Fragen zur Losmandy G11, Fragen vor dem Kauf

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Johannes_Kuhe

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Hallo Kollegen,

ich möchte meine alte (schwarze) EQ6 durch eine neue Montierung ersetzen und benötige ein paar Tipps und Erfahrungen. Tragen muss die Montierung zur Zeit einen Esprit 100 oder einen 6" RC, dazu kommen eine Kamera, Filterrad, Leitrohr/OAG und Guiding-Kamera, sodass die Instrumentenlast momentan mind. 10-12kg beträgt. Die nachzuführenden Brennweiten würden also zwischen ca. 550mm und 1400mm.
Dazu habe ich die Losmandy G11 mit Gemini 2 ins Auge gefasst. Von der Tragfähigkeit würde es auch die GM811 tun, der Aufpreis zur G11 ist aus meiner Sicht aber verschmerzbar, außerdem könnte ich mir mittelfristig auch ein größeres Teleskop vorstellen. Wenn ich das Geld einmal in die Hand nehme, soll die Montierung auch zukunftsfähig sein. Mir ist klar, dass die Montierung

Die G11 stellt finanziell meine absolute Schmerzgrenze dar, ich möchte hier aber lieber einmal größere Schmerzen erleiden und dafür eine langfristige Lösung haben. Was mir bei der Losmandy gefällt, ist der Polblock im Vergleich zur EQ6 sowie die modulare Bauweise, bei der der Antrieb/Steuerung vergleichsweise einfach getauscht werden kann. Außerdem ist die G11 natürlich von der Verarbeitung eine andere Nummer, am Ende geht es aber um die Funktion. Weiterhin spricht aus meiner Sicht für die G11 eine offenbar langfristig bewährte Konstruktion.

Eine AZ-EQ6 habe ich erstmal hinten angestellt, weil aus meiner Sicht die Einstellung des Azimuts nicht verbessert wurde. Weiterhin würde diese für mich nur mit Berlebach-Stativ in Frage kommen, womit sich der Preisunterschied zur G11 verringert.

Nun verunsichern mich an der G11 mit Gemini 2 noch einige Dinge:
  • lohnt sich hinsichtlich der Nachführgenauigkeit der Aufpreis zur AZ-EQ6, die zwar einen größeren Fehler haben soll, der sich aber sehr gut korrigieren lassen soll?
  • aus meiner laienhaften Sicht ist die Antriebskonstruktion fragwürdig, da einerseits eine Getriebebox verbaut ist und für die "tucked motors" ein zusätzliches 1:1 Getriebe verbaut ist. Das ganze ließe sich mit einem Riemenantrieb sicherlich einfacher lösen. Ich habe hier bedenken, dass man sich Fehler aus dem Getriebe einhandelt, die vielleicht bei größeren Brennweiten zu Problemen führen. Aus den Informationen gerade in den englischsprachigen Foren lässt sich nur schwer eine fundierte Meinung bilden, da oft unklar ist, aus welchen Baujahren die Montierungen stammen und die Diskussionen doch sehr kontrovers sind.

Da ich für eine andere Montierung noch eine TeenAstro habe, bestünde natürlich die Möglichkeit, die G11 mit der einfachen 2-Achsen-Steuerung zu nehmen und einen entsprechenden Antrieb nachzurüsten.

Könntet ihr hierzu bitte eure Erfahrungen beisteuern?
Sind meine Bedenken gerechtfertigt?

Vielen Dank im voraus und Gruß,

Johannes
 
Ich habe eine C11 aus den '90igern in meiner Werkstatt gehabt. Losmandy ist Mechaniker, kein Konstrukteur.
Die C11, die ich in meiner Werkstatt zur Reparatur hatte, war noch eine, bevor Losmandy einen Konstruktions-Crashkurs gemacht hatte.
Jede Verbesserung an der Montierung hätte für mich eine Neukonstruktion bedeutet.
Ich habe die Montierung entsorgt und das Stativ behalten (das ist wirklich gut). Auf das Stativ habe ich eine AstroPhysics gebaut.
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CS *entfernt*
 
