Fragen zum Einstieg in EAA

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
So, zurück zum Einstieg in visual EAA.

Eine praktikable Lösung zum gleichzeitigen visuellen Beobachten ist also ein Klappspiegel.

Es gibt mehrere von den üblichen Anbieter
Omegon 159€
Baader 190€
TS-Optics 179€
Vixen 96€
Skywatcher 84€

Welche sind denn empfehlenswert?
Was sind wichtige Kriterien?

Ich würde eigentlich gerne meine 2" Okulare benutzen, aber die okularseitigen Anschlüsse sind 1 1/4".
Gibt es auch welche mit 2"?

Danke und Gruß
Peter
 
Hallo Maximilian,

Von Gleichsetzen soll ja auch gar nicht die Rede sein. Aber warum soll nicht jemand live digital bearbeitete Bilder anschauen und sich die besten davon abspeichern, um sie später noch ein bisschen aufzuhübschen? Ich sehe nicht, warum man das eine vom anderen künstlich trennen müsste.

Gleichsetzen würde man aber wenn man hier nicht differenziert und alles in einen Topf wirft.
Und ich wiederhole mich noch mal, selbstverständlich kann Jeder seine mit EAA gewonnenen Daten abspeichern und später bearbeiten.
Die Ergebnisse die er nachträglich mit Bildbearbeitung im Kämmerlein erreicht sind aber nicht Live und damit kein EAA.

Wie ich oben schon schrieb: DIe Besucher unserer Sternwarte sehen im 5m Refraktor den Jupiter meistens als wabernden Fettfleck. Und auch immer nur einer auf einmal für ein paar Sekunden, die anderen 20 stehen rum und frieren. Da wäre ein kleiner Monitor, auf dem im Sekundentakt ein live gestackter Jupiter für alle zu bewundern ist, ein wahrer Segen. Der muss nicht perfekt bearbeitet sein denn selbst eine Primitivbearbeitung sieht noch besser aus als das, was man im Okular zu sehen bekommt.

Man wird mit derart kurzen Sequenzen längst nicht die gewohnt guten Ergebnisse erreichen.
Es sind dann ja nur wenige Frames die in einer Sekunde zusammenkommen. Und wenn davon auch noch viele unbrauchbar sind bleiben noch viel weniger zum stacken.
Das wird reichen um das Rauschen etwas rauszumitteln aber Wunder wird man da keine sehen.

Im Übrigen kann der geübte Beobachter im Okular in guten Momenten auch fantastische und sehr detailreiche Anblicke erleben.
Wenn man da nur Matsch sieht gibt es 2 mögliche Gründe.
Grund1 der Beobachter ist sehr ungeübt und hat Tomaten auf den Augen.
Grund 2 das Seeing ist so schlecht das nichts vernünftiges möglich ist, das gilt dann aber auch für die Planetenfotografie.
Das man unter Bedingungen bei denen ein geübter Beobachter visuell nur matsch sieht mit Planetenfotografie dann aber gute Ergebnisse erreichen könnte halte ich für reines Wunschdenken.

Und wenn man Mond und Planeten einer größeren Gruppe zeigen möchte.
Wie ich ja auch schon schrieb haben wir auf unserer Sternwarte schon seit 40 Jahren Videoastronomie zu diesem Zweck.
Dieser Segen ist also ein alter Hut und sehr einfach machbar.

Grüße Gerd
 
Hallo Peter,

Zuerst hatte ich gedacht, ja klar Planetenbilder sind ja was völlig anderes wie DSO Bilder.

das würde ich auch weiterhin so sehen.
Es gibt da grundsätzliche Unterschiede in der Aufgabenstellung.
Bei DS Bildern geht es primär darum Licht über die Zeit zu sammeln und so die Lichtsammelleistung gegenüber der visuellen Beobachtung signifikant zu erhöhen.
Die Grenzgröße lässt sich so um mehrere Klassen nach oben schrauben.

