Fragen zum Einstieg und Teleskopwahl

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DenisUlmer

Aktives Mitglied
Wie in meinem ersten Thread etwas genauer beschrieben schlummert schon seit geraumer Zeit ein riesen großes Interesse an der Astronomie in mir. Die Planeten unseres SS, der Mond und der Weltraum dahinter fasziniert mich schon seit meiner Kindheit. Ich habe mich nun dazu entschlossen in diesem Gebiet aktiv zu werden.

Wie wahrscheinlich ein Großteil der Gemeinde hier habe ich das Ziel irgendwann (ich weiß das es viele viele Jahre dauern wird) schöne Fotos meiner Beobachtungen machen zu können. Daher habe ich mich in letzter Zeit auf die Suche gemacht und oft Newtonteleskope mit GoTo-Steuerung etc. im Blick gehabt, ABER:

Ich bin zu dem entschluss gekommen das ich vielleicht erst einmal klein anfangen (bzw. wieder einsteigen) sollte. Was haltet ihr von einem Refraktor und einer Drehbaren Himmelskarte ;] ? Schlieslich will ich nicht nur auf einen Knopf drücken sondern auch etwas Erfahrung sammeln, sonst werde ich ja nie bzw. nur langsam etwas lernen. Habe auserdem gelesen das ein Einsteiger-Refraktor auch später Wiederverwendung finden kann.

Nun meine Frage(n):
Auf welche Dinge sollte ich unbedingt achten bei meiner Auswahl des Teleskops? Ist es für einen Einsteiger wirklich Sinnvoll "auf die alte Art" zu lernen oder sind GoTo-Steuerungen doch empfehlenswert? Ist der Gedanke den ich hier habe mit späteres Wiederverwendung rausgeworfenes Geld und ich sollte gleich "etwas richtiges" kaufen?

Was vielleicht noch von Bedeutung ist, ich bin Brillenträger.

Hoffe ich konnte euch meine Situation etwas umschreiben und ihr seid nicht von einem zusätzlichen Einsteiger-Thema genervt!

Liebe Grüße, Denis.
 
Hi Denis,

Ich sehe gerade wann du dich registriert hast und deinen ersten Beitrag hier schreibst. Hast du schon mal die Suchfunktion benutzt? genau unter deinem Beitrag findest du die selben Antworten zu den meisten deiner Fragen;) Jetzt wo ich doch etwas länger hier im Forum bin und Anfangs vielmit Lesen verbracht habe, fällt mir das auch auf das immer die selben Fragen kommen und trotzdem gibt es sie noch, die wirklich geduldigen User.

Ich finde deine Idee Klassisch anzufangen nicht schlecht da man mit jeder Technischen Steigerung(z.B.Goto) auch merkt was man an diesen ganzen Grims Kram hat. Und man schnubert quasi mal hinein. Und der Refrakor ist nicht falsch, falls es wirklich mal auf Fotos hinaus läuft kann dieser bis zu einer gewissen BW irgendwann mal als Leitrohr dienen.

Zum Thema Brillenträger, Okulare, AP etc. und auch mehr, da sind andere User wie Sven gefragt der kennt sich wirklich aus.

Viele Grüße,

Christian.
 
Hallo, Denis!

Deine Grundeinstellung zum Einstieg finde ich prima, genau so lernt man nämlich am besten.

Ein Refraktor (z.B. 100/1000) ist ein schönes Gerät, daran wirst Du lange Freude haben und es auch nach Jahren noch nicht "ausgereizt" haben. Wichtig ist dabei eine ausreichend stabile Montierung und ein ordentlicher Sucher; bei den gängigen Komplettangeboten ist die Montierung meist unterdimensioniert und so ein 6x30-Sucher sollte m.E. gegen einen 8x50- oder einen Leuchtpunktsucher ausgetauscht werden.

Vorab noch zwei Fragen:

Wie wichtig ist Dir die Transportabilität (kannst Du z.B. vom Garten aus beobachten oder müßtest Du zwecks dunklem Himmel erst rausfahren)?
Und könntest Du Dich auch mit dem Dobson-Prinzip anfreunden, oder soll es ein parallaktisch montiertes Gerät sein?

Viele Grüße, Katrin
 
Hallo ihr 2,

danke erstmal für die Antworten! Tut mir leid wegen dem nicht Benutzen der Suchfunktion aber ich tue mir bei sowas immer etwas schwer und verlaufe mich in den vielen Links. Aber schön zu sehen das man trotzdem tolle Antworten bekommt! ;-)

Also zum Thema Mobilität, ich habe theoretisch die Möglichkeit im Garten zu schauen, jedoch glaube ich das es bei uns in der Gegend noch stellen mit sehr dunklem Himmel gibt (Felder auf der Schwäbische Alb, Breitenstein, etc.) und das würde ich gerne nutzen. Somit fällt der Dobson wohl (leider) weg. Leider da ich schon öfter gelesen habe das man damit das beste Preis- / Leistungsverhältnis hat, oder sehe ich da was falsch?

Wären Teleskope in der Richtung den was?

Skywatcher AC 120/1000 auf EQ-5
Änderung: Habe grade gelesen das dieses Teleskop wohl an einem ziemlich fiesen Farbfehler leidet, fällt somit wohl aus der Auswahl.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Denis,

die "alte Art", also mit Suchen und Finden, Sternkarten, Peiler, Sucher, Übersichtsokular, ist m.E. unter einigermaßen annehmbarem Himmel (also abseits der städtischen Lichtglocken) auf jeden Fall sehr sinnvoll, denn Du lernst den Himmel kennen und kannst Dich über kurz oder lang sehr gut orientieren. Das hilft sogar später, falls GoTo dann überhaupt noch kommt, bei der Beobachtungsplanung, weil man dann einen Plan für die Beobachtungen machen kann, der unnötig weite Positionierwege vermeidet.