Hallo,

ich hab tatsächlich beide Montierungen. Die G11 ist wesentlich besser verarbeitet und stabiler als die AZEQ6.
Der Preisunterschied der beiden in ähnlicher Ausstattung ist sicher beträchtlich, allerdings gibt es die G11 ja immer wieder gut gebraucht. Den wesentlichen Vorteil der G11 sehe ich in der höheren Tragfähigkeit den der AZEQ6 in der Möglichkeit des azimuthalen Betriebs.
Neben dem Preis und dem Qualitätsanspruch ist also die Frage welche Optik montiert werden soll. Für die AZEQ6 würde ich einen 8 Zoll Newton, ggf. einen leichten und kurzen 10 Zoll oder einen 5 Zoll APO als vernünftige fotografische Belastung ansetzen. Für die G11 ist jeweils eine Größe darüber möglich.
Um ein Bino zu montieren oder für die parallele Montage von zwei Optiken eignet sich die AZEQ6 sehr gut.
Die Frage ist also wie immer der gewünschte Anwendungsbereich.
Die genannten Optiken tragen beiden Montierungen fotografisch ausreichend gut.


cs Alex
 

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Hallo Johannes,

also ich weiß leider ned, ob Du die neue Monti mobil oder stationär betreiben möchtest.
Wie sieht es mit Deinen handwerklichen Fähigkeiten und Möglichkeiten aus?

Frage deshalb, denn evtl. würde sich dann eine gebrauchte G11 anbietten, die man dann
auf seine Gegebenheiten anpasst.

Ich hatte mir damals eine CG11 gekauft, die wohl so um 1995/96 hergestellt wurde und bis
zum Kauf durch mich seine Dineste in einer priv. Sternwarte verrichtete.

Selbst bin ich mobil unterwegs, habe insofern das C11 nur einmal visuell am Berg getestet
und dann verkauft. Damit habe ich dann den Umbau zum Teil finanziert.

Die Gemini (1) Steuerung habe ich auch verkauft und anfangs eine LFEP und danach dann eine
FS2 zum Einsatz gebracht. Als Motoren hatte ich die Escap vom M. Koch benutzt.

Habe an der G11 alle Lager und Schrauben ausgetauscht, auch habe ich die neueren Polbacken
in USA bestellt, wie auch die Präzisionsschnekchen aus Messing / Bronze, danach entsprach sie
der damals aktuellen G11.

Das alte HD Stativ war leider nur zerlegbar, nicht wie heute klappbar, dieses habe ich dann gegen
ein Berlebach Planet ausgetauscht.

Damit hatte ich dann ein Setup, dass sehr solide und genau lief, ok, das Polieren der Schnecken
und Schneckenräder hat hierzu auch einiges beigetragen.

Maximal hatte ich da mal einen 10" RC mit rund 20kg drauf, aber ganz ehrlich, dass war nichts
mehr, dass man mobil machen sollte! War auch wirklich grenzwertig.

Habe mich, da ich ja auch ned jünger werde, dann erst von dem RC getrennt und dann auch
relativ zeitnah von der G11.

Aktuell nutze ich eine "gepimmpte" GPD2 auf einem Berlebach Uni 18 und nutze damit ein
115er APO und einen 150er Mak.

Was die Gemini 2 und die neuen Motoren betrifft, sowie auch die neue Art und Weise der
Montage, dazu kann ich leider nichts beitragen. Sorry!

Gruß und cs

Tom
 
Hallo,

erstmal vielen Dank für die umfangreichen Antworten.
Zum Einsatz: die Montierung soll mobil eingesetzt werden.
Ich habe eine C11 aus den '90igern in meiner Werkstatt gehabt. Losmandy ist Mechaniker, kein Konstrukteur.
Das deckt sich mit den Bemerkungen aus den übrigen Foren. Interessant wäre jedoch eine Erfahrung diesbezüglich von der aktuellen Konfiguration der Montierung. Was ich mir eben nicht vorstellen kann, ist dass sich die Montierung trotz schwächen verkauft.

