des Handys schon fast verloren.
Doof wirds auch, wenn das Handy mehrere Objektive hat und ständig zwischen diesen umschaltet, weil es grad nix sieht.

LG
Olli
 
Manchmal muss man erst den Kompass des Handys kalibrieren: einfach, wenn die Kompass-Funktion aktiviert ist, in Form einer 8 das Handy drehen und bewegen, so dass es einmal rundherum in alle Himmelsrichtungen geguckt hat.
 
Hallo Neila,

als alter Vogel würde ich dir erst ein mal zu einer etwas analogeren Herangehensweise raten. Für den Anfang ist ein halbwegs geeignetes Fernrohr auf einem soliden Unterbau nötig. Welches Fernrohr das richtige wäre, hängt von deinen Gegebenheiten ab. Willst du es jedes mal in den Garten tragen oder musst du sogar bis an den Stadtrand um beobachten zu können? Hast du einen Balkon und wie große ist der?
Entsprechend sollte man ein geeignetes Teleskop wählen. Das kann auch etwas kleines auf einer azimutalen Montierung (schwenken nach oben und unten - rechts und links) sein. Da musst du nichts einnorden und die Bedienung erschließt sich dir sofort.

Den Himmel mit Hilfe einer drehbaren Sternkarte kennenlernen ist einfach. Im Gegensatz zu irgendwelchen Apps verstehst du, wie sich das ganze weiterbewegt und der Sternhimmel sich im Lauf des Jahres ändert. Objekte wie Jupiter findest du auch ohne App. Wann sie wo zu sehen sind, erfährst du zum Beispiel im Kosmos Himmelsjahr. Das fürs aktuelle Jahr gibt es bestimmt auch schon irgendwo in echt günstig.

Lass doch mal wissen, welches Fernrohr du auf welcher Montierung hast. Dann ist es für uns leichter konkrete Ratschläge zu geben. Ordentlich einarbeiten ist auf jeden Fall sinnvoller als sich zügig neues anzuschaffen.

CS Gerhard
 
Mit einem "schönen" Fernglas lässt sich auch einiges entdecken und erleben. Wenn man in einer Sommernacht im Gartenstuhl liegt und durch die Milchstraße wandert, ist das schon ziemlich faszinierend. Die Kosten für ein Fernglas halten sich in Grenzen, evtl. hat man sogar schon eins und man kann es auch für sonstige Zwecke einsetzen (im Gegensatz zum Teleskop).

Der "BinoScout" gibt einem hier einige gute Tipps (sorry, schon wieder Oculum-Verlag, nein ich bekomme keine Provision von denen _affeaugen: )


Zum Kennenlernen der Himmelsmechanik finde ich die Planetariumsprogramm sehr gut geeignet, da man hier schön anschaulich auch die Bewegung der Planeten in Zeitraffer beobachten kann, oder auch die Bewegung der Monde des Jupiters, die man auch schon im Fernglas schön beobachten kann. Manche Programme bieten auch die Möglichkeit, den Beobachtungsort zu verlassen und sich das Alles z.B. aus dem Weltall heraus anzusehen. Das macht aber eigentlich nur auf größeren Bildschirmen so richtig Spaß, sprich am PC oder auf einem Tablet.

@Neila: vielleicht gibt es in Deiner Nähe einen Astronomieverein? Dort findet man viele gleichgesinnte, kann Erfahrungen austauschen und sich Tipps holen. Häufig treffen sie die Leute auch zu Beobachtungen, so dass man sein Teleskop mitbringen und sich von den "Profis" Tipps zur Bedienung holen kann. Auch kann man dann mal durch andere Teleskope und Okulare schauen und so hautnah die Unterschiede zwischen verschiedenen Teleskoptypen und Zubehör erleben.
 
Hab ein Foto gefunden! Was genau meint ihr mit Montierung?
IMG-20220712-WA0019.jpeg
 
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So einen Verein oder Club gibt es in meiner Gegend nicht, schon gecheckt. Ich hab auch bei Ebay Kleinanzeigen eine Anzeige geschaltet auf der Suche nach Gleichgesinnten. Hat sich noch niemand gemeldet :(
 
