Für Anfänger o.k. ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas muke
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muke

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Hallo
Bin neu hier und will es in der Anstronomie auch werden, daher kurz ne frage:
Taugt dieses reflektor von dörr (delta 10, ~250eu, http://www.doerrfoto.de/produkte/astro/06.html ) was oder gibt es "bessere" hersteller. Da ich noch nicht weiss ob dieses hobby mich auf dauer sooo fesseln wird und ich auch mobil mit dem teleskop sein möchte dachte ich dieses wird das richtige für den anfang sein, auch wegen gewicht und grösse.
Hab hier auch schon gelesen das man sich jemandem anschliessen sollte der einen mal "durchschauen" lässt, aber ich bin mehr der typ -learning-by-doing-, oder ist diese methode für den preis/hobby falsch und ich sollte mich noch mehr informieren?

mark
 
Ich bin auch der learning-by-doing Typ und das hat mich schon den einen oder anderen Euro gekostet...also wenn Dich das nicht stört... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Solltest Du mal bei jemandem durch eine Röhre schauen, dann tue Dir einen Gefallen: Schaue durch keine die wesentlich größer ist als Deine...Du wirst dann auch mehr Öffnung wollen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Das Gerät ist sicher für den Einstieg geeignet. Allzuviel solltest Du aber vor allem von der Montierung nicht erwarten. Ich tendiere dazu einen guten Feldstecher mit Photostativ oder ein Gebrauchtgerät (z.B ein günstiges TAL, hört man viel über gute Optik) für den Anfang zu empfehlen. Da wirst Du aber viele Meinungen hören.

Sternenkarten nicht vergessen, damit Du lernst, Dich am Himmel zurecht zufinden.

mfg

Chris

 
Hallo Mark,
das ausgewählte Gerät ist auf jeden Fall ein richtiges Einsteigerteleskop. Mit 114mm kann man schon allerhand anfangen. Die kurze Baulänge wird durch eine fest eingebaute Barlowlinse erreicht, die die Abbildungsleistung nicht unbedingt verbessert. Da das Teleskop aber transportabel sein soll, ist das der beste Kompromiss. (Sonst würde ich eher zu einem Teleskop, mit gleichen optischen Daten, auch genauso teuer, aber fast doppelt so langem Tubus raten). Einzig bei den mitgelieferten Okularen habe ich Bedenken. Gute Okulare sind die halbe Miete eines Teleskops. Falls noch ein paar Euro übrig sind, gleich das eine oder andere vernünftige mitkaufen. (Plössl zum Beispiel, wobei auch hier der Einblick unter 10mm unbequem wird - besserer Einblick bei kurzen Brennweiten kostet gleich erheblich mehr.)
Ich hoffe die Infos helfen erstmal weiter.
Gruß Roland
 
Hallo Mark,

ich kenne das Gerät und meine, die EQ1 ist damit mindestens an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Die eingebaute Barlow lässt sehr zu wünschen übrig, die Bildqualität ist nicht überzeugend. Auch die beiliegenden Okulare sind nicht so ganz das Wahre. Weiteres Manko ist, dass der große Fangspiegel (wegen der kurzen Brennweite des Gerätes nötig) einiges an Kontrast klaut, und der ist bei kleinen Geräten ohnehin Mangelware. Zudem lässt sich die EQ1 nicht motorisieren. Schließlich hat der kurzbrennweitige Hauptspiegel den Nachteil, das jede Dejustierung üble Bildfehler verursacht, und ein solches "Katadioptrisches" System lässt sich nur schwer justieren. Ein Laser ist da, glaube ich, kaum anwendbar.

Mein Tip: versuch lieber für das gleiche Geld ein gebrauchtes Gerät zu bekommen, etwa ein TAL 1. Das ist nicht so transportabel, zugegeben, aber von der Stabilität und dem Preis/Leistungs-Verhältnis her deutlich besser. Ansonsten würde ein echter 114/900 Newton in Frage kommen, mindestens auf einer EQ2. Dann kannst Du z.B. neben der visuellen Beobachtung auch schon mit der WebCam experimentieren.