@praktikant : mit welchen Geräten nutzt du die G11? Wenn du die G11 mit der Gemini 2 nutzt, würde mich auch noch interessieren, wie du mit der Steuerung zurecht kommst. Nutzt du beide Montierungen fotografisch?

@papastratos : meine handwerklichen Fähigkeiten was das feinmechanische angeht sind eher begrenzt, ebenso Maschinen und Werkzeug. Ich möchte auch eher eine Montierung kaufen, die ohne große Modifikationen läuft. Ebenso möchte ich einen Gebrauchtkauf vermeiden, aus meiner Sicht gerade bei solchen Geräten nicht immer von vornherein klar ist, ob der mechanische Zustand einwandfrei ist.

Viele Grüße und CS
Johannes
 
Hallo Kollegen,

ich möchte meine alte (schwarze) EQ6 durch eine neue Montierung ersetzen und benötige ein paar Tipps und Erfahrungen. Tragen muss die Montierung zur Zeit einen Esprit 100 oder einen 6" RC, dazu kommen eine Kamera, Filterrad, Leitrohr/OAG und Guiding-Kamera, sodass die Instrumentenlast momentan mind. 10-12kg beträgt. Die nachzuführenden Brennweiten würden also zwischen ca. 550mm und 1400mm.
Dazu habe ich die Losmandy G11 mit Gemini 2 ins Auge gefasst. Von der Tragfähigkeit würde es auch die GM811 tun, der Aufpreis zur G11 ist aus meiner Sicht aber verschmerzbar, außerdem könnte ich mir mittelfristig auch ein größeres Teleskop vorstellen. Wenn ich das Geld einmal in die Hand nehme, soll die Montierung auch zukunftsfähig sein. Mir ist klar, dass die Montierung

Die G11 stellt finanziell meine absolute Schmerzgrenze dar, ich möchte hier aber lieber einmal größere Schmerzen erleiden und dafür eine langfristige Lösung haben. Was mir bei der Losmandy gefällt, ist der Polblock im Vergleich zur EQ6 sowie die modulare Bauweise, bei der der Antrieb/Steuerung vergleichsweise einfach getauscht werden kann. Außerdem ist die G11 natürlich von der Verarbeitung eine andere Nummer, am Ende geht es aber um die Funktion. Weiterhin spricht aus meiner Sicht für die G11 eine offenbar langfristig bewährte Konstruktion.

Eine AZ-EQ6 habe ich erstmal hinten angestellt, weil aus meiner Sicht die Einstellung des Azimuts nicht verbessert wurde. Weiterhin würde diese für mich nur mit Berlebach-Stativ in Frage kommen, womit sich der Preisunterschied zur G11 verringert.

Nun verunsichern mich an der G11 mit Gemini 2 noch einige Dinge:
  • lohnt sich hinsichtlich der Nachführgenauigkeit der Aufpreis zur AZ-EQ6, die zwar einen größeren Fehler haben soll, der sich aber sehr gut korrigieren lassen soll?
  • aus meiner laienhaften Sicht ist die Antriebskonstruktion fragwürdig, da einerseits eine Getriebebox verbaut ist und für die "tucked motors" ein zusätzliches 1:1 Getriebe verbaut ist. Das ganze ließe sich mit einem Riemenantrieb sicherlich einfacher lösen. Ich habe hier bedenken, dass man sich Fehler aus dem Getriebe einhandelt, die vielleicht bei größeren Brennweiten zu Problemen führen. Aus den Informationen gerade in den englischsprachigen Foren lässt sich nur schwer eine fundierte Meinung bilden, da oft unklar ist, aus welchen Baujahren die Montierungen stammen und die Diskussionen doch sehr kontrovers sind.

Da ich für eine andere Montierung noch eine TeenAstro habe, bestünde natürlich die Möglichkeit, die G11 mit der einfachen 2-Achsen-Steuerung zu nehmen und einen entsprechenden Antrieb nachzurüsten.

