Fragen zu Bau Sternwarte/Rolldachhütte/Beobachtungsmöglichkeit

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hubivo

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Hallo Kollegen,

ich stehe vor folgender Herausforderung bzw. Überlegung:

Ich möchte mir eigentlich eine Rolldachhütte im Grundstück bauen, um endlich von dem ständigen auf- u. abgebaue des Equipments wegzukommen. Ich habe jedoch keinen geeigneten Standort bzw. auch nicht ausreichend Platz dafür, da der theoretisch bebaubare Platz des Grundstücks relativ eng um mein Haus herum führt.

Nun habe ich aber ein recht grundflächengroßes einstöckiges Haus, resultierend daraus eine riesige Dachfläche (400 m²), welche auch nur eine relativ geringe Neigung aufweist. Hier könnte ich theoretisch ein Art Rolldachhütte in das bestehende Dach "einbauen", oder eine ähnliche Konstruktion. Die Montierung könnte ich getrennt vom Dachaufbau auf einen vorhandenen stillgelegten alten Schornstein stellen (Schornstein = Säule).
Allerdings habe ich große Bedenken, was zum Bsp. das Seeing auf dem Dach betrifft. Die Dacheindeckung besteht aus Bitumenbahnen, welche gerade abends eine Menge Wärme abstrahlt, da ist das Wabern ja vorprogrammiert. Oder auch die Abgase meiner Schornsteine im Winter wirken sich nicht positiv auf Beobachtungen aus.
Die Vorteile wären natürlich fantastisch: Rundumblick durch nichts gestört. Beobachtungsstandort "im Haus"... Netzwerk, Strom leicht verlegbar usw..

Aber das große Manko wäre m.E. eben das beeinträchtigte Seeing durch die Wärmeabstrahlung. Seht ihr das ebenso, oder male ich hier schwarz?

Danke für eure Gedanken dazu schonmal.
 
Hallo Ivo,
wenn es Wärmeabstrahlung vom Dach gibt, ist das "tödlich". Aber das hängt vom Dachaufbau ab. Ich habe meine Sternwarte auch über einem großen Pappdach, allerdings ist da drunter eine Holzverschalung. Die Wärmekapazität ist nicht groß und es ist ausgekühlt, bevor es richtig dunkel ist. Wenn unter der Pappe allerdings eine Betonplatte ruht, dann heizt das die halbe Nacht. Ein Wohnhaus sollte ja eigentlich ein isoliertes Dach haben. Wenn als letzte Schicht vor der Bitumenbahn die Isolierung liegt, sollte das auch unproblematisch sein.
Viele Grüße Jens
 
Hi, ist es Dir möglich im Winter einmal Testbeobachtungen auf dem Dach durchzuführen?

Gruß, Gerd
 
...Aber das hängt vom Dachaufbau ab. Ich habe meine Sternwarte auch über einem großen Pappdach, allerdings ist da drunter eine Holzverschalung. Die Wärmekapazität ist nicht groß und es ist ausgekühlt, bevor es richtig dunkel ist. ...

Hallo Jens,

an solche Spezifika hab ich noch garnicht gedacht, gibt mir aber Aufwind bei meiner Entscheidungsfindung für den Bau. Mein Dach besteht aus auf den Außenwänden im Abstand von jeweils ca. 65cm aufgestellten Brettbindern, auf denen tatsächlich nur Holzschalung und darauf 2 Lagen Bitumenbahn liegen. Darunter befindet sich keine Dämmung an der Schalung, diese liegt nur unten auf dem Dachboden, ist also als Kaltdach ausgeprägt. Ich müsste nur, um mir Raum zu verschaffen, einige dieser Brettbinder nach unten auf vorhandene Innenmauern/-wände abfangen und so aussteifen, dass ich diese dann unter der Firstlinie ausschneiden kann. Ich habe gerade schon ganz viele Bilder dazu im Kopf, herrlich!

Danke Jens!
 
Hallo Ivo,
ich habe auch mein Scheunendach aufgeschnitten, allerdings nicht nach unten abgefangen, sondern mit Wechseln. Das hängt natürlich von der Dachkonstruktion ab.
Ich habe unter dem Dach genug Höhe, dass ich das ähnlich einer Rolldachhütte mit Schiebedach ausführen konnte (s. meine Website). Und Probleme mit der Temperatur gibt es, wie oben schon geschrieben, nicht.
Viele Grüße ins Vogtland
Jens
 
Hallo Jens,

wie bzw. wo hast Du die Säule aufgesetzt? Kann mir gerade nicht vorstellen, wie man das unter einem Scheunendach lösen kann, wo ja theoretisch "nur Luft" bzw. Holzkonstruktion vorhanden ist.
 
Hallo Ivo,
ein Teil der Scheune hat eine Zwischendecke aus Beton, auf der steht meine gegossene Säule. Der Fußboden der Sternwarte liegt entkoppelt auf Balken, die in den Außenwänden aufliegen (36 cm Klinker). Es darf natürlich nicht gleichzeitig jemand auf dem Betonfussboden hüpfen... ;)
Viele Grüße Jens
 
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