Raphael_Schwierz
Mitglied
Hallo,
ich möchte hier jetzt auch meine visuellen Beobachtungen niederschreiben, da ich gerne immer die Bereichte von anderen lese.
Ich habe mich am Freitag danke Wettervorhersage auf einen klaren Himmel gefreut. Abends bin ich raus, um zu schauen wie es aussieht. Da stand mitten am Himmel eine schöne Wolke, beleuchtet von der nächsten großen Stadt. Trotzdem wollte ich den Abend nutzen, aber habe dann nur meine Sachen ins Auto gepackt und bin aufs nahe Feld gefahren. Am Anfang war keine besonders gute Einordnung des Himmels möglich, da die Wolke ziemlich gestört hat. Also meinen 8" Dobson aufgebaut und mal die Okulare ausgepackt sowie meinen neuen Skyatlas 2000.0 (sehr günstig bekommen, da gut gebraucht, aber wenn stört ein Kaffefleck auf dem Papier im Dunkeln?). Noch während die Wokle sich langsam auflösste hab ich dann M51 probiert. Dank aufgeheltem Himmel und wohl nicht ganz abgeschlossener Dunkeladaption nur die beiden hellfen Zentren gesehen, bei indirektem Hinsehen ganz leicht einen Nebel um das eine Zentrum erkannt. Das ließ meinen Mut leider etwas sinken, da ich das schon besser gesehen habe. Danach habe ich beschlossen ersteinmal zu warten, bis der Himmel endlich die Wolke los geworden ist. Gesagt getan, habe ich mir den Ringnebel angesehen. Wirklich schön, Hier in Zenitnähe war der Himmel merklich dunkler. Sogar die Milchstraße hat sich mit der Zeit im Zenit immer besser gezeigt. Im 32 mm Okular war der Ringnebel noch ein nebliger Kreis, im 8 mm Okular dann wirklich schon als Ring mit aufgehelltem inneren zu sehen. Dabei war der Nebel nach Außen schärfer abgegrenzt wie nach Innen. Um meinen UHC Filter zu nutzen, habe ich ihn an das 8 mm Okular geschraubt und war etwas entäuscht. Mir hat der Anblick ohne Filter besser gefallen. Ich habe Probleme mit meinem Auge bekommen, das ich nicht mehr scharf sehen konnte. Konnte einen Stern nurnoch kurzeitig scharf sehen, obwohl der Fokus von OAZ so gut es ging drin war. Nach dem Ringnebel hab ich den Hantelneben ins Visier genommen. Auch hier im 32mm Okular nur ein kleiner Nebelfelck. Im 17 mm schon als länglicher Nebel deutlich zu sehen. Nur die Hanelform habe ich da noch nicht so gut gesehen. Eher wie ein zentraller dickerer Strich, der zu den beiden langen Rändern verläuft. Im 13,4 mm Okular war die Hantelform dann schon indirekt zu sehen. Auch hier den UHC Filter vorgeschraubt. Die Form war jetzt besser abgegrenzt zum Himmelshintergrund. Allerdings nicht so deutlich, wie man es als auf Fotos oder Zeichnungen sieht. Dennoch ein wirklich schönes Objekt, das mich etwas gefesselt hielt. Danach habe ich im Sternaltas M56 als Kugelsternhaufen gesehen und versucht (nach vergeblichem Suchen des offenen Sternhaufens NGC 6791). Wirlich nur ein schwaches Nebelchen. Im 13,4 mm Okular leicht granuliert am Rand. Kein wirklicher Unterschied bei direktem und indirektem Hinsehen. Hinterher habe ich im Karkoschka gelesen, dass es sich um einen sehr schwachen KS handelt, also kann ich mich wohl mit diesem Anblick zufrieden geben. Da der Schwan schön hoch im Zenit stand, habe ich den Cirrusnebel noch probiert. Ohne UHC war hier nicht wirklich was möglich. Aber mit UHC habe ich den linken und rechten Teil im 32 mm Okular schön sehen können. Da das meine erste Beobachtung dieses Nebels war, habe ich hier einige Zeit verweilt. Der rechte Teil war viel filigraner und dünner wie der linke. Dafür hatte er größere Ausdehnung. Der linke Teil war etwas kürzer, dafür kompakter und breiter. Mir haben die feine, leuchtenden Außenlinie wirklich gut gefallen. Im Inneren habe ich nur ganz leicht ein wenig Aufhellung in den beiden Komponenten gesehen, keine deutlichen Strukturen. Werde ich auf jeden Fall unter dunklerem Himmel wieder probieren. Am Ende noch M31 probiert. War leider nur das helle Zentralgebiet zu sehen mit einem nach außen verlaufenden Nebel. Trotzdem fasziniert mich der Anblick einer Galaxie immer wieder, wenn man sich vorstellt wie groß die Entfernung ist und wie viele Sterne es dort noch gibt. Einfach faszinierend! Danach habe ich abgebaut, da ich mir nie die ganze Nacht um die Ohren schlagen will. Aber hat wirklich Spaß gemacht, vor allem der Cirrusnebel! Hoffe die nächsten Wochen folgen noch klare Nächte.
Zum Schluss noch eine kurze Frage (falls die hier nicht passend ist, bitte Bescheid sagen!):
Ich habe das Gefühl, dass ich im 8mm Okular alles viel leutschwächer sehe als in meinem 13,4 mm Okular. Ich habe teilweise Probleme die Sterne mit meinen Augen auf lange Zeit zu fokusieren. Habt ihr eine Ahnung was das sein könnte? Im 13,4mm und darüber hab ich das Problem nicht.