Mond und Planeten sind hell genug, hier hat man daher eine prinzipiell ganz andere Zielsetzung. Hier geht es unter anderem darum mit möglichst kurzen Belichtungen das Seeing zu einem gewissen Grad „einzufrieren“. Etwas dass bei den langen Belichtungen bei DSOs unmöglich ist.
Aber kann eigentlich nicht sein. Das "Seeing" Problem müsste bei DSOs auch auftreten nur ist es da wohl nicht auffällig durch die Lichtschwachheit und weil die DSOs die beobachtet werden grösser sind. Es hat doch eigentlich nur etwas mit der grossen Vergrösserung und nicht mit dem beobachteten Objekt zu tun.

Das Seeing Problem wird bei DS Fotografie aber nicht gemindert sondern ganz im Gegenteil es wird hier verstärkt. Das ist der Preis den man für das Lichtsammeln über die Zeit zahlen muss.
Das Beugungsscheibchen wird dadurch auf die Größe des Seeing Scheibchens verschmiert.
Sterne werden dadurch deutlich fetter als visuell.
Das ist bei DS Fotografie aber ein Nachteil den man in Kauf nehmen kann wenn man den passenden Abbildungsmaßstab wählt.
Das Sampling wird dann auf das Seeing Scheibchens abgestimmt wenn dieses größer als das BS ist.

Generell ist der Abbildungsmaßstab/ Pixel und damit die Auflösung von Details bei DS Fotografie auch wesentlich kleiner.
Bei Abstimmung des Sampling auf das BS um Faktor 2,44 gegenüber der Planetenfotografie.
Das liegt daran weil das BS um Faktor 2,44 größer wie das Auflösungsvermögen des Teleskops ist (Grenzfrequenz nicht Rayleigh).
Und wenn das Seeing Scheibchen größer als das BS ist erhöht sich dieser Faktor sogar noch.
Bei DS will man aber möglichst viel Licht auf ein Pixel konzentrieren und nimmt hier daher das BS oder Seeing Scheibchen als Bezug für das Sampling.
Bei Planetenfotografie will man die maximale Auflösung und nimmt daher diese als Bezug für das Sampling.

Noch mal etwas Grundsätzliches. Ausgedehnte lichtschwache Strukturen von DS Objekten sind auf kurz belichteten Aufnahmen ja deshalb nicht sichtbar weil sie zu dunkel sind und nicht etwa weil die Auflösung zu gering wäre.
Man macht sie also auch nicht sichtbar wenn man die Auflösung erhöht sondern man macht sie sichtbar wenn man im Gegenteil das Licht auf weniger Pixel verteilt so das die Lichtintensität/ Pixel größer wird und die Auflösung geringer oder in dem man länger belichtet und damit mehr Licht über die Zeit sammelt oder am besten Beides zusammen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich zitiere mich mal selber: ;)
So, zurück zum Einstieg in visual EAA.

Eine praktikable Lösung zum gleichzeitigen visuellen Beobachten ist also ein Klappspiegel.

Es gibt mehrere von den üblichen Anbieter
Omegon 159€
Baader 190€
TS-Optics 179€
Vixen 96€
Skywatcher 84€

Welche sind denn empfehlenswert?
Was sind wichtige Kriterien?

Ich würde eigentlich gerne meine 2" Okulare benutzen, aber die okularseitigen Anschlüsse sind 1 1/4".
Gibt es auch welche mit 2"?

Danke und Gruß
Peter

Hat da jemand Hinweise für mich.
Welche Klappspiegel benutzt ihr? Welchen warum?

Ich tendiere ja zum Baader für 190€.
Aber sehr teuer, ist aber kompakt. Man benötigt auch noch entsprechende Adapter.

Danke und Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ich benutze den hier:

https://www.teleskop-express.de/sho...rror-for-precise-focusing---1-25--and-T2.html

Gruß,
Peter

IMG_20200724_140116.jpg
 
Hi,

danke.