Grüße,
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Mark,

wie viele andere Dir auch schon geantwortet haben, ist dieses Gerät problematisch.
Ich habe es selbst (unter dem Label Kosmos 500, aber absolut baugleich, nur anderer Aufkleber).
Das Gerät ist ohne eine Justierlaser nicht in den Griff zu bekommen. Das ist nicht Anfängertauglich.
Auch justiert bietet es nicht die optische Leistung eines preislich nicht weit entfernten 114/900.

Der Newton 114/900 ist unschlagbar in seiner Vielseitigkeit als Einsteigerteleskop. Du solltest nur darauf achten, daß der Okularauszug Okulare mit 31,8mm (=1,25 Zoll) Durchmesser fassen kann. Je nach Finanzlage solltest Du ein solches Gerät mit einer etwas stabileren Montierung kaufen.

Übrigens sollte sich ein solches Gerät gut gebraucht kaufen lassen (aber bitte, bei Ebay sehr!!! vorsichtig sein, da wird der Einsteiger schlicht [zensiert]t!).
Schau lieber mal bei den diversen Astronomie-Händlern (Adressen/Links auf der astronomie.de Startseite unter Händlerdatenbank) auf den Schnäppchenseiten nach einem 114/900.

Ansonsten lies Dich mal durch die Einsteiger-Ecke meiner Homepage.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

durchgucken kann man da schon, und mit 4,5" sieht man auch ne ganze Menge. Wenn die
Transportfähigkeit an erster Stelle in der Entscheidungshirachie steht, dann gibt es
zu dem Preis bei der Öffnung nicht mehr viele Alternativen. Zum katadioptischen Design
kann ich persönlich nicht viel sagen, aber ich habe nichts gutes gehört.
Es gibt von Skywatcher einen neuen Newton 114/500 auf EQ1 ohne eingebaute Barlowlinse,
der einen echten Parabolspiegel haben soll und einen hinreichend großen Fangspiegel für
visuelle Beobachtung. Ich habe den Vorgänger mit Kugelspiegel und großem Fangspiegel als
Reise- und Schnellspechtelteleskop. Ich finde den wegen seiner Handlichkeit sehr schön,
nur am Planeten ist er eher nicht der Brüller, bei DeepSky ist aber kaum ein Unterschied
zum 114/900 festzustellen ( den habe ich auch ). Der neue kurze Newton hat aber wie gesagt
einen Parabolspiegel und eine dünne Fangspiegelspinne.
Die EQ1 kann man auch motorisieren, aber man muß dafür eine stabilisierte 9V Spannungsver-
sorgung bauen, denn mit der 9V Block Batterie klappt die Nachführung nicht!
Das eigentliche Manko diese Gerätetypes ist seine Spezialisierung auf Reise und DeepSky.
Eine Ausbaufähigkeit besteht nicht ( Fotografie u.s.w. entfällt ). Falls man also weiter
machen will, wenn man mit dem Teleskop alles gesehen hat, kann bei unserem Wetter Jahre
dauern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> , muß ein komplett neues Teleskop her.
Zu guter letzt ist die Kollimation eines 114/500 nicht so ganz einfach, aber lernen muß
man das Kollimieren sowieso, und das läßt man sich am besten von einem Amateur zeigen, der
das schon kann.

CS
Antonius

PS: Infos zu 114/500 Skywatcher z.B. www.teleskop-service.de
 
Hallo Mark,

ich noch mal. Das Angebot ist, denke ich, auf jeden Fall zu teuer. Vergleich: das "Saturn 45" (ein 114/900 auf EQ2) kostet 320 Euro, ein vergleichbares Teleskop bekommst Du beim Händler für ca. 200 Euro. . Für den Preisabstand sind also sogar noch zwei recht vernünftige Plössl Okulare mit drin.