Ich habe meine Losmandy G11 ist kuerzlich gebraucht gekauft und die war ein kompletter Sanierungsfall (fuer *huestel* 650Euro). Das Ding war das letzte Mal im Werk gefettet worden und zwar zu einer Zeit als Losmandy noch fuer Celestron gebaut hat und Frau Merkel noch lange nicht Bundeskanzlerin war....
Die Fettkruemel konnte man aus den Lagern klopfen.

Der grosse Vorteil der Losmandy war schnell klar: Alles Edelstahl, Aluminium und Messing, man bekommt fuer diese ueber 20-Jahre alte Montierungen alle Ersatzteile und (falls gewuenscht) Ausbaustufen. Die Montierung ist sehr leicht zu warten und klipp und klar und ohne Firlefanz gebaut, "ehrliche Technik" nannte man das mal. Einige berechtigte Kritik gab's seinerzeit wegen der Lagerung der Schnecken (welche sich deshalb schwer einstellen liessen), was aber seit einigen Jahren durch einen nachruestbaren Lagerbock weitgehend geloest ist.
Die Gemini Steuerung mit Servomotoren mag sehr schoen sein, dass war mir zum aufruesten aber unverhaeltnismaessig teuer und Ich stehe auch irgendwie nicht mehr so auf proprietaere Loesungen. Ich betreibe die G11 mit der Onstep Steuerung (also aehnlich der Teenastro) und den Escap 530 Motoren, die Ich mir von Herren Koch besorgt habe. Es liegen hier auch schon die Komponenten fuer eine 36V Onstep Version herum (muesste man mal zusammenbraten ...), dann geht das Goto auch noch mal etwas schneller, die Servos schlaegt man natuerlich trotzdem nicht, aber die ziehen auch einen anderen Strom.

Falls die Sache bei dir finanziell sowieso an der Schmerzgrenze liegt (weshalb mir nicht so klar ist, weshalb hier Astro Physics erwaehnt wird, dass ist preislich doch schon wieder ganz woanders?), in Deutschland kaum noch angeboten, aber man bekommt die G11 auch noch mit den alten Motoren und nur mit Nachfuehrung (also ohne Gemini), z.B. hier:


stell 'ne Berlebach drunter, rueste die Motoren um und haeng' deine Teenastro dran und Du bist fuer ~3kE sehr, sehr gut montiert.
Selbiges kannst Du auch mit der G8 machen, die wird seltsamerweise noch so in D angeboten:


und das gleiche Spiel laesst sich fuer ~2,2kE realisieren, natuerlich bei der reduzierten Nutzlast der G8.

Die neuen Motoren nuetzen dir z.Z. fuer so eine Umruestung nichts, denn das sind Servos und keine Stepper und die Onstep / Teenastro Steuerungen lesen z.Z. weder Encoder aus noch koennen die Servos direkt ansteuern. Wird eines Tages auch noch kommen, wer weiss (?). Die alten Motoren (Stepper) kannst Du zwar mit der Teenastro ansteuern, aber die haben nicht genug Drehmoment fuer schnelles GoTo.

Alternativ waere fuer deine Lastenklasse neben den ueblichen Verdaechtigen auch noch die iOptron GEM45 interessant, die gebraucht z.T. erstaunlich preiswert immer mal wieder auftaucht.
 
Bei mir trägt die G11 einen 6 Zoll LZOS für rein visuelle Beobachtung. Die Gemini habe ich mit meiner Titan genutzt und war sehr zufrieden, das GOTO ist sehr genau und die Steuerung nach etwas Übung einfach zu bedienen. Die Gemini ist ungefähr das Gegenteil des Vixen Starbook. Es wird mehr Wert auf Funktion an Stelle von Grafik gelegt. Fotografisch habe ich die G11 nicht genutzt, aber da gibt es ja sehr viele andere Erfahrungen.
Bei allen Losmandy Steuerungen ist gleich, dass für das Autoguiding beide Achsen nacheinander angesteuert werden müssen. Das ist kein Nachteil muss aber bei den Einstellungen berücksichtigt werden.

cs Alex
 
Hi Alex,

dass die Losmandy Steuerung die Befehle nur nacheinander annimmt
kenne ich nur für die 492, also dem Digital Drive System, aber nicht von
den Gemini Steuerungen.