Und wie ist deine Erfahrung damit?
Könnte etwas besser sein?

Der ist nicht so kompakt wie der Baader, oder?
Aber viel günstiger. ;)

Beim Baader könnte man wohl auch einen Anschluss für 2" Okulare benutzen.

Wie hast du eigentlich hinbekommen dass beides im Fokus ist?

Gruß

PS: Ach, hier der Baader:
 
Hallo Peter,

der Baader dürfte einen besseren Spiegel und mehr Möglichkeiten für Adaptionen haben. Dafür ist er teurer und die Adapter kosten ja auch noch was. Vielleicht gibts das Teil auch gebraucht? Das würde ich zuerst mal probieren.

Wichtig ist halt die Frage was Du Dir von der Geschichte versprichst: die Objekte selbst wirst Du in den wenigsten Fällen visuell zu sehen bekommen und um Sterne für die Ausrichtung des Teleskops zu finden, reicht unter Umständen auch ein günstiger Klappspiegel.

Ausserdem solltest Du vorher genau klären wie das mit Deinem Backfokus ist und wieviel Lichtweg der jeweilige Klappspiegel hat, sonst muss Du Dein ganzes Teleskop umbauen oder so...

CS.Oli
 
Hallo Peter,

der obere Okulareinschub ist als Helical Focusser ausgeführt. Zuerst Kamera im Capture Programm scharf einstellen, dann Spiegel runterklappen und Okular durch Verdrehen scharf stellen.

Geht alles bereits bei Tageslicht (Antennenkreuz, Kirchturmspitze etc.)

Falls der Glasweg (zuwenig In-Focus!) zu groß ist, umtauschen & weiter suchen.

Meine Erfahrungen sind bisher gut.

Wie hast du eigentlich hinbekommen dass beides im Fokus ist?

Gruß,
Peter
 
So Kamera SVBony SV305 ist da. Erste Versuche mit SharpCap am Tage klappen problemlos.

Aber das ständige Wechseln zwischen Okular und Kamera ist nichts:

Ich brauche einen Klappspiegel!

Aber der baut ja ganz schön auf.
Bei meinem Tischdobson wird das ohne Umbau glaube ich nichts.

Beim Gitterrohrdobson ist es eigentlich einfach. Ich muss einen 2. Set verkürzter Alustangen machen.

Mein jetziger Okularauszug ist ein ganz billiger. Vielleicht tausche ich den auch aus.
ZB mit einem OAZ der ganz niedrig aufbaut. Welche gibt es da?

Oder gibt es einen OAZ der gleich mit Klappspiegel ist? Das wäre die Lösung!

Danke und Gruß
 
Hallo Peter,

So Kamera SVBony SV305 ist da. Erste Versuche mit SharpCap am Tage klappen problemlos.

das hört sich schonmal gut an! Knackpunkt bei EAA ist allerdings das Live-Stacking und ob das klappt wirst Du erst nachts sehen.

Aber das ständige Wechseln zwischen Okular und Kamera ist nichts
Ist nachts auch nicht praktikabel, schon wegen der Fokussierung an schwachen Objekten. Und ohne sauberen Fokus klappt das Live-Stacking keinesfalls.

Oder gibt es einen OAZ der gleich mit Klappspiegel ist? Das wäre die Lösung!

Das wäre natürlich super. Beim OAZ ist es wichtig, das der den Fokus hält, sonst wird das nix. Das spricht gegen die Verwendung eines "ganz billigen". Ausserdem brauchst Du bei f/5 oder f/6 auch eine Untersetzung zum Fokussieren, mit der Kamera sowieso.

Ich bin ja Newtonlos und hab keine konkreten Produkte, die ich Dir empfehlen könnte.