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß am Beobachten,
Raphael
ich möchte hier jetzt auch meine visuellen Beobachtungen niederschreiben, da ich gerne immer die Bereichte von anderen lese.
Ich habe mich am Freitag danke Wettervorhersage auf einen klaren Himmel gefreut. Abends bin ich raus, um zu schauen wie es aussieht. Da stand mitten am Himmel eine schöne Wolke, beleuchtet von der nächsten großen Stadt. Trotzdem wollte ich den Abend nutzen, aber habe dann nur meine Sachen ins Auto gepackt und bin aufs nahe Feld gefahren. Am Anfang war keine besonders gute Einordnung des Himmels möglich, da die Wolke ziemlich gestört hat. Also meinen 8" Dobson aufgebaut und mal die Okulare ausgepackt sowie meinen neuen Skyatlas 2000.0 (sehr günstig bekommen, da gut gebraucht, aber wenn stört ein Kaffefleck auf dem Papier im Dunkeln?). Noch während die Wokle sich langsam auflösste hab ich dann M51 probiert. Dank aufgeheltem Himmel und wohl nicht ganz abgeschlossener Dunkeladaption nur die beiden hellfen Zentren gesehen, bei indirektem Hinsehen ganz leicht einen Nebel um das eine Zentrum erkannt. Das ließ meinen Mut leider etwas sinken, da ich das schon besser gesehen habe. Danach habe ich beschlossen ersteinmal zu warten, bis der Himmel endlich die Wolke los geworden ist. Gesagt getan, habe ich mir den Ringnebel angesehen. Wirklich schön, Hier in Zenitnähe war der Himmel merklich dunkler. Sogar die Milchstraße hat sich mit der Zeit im Zenit immer besser gezeigt. Im 32 mm Okular war der Ringnebel noch ein nebliger Kreis, im 8 mm Okular dann wirklich schon als Ring mit aufgehelltem inneren zu sehen. Dabei war der Nebel nach Außen schärfer abgegrenzt wie nach Innen. Um meinen UHC Filter zu nutzen, habe ich ihn an das 8 mm Okular geschraubt und war etwas entäuscht. Mir hat der Anblick ohne Filter besser gefallen. Ich habe Probleme mit meinem Auge bekommen, das ich nicht mehr scharf sehen konnte. Konnte einen Stern nurnoch kurzeitig scharf sehen, obwohl der Fokus von OAZ so gut es ging drin war. Nach dem Ringnebel hab ich den Hantelneben ins Visier genommen. Auch hier im 32mm Okular nur ein kleiner Nebelfelck. Im 17 mm schon als länglicher Nebel deutlich zu sehen. Nur die Hanelform habe ich da noch nicht so gut gesehen. Eher wie ein zentraller dickerer Strich, der zu den beiden langen Rändern verläuft. Im 13,4 mm Okular war die Hantelform dann schon indirekt zu sehen. Auch hier den UHC Filter vorgeschraubt. Die Form war jetzt besser abgegrenzt zum Himmelshintergrund. Allerdings nicht so deutlich, wie man es als auf Fotos oder Zeichnungen sieht. Dennoch ein wirklich schönes Objekt, das mich etwas gefesselt hielt. Danach habe ich im Sternaltas M56 als Kugelsternhaufen gesehen und versucht (nach vergeblichem Suchen des offenen Sternhaufens NGC 6791). Wirlich nur ein schwaches Nebelchen. Im 13,4 mm Okular leicht granuliert am Rand. Kein wirklicher Unterschied bei direktem und indirektem Hinsehen. Hinterher habe ich im Karkoschka gelesen, dass es sich um einen sehr schwachen KS handelt, also kann ich mich wohl mit diesem Anblick zufrieden geben. Da der Schwan schön hoch im Zenit stand, habe ich den Cirrusnebel noch probiert. Ohne UHC war hier nicht wirklich was möglich. Aber mit UHC habe ich den linken und rechten Teil im 32 mm Okular schön sehen können. Da das meine erste Beobachtung dieses Nebels war, habe ich hier einige Zeit verweilt. Der rechte Teil war viel filigraner und dünner wie der linke. Dafür hatte er größere Ausdehnung. Der linke Teil war etwas kürzer, dafür kompakter und breiter. Mir haben die feine, leuchtenden Außenlinie wirklich gut gefallen. Im Inneren habe ich nur ganz leicht ein wenig Aufhellung in den beiden Komponenten gesehen, keine deutlichen Strukturen. Werde ich auf jeden Fall unter dunklerem Himmel wieder probieren. Am Ende noch M31 probiert. War leider nur das helle Zentralgebiet zu sehen mit einem nach außen verlaufenden Nebel. Trotzdem fasziniert mich der Anblick einer Galaxie immer wieder, wenn man sich vorstellt wie groß die Entfernung ist und wie viele Sterne es dort noch gibt. Einfach faszinierend! Danach habe ich abgebaut, da ich mir nie die ganze Nacht um die Ohren schlagen will. Aber hat wirklich Spaß gemacht, vor allem der Cirrusnebel! Hoffe die nächsten Wochen folgen noch klare Nächte.
Zum Schluss noch eine kurze Frage (falls die hier nicht passend ist, bitte Bescheid sagen!):
Ich habe das Gefühl, dass ich im 8mm Okular alles viel leutschwächer sehe als in meinem 13,4 mm Okular. Ich habe teilweise Probleme die Sterne mit meinen Augen auf lange Zeit zu fokusieren. Habt ihr eine Ahnung was das sein könnte? Im 13,4mm und darüber hab ich das Problem nicht.
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß am Beobachten,
Raphael