Gruß und cs
Tom
 
Also bei der Gemini I ist das auch so, hab ich selbst beim MGEN ausprobiert und funktioniert dann gut.

cs Alex
 
Hallo Johannes,
ich bin vor ein paar Jahren auch von einer schwarzen EQ6 auf eine (gebrauchte) G11 umgestiegen. Die EQ6 hatte ich mit einem stabilen Polblock und Riemenantrieb umgebaut, sie lief (und läuft) damit ziemlich sauber. Aber die Tragfähigkeit der G11 ist doch um einiges höher. Und über die gute Verarbeitung wurde ja schon geschrieben.
Meine G11 hat ein Distanzstück für die Dec-Achse (unbedingt zu empfehlen, da das Teleskop nicht so schnell an der Säule anschlägt) und eine Präzisionsschnecke in Ra. Den Antrieb habe ich auf Schrittmotor mit 200 Schritten und Riementrieb umgebaut. Steuerung mit einem Eigenbau ähnlich der TeenAstro. Einfacher ist der direkte Antrieb mit einem Motor mit 400 Schritten (mit Halterung auf der TeenAstro-Seite beschrieben).
Ich bin sehr zufrieden damit. Allerdings würde ich die G11 im Unterschied zur EQ6 nicht mehr als uneingeschränkt transportabel bezeichnen, ich habe sie fest auf einer Säule stehen. 1-2 mal im Jahr kontrolliere ich die Polausrichtung, das ist alles sehr stabil.

Viele Grüße
Jens
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!
Nach dem, was ihr geschildert habt, haben sich für mich als Option die AZ-EQ6 oder die G11 in aktueller Ausstattung aber mit der TeenAstro als Steuerung herauskristallisiert. Am Ende würde ich es wahrscheinlich von der Tragfähigkeit abhängig machen.

@Jens_Lange : mich würde interessieren, warum die G11 aus deiner Sicht nur eingeschränkt transportabel ist. Vom Gewicht her sind die Achsenkreuze ähnlich.

Schönen Abend,

Johannes
 
@Jens_Lange : mich würde interessieren, warum die G11 aus deiner Sicht nur eingeschränkt transportabel ist. Vom Gewicht her sind die Achsenkreuze ähnlich.

Ohne fuer Jens sprechen zu wollen, aber die G11 ist schon ein schoener Brocken. Es gibt verschiedene Verlaengerungen fuer die Dec-Achse, die "cleverste" ist die, mit der sich die G11 teilen laesst. Die G811 ist eigentlich nichts anderes: Rec Achse G8, Dec-Achse G11 und mit genau dem Teil "Mix and Match" gekoppelt. Damit laesst sich der "Brocken" in zwei wesentlich komfortabler zu handhabende Teile zerlegen:

Accessories (nach RAEXK schauen)

Ist an jede G11 nachruestbar und zu empfehlen.
 
Hallo Johannes,

über die Transportierbarkeit hat Defunct ja schon geschrieben. Das Teilen an der Dec-Verlängerung ist natürlich eine gute Variante, aber auch zusätzlicher Aufwand. Ab einem bestimmten Alter will (und kann) man eben nicht mehr so schwer tragen ;).
Meine Motoradaption findest Du auf meiner Website. Die erwähnte direkte Adaption von TeenAstro findest Du auf: https://groups.io/g/TeenAstro/wiki/9237 . Diese Adapter habe ich mir schon ausgedruckt und will sie mit 400-Step-Motoren mal ausprobieren. Einige TeenAstro-Nutzer haben das anscheinend schon erfolgreich in Nutzung.