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Liebe Neila,
gerade als Anfängerin empfehle ich, zunächst eine Volkssternwarte oder einen Astroverein in der Nähe aufzusuchen. Dort triffst du Menschen, die das Anfängerstadium selbst durchlebt haben und dir die Sachen nicht nur erklären, sondern auch zeigen können. Das ist die beste Hilfe für einen Anfänger. Dort kannst du auch erleben, was heute in der Astronomie geht, denn natürlich ist die Fotografie mit dem Handy nicht die hochwertigste Vorgehensweise.
Grundsätzlich halte ich es auch nicht für die beste Idee, irgendwelche Geräte im Internet zu bestellen, ohne wirklich Ahnung zu haben. In einem Astroverein findest du Experten und bestimmt auch günstige Gebrauchtgeräte, die du sicher auch mal ausleihen kannst.
Wenn du es unbedingt allein versuchen willst, wirst du über Mond und Jupiter hinaus nicht sehr viel schaffen, obwohl es inzwischen erfolgreiche Versuche von erfahrenen Astronomen gibt, die sogar Deep Sky schaffen. Das erfordert aber Bildbearbeitung mit dem PC.
Clear Skies
Harald
 
Montierung ist das "Stativ" des Teleskops: da gibt es verschiedene Bauformen. Bei der Azimutalen Bauform (ich denke so eine hast Du), sind die beiden Achsen parallel (bzw. rechtwinklig) zum Fußboden ausgerichtet. Bei der parallaktischen Montierung ist eine Achse parallel zur Erdachse ausgerichtet (und nicht im 90° Winkel zum Fußboden): da sich die Erde um die Erdachse dreht, gehen im Laufe der Nacht die Sterne im Osten auf und im Westen wieder unter und der Sternenhimmel "dreht" sich um die Erdachse, die ungefähr auf den Polarstern zeigt, wenn man sie gedanklich verlängert.
Eine solche parallaktische Montierung hat den Vorteil, dass man sie nur um eine Achse nachführen muss, um ein Objekt im Sichtfeld zu behalten.

Du solltest Dich erstmal in diese ganzen Grundlagen einlesen/einarbeiten, um Dich dann Schritt für Schritt vorzuarbeiten. Mit dem Teleskop, das Du hast, kannst Du schon mal auf dem Mond auf Erkundungsreise gehen. Da ergeben sich quasi täglich neue Aha-Erlebnisse, wenn die "Tag-/Nachtgrenze" immer weiter wandert und immer wieder neue Schauspiele bietet.

U.a. auf dieser Internetseite findest Du viele Infos zum Mond:

 
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Welche Stadt ist denn in Deiner Nähe? Welcher Landkreis?
 
Jedenfalls gibt es in Kassel einen Verein. Je nachdem, wo genau du bist, wette ich darauf, dass es in 20 km Umkreis ein Angebot gibt. Ich schau gern für dich nach.
CS Harald
 
Wenn Du die Möglichkeit hast und mobil bist, solltest Du auch die 50km für einen stattfindenden Beobachtungsabend investieren. Evtl. finden die eigentlichen Beobachtungstreffen ja auch näher zu Deinem Standort statt. Ein Versuch ist es wert und Du solltest mal Kontakt aufnehmen.

Diese Seite der VdS kennst Du? Vielleicht findest Du dort einen Verein, der näher bei Dir dran ist?

 
VdS = Vereinigung der Sterrnfreunde. Das ist ein deutschlandweiter astronomischer "Dachverein".

 
Hallo Neila,
versuche doch mal über Facebook Leute zu finden. (Ja, ich weiß, da sind auch schräge Typen unterwegs)
Viele sind nur als lose Gruppe organisiert und in keinem Verein.
CS Sigvald
 
Hallo Neila,

vielleicht sind ja wir Sterngucker Frankenberg für dich in erreichbarer Entfernung. Ich schicke dir auch noch eine PM dazu.

Wenn ich mir das Bild deines Gerätes so anschaue, muss ich deine Erwartungen an spektakuläre Beobachtungen etwas dämpfen.

70 mm Öffnung und 300 mm Brennweite das ist etwas für den Überblick bei niedrigen Vergrößerungen. Wenn du vermutlich ein 20 mm Okular beim Zubehör hast, kommst du damit auf eine 15fache Vergrößerung. Damit siehst du tatsächlich schon etwas Landschaft auf dem Mond, den Jupiter als etwas ovales Scheibchen und die 4 großen Monde, die Venus als Sichel (wenn sie in Erdnähe ist) und einige offene Sternhaufen. Falls du ein 12,5 mm Okular dabei hast, kannst du bei 24facher Vergrößerung vielleicht beim Saturn erahnen, dass da ein Ring ist. Größere Vergrößerungen werden mit dem vorhandenen Zubehör keine große Freude machen. Die für ähnlich Modelle angepriesene 150fache Vergrößerung ist völliger Quatsch.

Auch das Stativ mit seinem Kopf wird dir bei etwas mehr Vergrößerung keine Freude machen. Das sieht ziemlich wackelig aus. Mit Sicherheit wackelt es bei scharf stellen und das Einstellen und Nachführen von Objekten außer dem Mond ist schwierig. Da lässt sich mit etwas persönlicher Unterstützung aber sicher etwas verbessern.

