Freudensprünge eines Anfängers...

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Liebe Hobbykolleginnen und Kollegen,

ich zieh den alten Thread nochmal raus, weil es doch immer wieder Freudensprünge, aber auch Tiefs gibt im Leben eines Astroneulings.

Zunächst kam ein echter Hochgenuß: Ende Mai das erste Mal in den Alpen (Dolomiten) beobachtet. Ein toller Himmel und als Highlight zum ersten Mal M27 beobachtet - mit dem C8. Ich muss sagen: dieses Gerät liegt mir einfach. Ich bin froh, dass ich es gekauft habe. Egal ob Planeten, kleinere Galaxien, Planetarische Nebel oder Sternhaufen, es beobachtet sich einfach sehr entspannt damit. Gleichzeitig ist es noch recht kompakt, super zu handeln und passt wunderbar auf meine Selbstbaumontierungsstativdingens... :)

Dann kam ein laaaanges Tief: der Sommer was sowas von unergiebig für mich. Kein gescheiter Himmel! Ich hatte zeitweise tatsächlich das Gefühl, ich sollte das Hobby wieder sein lassen. Das einzige Mal wo ich wirklich einen tollen Himmel hatte war Ende Juli bei einer Radtour mitten in Frankreich. Da musste ich nachts mal raus... stand vor dem Zelt und dachte: wow - was für ein Himmel. Es war die Neumondnacht. Natürlich weit und breit kein Teleskop. Immerhin ein Hoffnungsschimmer. Aber umsonst, denn am folgenden Neumond Ende August war wieder nix... miese Bedingungen oder keine Zeit, ich weiß garnicht mehr.

Ähnlich sah es Ende September aus. Ein kurzer Abstecher auf die Schwäbische Alb war zwar interessant aber durch leichte Schleierwolken bei weitem nicht optimal. Immerhin habe ich festgestellt, dass der inzwischen vorhandene Stoyan und eine gewisse Vorbeitung doch was bringen und ich konnte mir wichtige Objekte zumindest auffinden, wenn zum Teil auch schwach. Und zum ersten Mal hatte ich gezielt einen Sternhaufen (M13) aufgesucht und fand das wirklich beeindruckend mit dem C8. Bis dahin hatte ich Sternhaufen als eher uninteressant eingeschätzt. Aber ich werde in dieser Richtung weiter ermitteln :)

Dann kam der letzte Donnerstag. Zuerst dachte ich, ich könnte Mittwochabends eine Wolkenlücke ausnutzen und auf die Alb fahren. Wetter.de sagte auch ab Mitternacht klare Sicht voraus. Aber als ich dann los wollte, kam eine geschlossene Wolkenfront, die Satellitenbilder sahen auch nicht gut aus und ich habs sein gelassen. Allerdings hatte ich einige Tage zuvor gesehen, dass der Orion morgens schon sehr gut sichtbar ist. Also Wecker auf halb vier gestellt - wir werden sehen...

Und was soll ich sagen: als ich aufstand war tatsächlich klare Sicht, der Orion stand prächtig am Himmel und zwar in SSO, also genau da wo bei mir vom Garten aus der Himmel am dunkelsten ist. Das C8 hatte ich in weiser voraussicht abends schon rausgestellt, damit es schön temperiert ist. Und jetzt hatte ich wiedermal Anlaß zu wahren Freudensprüngen. Denn so schön konnte ich den Orionnebel in der letzten Saison mit dem Bresser Mak 100/1400 natürlich nicht sehen!

Leider hatte ich die Session schlecht vorbereitet und war nun etwas hilflos über die Einzelheiten, was im und um den Orion noch interessant wäre. Der schnelle Blick in den Stoyan half da auch nicht wirklich, das will vorbereitet sein, damit man auch weiß wie das in etwa aussieht was man sucht. Ausserdem ist der Refraktor gerade auf Besuch bei einem Astrokollegen. Es fehlte also die Übersicht. So hab ich mal versucht, gegen das Flughafenlicht ein paar andere Objekte zu finden, was mir bis dato eigentlich nie gelungen war: M31 - gefunden!!! Sah allerdings aus wie M33 in einer guten Nacht auf der Alb. Und sogar M81/82 konnte ich ausmachen. Allerdings ebenfalls sehr sehr schwach. Aber allein dass ich sie gefunden habe war ein schöner Erfolg.

Also bin ich wieder voll motiviert und hoffe nun auf die dunkle Jahreszeit wo ich meine beiden Schätzchen mal so richtig auskosten kann. OIII- und UHC Filter sind bestellt bzw gekauft. Ich hoffe das bringt mich auch etwas weiter. Und ansosten ist klar: eine gute Vorbereitung und üben, üben, üben... irgendwie lernt man bei jeder Session was dazu!

Oli
 
Moin Oli,

Ja so ist das Hobby. Ich bin froh wenn es im Schnitt einmal im Monat mit dem Beobachten klappt. Die ungünstigen Mondphasen kann man mit den Sternhaufen ja ganz gut überbrücken. Aber gegen den Wettergott, frühmorgendliche Verpflichtungen und Krankheit machste nix.

VG
Klaus
 
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