Weiter würde ich beachten, das Einstiegsteleskop so zu wählen, dass man darauf aufbauend schon in Richtung des späteren Ziels ausgerüstet ist.
So sollte sich ein kleiner Refraktor eventuell schon als späteres Leitrohr oder für erste fotografische Versuche eignen und auch für 2" Zubehör ausgelegt sein (Übersichtsokulare/Filter), damit man solche Dinge nicht zuerst in 1 1/4" anschafft und später in 2" braucht.
Bei der Montierung kann man überlegen, sie schon gleich eine Nummer größer zu wählen, als visuell unbedingt erforderlich und auf Möglichkeiten zur Nachrüstung, z.B. von Motoren zu achten. Auch so kann man Doppelkäufe vermeiden und Geld sparen. Wenn sich die Fotoambitionen dann bestätigen und man richtig Ernst macht, kostet das noch Geld genug.

Eine andere Variante des guten, aber sparsamen Einstiegs wäre ein Newtonteleskop mit 6-8" Öffnung auf einer Dobson-Montierung, Prinzip Holzkiste mit zwei Drehachsen.
Eingeschränkt ist das auch mit einem Refraktor möglich, dann nutzt man die Holzkiste halt als Tischmontierung oder man montiert den Refraktor auf einer azimutalen Montierung mit Stativ.
In dem Fall spart man das Geld für eine teurere parallaktische Montierung, die für die späteren Fotoambitionen eventuell doch noch zu schwach oder ungenau ist und spart gleich auf die richtig gute Fotomontierung. Jedenfalls ist wieder ein für die Fotografie nützliches Teleskop schon vorhanden, entweder der Refraktor oder der Newton. Das angeschaffte Zubehör ist wieder weiterhin gut verwendbar und ausbaufähig.
Etwas nachteilig ist, dass man so den Umgang mit einer parallaktischen Montierung noch nicht lernt.
Vorteilhaft ist, dass man damit auch später eine sehr schnell beobachtungsfertige Kombi für den visuellen Einsatz hat, wenn man keine Fotos machen will oder der Aufwand dafür Mal vom Transportaufwand oder Zeitansatz her nicht lohnt.


Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther!

Dein Beitrag hat mich noch einmal etwas in's Schwanken gebracht. Ich versuche momentan abzuwegen ob ich wirklich so anfange wie beschrieben und dann austausche udn nachrüste. Klingt in deinen Worten sehr Kostenintensiv und wenn man Pech hat / nicht aufpasst sitzt mein auf Teilen die man nicht verwenden kann.

Hab mal etwas weiter gesucht und viele positive Meinungen hierdrüber gelesen.

Maede Newton 152/762-6 auf LXD75

Ist es vielleicht doch sinnvoller so einzusteigen? Damit könnte man wohl auch schon erste Fotografieerfahrung sammeln? Ich weiß grade nicht mehr in welche Richtung ich gehen soll. Entweder "altmodisch" einsteigen, viel Erfahrung sammeln und nachrüsten oder modern einsteigen und mehr learning-by-doing betreiben.
 
Hallo Denis,

ich wollte Dich nicht verunsichern und learning by doing fängt für mich, keineswegs altmodisch, in unserem schönen Hobby mit der Erkundung des Himmels an. lernen, sich zurechtzufinden, sich selbst zu führen, selbst das Objekt der Begierde zu finden, ein schwaches Objekt "jagen" das ist ein großer Teil der Freude am Hobby für mich.
Das ist meine(!) Sicht der Dinge, technikbegeiterte Menschen mögen das anders sehen.
GoTo ist übrigens keine Voraussetzung für Fotografie. Hier ist "nur" eine genaue Nachführung des eingestellten Objekts erforderlich.
Ob das nun vorgestellte Teleskop fotografischen Anforderungen an Optik, Mechanik, Stabilität, Nachführgenauigkeit voll genügt, weiß ich nicht. Ich bin kein Fotograf. Da müssen andere Berater ran, z.B. Leute die das Teil und auch andere Möglichkeiten kennen.
Ich weiß nur, dass man auch bei einem günstigen Einstieg ein wenig aufpassen und so verhindern kann, dass der größte Teil der Einsteigerausrüstung auf dem Müll landet oder mit Verlust verscherbelt werden muss.
Dabei ist es gleichgültig, ob Du klein einsteigst oder groß. Der Einstieg in die Fotografie fängt sinnvoll mit einer guten Montierung und Fotografie durch das Kameraobjektiv, also bei geringen Brennweiten an. Da gelingen Leuten die sich wirklich reinhängen schon geniale Großfeldaufnahmen. Dann wechselt man zu einem Fernrohr mit kleiner Brennweite, weil bei großen Brennweiten die Schwierigkeiten mit Nachführung und Belichtungszeiten extrem anwachsen. Das kann dann später, wenn man ein größeres Teleskop mit mehr Brennweite einsetzt, zum Leitrohr werden und bei Bedarf geht das auch umgekehrt.
Nun gut, im Detail kenne ich mich da wirklich nicht aus, aber ich habe schon einige sehr gute Astrofotografen auf Teleskoptreffen in Aktion gesehen.
Auffällig war immer, das die Montierung mit dem Stativ bei Weitem das "fetteste" Teil der sehr umfangreichen Ausrüstung ist.
Es kommt also darauf an, wie weit Du gehen willst und wie perfekt das sein soll. So teuer wird man jedenfalls nicht einsteigen, wenn man noch gar nicht weiß, wohin die Reise geht.

