Für Stadt GSR 90/1000mm Refraktor o. GSO580 Dobson

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

salamango

Mitglied
Hallo Freunde,
Für den Venustransit und auch für andere Himmelsbeobachtungen habe ich nach langen überlegungen 2 Favoriten.
Eine ist : Ein Refraktor von GSO 90/1000mm von Teleskop Service
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/gsovorschau.htm#901000
und eine ist :
Ein Dobson 150/1200mm Dobson GSO 580
auch von Teleskop Service
http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#GS580
Nun die Frage:
Da ich in Stadt wohne und nicht immer möglichkeit habe ins Land fahren,
kann ich vielleicht Deep Sky verzichten und Planeten, Sonne und Mond beobachten.
Ist in diesem fall auch GSO 150/1200mm Dobson ok. ist?
Vielleicht ein oder zwei mal im Monat kann ich ins Land fahren,
aber meistens werde ich von Stadt beobachten.
Da ich nichts von Justieren verstehe und ein Anfänger bin, denke ich ein Refraktor ist praktischer. Aber ist 90mm Öffnung genug ist für Sonnensystem, weiss ich nichts.
Könnt ihr mir beim entscheidung helfen. Ich kann bis 500 Euro ausgeben.
Diese GSO 90/1000mm Refraktor ist 348 Euro und 6" Dobson 150/1200mm ist 249 Euro.
Dann kann ich vielleicht Okulare oder andere Zubehör kaufen.
Jetzt was meint ihr?
Ich bin auf eure Hilfe angewisen.
Ich habe Wolfi von Teleskop Service angerufen für ein 114/900mm Newton, er hat mir ein Angebot geschickt aber ich glaube diese 2 Teleskope die ich gewählt habe, auch von Teleskop Service, werde ich kein fehler machen.
Natürlich wenn ihr was anderes empfehlen bin ich auch offen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus.
 
Hallo salamango!
Ich stehe vor einem ähnlichen Problem! Ich möchte mir auch ein neues Teleskop kaufen, und bin auch am Dobson GSO 580 hengengeblieben. Und ich werde es mir auch wahrscheinlich kaufen. Ich wohne mitten in einer Stadt, und da braucht man schon eine etwas größere Öffnung. Gut 150mm ist nicht sooooo...., aber trotzdem sehr gut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich bin nun auch kein Experte, aber ich denke, da liege ich nicht ganz falsch. Weiterhin noch Viel Glück!
Tschüß
 
Servus salamango

Auch aus der Stadt heraus lässt sich DeepSky beobachten. Vorausgesetzt du hast ein halbwegs dunkles Fleckchen (also keine dirketen Straßenlaternen usw.)
Natürlich wirst du unter Landhimmel immer mehr sehen. Aber du sagst ja du könntest vielleicht 2 mal im Monat aufs Land.
Ich währe manchmal froh 2 mal im Monat fahren zu können wenn es das Wetter zulassen würde.....

Hast du schon praktische Erfahrung mit Teleskopen?
Wenn nicht, schau doch mal ob ein Verein in deiner Nähe ist.

Wenn 500 Euro dein Preisrahmen ist und dich ein Dobson nicht abschreckt würde ich zum nächst größeren Modell greifen mit 200mm Öffnung.

Und arbeite erst mal mit den mitgelieferten Okularen. So wirst du sehen was dir an Okularen fehlen könnte (hier ist wieder ein Verein in der Nähe zum Vorteil).

Gruß
Ralph
 
Hi,
ich habe auch den GSO580 und hab ihn dann mit der Astro5 bestückt!
Er ist wirklich gut im Bereich Deep Sky! Der Orionnebel zeigt wunderbare Strukturen! Auch für Planeten ist er gut!
Er müsste bis zum Uranus vordringen können! Es sind zwei Okulare dabei sie schon vollkommen ausreichen! Es steht zwar Maximale Sinnvolle Vergrößerung 240x aber bei 300x ist auch noch alles scharf! nur die Beiden Adapter mit denen Man ein Kamera ans Teleskop anschließen kann kosten zusammen 45€ denn dieser Okularauszug hat ein Innengewinde!

Ich hoffe ich habe euch ein wenig geholfen!


mfg cmk (Christian M. Kaserer)
 
Hallo Salamango !
Wenn es dein preisrahmen nicht sprengt dann hole dir den 200/1200 dobson damit siehst du natürlich mehr wie mit dem 150 dobson das hatte ich gestern vergessen !
den dobson kannst du dann bei bedarf natürlich auch paralaktisch montieren !
mit freundlichen grüßen
Timo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Danke für ihren Antworten,
Aber ich will wissen was ihr für 90/1000mm von GSO Refraktor denkt?
Für Stadt. Ich denke es ist praktisch, braucht keine justierung und viel wichtiger ist,
ich habe gelesen ein Dobson muss man mindestens halbe stunde draußen lassen bis es Tubus innere abkühlt. Da ich in der Stadt wohne dann muß ich es von Wohnung nehmen, draußen tragen und halbe stunde warten. und im Winter ist es natürlich bisschen problematisch glaube ich. Das warten passiert nicht beim Refraktor, habe ich gehört.
Stimmt das?
 