CS.Oli
 
Hallo Peter,

EAA oder Fotografie wird beim Dobson (auch noch mit großer Öffnung) ohne Nachführung nichts. Das FOV der Kamera beträgt z.B. beim 16" nur 11'. Da macht M51 whooosh und ist weg ...

Gruß,
Peter

PS: Eine Bitte (nicht nur an Dich) - liste doch bitte Dein Equipment in Deiner Signatur

Screenshot from 2020-08-15 15-14-53.png
 
Hallo Peter,

EAA oder Fotografie wird beim Dobson (auch noch mit großer Öffnung) ohne Nachführung nichts. Das FOV der Kamera beträgt z.B. beim 16" nur 11'. Da macht M51 whooosh und ist weg ...

Gruß,
Peter

Den Anhang 151126 betrachten
whooosh ...., cool :)

Ja, das ist mir mit dem kleinen Chip der SV305 im Primärfokus auch schon klar geworden.

Deswegen will ich die Brennweite deutlich reduzieren und habe mir schon einen Reducer mitbestellt.
Beim kleinen Dobson mit 700mm müsste das dann doch praktikabel sein.
Bei den 1500mm wird's schon schwierig und beim ganz großen Dobson mit 2100mm geht es wohl so nicht.
Aber ich muss das auch erstmal live sehen.

Ich glaub' das nicht, dass sich die Erde dreht. ;)

Oder nächstes Projekt eine Equatorial-Plattform.
Oder/und einen viiiieeel größeren (und viel teureren) Chip. ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ich fürchte mit einem Dobson wird das einfach nichts, nicht ohne Nachführung.
Terrestrisch zählt nicht, da hat man ja nicht das Problem mit der Erdrotation.
Was du natürlich jederzeit auch ohne Nachführung machen kannst ist das Live Bild anzuschauen also ohne stacken.
Nur wird das kein Gewinn gegenüber der visuellen Beobachtung sein also bleibt es allenfalls eine nette Spielerei.
EAA ist ja kein Selbstzweck, es sollte schon einen signifikanten Gewinn gegenüber visuell geben sonst loht der Aufwand ja nicht.
Und da legt der 16 Zöller der ja visuell schon einiges leistet die Messlatte recht hoch.

Grüße Gerd
 
Was du natürlich jederzeit auch ohne Nachführung machen kannst ist das Live Bild anzuschauen also ohne stacken.
Nur wird das kein Gewinn gegenüber der visuellen Beobachtung sein also bleibt es allenfalls eine nette Spielerei.

Hallo Gerd,

so ganz richtig ist das nicht. Wenn man das Gain entsprechend hoch ansetzt, kann man zumindest Objekte sichtbar machen, die man visuell nicht erreichen kann. Das Bild ist dann unter Umständen nicht schön und nicht sehr detailreich aber durchaus ansehnlich.

Hier ein Beispiel wo das Stacken nicht möglich war, weil zu wenig Sterne:

NGC7662diffScopes.jpg


Das sind jeweils nur Snapshots ohne Stacking... und ich geh mal davon aus, dass Du den PN so klar und in Farbe visuell nicht zu sehen bekommst. Also schon ein Gewinn. Oder etwa nicht?

CS.Oli
 
Hi zusammen,

klar, alles verstanden.

Ich bin ja noch Laie beim visuellen EAA:
Man müsste doch auch nur eine oder nur ein paar Sekunden Stacken können.
Das ist ja dann praktisch wie visuell anschauen ohne Nachführung, aber es müstte dann trotzdem schon eine Verbesserung der Grenzgrösse bringen, oder?

Na ja, das ist genau das was ich jetzt selbst in der Praxis probieren will.