Vielfach wird geraten, gut visuell einzusteigen und sich später um die Fotografie Gedanken zu machen. Das spitzt sich dann auf die allgegenwärtige Dobson Empfehlung zu.
Ich wollte sagen, dass ein Dobson oder ein azimutal montiertes "Kleinteleskop" für den Anfang keine Einbahnstraße sein muss.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Dennis,

dein erster Einsatz, mit einem Gerät für visuelle Zwecke zu beginnen und daraus zu lernen ist sehr vielversprechend.
So lernst du auch, die Objekte zu finden, denn viel später, wenn du mal fotografieren möchtest, bleibt dir das auch nicht erspart.

Dennoch halte ich es für eher kostentreibend, wenn du jetzt zum Einstieg eine Ausrüstung haben möchtest, welche auch fotografisch nutzbar ist.

Ein 6" Newton auf einer parallaktischen LXD75-Montierung ist weniger transportabel oder wenigsten langwieriger im Auf- und Abbau, als ein 8" Dobson. Der Dob und die Rockerbox sind schnell verstaut und wieder aufgebaut. Daher sehe ich den Dob für fotografische Zwecke als komplettes Paket für nicht fototauglich, aber visuell sehr ausfüllend.

Mein Tip: Für die Fotografie wirst du deine visuell erworbenen Erfahrungen und die Kenntnisse aus dem Austausch mit Sternenfreundne verwenden. D.h. aktuell solltest du dich visuell platzieren und nach einiger Erfahrung deine fotografischen Ambitionen neu konditionieren. Dann passt das Equipment garantiert besser zu deinen Anforderungen.
Mit einem Dob versenkst du kein Geld, denn damit kannst du immer visuell beobachten. Das wirst du ja nicht aufgeben, nur weil du forografierst.

CS,
Stefan
 
Ich würde an Deiner Stelle zu dem GSO Dobson 200/1200 greifen. Viel Öffnung für wenig Geld.
MfG
Boby
 
Hallo Denis,

willkommen im Forum!
Viele deiner Fragen gehen ins grundsätzliche. Zunächst einmal: Du kannst dir für unter 20 Euro den beliebten Sternatlas von Erich Karkoschka kaufen, ohne dass du ein Instrument besitzt. Zusammen mit der von dir erwähnten drehbaren Sternkarte wirst du sehen, dass die Orientierung am Himmel keine Hexerei ist. Im Karkoschka gibt es gute Beschreibungen und Aufsuchkarten. Überzeuge dich selbst!

Ich halte mich jetzt an deine eigenen Stichworte.
** GoTo
GoTo kann in speziellen Gelegenheiten nützlich sein. Beispiele:
-- Man will in einer der seltenen ganz klaren Nächte eine Liste von fotografischen Objekten abarbeiten, alles muss schnell gehen. Das Leitrohr findet die Objekte nur schlecht. Dann ist GoTo gut.
-- Man hat ein Riesen-Scope mit kleinem Blickwinkel und will Galaxien (kleine schwache Lichtfetzen) im Virgo-Haufen abgrasen. Dann ist GoTo gut.
Bitte erspare mir weitere Beispiele. Mehr als 95% der Leute brauchen kein GoTo. Zum Auffinden gibt es weitere Hilfsmittel: Leuchtpunktsucher, Projezierte Kreise am Himmel mit dazu passenden Atlanten, geeignete Übersichtsokulare. Ein ander mal mehr darüber.

** learning by doing
Das geht so: man suchte die Objekte, wie angedeutet. Dann beobachtet man sie im Übersichtsokular (mindestens 1.8 Grad Blickwinkel am Himmel!). Dann beobachtet man mit geeigneter Vergrösserung, vielleicht sogar mit Filtern. Dazu gehört eine Okularpalette. Bei Einsteiger-Paketen hat die einen Material-Wert vom einfachen bis zum zweifachen der Hauptoptik.
Neu ist gegenüber den alten Kaufhausoptiken: Die Serienproduktion in Fernost läuft. 6" und 8" sind jetzt für Einsteiger bezahlbar in solider Qualität.

** Fotos
Du sagst:
>> ... schöne Fotos meiner Beobachtungen ..
Du sprichst laut aus, was andere Einsteiger nur leise denken.
Bedenke: Man beoachtet visuell mit Dunkeladaption der Augen (dauert ca. 20 Minuten), mit möglichst hohem Kontrast, mit Okularen, die den Himmel möglichst pechschwarz zeigen. Diese Beobachtungen und Erlebnisse bekommt man nicht 1:1 auf Fotos. Umgekehrt zeigen die Fotos Farben, die man visuell nicht sieht.
Jetzt bitte ich deinerseits um Geduld. Obwohl es jede Woche viermal besprochen wird. Bevor man Fotoausrüstunben kauft, braucht man Basis-Infos. Man bekommt sie z.B. hier:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
oder hier (elementar):
http://www.astroplatz.de/einsteigerteleskop.htm#foto
Workshop, viele Praxis-Tips:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html
Man kann also sehr wohl mit bescheidenen Mitteln etwas erreichen. Ein Newton 150/750 ist aber bereits eine Fotomaschine. Ob der von dir erwähnte mit seinem Zahnstangen-Okularauszug fototauglich ist, möchte ich eher bezweifeln.
Anfänger-Ausrüstungen, die einerseits 800 Euro kosten dürfen, die aber doch ständig Geld sparen sollen und visuell tauglich sein sollen, sind eine entsetzliche Nervensäge. Am besten, man trennt das Visuelle von Fotos.

** Dobson fällt auf der schwäbischen Alb leider weg?
Warum das denn? Günther hat die 6" und 8" Kandidaten bereits angesprochen. Der 6" ist spürbar leichter zu transportieren. Der 8" zeigt mehr. Dobson heisst: In zwei Minuten ist alles aufgebaut! Was richtig für dich ist, darüber muss man vielleicht ein paar Nächte schlafen.
Parallakatische Montis haben natürlich ihre Vorteile (z.B. bei intensiver Beobachtung mit hoher Vergrösserung). Aber auch überzeugte "Parallaktiker" überlegen sich manchmal: soll ich heute wirklich in 15 Minuten alles zusammenschrauben?
Der Dobsonaut lacht nur und schaut, wie gesagt, nach 2 Minuten vergnügt ins Weltall.