Viele Grüße Jens
 
Hallo,

ich nutze seit einigen Jahren eine Losmandy G-11, mittlerweile mit einer Gemini 2-Steuerung. Die Montierung habe ich 2014 gebraucht von einem österreichischen Sternfreund gekauft. Er hat die 2011er G-11-Variante entsprechend verbessert (neue Lager und Schnecken). Ich hab noch ein PemPro-Protokoll von 2014 im Kopf, da hat mein Verkäufer eine Nachführgenauigkeit von 3" erreicht. Vor dem stand natürlich gewisser Aufwand. Ich habe dann mal weiter gemacht und eine teilbaren Montierungskopf der gleichzeitig die Funktion eines Spacers hat, sowie ein Upgrade auf Gemini 2 realisiert. Sie ist nun seit über sechs Jahren mein "Arbeitspferd" hier in Deutschland, dass je nach Anwendungsfall einen 8" f/5 Newton oder einen 8" RC mit großem Sucher, Telrad bis hin zu Kameras trägt. Kennegelernt habe ich die G-11 im Jahr 2005 in Namibia auf der Astrofarm Tivoli, damals noch mit der Gemini-1-Steuerung. Seit dem wollte ich nichts anderes mehr. Zur Zeit steht sie auf dem zerlegbarem Stativ und das wirklich bombenfest. Da ich wieder eine feste Aufstellung realisieren kann, wird im Sommer das ganze Gerödel auf eine Säule kommen. Mal mein Fazit: Sicher gibt es bessere Montierungen für den Amateurbereich und sicher ist sie je nach Baujahr mehr oder weniger "liebebedürftig" gewesen. In der Preisklasse wirst Du meines Erachtens aber nichts besseres finden. Die Astrophysics-, Paramount- und die 10Micron sind eine neue Klasse, die preislich nochmal erheblich ins Buch schlagen. Die G-11 ist wirklich wertig, robust und trägt bis 8" fotografisch sehr gut. Die Gemini 2-Steuerung erfordert etwas Gewöhnung, vor allem, wenn man andere Konzepte kennt (FS-2, Astrophysics, ASA). Ich betreibe mein Teleskop (Monti, Stativ, Teleskop und Kameras) mit MaximDL. Alles funktioniert tadellos zusammen, via ASCOM. Auch im Remote-Betrieb. Transportierbar ist meine Ausstattung gerade noch so. Die G-11 ist trotz teilbarem Achskreuz schwer, mein Stativ nicht klappbar, also Einzelteile zusammenstecken und die Montierung mit drei Schrauben darauf befestigen. Aber dann steht das Vieh und das sehr sicher und schwingungsarm. Aber: auf dem Weg ins Feld packst Du Dein Auto voll. Dafür muss man sich auch erst mal motivieren. Deswegen führt das irgendwann zum Wunsch und dem Willen der festen Aufstellung.
Sicher geistert wegen meiner Erfahrungen mit einer ASA DDM 85 immer mal der ketzerische Gedanke, die G-11 gegen eine Montierung mit Direktantrieben und Absolutencodern zu tauschen. Klar, könnte man jetzt argumentieren: Spar weiter und hol Dir eine Amateur-Highend-Montierung. Damit hast Du mit Sicherheit lange Freude. Aber irgendwann will man ja mal anfangen. Natürlich gibt es im Bereich der asiatischen Montierungen erhebliche Fortschritte. Ich hab auch mal mit einer schwarzen EQ-6 angefangen. Das reichte mir dann aber auch. Seitdem argwöhne ich mit den "Asiaten". Vielleicht zu Unrecht werden viele sagen.

Viele Grüße und klaren Himmel
Guido
 
Hallo Freunde

Das Achskreuz der G-11 soll schwer sein? Mit 15 Kg ist es für die Traglast von 30 Kg noch leicht, sehr leicht! Meine alte CGE wiegt mit 20 Kg rund ein drittel mehr und damit die 30Kg mit Anstand tragen kann habe ich die umfassend mit dickeren Achsen einem neuen Polbock sowie einer Säule sehr aufwendig umbauen müssen. Auch das Stativ ist bei der G-11 nicht mehr ganz so sperrig wie früher. Siehe hier letztes Bild. Zum vergleich: Das alte CGE-Stativ suggerierte mit den massiven "Elefantenbeinen" Stabilität war aber so labil wie ein Pudding da der Stativkopf in den drei Schanieren keinen Halt findet. Daher mußte ich mir eine tragfähige Säule bauen die in wenigen Sekunden zusammen gebaut werden kann und ein kompakteres Transportmaß aufweist.