Hi Salamango,

klares Nein von mir zum 90/1000. Hat bei f11 zwar nicht
mehr ganz so viel Farbe, aber der Newton oder auch ein
kleiner MAK haben gar keine.

So einen kleinen MAK (hier z.B.) (ca. 4") würde ich auf jeden Fall auch
mal in Erwägung ziehen! Die Teile sind:
- am Mond/Planeten absolut genial
- erheblich handlicher
- einfacher zu montieren als die lange FH-Röhre
- farbrein
- ziemlich justierstabil
...

Nach dem Newton käme der bei mir an zweiter Stelle und der
FH erst ganz zum Schluss.

Aber der beste Tip ist:
Suche vorher Kontakt und schau durch die verschiedenen
Systeme durch
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Salamango !
ich kann mich astrojockel nur anschliessen die wartezeit beim newton kannst du mit verschiedenen spiegel trägersorten beeinflussen wenn du dich für den dobson interressierst dann nehme anstatt bk-7 glas doch suprax das ist zwar etwas teurer aber dafür gleicht es sich auch schneller der ausentemperatur an ! mit dem maks habe ich leider keinerlei Erfahrungen habe aber gehör das die auch gut brauchbar sind . Und im preis sind ein 4 zoll (102mm) mak und der 8 zoll dobson fast identisch ( bei wolfi auf der homepage) . Wobei der mak länger braucht zum auskühlen wie der dobson ( bauart bedingt )denke ich !
mfg timo
 
Hallo Waltertimo,
ist die öffnung von 200mm für Stadt nicht zu groß?
6" Dobson von GSO hat leider kein Pyrex oder Suprax.
 
Hallo Timo,

die wartezeit beim newton kannst du mit verschiedenen spiegel trägersorten beeinflussen wenn du dich für den dobson interressierst dann nehme anstatt bk-7 glas doch suprax das ist zwar etwas teurer aber dafür gleicht es sich auch schneller der ausentemperatur an !
das ist definitiv nicht der Fall!
Auch Suprax braucht so lange wie BK7 um die Wärme an die Umgebungsluft abzugeben.
Solange wird das Bild durch die im Tubus aufsteigende Warmluft gestört.
Durch den etwas geringeren Temperaturausdehnungskoeffizienten von Suprax
verformt sich dieser Spiegelträger etwas weniger bei Temperaturänderungen als BK7,
allerdings ist der Unterschied bei den keinen Öffnungen wie 6" oder 8"
recht gering und wird wie oben geschrieben durch das Tubusseeing überlagert.

MfG,Karsten
 
hi,
eigentlich schon, denn die linsen vom refraktor beschlagen!
mir ist das bei meinem alten passiert, alle zwei minuten musste ich die linse trocken wischen!


mfg cmk (Christian M. Kaserer)
 
Hallo Kastern !
Da habe ich mich dann woll geirrt !!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
ich denke aber das 8 zoll nicht zu groß sind für die stadt oder was meint ihr ?
mfg timo
 
Hi Salamango,
warum soll 8" zu groß sein?
Entscheident ist einfach was Du damit machen willst - Planeten gucken.
Planeten sind i.d.R. hell so daß Du nicht zwingend auf die maximale Größe achten mußt. Bereits kleine Teleskope sammeln genug Licht für hohe Vergrößerungen.
Bei den großen, hellen Planeten ist nur auf das Licht bezogen auch bei der dreifachen Öffnung noch genug Licht da. Das man diese Vergrößerungen nicht wirklich einsetzt ist ein anderes Thema.
Für große Öffnung spricht beim Planeten einzig das Auflösungsvermögen, das halt mit der Öffnung steigt.
Bei Planetenbeobachtung ist m.E. am wichtigsten die Farbfreiheit. Somit scheiden Linsenteleskope, sofern es keine Apos sind oder sie sehr kleine Öffnungsverhältnisse haben für meine Begriffe aus.
Da sind obstruierte Systeme( mit Fangspiegel, Meniskuslinse etc) trotz Obstruktion vorne, weil sie immer farbfrei sind und wesentlich kompakter oder billiger sind.
In der von Dir genannten Preisklasse kannst Du den Dobs 150/1200 nehmen oder wenns parallaktisch montiert sein darf nen kleinen MAK. Parallaktisch hast Du den Vorteil der Nachführung die man dann meist auch motorisch nimmt. Beim Dobs mußt Du halt selbst dauernd Hand anlegen.
Auch ein 8" f/6 Dobs ist geeignet, abre kein ausgesprochener Planetenspezialist mehr. Dies ist eher ein Allrounder der für meine Begriffe eher als DS Scope eingesetzt wird und dort etwas stärker ist, wenngleich auch am Planeten gute Ergebnisse erzielt werden können.
In jedem Fall ist er eine Überlegung wert, erhält man mit ihm das "meiste" Teleskop für das Geld.
Am besten schaust Du Dir die Geräte mal live an und beobachtest damit.
Andere Sternfreunde oder Sternwarten etc gibt es sicher auch in Deiner Nähe.
CS
 