Das wärs für den Augenblick, mit Grüssen,
Joachim

 
Ich komme wohl langsam zur Vernunft. ;-)

Danke Joachim, dein Beitrag (wie auch alle anderen!) war sehr informativ! Kann es verstehen das Beiträge wie mein Frust auslösen können.

Zum Thema Dobson, da hatte ich wohl einen starken Denkfehler! Dachte das Dobson ist schwer zu transportieren aber da lag ich wohl falsch. Dann kommt es sehr wohl in Frage.

Werde meine ursprüngliche Idee mit klassischen Anfang verfolgen und das Dobson ist mir doch sehr sympathisch geworden da es wohl sehr viel Leistung (visuell) für wenig Geld gibt. Sollte ich dann wirklich fotografieren wollen kann ich immernoch in diese richtung erweitern.

Boby, dürfte ich dich fragen warum du gerade das GSO empfiehlst? Ist eine reine Verständnisfrage da ich wissen will auf was ich achten muss.

Den Atlas werde ich mir auch mal anschauen!

Habt ihr denn noch Tipps was Okulare angeht? Ist es als Brillenträger ratsam 2" Okulare zu verwenden oder gibt es da noch andere Sachen auf die ich achten muss?
 
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Hallo Denis,

Bevor Du Dich für ein Teleskop bzw. einen Teleskoptyp entscheidest, solltest Du vielleicht mal bei einem Astrohändler in vorbeischauen oder Kontakt zu einem Verein oder Astronomie-Kollegen in Deiner Nähe aufnehmen, um Dir in Ruhe verschiedene Geräte mal "live" anzuschauen und auszuprobieren. Es gibt ja wirklich viele verschiedene Teleskope mit jeweils völlig unterschiedlicher Haptik und Größe; so könntest Du feststellen, ob Dir Newton oder Refraktor, parallaktisch oder Dobson eher liegt.

Fürs erste sind aber Sternkarte, Karkoschka und ggf. ein Fernglas auf jeden Fall eine sinnvolle Anschaffung.

Zum Thema Okulare: Eine sinnvolle Okularpalette würde ich mir erst nach dem Teleskopkauf zusammenstellen, da diese ja einigermaßen auf das Gerät abgestimmt sein muß. Als Brillenträger wirds mit dem Einblick bei Okularen kleiner als 10mm Brennweite oft kritisch, da geringer Augenabstand. Da gibts aber Spezialisten hier im Forum (->Sven? :/), die Dir das Ganze genauer erkären bzw. Dich beraten können.
Die einschlägigen Homepages dazu wurden Dir ja schon genannt, dort gibts auch zum Thema Okulare reichlich Lesefutter.
Ein 2"-Okular lohnt auf jeden Fall bei niedriger Vergrößerung als Aufsuchokular (vorausgesetzt, Dein zukünftiges Teleskop hat einen 2"-OAZ).

Viele Grüße, Katrin
 
Alles klar! Da habe ich auf jeden Fall genug Lesestoff für die nächste Zeit, freue mich schon drauf!

Eine Frage brennt mir allerdings noch auf der Zunge. Wenn ich mich je für ein Dobson entscheiden sollte, könnte man damit und einer Webcam Fotos vom Mond (evtl. sogar Planeten) versuchen? Damit könnte ich vielleicht meine Fotoambitionen etwas ausleben. ;-) Habe gelesen das die Philips Astro Web Cam SPC 900NC nicht schlecht sein soll für sowas.
 
Hallo Denis,

Mond/Planeten mit WebCam geht ganz hervorragend mit einem Dobson.
Boby empfiehlt den GSO, weil er ihn hat. Skywatcher, Galaxy, Celestron, alles die gleiche Preis-/Leistungsklasse mit geringen Unterschieden ohne nennenswerte Auswirkungen.

Es wäre gar keine schlechte Idee, Du schaust Dir so etwas mal in Natura an. Dann sortiert sich das mit den Wünschen und Vorstellungen leichter.
Bei irgendeinem Händler oder noch besser bei aktiven Beobachtern.
Such hier mal
http://www.astronomie.de/gad/
oder frag einfach Mal im Treffpunkt Board ob jemand aus Deiner Nähe kommt.
Ich kenne eigentlich nur hilfsbereite Hobbyastronomen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Danke für die Aufklärung, Günther!

Werde denke ich in 2 Wochen mal den Astro-Stammtisch hier in der Gegend besuchen.

Zwei Fragen sind mir noch eingefallen. Ein Dobson ist doch ein Newton-Reflektor auf einer Rockerbox, oder? Könnte man dann, wenn sich das mit der Fotografie irgendwann mal wirklich aufdrängt, den Tubus vom Dobson auf eine andere Montierung schnallen? Oder ist das totaler Stuss? Und gehe ich recht in der Annahme das die Optik eines 8" Dobsons besser ist als die eines vergleichbaren 8" Newtons auf einer parallaktischen Montierung (da die Montierung ja schon einen großen Teil des Preises verschlingt)?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Denis,

also der Begriff DOBSON umschreibt nur die Montierungsart eines Newton-Teleskops, d.h. DOBSON = NEWTON auf Rockerbox o.ä.

Der Vorteil ist: Vom Dobson-Packetpreis verschlingt die Rockerbox vielleicht 25-max.50Euro. Den Rest investierst Du in die Optik und bekommst dafür einen entsprechend hohen Gegenwert.