Bevor du jetzt entmutigt bist und anfängst etwas anderes kaufen zu wollen, lass dir helfen, sonst ist der nächste Frust vorprogrammiert.

Bei einem sinnvollen Einstieg kann das Sterne gucken aber ein ganz tolles, lebenslanges Hobby sein. Ich mach das schon mit immer noch alter Begeisterung seit 60 Jahren.

Beste Grüße und Kopf hoch Gerhard
 
Hallo,

Für den Einstieg sind doch 300 mm Brennweite bei einer Öffnung von 70 mm gar nicht so verkehrt, meiner Meinung nach. Handlich scheint das Teleskop auch zu sein.

Viele Grüße
Jörg
 
Ich habe mir (ein wahrscheinlich nicht nennenswertes) Teleskop mit Handyhalterung im Internet bestellt. Das ist mir aus verschiedenen Gründen wichtig. Zum einen die Farben, ich möchte Fotos machen und ich habe ein wenig Probleme mit den Augen, kann es also auf einem "Bildschirm" besser sehen als einäugig durchs Okular. Gestern abend habe ich mich auf den Weg gemacht um es am Fast-Vollmond auszuprobieren. Was soll ich sagen, durch das Teleskop gesehen war er auch wunderschön anzusehen, die Sache mit dem Handy aber hat so gar nicht funktioniert :( Es war einfach nicht möglich ein Bild über die Kamera zu bekommen. Meine Motivation ist ein wenig gesunken, aber ich habe nicht vor aufzugeben! Für den Anfang ein paar Fragen:
Ich würde das erst mal tagsüber probieren an irgendeinem weit entfernten Objekt. Evtl. lag einfach der Fokus so, dass das Handy nicht damit klar gekommen ist.

Das mit den Farben verstehe ich nicht. Außer hellen Sternen, Mond und Planeten ist visuell eh alles schwarz-weiß. Die Stäbchen im Auge haben keine farbwahrnehmung. Die sind im Roten leider auch blind, d.h. den größten und strukturierten Teil von Gasnebeln kann man gar nicht sehen.

Das was du machen willst, findet man unter dem Stichwort "EAA". Das wird mit dem Handy außer bei Mond und Planten seine Grenzen haben. Wenn man auch Galaxien und Gasnebel über den Bildschirm beobachten will, braucht man eine Nachführung. Die Größe des Teleskops ist nicht so wichtig. Aber ohne Nachführung geht da nichts. Die notwendigen Belichtungszeiten sind zu groß. Man muss fortlaufend Aufnahmen machen und die in Echtzeit addieren. Das findest du unter "Live Stacking". Weiß nicht, ob es Handy Apps gibt, die sowas können.

Etwas Geld muss man dafür also in die Hand nehmen. Es sind aber keine 1000e Euro, im oberen dreistelligen Bereich wird es aber schon sein.

Als Android App hatte ich früher Mobile Obeservatory. Damit war ich super zufrieden. Fand ich besser als Sky Safari. In Skysafari sind viele Funktionen etwas umständlich erreichbar. Z.B. sowas wie Dämmerungszeiten habe ich gar nicht gefunden.

Ansonsten...mit irgendwem aus dem Internet treffen, ohne zu wissen, wer das ist, wäre nicht mein Ding. Tagsüber im Cafe mag das ja noch gehen, aber nachts um 12 wollte ich nicht mit jemand alleine im Wald stehen, den ich nicht kenne und niemand weiß davon. Vereine oder Teleskoptreffen finde ich schon besser. Da kann man sich die Leute aussuchen, mit denen man reden will. Ist aber jedem seine Sache...
 
Hallo Neila,

am häufigsten beobachtet man doch bei sich vor Ort. Wie sind denn da deine Möglichkeiten ?

- Garten / Balkon ?
- Umgebung ( Großstadt / Stadtrand / ländlich ? )

Deine Anschaffung wird dir z.B. beim Jupiter nicht viel zeigen. 70mm Öffnung bei 300mm Brennweite, da ist einfach nicht viel möglich.

Gruß,
Holger
 
Bildschirm beobachten will, braucht man eine Nachführung. Die Größe des Teleskops ist nicht so wichtig. Aber ohne Nachführung geht da nichts. Die notwendigen Belichtungszeiten sind zu groß. Man muss fortlaufend Aufnahmen machen und die in Echtzeit addieren. Das findest du unter "Live Stacking". Weiß nicht, ob es Handy Apps gibt, die sowas können.
Ja, das gibt's: DeepSkyCamera


Die in den Smartphones verbauten Chips sind tlw. sehr gut dafür geeignet. Limitierender Faktor ist die Gerätefirmware. So gibt es manche Modelle, in denen man von der App nur bedingt auf die nötigen Kamerafunktionen zugreifen kann.