CGE-Nutzlast inklusive Zubehör hier real genutzt bis ca. 28-29Kg. bei einer Teleskopbaulänge ca. 2,15 Meter!
oberer Einblick(1280x852).jpg


Transportabmessung der Säule
Packmaß(1280x852) (2).jpg


Für eine Traglast von 30Kg wird man keine leichtere Montierung als die G-11 finden. Eine CGX-L oder gar eine EQ-8 ist da deutlich schwerer und massiger und eine EQ-6 ist bei etwas mehr Gewicht deutlich weniger tragfähig!

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

@Jens_Lange : danke, habe nicht gesehen, dass du eine Homepage hast. Die TeenAstro-Adaption habe ich schon gesehen.
Spar weiter und hol Dir eine Amateur-Highend-Montierung. Damit hast Du mit Sicherheit lange Freude. Aber irgendwann will man ja mal anfangen.
Da hast du natürlich recht, bloß ist der Preisunterschied zu diesen Montierungen dann nochmal größer (sicherlich nicht unberechtigt) und sind diese Montierungen auch wiederum schwerer.

Ich hab auch mal mit einer schwarzen EQ-6 angefangen. Das reichte mir dann aber auch. Seitdem argwöhne ich mit den "Asiaten". Vielleicht zu Unrecht werden viele sagen.
Auch da stimme ich dir zu, wenn man z.B: die Polhöheneinstellung der AZ-EQ6 nimmt. Bei der Azimuteinstellung scheint die Schraube jedoch immer noch im Alu-Guss zu drehen. Mich stört es bei meiner EQ6 unheimlich, dass man die Schraube an der Stativverbindung leicht lösen muss und nach der Azimuteinstellung wieder anziehen muss. Da verkippt die Montierung immer leicht im Stativ und die Poleinstellung ist dahin. Aber gut.

Das Achskreuz der G-11 soll schwer sein? Mit 15 Kg ist es für die Traglast von 30 Kg noch leicht, sehr leicht!
Wenn ich das Gewicht der G11 der Standard-EQ6 vergleiche, die etwa das gleiche Gewicht hat, halte ich die G11 für gut transportabel, gerade, wenn man den Kopf halbieren kann.

Nochmal vielen Dank für eure Erfahrungen und Meinungen. Ich werde es nochmal überschlafen, denke aber, dass es die G11 wird.

Grüße und CS
Johannes
 
Hallo,

Ich habe mir meine G11 im Jahr 2011 gebraucht gekauft. Diese Montierung ist seitdem mein "Arbeitspferd".

Ich betreibe die Montierung entweder mit einem 10"/f12 Cassegrain zusammen mit einem 80/400mm Refraktor als optischen Sucher:

G11 mit 254mm Cassegrain


Oder mit einem 12"/f4 Newton, ebenfalls mit einem 80/400mm Refraktor als optischen Sucher:

G11 mit 300mm Newton


Diese Montierung ist meiner Meinung nach sehr stabil und wertig gebaut. Die Montierung trägt meine Teleskope problemlos. Ich benutze das originale Losmandy Stativ.
Ich persönlich finde die Montierung nicht als schwer. Ich trage sie in einem Teil und setze die Montierung problemlos auf das voll ausgezogene Stativ.
Zur Nachführung nutze ich die Losmandy Zweiachsensteuerung, Modell 492.

Viele Grüße
Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Gerd,

mein Setup mit dem 10" RC sah ähnlich aus, wie Deines ... ;)

G11-komplett_012.JPG


Aber für mobil war mir das dann doch zu viel Aufwand und zu schwer ...

Gruß und cs

Tom
 
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