Ich selbst besitze auch den besagten 8"f/6 GSO Dobson und versuche mich gerade in der Astrofotografie.
Falls Du über eine DSLR verfügst, kannst Du auch unabhängig vom Teleskop (nur Kamera und Stativ) sogar DeepSky-Aufnahmen versuchen. Schau mal hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/...996/Deep_Sky_Fotografie_ohne_Nachf#Post656996

Ich wette, da bleibt selbst einem "Volleinsteiger", der viel Geld in Montierung und Nachführung investiert hat (jedoch noch das fehlende KnowHow besitzt) die Spuke weg;-)

Ansonsten Webcam + Dob + Laptop/Software = Fotos von Planeten/Mond/(Doppel)sternen.

Wenn Du allerdings später mal den Newton auf eine Montierung setzen willst, wird das aufgrund des relativ schweren GSOs sowie des langen Hebels f/6 schon richtig teuer. Dann würde ich vielleicht von vornherein lieber gleich bescheidener mit 6" f/6 einsteigen. Wenn Du dann Blut geleckt hast, versenkst Du sowieso dein Gespartes in 12" auf ner Riesenmontierung;-)

Gruß
Stefan

Gruß
Stefan

 
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Nochmals hallo Denis,

vieles spricht, wie andere schon angedeutet haben bei dir für einen 6" Newton 150/900. Vielleicht geht das unter: den gibt es bei TeleskopService TS für ca. 250 Euro, sonst ist er kaum zu haben. Von dem kann man mit Fug und Recht behaupten: man kann ihn mit seinen Rohrschellen sowohl auf die Rockerbox Alpha (ca. 130 Euro) und auch parallaktisch montieren. Ein Bild:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...php/topics/680662/Rucksackteleskop#Post680662



Den Bezug auf einen 8" Newton 200/1000 halte ich für ein Herumgestochere im allgemeinen Nebel. Besonders wenn man glaubt, damit eines Tages fotografieren zu können. Auch wenn es mir manchmal vorgehalten wird: Fotos mit dem 8" sind eine Schnapsidee nach 5 Glas Glühwein, jedenfalls aus der Anfänger-Perspektive. Das gilt auch, wenn man die Optionen für die Zukunft betrachtet.

Das beste Gerät ist dann immer das, das man ständig und bequem benutzt. Wenn man schnell nur eimal den zunehmenden Mond beobachten will und heute abend nur 2km weit fahren will oder gar nur im Garten aufbauen will, dann ist der kleinere 6" gegenüber dem 8" im Vorteil. Es gilt halt einiges abzuwägen. Nichts hindet dich, in 5 Jahren einen grossen 12" anzuschaffen, dann hättest du immer noch ein Zweitgerät.

Zu den Fotos.
Ich verstehe den Wunsch, von Anfang an mit einfachen Mitteln Fotos zu machen.
Ich sage es mal subjektiv:
Ich finde es gerade für Anfänger interessant, sich (auch im Winter) zu jeder Zeit klar zu machen, wo die Milchstrasse verläuft. Dann kann man die interessanten Regionen mehrfach unter die Lupe nehmen, also visuell und mit Fotos. Ich habe eine russische Zenitkamera (bei i-bäh für 20 Euro). Mit den 200er Farb-Dia-Filmen vom Discounter entwickelt bekommen ich mit einem 50mm Objektiv hervorragende Übersichtsaufnahmen (5 Minuten Belichtung ohne Nachführungskontrolle)!. Die Dias kommen unter ein Aufsichts-Mikroskop (für 150 Euro bei i-bäh), ich beobachte im dunklen Zimmer mit Dunkeladaption der Augen. Ich pfeife also auf Digital-Technik, digital gehts aber auch.

Dias kann ich bequem drehen, es macht einen Unterschied, unter welchem Blickwinkel man eine Sternformation am Himmel sieht. Ich finde mich dann auch in Natura gut am Himmel zurecht. Und ich bin Herr meiner Sinne, das drehen am Computer-Bilschirm liegt mir nicht.

Für 50mm-Objektive sollte es aber eine solide Monti sein, da hast du recht, Denis. Lehrreich wäre es dann, es mit einem 135mm Objektiv oder gar 200mm zu versuchen. Dann kommt das "learning by doing" und man braucht eine Nachführung mit Kontrolle und Leitrohr. Dann gewöhnt man sich es ab, eben mal kurz mit 1000mm Brennweite fotografieren zu wollen.

Nach Okularen hattest du gefragt, für den 6" 150/900 und den 8" 200/1200 gibt es hier was:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html
Diese Okulare funktionieren aber nicht einfach automatisch für den kürzeren 6" 150/750! Der ist in dieser Hinsicht ein Sorgenkind.

Es gilt also ein Gesamt-Paket zusammenzustellen, automatisch wird dir von den Händlern wohl nichts angeboten.

Mit Gruss, Joachim
 
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Danke für die Antwort, Joachim!

Also ich würde euch gerne mal schildern was meine momentanen Überlegungen sind.

Dobson, hört sich eigentlich gut an! Viel öffnung und relativ gute Optik für wenig Geld. Visuelles Beobachten und evtl. Mond und Planetenfotos mit einer Webcam möglich. Kaum wiederverwendbar jedoch super Einstieg. Konkretes Beispiel: GSO 8" 200/1200

Refraktor, kleiner Anfang. Im Vergleich zum Dobson kleine Öffnung und geringere Vergrößerung. Denke mir die Handhabung ist etwas einfach wegen dem Zenithspiegel (Einblick von oben), da ich relativ groß bin (1,92m). Könnte evtl als Leitrohr wiederverwendet werden bietet jedoch lange nicht so viel wie das Dobson. Konkretes Beispiel: noch keins.

6" Newton mit Montierung, sehe ich zwischen den beiden oben genannten. Kleiner Öffnunf als das Dobson, jedoch mehr als der Refraktor. Wäre als allrounder ein bisschen von allem, jedoch nichts "ganzes".