Grüße,
 
Hi muke,

wenn es wirklich die kurze Bauweise sein soll, würde ich den von Antonius vorgeschlagenen Sky Watcher 114/500 nehmen:

der ist nicht so teuer, zeigt in DS recht viel, Du erkennst bei sehr gutem Seeing problemlos auch Saturn mit der Cassiniteilung, Jupiter ist auch recht schön, etc...

Selbst verwende ich dieses Gerät als schnell einsetzbares Zweitteleskop, allerdings habe ich nicht gerade billige Okulare, die ich am größeren Rohr einsetze.
Die Montierung kenne ich, bin aber nicht überzeugt davon, ich ziehe es vor, dieses Gerät auf einer kleinen, selbstgebauten Dobson- Montierung, die ihrerseits auf ein Fotostativ geschraubt ist, zu verwenden.
Da ich auch die ältere Version (allerdings mit anderem Namen) mit dem kleinen Fangspiegel kenne, kann ich den SW zum einsteigen wirklich absolut empfehlen!

Zum Justieren: ist natürlich heikel, aber erstens schadet es nicht, wenn man es lernt, und zweitens ist das Gerät recht Justierkonstant!

Alles in allem: es macht meiner bescheidenen Meinung nach einem Einsteiger sicher viel Freude.

Hoffe, Du kannst damit was anfangen,

Schöne Grüße

Wolfgang
 
Hallo Mark,
wahrscheinlich bist Du jetzt nicht viel schlauer als vorher.
Es stimmt, die EQ-1 ist für das Teil eigentlich schon zu schwach. Als Einsteiger kann man am besten erstmal noch mehr Infos sammeln. Hier oder zum Beispiel auch bei www.teleskop-service.de, da wird auch alles Nötige ganz gut erklärt, und das Angebot für Einsteiger ist auch recht groß. Vielleicht gibt`s ja einen Astroverein in der Nähe, wo man sich das eine oder andere Teil mal angucken kann.
Gruß Roland
 
Wow, vielen dank für die zahlreichen antworten, ihr habt mir ne menge material geliefert mit denen ich was anfangen kann. Mobilität steht nicht so im vordergrund, wäre aber schön gewesen, da ich stadtnah wohne. Aber wenn es der qualität abbruch tut dann tendiere ich doch lieber zu den von euch vorgeschlagenen 114/900, so viel platz sollte im auto noch sein :-)
Gibt es da einen tip auf welch hersteller man achten soll, oder ist in der kategorie unerheblich?

mark
 
Gerade bei kleinen Geräten ist Qualität ein wichtiges Kriterium, da Du damit ja vom Lichtsammel- und Auflösungsvermögen her eh limitiert bist. Wenn dann noch gravierende optische Fehler dazukommen, ist's ganz aus.
Wenn es nicht zu sehr weh tut, kauf Dir einen qualitativ anständigen Tubus. Den kriegst Du auch für eine gute Summe wieder los, wenn's nicht Dein Ding ist. Wenn es doch wehtut, dann kauf Dir einen gebrauchten Markentubus. Dazu wäre es aber anzuraten, Kontakt mit einem erfahrenen Sternfreund aufzunehmen, der das Gerät dann checken kann. Rückgaberecht vereinbaren. Ein seriöser Verkäufer sollte dazu bereit sein.
Wenn es denn ein preiswerteres Gerät sein sollte, dann fahre am besten zum Händler und lasse das Teil vor Deinen Augen testen.
Wenn ein kleines Gerät eine anständige Qualität hat, macht es auch eine Menge Spaß. Das merke ich an meinem 80/400 Kurzrefraktor, der mir Planetenbilder mit 120fach und Mondbilder mit 160fach liefert, die einfach gut aussehen. Und dadurch, daß ich ihn einfach unter den Arm klemmen, bzw. in eine Fototasche packen und umhängen kann, nutze ich ihn momentan (Zeit-, wetter- und mobilitätsbedingt) häufiger, als die 200/800er Nebeltonne.
 
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