Frühlingsterminator – neu bearbeitet

#1
Nachdem ich im Zusammenhang mit der aktuellen Eingabe der Ptolemaeusgruppe festgestellt hatte, dass die Bearbeitung des Terminatormosaiks vom 26. März 2007 völlig daneben geraten war, habe ich mir das alte Videomaterial heute noch einmal vorgenommen – diesmal mit AviStack und Fitswork.

Der Fehler lag gewiss weniger an der damals verwendeten Software, als vielmehr an meiner mangelnden Erfahrung im Umgang mit dieser.

Hier ist also die neue Ausarbeitung. Erläuterungen siehe hier.




Gruß, Jan
 
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#2
Hallo Jan!
Das ist ein sehr schönes Terminatormosaik! Und irgendwelche "Rauschmuster" oder Artefakte, wie sie bei deiner Ptolemäusgruppe aufgetreten sind, konnte ich nirgens entdecken. Da hat sich dein hoher Ausschuss doch gelohnt. Ansonsten hättest du wahrscheinlich nicht nochmal ältere Bilder rausgekramert und nachbearbeitet ;-) Mach weiter so!

Gruß
Micha
 
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#4
Hallo Jan,

ein ganz fantastisches Bild, wie ich finde. Insbesondere die Apenninenregion hat es mir angetan. Die Terminatorregion ist immer sehr schwierig, weil dort viel Licht und Schatten ist. Der dynamische Bereich wird mit 8 Bit sehr strapaziert. Das hast Du aber sehr gut gelöst, danke auch für die Bearbeitungsinformation.

Wenn man sehr spitzfindig ist fällt auf, daß einige Bergspitzen schon minimal in der Sättigung sind. Hast Du schon mal daran gedacht, ein HDR-Programm zum Einsatz zu bringen, also 3 Versionen des Bildes zu erzeugen, die unterschiedlich "belichtet", also ausgearbeitet sind?
Würde mich mal interessieren, ob so eine Bearbeitung eine Verbesserung bringen kann.

Peter
 
#6
Hallo Micha, Oliver, Peter und Herbert,

vielen Dank für Eure Zustimmung.

Micha: Der „Ausschuß“ hielt sich eigentlich in Grenzen. Ich hatte bei allen 10 Teilvideos zwischen 650 und 950 Frames zur Verfügung und habe davon jeweils genau 128 zur Verwertung in AviStack freigegeben.

Peter: Das Problem liegt eigentlich eher bei der Bildschirmwiedergabe. Das Aufnahmematerial zeigt nämlich in den Spitzlichtern an vielen Stellen durchaus noch mehr Zeichnung. Wenn ich aber diese Zeichnung mittels Gradationanpassung und/oder Heraufsetzung der Weißgrenze in die Darstellung einbeziehe, leidet der Gesamteindruck des Bildes beträchtlich, es wird dann deutlich flauer.

Herbert: Die gesamte Bearbeitung – vom Einlesen des ersten Vodeoclips in AviStack bis zur Ausgabe des fertigen Mosaiks aus Fitswork – hat einen Zeitaufwand von weniger als zwei Stunden beansprucht.

Gruß, Jan
 
#9
Hallo Oliver und Torsten,

vielen Dank für Eure Reaktion.

Ja – über den Qualitätsunterschied war ich natürlich selbst ziemlich erstaunt. Bin noch nicht ganz sicher, wie dieser im einzelnen zu erklären ist.

Immerhin fällt mir aber auf, dass die älteren, mittels Registax-4 (RS4) gewonnenen FIT-Summenbilder beim Öffnen in Fitswork ein im unteren Grauwertbereich recht lückenhaftes Histogramm und eine obere Grenze von nur ca. 6e4 zeigen, während die entsprechenden Dateien aus Avistack (AS) eine sehr viel dichtere Grauwertbesetzung mit einer Obergrenze in der Gegend von 1e9 aufweisen.