Sehe ich soweit richtig? Sind alles nur meine Gedanken bitte korrigiert mich falls ich da irgendwo auf dem Holzweg bin! Die Entscheidung wird irgendwie schwerer als erwartet. ;-)
Auf der einene Seite will man einen schönen Einstieg haben (Dobson) aber auf der anderen Seite auch evtl. für die Zukunft planen. Tendiere aber mehr zu dem Dobson da es relativ günstig ist und ich mir damit vielleicht über meine Astronomie-Zukunft klar werden kann.

Werde wie gesagt möglichst zu dem Stammstisch gehen und vielleicht ergibt sich da ja eine Beobachtungsmöglichkeit um eine oder sogar mehrere Möglichkeiten zu testen.

 
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Hallo Denis, ich stehe im moment vor dem exakt selben Problem wie du, anfangs dachte ich mir auch, naja DS wird schon nicht so teuer, die leute im Forum werden mir schon ein für mich "zugeschnittenes" Teleskop zeigen, was ich dann mit Zubehör ausstatte und loslege. Ich hab dann gemerkt, nachdem ich mehrere Beiträge gelesen hatte, dass mir das Dobson am meisten zusagt. Da mir in deinem thread auf meine letzten Fragen "indirekt" ausreichend geantwortet wurde, z.b. das ich mit dem Dobson sogar Planeten fotografieren kann ) ist das Dobson absolut ideal für mich.
Ich fasse nochmal zusammmen warum ich mir das Dobson hole werde.

Vorteile:
- mit bestes Preis-Leistungsverhältnis für das Geld als Einsteiger
- sehr einfache Handhabung, da nur Tubus + Rockerbox
- vereinfachte Astrofotografie für die Regionen für die ich es anfangs wollte (Mond, Sonne NUR MIT FILTER!!!!, eventuell helle und größere DS objekte, aber ich glaub der letzte Teil fällt schon wieder fast aus)
- hohe Vergrößerung, da mich die "nähe" der Objeke fasziniert
- man kann sich einen sehr guten Überblick über lieblingsobjeke am Himmel verschaffen um sich später darauf zu spezialisieren da der DOB als Allrounder alles mit einschließt

Nahteile :
- groß ( kein Problem da Auto)
- schwer Nachrüstbar(bitte korrigieren wenn ich mich irre)
- minimale Astrofotografie

Im Endeffekt denk ich mir, dass man um erstmal in dieses Hobby reinzuschnuppern, dies der idealste weg sein könnte, aus diesem Grund werde ich mich auch für einen Dobson entscheiden.
Wie ich deinem letzten Beitrag entnehmen kann, zeifelst du auch nur noch an dem Argument des "Nachrüstens", sieh es mal so, du hast den DOB noch "ewig" bis dahin kannst du noch sparen, wirst hoffentlich schöne Abende haben und vorallem erstmal lernen mit den Sternen zu jonglieren.

die einzigen 3 Fragen die mich noch quälen sind :

1) ich hätte gern mal Mond und DS Fotos eines 8" bis 10" DOB gesehen
2) ich muss mich noch zwischen 8" und 10" entscheiden
3) kann ich damit auch Meteore am Himmel verfolgen ?

vielleicht quälen dich auch noch ähnliche Fragen, wenn du dich entschieden hast und möglicherweise kann sie mir/uns hier auch noch jemand beantworten

mfg Martin
 
Hallo Martin,
ist zwar Denis' Thread, aber mal eine kurze Antwort auf Deine 3 Fragen:

1) Google mal nach "mond 8" newton" mit der Bildersuche - mit 8" und WebCam geht richtig was. DS mit dem Dob klappt nicht, dazu muss der Tubus auf eine parallaktische Montierung.

2) Ins Auto passt beides, 10" f/5 braucht bessere Okulare zeigt aber auch mehr - letztendlich eine Geldfrage.

3) Halte ich für ausgeschlossen, die sind viel zu schnell. Auch eine motorisierte Montierung schafft das nicht zumal die Bahn ja nicht vorhersehbar ist. Da ist eher nacktes Auge oder maximal ein niedrig vergrößerndes Weitwinkel-Fernglas angesagt.
 
Hallo Martin,

sehr schön von jemandem zu hören dem es genau so geht! Ja ein 10" ist natürlich schon nochmal etwas größer. Ist halt die Frage ob es sich lohnt einen 10" zu kaufen, oder lieber einen 8" und dann für das restliche Geld ne Webcam und 1 extra Okular oder so! Die Lichtausbeute bei einem 10" ist wenn ich das richtig sehe aber doch um ca 40% höher.

Wäre super wenn wir etwas in Kontakt bleiben könnten, vielleicht dann auch mal Erfahrungen austauschen. Fände ich spitze!

Zitat von wurzelwaerk:
Hallo Martin,
ist zwar Denis' Thread, aber mal eine kurze Antwort auf Deine 3 Fragen:
Interessiert mich ja auch. :-)
 
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Hallo Denis und Martin,

diese Rockerbox Alpha ist auf meinem Mist gewachsen.
Damit wird so ein 6" F/6 Newton zunächst Mal günsitg und stabil montierbar, später kann man dann eine fotografisch/parrallaktische Montierung nachlegen, so wie das schon beschrieben wurde.
So weit, so gut.

Wenn man aber Fotografie und visuelle Beobachtung von Anfang an trennt und/oder Fotografie weiter in die Zukunft schiebt, zunächst Mal für möglichst wenig Geld möglichst viel sehen will, dann hat ein 8" F/6 Dobson seine Vorteile.
-Der Preis eines solchen Fernost Komplettdobsons ist günstiger, die RB funktioniert und man kann sie auch noch mit wenig Aufwand tunen. Meine RB ist zwar besser, aber ich könnte zu solchen Preisen niemals in Deutschland produzieren (lassen), auch nicht aus Spanplatten.
-Mehr Licht, mehr Auflösung, mehr Seherlebnis.

