Fragen zu GT2 Riemen und Aufrauhen einer Welle

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Rainmaker

Aktives Mitglied
Hallo,

ich werde demnächst mal wieder etwas basteln und daher brauche ich die Hilfe des allwissende Forums.

Zunächst einmal möchte ich wissen wie die Länge von GT2 Riemen üblicherweise gemessen wird. Misst man die abgerollte Länge oder die Länge des zusammengedrückten Riemens?

Und da dann wäre da noch das Problem mit der Kraftübertragung von einer 8mm Welle auf eine Fläche, wahrscheinlich Alu. Im Moment ist die Welle noch poliert die Kraftübertragung dürfte daher gegen null gehen. Wie raue ich die Welle an effektivsten auf? Schmirgeln, Sandstrahlen, Feilen oder Rändelung einpressen?



Dank und Gruß

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,
bei Zahnriemen wird immer üblicherweise die Gesamtlänge (also "abgerollt") angegeben.
Die Kraftübertragung mit einer polierten Stahlwelle ist nicht so gering, wie du denkst. Jeder Crayford-Auszug wird ja so angetrieben. Aber ich habe die Welle bei mir auch aufgerauht, mit feinem Schmirgelpapier.
Viele Grüße Jens
 
Hallo Jens,

na dann werde ich mal beim Chinamann bestellen und hoffen, dass es passt.

Natürlich gibt es schon Reibung bei einer polierten Stahlwelle, aber nicht immer ist es so ein "einfach" wie beim Crayford-Auszug wo man zur Not noch etwas mehr Anpressdruck einstellen kann. Bei einer EQ-Plattform ändert sich ja auch noch die Last über die Zeit und es wäre schon ärgerlich, wenn da ständig was durchrutscht, wenn man einen leichten Reisedobs drauf hat.


MfG

Rainmaker
 
Hi,

warum benutzt du kein GT2 Ritzel?
So mache ich es.
Da gibt es keinen "Flutsch" mehr.
Gibt es in verschiedenen Grössen mit verschiedenen Wellendurchmesser.

Bei einer polierten Stahlwelle wirst du dich schwer tun, die "gescheit" aufzurauhen.
Aber man kann auch feines Sandpapier drauf kleben.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

Du meinst eine GT2-Riemenscheibe? Die werde ich schon benutzen, allein um noch eine 5:1 Untersetzung vor dem Motor zu bringen, aber am Ende wird halt die Kraft über eine Stahlwelle auf den Radius der EQ-Plattform übertragen und da kann es dann schon etwas Schlupf geben.


MfG

Rainmaker
 
... aber am Ende wird halt die Kraft über eine Stahlwelle auf den Radius der EQ-Plattform übertragen und da kann es dann schon etwas Schlupf geben.
dann würde ich sehr feines Sandpapier auf das Segment befestigen.
Das klappt, so machen es auch manche Hersteller.
Entweder an beiden Seiten vom Segment mit ganz kleinen Schrauben befestigen (so macht's AstroThingy) oder gleich einfach kleben.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

Schleifpapier nutzt sich leider ab und am Ende steht man im Feld mit einer Antriebsachse rum, die sich auf der Stelle dreht. Deshalb hätte ich gern etwas was sich nicht gar so sehr zur Abnutzung neigt wie Schleifpapier. Als "letzte" Lösung hebe ich mir die Idee aber mal auf.


MfG

Rainmaker
 
Hi,

muss gestehen, ich brauche die Schleifpapier Lösung nicht.
Bei meinem 12 Zöller mit Alusegmenten ist die 16mm Stahlwelle schon aufgeraut (von Astro Optik Martini). Da gibt es genug Friktion.
Aber ich denke, dass sich das Schleifpapier nicht sehr abnutzt. Es sollte ja dann eben kein Rutschen mehr geben. Wodurch sollte es sich dann abnutzen?

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

Karbo ist zwar hart, aber auch spröde. Ein paar mal einen Feldweg rauf und runter fahren dürfte recht schnell dazu führen, dass sich die Körner zerlegen.

Ich werde mal versuchen hier jemanden zu finden der sich um eine Rändelung kümmert, aber da ich hier irgendwo in der handwerkerlosen Leere sitze und schon die Reparatur eines WCs vier Monate dauern soll, natürlich nur falls es Material gibt, ist meine Hoffung arg begrenzt. Irgendwie fühlt es sich hier im Moment an wie eine Simulation der DDR. Halt nur ohne VoPos und Trabbis.


MfG

Rainmaker
 
wie wär's wenn du auf die Wellen einfach passende Zahnriemenscheiben für den Zahnriemen montierst
:unsure:

Gruß
RoRo
 
Hallo RoRo,

auf die Wellen kommen schon die passenden Zahnriemenscheiben, aber die Welle treibt einen großen Radius an da braucht es halt etwas mehr Reibung.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,
daher brauche ich die Hilfe des allwissende Forums
Hier in diesem Forum wird einem in allen Lebenslagen geholfen. Anlagebratung, Grundkurs in Volks- und Betriebswirtschaftslehre, E-Bikes, Mitgliedschaft in Golf-Clubs, Urlaubsdomizile, Kreissägeblätter, Strick- & Handarbeitsanleitungen, Rechtsberatung (v.a. Urheberrechte an Bildmaterial...) .. u.v.m. Eigentlich braucht man ausser A.de gar keine andere Website mehr, um durch die Wirren des tägliche Alltags zu kommen. Und, man hat als Bonus sogar noch Astro-Info dazu! :LOL:
D.h., eins fehlt noch hier: Kochrezepte !