Hier wurde die App mal anlässliche des Astronomietages 2020 vorgestellt (ab ca. 40'):

 
Hallo Zusammen.
Hallo Neila.

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Und leider auch deiner Vermutung,
das dieses Teleskop nicht nennenswert ist.

Es ist wahrscheinlich so ein Emokie (Kinderteleskop) in der Preisklasse um 60€.
Es ist am ehesten im Bereich Fernglas/Spektiv anzusiedeln.

Aber auch damit lassen sich erste Beobachtungen machen um den Nachthimmel kennen zu lernen.

Allerdings wirklich auf einfache Objekte wie Sternenhaufen beschränkt.

Evtl kannst du damit auch die Andromeda Galaxie aufspüren, die dir dann aber wohl nur als diffuser Wattebausch ohne Konturen dargestellt wird.

Aber die bereits erwähnten Sternenhaufen sind oftmals schön anzusehen.

Generell aber die gleichen Empfehlungen.

Gleichgesinnte finden.
Erfahrungen/Informationen sammeln.
Und dann entscheiden.

Astronomie ist ein teures Pflaster.
Sicherlich gibt's auch günstige Einsteigersets.
Aber auch diese sind für manche schon teuer.

Gruß Markus
 
Moin, @~Neila~

Vorab:

Wenn du vorhast so etwas mit dem Handy eben knipsen zu können:


wirst du leider schnell enttäuscht sein :/

Ich find viel interessanter zu wissen was für Bilder du dir vorstellst mit dem Handy zu schießen, also wie deine Vorstellung ist. Vllt könntest du sonst ein paar Bilder zeigen was du sehen oder fotografeiren möchtest. Alle Tipps sind nichts Wert wenn du weder die theoretischen Grundlagen in Fotografie noch in der praktischen visuellen Astronomie beherscht.

Auch ist ein Handy mit 3 Linsen hinten drauf nicht ideal... da das fertige Bild auf dem Handy von allen drei Linsen warscheinlich gemittelt wird... Ich glaube aber es gibt Apps die das umgehen können.

Einfach zusammengefasst, solltest du wie oben so oft beschrieben erstmal einen Verein aufsuchen, es gibt auch digitale Treffen per Microsoft Teams zB. Oder dich mal tagsüber mit jemanden treffen und dir die Grundlagen bei einem Kaffee zeigen lassen. Vieles kann man tatsächlich dann alleine erarbeiten.
Die paar Kilometer Autofahrt zu einem verein lohnt sich schon allein deshalb, weil du dann kein zweites Mal, mit gutem Willen, Equipment kaufst mit welchem du aber nicht umzugehen weist und nur Frust schieben wirst.

Lg Tom
 
Moin, @~Neila~

Vorab:

Wenn du vorhast so etwas mit dem Handy eben knipsen zu können:


wirst du leider schnell enttäuscht sein :/

Ich find viel interessanter zu wissen was für Bilder du dir vorstellst mit dem Handy zu schießen, also wie deine Vorstellung ist. Vllt könntest du sonst ein paar Bilder zeigen was du sehen oder fotografeiren möchtest. Alle Tipps sind nichts Wert wenn du weder die theoretischen Grundlagen in Fotografie noch in der praktischen visuellen Astronomie beherscht.

Auch ist ein Handy mit 3 Linsen hinten drauf nicht ideal... da das fertige Bild auf dem Handy von allen drei Linsen warscheinlich gemittelt wird... Ich glaube aber es gibt Apps die das umgehen können.
nope, das Handy entscheidet nach Anwendungszweck (vorrangig) und Lichtstärke (zweitrangig).
Einmal Weitwinkel für alle Zoomstufen unter 1x, dann das "normale", was meist die meisten Megapixel hat, idR bis Zoomstufe 3x bei gutem Licht und bis Zoomstufe 8x bei schlechten Lichtverhältnissen. darüber dann das "Tele". Manche haben noch eine vierte SW dran, die mit dem SW Modus angewählt werden kann.
Die Umschaltpunkte können Variieren je nach Hersteller und Modell, das oben genannte ist das gängigste. Kann man durch abdecken mit dem Finger aber leicht Herausfinden, bei welchen Einstellungen er welches Objektiv nutzt, und diese dann damit gezielt ansteuern.

LG
Olli
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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