Nun ich erkläre vielleicht mal meine Hintergrund Gedanken:
Ich habe mir einen Astromaster 90EQ gekauft. Das ist ein Refraktor mit 90/1000 also f 11,11. Das ganze kommt auf einer Montierung die für visuelle Zwecke m.E. gerade ausreicht.
Der Mond sieht dadurch phantastisch aus und ich habe schon diverse schöne Sachen gesehen. Es gibt nur diverse Dinge, die mich stören:
- Vibration beim Fokussieren
- keine elektrische Nachführung (ich bezweifle dass die auf der Montierung Sinn macht)
- Ich wusste nicht was es zu sehen gibt und nun weiss ich es und das geht mit dem Refraktor eher nicht so gut (DS+Nebel)
Dennoch bin ich zufreeden, denn ich habe nur wenig Lehrgeld bezahlt und kann mir nun mit Zeit und Ruhe etwas zusammenstellen, was zu meinen aktuellen Beobachtungswünschen passt und was für zukünftige Aktivitäten ausbaubar bzw. ausreichend ist.
Deswegen bin ich zu dem Schluss gekommen dass es ein Newton sein muss. Als Öffnung schweben mir mindestens 8" wahrscheinlich aber 10" vor.
Die Montierung sollte (auch wenn ich nicht weiss ob ich es je nutzen werde) auch für Astrofots ausreichen, denn ich habe keine Lust in ein zwei Jehren, wenn ich Ahnung genug habe nochmals Geld auszugeben.
Mir schwebt der Skywatcher 254/1200 auf der EQ6 Montierung vor, der kostet ca. 1300 Euro. Es gibt auch eine Version die ca. 2000 Euro kostet, kennt da wer den Unterschied?
Ist das ein Gerät, mit dem man lange Spass haben kann oder soll es doch lieber eine Klasse besser sein. Ich gebe lieber jetzt etwas mehr aus und habe dann etwas, was ich länger hab. Macht es Sinn eher einen besseren 8" zu nehmen?
Eventuell gibt es ja Alternativen zum Skywatcher, aber von der Beschreibung und in dieser Preisklasse schien der ganz ordentlich.
Okulare und Filter werde ich mir dann nach und nach gönnen, wichtig ist mir nur, dass erstmal alles dran ist, wie eben ein 2" Auszug (in Crayford Ausführung), eine automatische Nachführung, ggf. PC Anschlussmöglichkeit, auf goto kann ich erstmal verzichten, ich will schliesslich den Sternenhimmel erkunden.
Im Endeffekt bin ich das Paradebeispiel, wie jemand durch Erzählungen eines Kollegen und animiert tolle Bilder us dem Internet in einen Laden marschiert sich das erstbeste Teleskop kauft um dann festzustellen, das es nicht so ist, wie man dachte. Hätte ich vorher mal bei Taunus Astronomie oder den DS Brothers geschaut und auch mal mehr gelesen hätte ich ein wenig Geld gespart. Dennoch hält sich der Verlust in Grenzen und ein wenig sieht man ja auch mit dem AM, genug um mich anzufixen für mehr
So nun noch 2 Fragen:
- gibt es verschiedene Crayfords (Qualität) oder ist das ein Markenname ?
- macht es Sinn so einen Justagelaser zu kaufen? Gibt es da bessere und schlechtere?
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich keine was ist besser, was muss es kosten Diskussion lostreten will, ich will nur ein Gerät, mit dem ich anständig beobachten kann, und mit welchem ich später mal die Möglichkeit habe erste Schritte in Richtung Astrofoto zu gehen, falls ich den Wunsch verspüre. Deswegen ist mir die automatische Nachführung und eine für visuelles Beobachten garantiert ausreichende Vibrations"freiheit" wichtig.
Vielleicht bin ich ja auch am Thema vorbei, freue mich auf Meinungen und Anregungen...
Gruß, Jens