Schaut man in Richtung noch mehr Öffnung, so erscheint der Preisunterschied vom 8" F/6 auf den 10" F/5 recht gering, der Nutzen recht hoch (40% mehr Licht), das Mehrgewicht und die größeren Abmaße akzeptabel (Vorsicht das kann täuschen, man sollte immer seinen Transprotwillen prüfen).
Das relativiert sich jedoch sehr schnell. F/6 ist für alle Okulare aus dem günstigeren Preissegment, garade da wo es um geringe Vergrößerungen und große Felder (Aufsuche und Übersicht - sehr wichtig für Einsteiger ist Suchen und Finden) eine Grenze, wo sie schon Schwächen in der Abbildung zeigen (hauptsächlich, aber nicht nur Randschärfe).
An F/5 werden diese Schwächen wesentlich deutlicher sichtbar und das schränkt z.B. den für die Aufsuche nutzbaren Feldanteil sehr ein und/oder bringt auch Unschärfen auf der Achse. Es wird immer wieder gesagt, dass ein Einsteiger so etwas nicht bemerkt. Das kann sogar sein, aber auch nicht erkannte Fehler schränken den Beobachtungserfolg ein.
Um also die Mehrleistung eines 10" F/5 wirklich zu nutzen, muss man zu teureren Okularen greifen.
(Daher ist auch, trotz möglicher Fotoambitionen, z.B. die Empfehlung zum 6" F/6 anstelle eines 6" F/5 zunächst einmal nicht falsch).
Hinzu kommt noch, das man alle diese günstigen Newton/Dobsons tunen kann und muss, um ihnen das volle, vorhandene Leistungsvermögen auch zu entlocken. Ein gut getuneter 8" F/6 kann (je nach Objekt) mehr zeigen als ein 10" F/5 von der Stange mit gleicher Ausgangsqualität.
Nimmt man dann noch die günstiger (billiger) erreichbare Vollausstattung für F/6 lohnt sich das eigentlich nur noch, wenn man weiß, dass 10" Endstation sind und man das Teleskop relativ schnell gut ausstatten kann.

Weil das alles so ist, rate ich eigentlich immer dann, wenn der 8" F/6 zugunsten mehr Öffnung auf der Kippe steht:
Wenn schon F/5, dann gleich richtig und mindestens 12" F/5, mit allen Konsequenzen (Transport, Größe pp).
Diese Mehrleistung lohnt die Nachteile von F/5 gegenüber F/6.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Günther, wirklich ein super Beitrag von dir!

Also wenn ich mir das so durchlese steht mein Entschluss fest. Ein GSO Dobson 200/1200 8" F/6 und dann lieber noch etwas Zeit und Geld in das Zubehör / Tuning investieren als F/5 und kein (angemessenes) Zubehör zu haben.

Was genau kann man denn, also Laie, an solch einem Newton noch verbessern beziehungsweise feintunen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Denis,

mit lohnenswerten Tunigs kann man Bücher füllen.
Ganz leicht kann man eine Tau-/Streulichtkappe bauen und den Tubus innen mit Velours auskleiden.
Auch eine effektive, saugende Lüftung (die oft werksseitig angebauten Lüfter quirlen nutzlos und eher kontraproduktiv Luft von hinten gegen den Spiege) erfordert keinen Meisterbrief, auch die Rockerboxen kann man verbessern.
Eine gute Tubusisolierung hinzubekommen ist schon ein klein wenig anspruchsvoller und letztlich kann das Tuning bis zum Austausch des OAZ oder optischer Bauteile gehen.

Bedenke, dass diese Dobsons sehr günstig zu kaufen sind und daher gar nicht perfekt sein können.
Man kauft sch so ein Teil, beobachtet und testet erst Mal im Originalzustand (auch so zeigen sie schon sehr viel und doch verstecken sie vorhandenes Potenzial) und dann geht man das ganz langsam an.
Am Beispiel eines Skywatcher siehst Du das hier
http://www.deepsky-brothers.de/Skywatcher-Guenther.htm
(nicht das Lüfterchen im Tubusdeckel beachten)
und hier
http://www.deepsky-brothers.de/Dobtuning-total.htm
wobei das schon lange nicht mehr letzter Stand ist und es viele Details gibt, die man auch anders, besser, schöner lösen kann.
Nichts ist unmöglich, Dobson......! ;)

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Links sind sehr nützlich. Finde ich interessant das man an einem Teleskop selbst als Laie noch so viel verbessern kann. Werde ich auf jeden Fall machen wenn es dann mal so weit ist!

Um mal etwas konkreter zu werden habe ich 2 Angebote rausgesucht:
Einmal der GSO N 8" 200/1200 (link) und einmal der GSO 8" GS680 200/1200 (link)

Das zweite etwas teurere Angebot hat wohl einen besseren OAZ und ein 2. Okular im Lieferumfang im Vergleich zu dem ersten. Findet ihr das dieser Unterschied den Mehrpreis von 100,- rechtfertigt? Oder könnte man das Geld selbst besser investieren?
 
Moin Denis,

von mir lediglich ein Link und ein paar Anmerkungen, um mal zu zeigen wie relevant die derzeitig konforme Forenprosa in der Praxis letztendlich ist:

www.schoenball.de

-> schau Dir mal die Beobachtungen/Zeichnungen von Martin an

-> unter "Ausrüstung" den Dobson (10" mit bösem Öffnungsverhältnis) und die Okulare (teuer/high end ist für mich was anderes)

-> "Berichte" zeigt chronologisch den Zugewinn an Beobachtungserfahrung bei nahezu unverändertem Equipment. Der Typ scheint doch tatsächlich über längere Zeit Spaß mit (oder besser trotz?!?) seiner Ausrüstung zu haben.

Dass Martin seit einiger Zeit in der Interstellarum die Rubrik "Deep-Sky-Herausforderung" betreut sei nur am Rande erwähnt.

Dass er den Dobson nach fünf Jahren auf Gitterrohr umgebaut hat (-> "ATM") dürfte dann hier wiederum mit erhobenem Zeigefinger und Hinweis auf störendes Beobachter-Seeing o.ä. kommentiert werden - womit wir wieder beim Anfang angelangt wären.

Kommt das Prinzip "Keep it simple" nicht sogar aus der Informatik? Für unser Hobby heißt es landläufig:

- Öffnung lässt sich nur durch mehr Öffnung ersetzen.

- Dunkler, transparenter Himmel ist durch nichts anderes zu ersetzen.

Grüße

Gerrit


 
Hallo Gerrit,

lese ich deinen Beitrag richtig. Du meinst also das der 10" trotz f/5 auch mit billigen Okularen funktioniert? Ich habe mich nun aber wegen dem Budget denke ich auf den 8" geeignet damit ich evtl. noch in ein weiteres Okular, eine Barlow Linse oder Ähnliches investieren kann.

Ist nur die Frage ob es der GSO N wird oder der GSO 680. Einziger unterschied ist wohl der OAZ und die Friktionslagerung. Lohnt sich da der Aufpreis?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Denis,

die Feineinstellung am OAZ lohnt sich. Die Friktionslagerung kenne ich nicht, ich war mit der Zugfeder bisher recht zufrieden.

Zu f/5: klar funktioniert das auch mit preiswerten Okularen. Davon ist noch niemand blind geworden. :cool:
Ich habe zwar auch schon teuere Okulare für meinen f/5er in der Kiste, aber nicht weil es dringend notwendig gewesen wäre. Ich nutze seit Jahren ein 30er Erfle als Übersichtsokular und habe auch jahrelang ED-Okulare genutzt. Unschärfen am Gesichtsfeldrand sind an Sternen deutlich zu erkennen. Aber die sind nicht störend, fallen bei Nebeln kaum auf und sind bei der Objektsuche unrelevant.
Also nicht abschrecken lassen. Besser ein billiges Okular, als gar keins. Los wird man sie immer.

CS
Chris
 
Hallo Leute,

ich bin ja nun wirklich nicht die Spassbremse, die sagt, dass man nur mit 500 € Okularen gut schauen kann und es lieber gleich ganz lässt, wenn das nicht drin ist, im Gegenteil.
Wenn nun hier steht, dass Randunschärfen bei der Aufsuche und der Unterschied günstiger Okulare bei der Beobachtung mit F/6 oder F/5 irrelevant sind, dann möchte ich das aber doch gerne etwas entkräften.

Tatsächlich ist die zu F/5 hin zunehmende Randunschärfe bei der Aufsuche der Plejaden oder des Orionnebels relativ belanglos für die Aufsuche und wen eirige bis kometenartig verzogene Sterne am Rand nicht stören, den stören sie nicht.

Sucht man aber kleine PNs oder auch schwächere GX, Kugelsternhaufen die in der Übersichtsvergößerung nur winzige Nebelfleckchen sind (auch weit entfernte, kompakte offene Haufen köennen so aussehen), dann wird jedes unscharfe, aufgedunsene, verzogene Sternchen am Gesichtsfeldrand zum potenziellen Kandidaten, dem man automatisch seine Aufmerksam widmet. Gerade Einsteiger haben auch noch gar nicht die Möglichkeit, sich vorzustellen, wie manche Objekte aussehen könnten, ob sie mit der gegebenen Öffnung und unter den herrschenden Bedingungen, mit der Angelegten Vergrößerung, machbar sind, weil sie sich die entsprechende Erfahrung erst allmählich aneignen müssen. diese Erfahrung steigt mit jedem gefundenen und beobachteten Objekt und das macht Spass.
Erst wenn man den Kandidaten in den mittleren Bereich des Gesichtsfeldes holt, bekommt man Sicherheit. Bei diesen ständigen kleinen Schwenks ist die Orientierung und der Weg zum Objekt schnell verloren und damit oft auch der Spass vorbei, man muss neu ansetzen.
Je weniger ausgeprägt die Randunschärfe ist, um so besser, auch und gerade für einen Einsteiger, der noch sehr stark mit der Aufsuche beschäftigt ist und von entsprechenden Erfolgserlebnissen (auch an schwierigeren Objekten) zehrt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Chris,

Zitat von watkin:
Unschärfen am Gesichtsfeldrand [...] sind bei der Objektsuche unrelevant.

da gebe ich Dir vollkommen Recht. Wer eine andere Meinung vertritt nutzt vermutlich einen Telrad o.ä. zum groben Anpeilen des Objekts und "rührt" mit dem Übersichtsokular im OAZ solange in der Gegend rum, bis das Objekt ins Gesichtsfeld wandert.

Wesentlich zielführender ist die bekannte "Starhopping"-Methode: Man wählt einen hellen Stern in der Nähe des Objekts und positioniert ihn per Telrad oder Sucher mittig im Gesichtsfeld. Mit dem Sucherfernrohr oder auch gleich mit dem Hauptteleskop (-> Übersichtsvergrößerung) "hoppt" man anhand von Sternmustern (Ketten, Dreiecke, Trapeze, Pärchen...) zum Objekt. Eine gute Sternkarte ist dafür hilfreich.
Ohnehin sind kleine, lichtschwache Objekte meist nicht mehr per Übersichtsvergrößerung zu sehen, so dass man spätestens dann zum "Starhoppen" gezwungen wird.
Letztendlich sind diese Objekte natürlich auch mit größerer Öffnung einfacher zu finden. Es zählt die Öffnung und nicht das Öffnungsverhältnis.

Grüße

Gerrit

 
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