Aber nun noch was IT (In-Topic): bei einer Rändelung könnte es u.U. vielleicht Probleme mit der dadurch erzeugten 'Schrittweite' geben, bz.w irgendwelche periodische Nachführfehler. D.h. veilleicht ist Aufrauhen, also eine Microstruktur ohne erkennbare Periodizität besser. Naja, nur so ein Schuss aus der Hüfte..
-cb
 
Hallo Cap.,

nachdem ich mich ein klein wenig über das Rändeln schlau gemacht habe bin ich auch schon auf den Trichter gekommen, dass Rändeln vielleicht nicht das non plus ultra ist. Weniger wegen der Mikrostruktur, obwohl das auch ein Punkt sein könnte, sondern wegen der Kraft die da auf die doch recht dünne Welle einwirkt. Im miesesten Fall biegt man sich damit den dünnen Stengel krum. Ein weitere Problem ist die Verfügbarkeit von Betrieben die da machen könnten ...

Für die Sache mit dem Kreissägeblatt habe ich eine Entschuldigung, schließlich benutze ich die Säge um Astromaterial zu bauen. ;)


MfG

Rainmaker
 
Hallo,
wie wär's mit einem Stück Schrumpfschlauch auf der Welle? Kostet nix, einigermaßen gleichmäßig dick und haftet sicherlich besser.
Viele Grüße, Christoph
 
Hallo Rainmaker,
bei einigen älteren Montierungen sind die Wellen für die Zahnräder an einer Stelle abgeflacht. An der flachen Stelle setzt die Schraube des Zahnrades an. Vielleicht ist das eine Möglichkeit ein Durchrutschen zu verhindern. Die Madenschraube am besten mit Loctite sichern...

Grüße Rainer
 
Hi,

mM sollte die Welle, die das Segment antreibt, schon einen grösseren Durchmesser (ab ca. 10mm) haben, sonst kann das erst recht durchrutschen.
Wenn das vom Motor und der Übersetzung dann nicht mehr passt, muss man halt einen anderen Motor mit Getriebe nehmen. Sollte mM kein Problem sein, wird genug entsprechendes angeboten. Den Motor sollte man dann mit einer PWM-Motorsteuerung regeln oder noch besser gleich einen Schrittmotor mit Getriebe und Steuerung (Arduino) nehmen.

Zweitens, was ich jetzt nicht verstehe, wenn man ein Segment einer EQ-Plattform antreibt, dann nützt ein Zahnriemen nichts, da sich ja das Segment vertikal auf der Welle bewegt. Wenn man aber einen gerades Kreissegment oder Rad, ohne vertikale Bewegung antreibt, dann kann man darauf einfach einen Zahnriemen kleben/befestigen und es mit einem Zahnriemen-Ritzel antreiben. Das wäre sicher die beste Lösung.

Gruß
Peter
 
".......Wellen für die Zahnräder an einer Stelle abgeflacht......."

jo, so wird das meist gemacht, welchen Durchmesser hat denn die Welle?
ggf. wird die Welle auch angebohrt (nur die Bohrerspitze) und dann eine Madenschraube mit Spitze verwendet.

Aufpassen muss du wenn du eine Madenschraube mit Schneidkopf verwendest und die Welle nicht anschleifst oder anbohrst. Das staucht die Welle meist auf und man bekommt die Zahnriemenscheibe nicht mehr einfach von der Welle.

Rändeln oder Schleifpapier ist da schlecht, sowas wird in der Industrie nicht gemacht.

Viel Spass
RoRo
 
Hallo,

@ Christoph,
Schrumpfschlauch rutscht leider durch und verformt sich,

@ Rainer,
bei einem Friktionstrieb ist das leider keine Lösung.

@ Peter,
ja, größer wäre besser, aber einmal gibt das noch größere Probleme mit der Übersetzung und außerdem wird der ganze Aufbau dadurch noch höher, was wieder eine Menge Änderungen nach sich zieht.
Mit 8mm funktioniert es bei einigen Leuten recht gut, daher habe ich mich zunächst mal für die Lösung entschieden. Einen anderen Motor hätte ich natürlich nehmen können, aber woher nehmen und nicht stehlen. Der Chinamann liefert auch nicht alles und ein Schrittmotor wäre wieder noch mehr Aufwand gewesen und das wollte ich mir für einen ersten versuch nicht gönnen.
Verbinde einfach die beiden Lager des Nordlagers mit Riemenscheiben und Riemen und Du hast eine Verbindung in welche die Riemenscheibe des Motors leicht eingreifen kann.


MfG

Rainmaker
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben