Fragen zum Teleskop und Standort

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halvora4

Aktives Mitglied
Hallo erst mal an alle,

ich hab mich schon eine ganze Zeit lang durch das Forum gelesen , bin aber eigentlich betreffs der Teleskopwahl genauso ratlos wie vorher.

Meine Vorraussetzungen / Wünsche

Ich wohne ca. 30 km von Berlin entfernt (wie stark stört hier noch das Licht der Stadt, macht es überhaupt Sinn)
Ich hab bis jetzt noch keine "Gleichgesinnten" gefunden bei denen ich durch das Okular linsen kann (bitte meldet euch)

Für mich als Einsteiger ist die Teleskopwahl enorm schwer.
Ich möchte Planeten beobachten (hat Vorrang) und wenn möglich auch ein wenig weiter hineinschauen (Deepsky).


Das Budget ist nicht sehr groß (300€). Wenn es mich doch nicht "ansteckt" möchte ich nicht zu viel Geld in den Sand setzen.

Ins Auge gefallen ist mir das hier SKYWATCHER 150/1200mm EQ-3-2

Ist das was oder habt ihr bessere Vorschläge? Bitte nicht so viel Insider Vokabeln, so bewandert bin ich noch nicht

Grüße an alle




 
Hallöle aus Stuttgart,
also wenn Du 300 Euro locker hast, kannst du dir gleich einen gebrauchten Dobson in 8 oder 10 Zoll kaufen und mit dem vor lauter Begeisterung eine Ehe auf Lebenszeit eingehen. Zwei schöne Okus ein 6er und ein 32 fürs Erste, das 6er für die Planeten und Sternhaufen, das 32 für weitwinklinge Übersichten würden auch noch als gebraucht ins Budget passen....ich glaube, ich täts nun so machen als wieder Neueinsteigerin....so ein Dobs in 8" liefert schon sehr viel mehr Licht und Vergrösserung als 150mm, wenngleich dieser Refraktor für einen Einsteiger sicherlich ein stolzes Gerät ist....Grüssle von Anette
 
Wenn du vor allem visuell unterwegs sein willst, also fotografieren nicht im Vordergrund steht, kann ich Anettes Meinung voll unterstützen. Ein 8 Zoll f/6 Dob bietet sehr viel Öffnung fürs Geld, ist langbrennweitig genug für Mond und Planeten. Du musst nur jemanden finden, der dir das Justieren erklärt, oder dich da selbst durchbeißen.

Wie gut dein Himmel für Deep Sky ist, das kannst du am besten durch die Sichtbarkeit der Milchsstraße einschätzen: Überhaupt zu sehen, auffällig oder gar gut strukturiert? Davon hängt ab, an welche Objekte du dich rantrauen kannst. Irgendetwas geht immer.
 
Ja, erst mal danke für die Infos. Mit der Sichtbarkeit der Milchstraße werde ich am Wochenende mal testen. Mir war schon fast klar das es auf ein Dobson hinausläuft.
Woauf muss ich denn beim Kauf achten? Geht so was hier?
http://cgi.ebay.de/8-Dobson-Telesko...ryZ32942QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Ach so, und Fotografie geht mit Dobson nicht oder nur beschränkt, oder?

Kennt jemand einen Händler in Berlin oder Umgebung?


Gruß an alle
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mein dringender Rat: Kauf beim Händler, nicht bei Ebay. Du bekommst eine Beratung, und ein wirklich wahrnehmbares Rückgaberecht. Ich habe mit Wolfi gute Erfahrungen, das ist aber Zufall. Andere Händler liefern auch ordentliche Geräte. Der Versand erfolgt in der regel schnell, zwei, drei Tage.

Hier ein Link:
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#TSD8e

Dieses Gerät ist auch f/6, während das E-Bay-Angebot (was nicht mal ein vernünftiges Bild enthält) nach den technischen Angaben f/5, also weniger universell ist.

Lass dich bezüglich des Zubehörs beraten,ich finde einen Peilsucher (z.B. Telrad) unverzichtbar.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Halvore (bitte nenne auch Deinen richtigen Namen, macht die Kommunikation leichter)!

Zu Deinen anderen Fragen:
30km vor Berlin, das ist bei dieser Großstadt mit ihren vielen Lichtern schon happig, sollte aber gehen. Ich wohne auf dem Land, 30 km vor Würzburg und das Licht dieser "Klein_Großstadt" nervt mich schon. -Aber wir sind hier ja verwöhnt. - Bis auch die ganz schwachen Objekte dürfte es aber schon gehen. Zudem gibt`s, speziell für Nebelobjekte, Filter (UHC, OIII u.a.)

Planeten beobachten:
..macht derzeit richtig Spaß. Aber das war`s dann auch für die kommenden 5-6 Jahre. Die großen wie Saturn und Jupiter verschwinden. Sie stehen ab kommendem Jahr sehr tief oder zu weit weg um interessant zu sein. Gerade Jupt krebst ja gerade noch am Horizont herum.

Man sollte sich also eher auf Deep Sky einrichten.
Und da halte ich einen Dobson, z.B. Galaxy D8-K-CR mit f6 und 8" für ein Allround-Gerät. Das werden die anderen hier meist auch empfehlen.

Gruß
Winfried
 
Hi,

zuerstmal mein Name ist Ingmar.

Die Geräte die ihr empfohlen habt liegen doch ein wenig über meinem Budget wenngleich sie mir natürlich zusagen würden. Naja dann also noch ein wenig sparen.

Was würdet ihr mir außer dem Dobson in der Preisklasse bis 300€ empfehlen?

Gruß Ingmar
 
Hallo Ingmar,

erst mal Willkommen im Forum.
Zur Frage:

Auch wenn ich mir`s Maul mal wieder verbrenne: Dobson, Dobson, Dobson. - Und genau in dieser Reihenfolge!
Es gibt eigentlich nichts, was für relativ wenig Geld so viel Beobachtungsspaß bringt.

Gruß
Winfried
 
Hi Ingmar,

Tipps gabs ja schon sehr gute, nochmal zum von dir vorgeschlagenen Teleskop 150/1200 auf EQ 3-2, ich selbst bertreibe auf dieser Monti einen 130/720 Newton und damit ist er schon nahe an der visuellen Belastbarkeit, kann mir nicht vorstellen dass das noch besonders wackelfrei sein wird, ich habe schon bei nicht-ausgefahrenem Stativ ~ 2 Sekunden Ausschwingzeit.

Viele Grüße Benny
 
Hallo,
ich arbeite mich weiter interessiert durch das Forum. Ich habe bis jetzt zum Dobson keine wirklich schlechten Kommentare gefunden (außer Fotountauglickeit). Wie sieht es denn als Anfänger mit dem Finden von Objekten der Begierde aus und wie gut oder schlecht ist es möglich die Erdrotation auszugleichen (Nachführung per Hand?), heißt das "Schubsen" in der Astrosprache?
Wenn ich denn einen Planeten gefunden habe, nicht das der gleich wieder weg ist??????

Gruß Ingmar
 
Hallo Ingmar,

mit einem Dobson gleichst Du die Erdrotation selbst aus indem Du das Rohr immer ein kleines Stückchen nachbewegst, das ist das Schubsen. Zwischendurch hast Du sozusagen Zeit zu beobachten. Wenn der Dobs halbwegs gut funktioniert (was man auch bei günstigeren Geräten durch einfache Nachbesserungen hinkriegt), dann ist das auch bei höheren Vergrößerungen mit etwas Übung gut machbar. Günstig sind dann weitwinkelokulare mit einem möglichst großen Gesichtsfeld. Dann hast Du zwischen den Schubsern sozusagen mehr Zeit.

Das Finden von Objekten ist bei nem Dobs sogar einfacher als bei einem parallaktisch montierten Rohr. Allerdings brauchst Du dazu einen Sternatlas einen guten Sucher und am Anfang Geduld.

CS

Klaus
 
Hallo Ingmar,
meinen 10 Zöller GSO Dob hab ich für 220 Euro gebraucht bekommen. Okus hatte ich ja noch von meinem Skywatcher 102/500 und dann hab ich nach und nach Weitwinkelokus angelegt.
Mein Dob war schon mit Veloursfolie ausgekleidet, damit das Bild konstrastreicher wird, sehr vorbildlich schön gemacht vom Vorbesitzer...dann hab ich den noch auf eine Ebony-Scheibe gebracht, nun dreht sich die Rockerbox ganz wunderbar...nix mehr mit Schubsen! Ich hatte schon den Lidl und einen Bresser 102/1000 als auch eben den obigen Skywatcher....und ich hab auf unserer Sternwarte die Erfahrung gemacht, dass ich auf meinen Dobs stolz sein kann...mit etwas Geduld kannst du sicherlich auch einen solchen abschiessen...ich sehe hier im Bieteforum immer wieder mal günstige Dob Angebote...für das Geld gibts nichts besseres meine ich...Grüssle von Anette
 
Hi Ingmar,

zu Deiner letzten Frage:
mit "normalen" Okularen ab 9mm abwärts und 50 Grad scheinbarem Gesichtsfeld verschwinden die Planeten recht schnell aus dem Gesichtsfeld. Gerade da ist es wichtig, daß der Dob gut läuft, d.h. E-bony Scheibe und dicke Teflon-Pads hat. Damit führst du wesentlich ruckfreier nach.
- Später entschließt man sich dann für kurzbrennweitige Okulare mit 82 Grad scheinbarem Gesichtsfeld. Du siehst darin das Objekt Deiner Begierde genauso groß, aber mit wesentlich mehr Umfeld. Das Objekt bleibt also länger im Okular und das Nachführen wird einfacher.
Dafür sind diese Okus aber schon teurer als die einfachen. Daher erst mal so beobachten und später kaufen (dann hat man das^Scubsen auch schon drin), oder gleich am Anfang z.B. ein ICS 32mm Widefield (65 Grad, 2" Anschluß) und ein, meinetwegen 13mm Hyperion.

Alles aber, wie gesagt Geschmacks- und Geldsache.
Entschuldigung, aber das mit den Okularen sind schon Fachbegriffe, ich hoffe, ich habe es einfach genug erklärt. Hyperion, das ist nur eine Marke, die derzeit anscheinend sehr beliebt ist. Über die Wahl der Erstausstattung müsste man sich, wenn es soweit ist, noch einmal unterhalten.

Gruß
Winfried
 
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