Danke und Gruß
 
Hallo Oli,

da hast du dir mit einem sehr kleinen planetarischen Nebel mit hoher Flächenhelligkeit ein Objekt rausgesucht wo ich live Bilder ohne Stacking noch am ehesten für sinnvoll halte.
Mach das mal zb. bei M33 oder gar mal beim Pferdekopfnebel
Das Ergebnis das zu zeigst hätte ich fürs Live Bild so aber auch nicht erwartet.
Bist du dir sicher das da kein Stacking stattgefunden hat?
Das verwundert mich doch etwas, vor allem weil kaum Raschen bei dir zu sehen ist.
Hier das Live Bild am C8 mit ASI 224 MC mit 30 fps

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

ich bin mir sicher, dass das kein gestacktes Bild ist und ich wollte auch nicht generalisieren. Natürlich gibt es mehr Objekte wo live-Stacking Sinn macht. Aber eben auch einige wo man durchaus so draufhalten kann und dann doch ein besseres Ergebnis bekommt als das was man visuell durchs Okular sieht. Nur darum ging es. Ist dann halt doch nicht nur Spielerei ;) sondern kann durchaus Sinn machen.

CS.Oli
 
Hallo EAA Fans und andere,

so, ich habe jetzt die erste Beobachtungssession mit der SV305 und dem Dobson 6"/700mm gehabt.

Mir war klar, dass ich erstmal einiges lernen muss. ;)

Benutzt habe ich SharpCap. Das hat sehr gut funktioniert.
Scharfstellung war/ist mM kein grosses Problem. Man brauch nicht unbedingt einen Klappspiegel, man muss halt den OAZ langsam durchfahren bis etwas auf dem Display auftaucht.

Keine Nachführung ist, wie von manchen erwartet, ein grosses Problem.
Die Sterne wandern aufgrund des kleinen Chips und damit (sehr) kleinen Beobachtungswinkel (sozusagen sehr hohe Vergrösserung) doch ziemlich schnell durch das Display. Was ich auch nicht beachtet hatte, ist, dass man dadurch die Belichtungszeit nicht sehr hoch stellen kann (<0,2s), da sonst Stern-Striche entstehen. Dadurch bleibt die Empfindlichkeit sehr klein.
Mit meinen grösseren Dobsons und der längeren Brennweiten wird das wahrscheinlich erst recht nichts. Aber vielleicht mal ausprobieren.

Fazit: Entweder deutlich grösseren Beobachtungswinkel erreichen (grösserer Chip, noch stärkerer Reducer) oder Nachführung per EQ-Plattform.

Ich denke der richtige Weg ist Nachführung und ich schaff' mir eine Equatorial Plattform an. Der grosse 20" verlangt wahrscheinlich aus Beobachtungssicht sowieso danach.

In SharpCap konnte ich übrigens kein Live-Stacking erreichen, da keine entsprechende Sterne detektiert werden konnten.
Ich muss da auch noch verstehen, wie man die ganzen vielen Parameter am besten einstellt.

Gruß
 
Danke für die Rückmeldung.

In SharpCap konnte ich übrigens kein Live-Stacking erreichen, da keine entsprechende Sterne detektiert werden konnten.
Ich muss da auch noch verstehen, wie man die ganzen vielen Parameter am besten einstellt.

Das ist leider der Knackpunkt bei der Geschichte... keine Sterne, unscharfe Sterne, zu wenig Sterne oder welche, die zu schnell durchs Bild huschen und das Software-Alignment macht Probleme, wenn Du dann noch mit kurzen Belichtungszeiten fahren musst, dann klappts noch weniger.

Bitte auch das Thema Darksframes gleich mit erledigen. Da hab ich mich lange gedrückt, was aber nicht nötig war, denn SharpCap macht das ja automatisch.

Für das Alignment gibts hier Tipps: Tips for live stacking with SharpCap - Electronically Assisted Astronomy (EAA) - Cloudy Nights

Leider ist der Quick-Guide nicht mehr online. Wenn Du mir eine PN schickst, dann such ich mal ob ich das PDF noch finde.

Für die Einstellungen des Alignments gibt es einen Reiter, da die Anzahl der Sterne grundsätzlich auf 10 setzen (Minimum) und die Mindestgröße der Sterne auf 2 oder 3.

sharpcap settings.jpg


Inzwischen setze ich Noise Reduction auch auf einen höheren Wert. Besonders wichtig ist das Digital Gain, das hier nur für das Alignment nochmal gesetzt werden kann. Hier ruhig mal spielen. Je nach Bedingungen geh ich da auch mal auf 8x.

Wenn das alles nicht klappt, liegts an einem der Faktoren von oben...

Viel Erfolg
CS.Oli
 
Danke für die Rückmeldung.



Das ist leider der Knackpunkt bei der Geschichte... keine Sterne, unscharfe Sterne, zu wenig Sterne oder welche, die zu schnell durchs Bild huschen und das Software-Alignment macht Probleme, wenn Du dann noch mit kurzen Belichtungszeiten fahren musst, dann klappts noch weniger.

Bitte auch das Thema Darksframes gleich mit erledigen. Da hab ich mich lange gedrückt, was aber nicht nötig war, denn SharpCap macht das ja automatisch.

Für das Alignment gibts hier Tipps: Tips for live stacking with SharpCap - Electronically Assisted Astronomy (EAA) - Cloudy Nights

Leider ist der Quick-Guide nicht mehr online. Wenn Du mir eine PN schickst, dann such ich mal ob ich das PDF noch finde.

Für die Einstellungen des Alignments gibt es einen Reiter, da die Anzahl der Sterne grundsätzlich auf 10 setzen (Minimum) und die Mindestgröße der Sterne auf 2 oder 3.

Den Anhang 151383 betrachten

Inzwischen setze ich Noise Reduction auch auf einen höheren Wert. Besonders wichtig ist das Digital Gain, das hier nur für das Alignment nochmal gesetzt werden kann. Hier ruhig mal spielen. Je nach Bedingungen geh ich da auch mal auf 8x.

Wenn das alles nicht klappt, liegts an einem der Faktoren von oben...

Viel Erfolg
CS.Oli
Hi,
danke, genau die Hinweise die ich brauche.

Gruß
Peter
 
Ich nutze sehr gerne die Atik Horizon Color für die EAA. Das ist eine richtige, gekühlte 16MP Astro Kamera mit einem recht großen Chip, damit hat man ein größeres Gesichtsfeld. Die Bildqualität ist hervorragend! Sie läuft mit der Atik Infinity Software, die sehr leicht zu bedienen ist. Zuerst verbinde ich die Kamera mit APT um über Plate Solving das Objekt anzufahren und zu zentrieren, dann verbinde ich sie mit der Infinity Software und lasse die Bilder addieren… Bei Nebeln sitzt noch ein Optolong L-eNhance Filter zwischen Kamera und Teleskop. Auch wenn ich Fotos mache, lasse ich den Deep Sky Stacker live mitlaufen... Immer wieder schön, ein Blick auf das entstehende Bild zu werfen! Deep sky Objekte schaue ich mir nicht mehr durchs Okular an… ;)
 
Ich nutze sehr gerne die Atik Horizon Color für die EAA. Das ist eine richtige, gekühlte 16MP Astro Kamera mit einem recht großen Chip, damit hat man ein größeres Gesichtsfeld. Die Bildqualität ist hervorragend! Sie läuft mit der Atik Infinity Software, die sehr leicht zu bedienen ist. Zuerst verbinde ich die Kamera mit APT um über Plate Solving das Objekt anzufahren und zu zentrieren, dann verbinde ich sie mit der Infinity Software und lasse die Bilder addieren… Bei Nebeln sitzt noch ein Optolong L-eNhance Filter zwischen Kamera und Teleskop. Auch wenn ich Fotos mache, lasse ich den Deep Sky Stacker live mitlaufen... Immer wieder schön, ein Blick auf das entstehende Bild zu werfen! Deep sky Objekte schaue ich mir nicht mehr durchs Okular an… ;)
Ja, der Chip ist groß.

