Friktions- System sinnvoll ???

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Deneb

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Hallo zusammen,

ich versuche ja gerade, einen Reisedobson aus einem Galaxy 8 Zoll Dobson zu bauen. Aufgrund des großen Öffnungsverhältnisses von f/6 und der geforderten Höhe der Spiegelbox von 21 Zentimeter (ich weiß, das ist sehr wenig, aber ich muss mein Teleskop mit dem Fahrrad transportieren können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />) hab ich nun ein paar kleine Probleme mit dem Schwerpunkt, der jetzt natürlich zu weit oben ist.

Daher dachte ich mir, dass ich ein Friktionssystem anbringen könnte, ähnlich wie bei meinem jetzigen D8.

Jetzt meine Frage: um den Schwerpunkt zu halten, müsste ich unten so an die 2 Kilogramm dranhängen. Kann ich das mit dem System ausgleichen, oder ist das schon zu viel ??

Bis dann, Christian
 
Hallo Christian,

Ein Friktionssystem wie bei Deinem bisherigen Dobson kannst Du bei einem Reisedobson nicht verwirklichen. Damit erhöhst Du den Reibungskoeffizienten im Höhenlager, so dass die Höhenverstellung schwergängiger wird. Das funktioniert einigermassen bei einem schweren Volltubus und schwerer Rockerbox, aber nicht bei einem leichten Reisedobson. Du würdest damit nicht mehr ruckelfrei nachführen können, sondern bei jeder Bewegung das ganze Teleskop verschieben.

Eine Alternative wäre ein Federsystem, dass in Abhängigkeit von der Höheneinstellung ein Drehmoment auf die Spiegelbox ausübt. So etwa wie hier
http://ladyandtramp.com/ellie/
Ich bin mir aber nicht sicher, ob man das dann wirklich so hinkriegt, dass die Feder das Drehmoment des Teleskops in jeder Stellung korrekt kompensiert, vor allem wenn das Drehmoment relativ hoch wird. Da muss man erst mal das ganze durchrechnen und sicher einige Zeit rumprobieren.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Die beste Methode ist, Gewicht am Hut und am Gestänge zu sparen, weil das wirkt über einen langen Hebel. Ich weiss, dass Du von Stathis und meiner (und einiger anderer) Zwei-Stangen-Konstruktion nicht so begeistert bist. Aber wir haben das auch nicht so verwirklicht, weil wir das so super toll finden, sondern weil es bei dem gegebenen Öffnungsverhältnis die einzige Möglichkeit war, einen im Schwerpunkt gelagerten Dob mit minimalen Packmaßen und ohne zusätzliche Gegengewichte zu bauen. Und die Dobs funktionieren hervorragend, sie sehen halt etwas anders aus und entsprechen nicht den gängigen Vorstellungen von einem Teleskop.


Grüße
Reiner
 
Hallo Christian

Mein Problem war/ist ähnlich: Ich hatte das 6" f8 Spiegelset vom Galaxy erst in einem selfmade-Volltubus aus Holz und das ganze dann parallaktisch montiert. Nun bin ich schon seit einer ganzen Weile dabei, das ganze zum Reisedobson umzurüsten.
Das sieht dann bei mir von den Proportionen her so aus:
-Spiegel-Box 20 cm hoch, wie Du auch machen willst
-recht große (ca. 30 cm Durchmesser) Höhenräder
-alles als einseitiger 4-Stangen-Tubus mit kleiner Blende anstatt einem vollen Hut (wie man ihn halt von Stathis und vielen anderen als Reise-Variante kennt)
-jedenfalls hat Excel dafür nen Schwerpunkt von rund 20 cm über dem unteren Tubusende ausgespuckt

Da Knackpunkt von der ganzen Sache kommt noch: Die Verwindungssteifigkeit! Aber im dümmsten Fall wird er eben abgespannt. Gitarrendobson, gell <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Jedenfalls nach jetziger Planung alles ohne Zusatzspeck
 
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