Die RS4-Bilder vertragen – das scheint der eben genannten Feststellung zu entsprechen – offensichtlich viel weniger Schärfung als die AS-Bilder. Insbesondere bilden sich bei der Schärfung der RS4-Bilder recht bald körnige Artefakte in den „glatten“ Bildpartien. Letzteres war ja damals auch von Dir, Oliver, zu Recht bemängelt worden.

Leider habe ich meine damaligen RS4-Einstellungen, mit Ausnahme des Multipoint-Alignment-Verfahrens, nicht protokolliert, werde aber jetzt gerne noch qualifizierte Vergleichsübungen zwischen RS und AS anstellen. Vielleicht habt Ihr ja selbst schon etwas herausgefunden?

RS4 bleibt für mich jedenfalls noch interessant, weil es imstande ist, auch größere Videoformate als VGA zu verarbeiten. Bei mir liegen nämlich noch gewisse Mengen an älterem Videomaterial dieser Art im Archiv ...

Gruß, Jan
 
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#10
Hallon Jan,

das Ergebnis ist wirklich um einiges besser als die vorherige Version. Ich mag solche Terminator-Aufnahmen sehr und Deine gehört zu den besonders hübschen :) Habe mir nun auch das AviStack heruntergeladen und werde es demnächst ausprobieren.

Viele Grüße & CS,

Maciek
 
#11
Hallo Maciek,

über Deine "geschmackliche" Zustimmung freue ich mich natürlich sehr - dafür schönen Dank!

Mit AS geht das "Entwickeln" größerer Bildmengen wirklich recht zügig, und man sieht ziemlich gut, was gerade passiert. Ich wünsche Dir viel Erfolg damit und warte gespannt auf Deine ersten Ergebnisse.

Gruß, Jan
 
#12
RS4 bleibt für mich jedenfalls noch interessant, weil es imstande ist, auch größere Videoformate als VGA zu verarbeiten. Bei mir liegen nämlich noch gewisse Mengen an älterem Videomaterial dieser Art im Archiv ...
Hierzu muss ich noch richtigstellen: Auch AviStack (AS) kann durchaus größere Videoformate als VGA verarbeiten, insbesondere aus den großformatigen DMK-Kameras!

Dass die Y800-Videofiles aus einer von mir über einen längeren Zeitraum benutzten Videocam eines anderen Herstellers nicht eingelesen werden konnten, lag - wie Michael Theusner dankenswerterweise inzwischen herausgefunden hat - daran, dass die ältere Kamera eine File-Liste nicht ausgegeben hat, die beim Video-Format Y800 üblicherweise mitgeliefert wird.

Michael hat nun den Einlese-Sektor seiner AS-Software in einer noch nicht veröffentlichten Version so erweitert, dass Y800-Material auch ohne die genannte File-Liste akzeptiert wird.

Jetzt kann ich also das archivierte Videomaterial aus der älteren Kamera auch in AS verarbeiten. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank an Michael!

Gruß, Jan
 
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#13
Bei der Beantwortung des aktuellen Postings von "Pitwi" mit der Oppositionsschleife von Vesta habe ich für mich erstmals "entdeckt" (vermutlich war das von anderer Seite bereits mitgeteilt worden), dass alle Bilder nach der Betätigung des "Antwort"-Buttons in voller Breite und mit Scrollbalken erscheinen.

Da mein "Frühlingsterminator" unter der mit dem letzten Forums-"Up"-grade eingeführten automatischen Bildschrumpfung besonders "gelitten" hat, und das Angebot einer 100%-Darstellung nachträglich nicht mehr möglich war, benutze ich den Terminator hier nochmal zur Demonstration des alternativen "Vergrößerungsverfahrens".




Diese Darstellung finde ich angenehmer als die über Rechtsklick anwählbare Darstellung im Originalmaßstab mit den weißen Randstreifen.

Gruß, Jan
 
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Neustes Astronomie Foto

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