Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Ach liebes Sterndlvolk,
leicht vergissst man, dass klare Nächte im Herbst ja so ihre Tücken haben nach einem allzu trocken ausgefallenen Sommer.
Gestern, ein Tag vor Neumond zeigte sich der lichte Tag wolklenlos klar und hell, bei leichtem aber frischkühlem Nordwest. Freudigst und voller Erwartung baute ich gegen 18h den 6 Zollrefraktor auf, mit der Idee mich unter anderem auch mal wieder ganz faul mit der Goto führen zu lassen, wie ich das gern bei mondlosen Nächten noch zusätzlich geniesse, neben dem freien Navigieren mit Karten und Sucher.
Sternkarten wurden also auf dem Tischchen neben dem Teleskop ausgebreitet, die Liste für Karbonsterne und jene für Asterismen in höheren Gefilden als die der gewöhnlichen STernkarten, eine Rotlichtlampe an die Stirn geschnallt, noch ne Thermoskanne voll Tee gekocht, bis sich Vega und nach und nach langsam alle anderen Herrlichkeiten des offenen Himmels einstellten um ein 3faches Alignment durchzuführen, welches auch sofort schon beim erstenmal mit "succesful" abgeschlossen werden konnte.
Neugierig legte ich das 32mm Weitwinkel ein, gab das Kommando auf M13 und noch ganz unbedarft von dem Frust, der mich baldigst überfallen sollte, tuckerte ich mit dem Refraktor zielgenau auf das Objekt zu, um mit leichter Wehmut festzustellen, dass ich mich von M13 langsam verabschieden muss.
Er steigt schon tief hinein in den trüben Westhorizont und verliert seine Brillianz. Mit trüben Schein kündet er endgültig das Ende des Sommers an und langsam wurde mir wieder klar, dass kühle und kalte Nächte nicht immer optimale Durchsicht verheissen, denn rasch setzte sich überall der Tau ab, den ein Italientief als Wasserdeampf tagelang blockierend in der Atmospähre hielt.
Unglaublich! Als hätte dieses Tief das ganze Mittelmeer leergeschaufelt, triefte dieses Wasser von meinen Sternkarten und den Telradsucher musste ich mehrmals trockenreiben!
Die "guided tour" lief gar nicht. M11, M51 sandten schlappe Grüsse aus dem All, selbst M31 funkte keine freigewordenen siderischen Kräfte mehr herab. Alles trübte lummelig vor sich hin im Kampf mit schwerstem Dampf!
Ein kleiner Karbonstern in der Andromeda versetzte mir mit seinem lustigen Orange noch einen leisen Stich ins Herz und mit solch karger Kost muss ich mich nun wohl begnügen für die nächsten Tage und oh Trübsinn lass nach - nicht wohl auch noch Wochen?
Das Wetter ist grad so tod! Konturloser Hochnebel zeigt, was sich da gestern Nacht schon verdichten wollte, die Temperaturkurve zeichnet nur einen graden Strich ohne Schwankungen, kein Lüftchen weht, die Blätter trudeln sommermüde von den Bäumen .....da wart ich sehnsüchtig auf das festliche Feuerwerk von ha und chi im Perseus....eines Nachts wirds was werden und die Sprühfunken der Offenen Sternhaufen passen dann auch zu dem Hunger nach Sternenpower
Triefendtrübe Grüsse aus dem Wiener Becken von Anette
leicht vergissst man, dass klare Nächte im Herbst ja so ihre Tücken haben nach einem allzu trocken ausgefallenen Sommer.
Gestern, ein Tag vor Neumond zeigte sich der lichte Tag wolklenlos klar und hell, bei leichtem aber frischkühlem Nordwest. Freudigst und voller Erwartung baute ich gegen 18h den 6 Zollrefraktor auf, mit der Idee mich unter anderem auch mal wieder ganz faul mit der Goto führen zu lassen, wie ich das gern bei mondlosen Nächten noch zusätzlich geniesse, neben dem freien Navigieren mit Karten und Sucher.
Sternkarten wurden also auf dem Tischchen neben dem Teleskop ausgebreitet, die Liste für Karbonsterne und jene für Asterismen in höheren Gefilden als die der gewöhnlichen STernkarten, eine Rotlichtlampe an die Stirn geschnallt, noch ne Thermoskanne voll Tee gekocht, bis sich Vega und nach und nach langsam alle anderen Herrlichkeiten des offenen Himmels einstellten um ein 3faches Alignment durchzuführen, welches auch sofort schon beim erstenmal mit "succesful" abgeschlossen werden konnte.
Neugierig legte ich das 32mm Weitwinkel ein, gab das Kommando auf M13 und noch ganz unbedarft von dem Frust, der mich baldigst überfallen sollte, tuckerte ich mit dem Refraktor zielgenau auf das Objekt zu, um mit leichter Wehmut festzustellen, dass ich mich von M13 langsam verabschieden muss.
Er steigt schon tief hinein in den trüben Westhorizont und verliert seine Brillianz. Mit trüben Schein kündet er endgültig das Ende des Sommers an und langsam wurde mir wieder klar, dass kühle und kalte Nächte nicht immer optimale Durchsicht verheissen, denn rasch setzte sich überall der Tau ab, den ein Italientief als Wasserdeampf tagelang blockierend in der Atmospähre hielt.
Unglaublich! Als hätte dieses Tief das ganze Mittelmeer leergeschaufelt, triefte dieses Wasser von meinen Sternkarten und den Telradsucher musste ich mehrmals trockenreiben!
Die "guided tour" lief gar nicht. M11, M51 sandten schlappe Grüsse aus dem All, selbst M31 funkte keine freigewordenen siderischen Kräfte mehr herab. Alles trübte lummelig vor sich hin im Kampf mit schwerstem Dampf!
Ein kleiner Karbonstern in der Andromeda versetzte mir mit seinem lustigen Orange noch einen leisen Stich ins Herz und mit solch karger Kost muss ich mich nun wohl begnügen für die nächsten Tage und oh Trübsinn lass nach - nicht wohl auch noch Wochen?
Das Wetter ist grad so tod! Konturloser Hochnebel zeigt, was sich da gestern Nacht schon verdichten wollte, die Temperaturkurve zeichnet nur einen graden Strich ohne Schwankungen, kein Lüftchen weht, die Blätter trudeln sommermüde von den Bäumen .....da wart ich sehnsüchtig auf das festliche Feuerwerk von ha und chi im Perseus....eines Nachts wirds was werden und die Sprühfunken der Offenen Sternhaufen passen dann auch zu dem Hunger nach Sternenpower
Triefendtrübe Grüsse aus dem Wiener Becken von Anette
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