Was hast du für ein Teleskop?

Die Optolong Filter habe ich jetzt erst entdeckt.
Ich habe die üblichen UHC, OIII von Astronomik und Lumicon. Wie sind denn die Optolong im Vergleich?

Danke und Gruß
 
Ich nutze ein TS Photoline 115/800 mit Reducer auf 600mm Brennweite.

Der Optolong lässt nur Licht im „nebelrelevanten“ H alpha, H beta und O III Band recht schmalbandig durch. So werden Fotos/EAA Beobachtungen auch bei lichtverschmutzten Himmel oder Mondlicht deutlich kontrastreicher. Man kann länger belichten ohne dass der Himmelshintergrund durchkommt…

Mit einer Farbkamera oder DSLR bekommt man ohne viel Nachbearbeitung schöne NebelBilder.

Die O III Frequenzen findet man dann im blauen und grünen Kanal, H Alpha im Rot Kanal!
 
Man muss sich halt überlegen, was man will: tatsächlich Astrofotografie oder EAA. Ich hab in den letzten Monaten auch immer wieder nach größeren Chips geschielt, für das C8 soll die ASI294 recht gut sein und ich dachte auch, dass mehr Auflösung ja auch nicht schlecht wäre...

Nur: für EAA braucht man die nicht! Bilder, die mehr als den Bildschirm füllen bringen eigentlich nicht viel ausser viel mehr Datenverkehr und Speicherplatzverbrauch!

Die andere Seite ist natürlich das FOV. Wenn es darum geht und die Pixelgröße einigermaßen zum Teleskop passt, kann ein größerer Chip die Lösung sein.

CS.Oli
 
Man muss sich halt überlegen, was man will: tatsächlich Astrofotografie oder EAA. Ich hab in den letzten Monaten auch immer wieder nach größeren Chips geschielt, für das C8 soll die ASI294 recht gut sein und ich dachte auch, dass mehr Auflösung ja auch nicht schlecht wäre...

Nur: für EAA braucht man die nicht! Bilder, die mehr als den Bildschirm füllen bringen eigentlich nicht viel ausser viel mehr Datenverkehr und Speicherplatzverbrauch!

Die andere Seite ist natürlich das FOV. Wenn es darum geht und die Pixelgröße einigermaßen zum Teleskop passt, kann ein größerer Chip die Lösung sein.

CS.Oli

Hi Oli,

ja, zu diesen Einsichten bin ich auch gekommen.
Astrophotographie will ich im Moment definitiv nicht machen. Es gibt schon so viele tolle Bilder.

Aber ich will weiterhin selber beobachten und das eben Ergänzen mit einer einfachen digitalen Unterstützung.
Ich hatte es ja schon gesagt. Ich fand' diese Restlichtverstärker-Sachen immer sehr gut, da es sehr nahe am virtuellen Beobachten ist. Aber diese Dinge sind sehr teuer und unhandlich.

So eine schicke kleine Astrocam mit ein bischen Software und Live-Stacking kann ja auch viel mehr und ist eigentlich sehr einfach zu bedienen.
Aber hohe Pixelanzahl braucht's nicht. Aber ein grösserer Chip wäre schon etwas. Ist aber gleich teuer.

Wahrscheinlich unterliege ich irgendwann dem Sensor-Größe Wahn. ;)

Gruss
 
Wahrscheinlich unterliege ich irgendwann dem Sensor-Größe Wahn. ;)

davor wollte ich Dich bewahren! :)

bei mir ist die Lage allerdings etwas anders, da ich ja den kleinen Apo mit 480 mm Brennweite und dadurch schon etwas mehr FOV habe, neben dem C8 mit 2000 mm und reduziert auf f/6.3 dann ca 1200 mm. Diese Kombi ist ziemlich ideal und deckt alles ab bis auf die ganz großflächigen Nebel.

CS.Oli
 
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