Hallo Salamango !
da stimme ich antares vollkommen zu !
da du zu mir gesagt hast du willst auch dann irgendwann DS beobachten wäre der 8 zöller nicht schlecht ! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
mfg timo
 
Hallo Freunde,
von diesen antworten verstehe ich langsam,
dass ein 90/1000mm Refraktor auch in der Stadt
keine chance hat, gegen ein 8" Dobson. Eigentlich wollte ich wissen, weil ich von Stadt aus beobachte und mir nur die möglichkeit unserer Sonnensystem einzige alternative bleibt ausser Orion und Andromeda Nebel, ein Refraktor besser gewesen wäre.
Aber ihr schreibt, was ich meine, allgemeine meinung,
egal auch von Stadt aus,
kein Refraktor sondern Dobson besser ist.
Also heisst das:
Auch mit einem Dobson kann ich Planeten in der Stadt aus beobachten. Sogar besser als ein 90/1000mm Refraktor von GSO
Habe ich richtig verstanden?
Soll ich also auf jeden fall nicht den Refraktor und nicht 6" Dobson, sondern 8"GSO Dobson kaufen?
 
Hi Salamango,

welchen Dobson du nun kaufst 8" oder 6" liegt daran ob du deep sky beobachten möchtest denn dafür brauchst du die öffnung ! Ich habe einen 8" und ich bin sehr zufrieden, man kann auf vom Balkon aus spechteln selbst wenn daneben eine laterne steht, zugegebener massen nicht mehr so gut.
Schau dir aber auf jeden fall vorher das gerät an, denn es ist ziemlich gross und auch relativ schwer !

Gruß,
Jens
 
Hi Salamango,

also ich kann als frisch gebackener GSO 580 Besitzer
folgendes sagen:
Das Gerät zeigt wirklich schöne Bilder an Planeten und auch
bei Deep-Sky. Klar, ein Newton will justiert werden, aber so
wild ist das auch nicht, zumal bei dem Öffnungsverhältnis
f/8 zwar auch eine Justage ab und an notwendig ist, aber
das Gerät ist in der Hinsicht nicht so anfällig. Damit will
ich sagen, es muss nicht so oft justiert werden, und wenn
Du das mit der Justage noch nicht so oft geübt hast, ist
das auch nicht schlimm, da dieses Gerät hier noch recht
großzügig ist. Das nächst größere Gerät mit 8" und f/6 will
doch schon genauer justiert werden. (wobei die Justage kein
Grund sein sollte, sich gegen einen Newton zu entscheiden)

Ein Aspekt, den man nicht vergessen sollte: Wenn es irgendwie
möglich ist, schaue dir das Teil vorher live und in Farbe an.
Ich habe das Teil sozusagen blind bestellt, so nach dem Motto:
Na, der wird schon nicht zu groß sein und den kann ich noch
bequem schleppen und ins Auto stopfen.
Als das Ding vor mir Stand, wurde ich eines Besseren belehrt.
Ein 1,20 langes Rohr mit fast 20 cm Durchmesser ist nicht klein.
Zusammen mit der Rockerbox wiegt das Ding locker 15 kg,
vielleicht kann hier noch jemand das Gewicht des 8"-Dob
angeben.

cs
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang2402
Was ich auch fragen möchte,
ist ein Refraktor für schnelles spechteln besser ist.
Klar ich habe oft gelesen und gehört,
ein Dobson kann mann in zwei Minuten aufbauen.
Aber dann fängt erst an. Dann muss man mindestens halbe stunde warten bis man, wie nennt man das; Tubusseeing oder warme luft in der Tubus, normaliesiert.
Da ich nicht viel zeit verlieren will und da ich immer mein Teleskop tragen muss, weil ich kein Garten, kein Balkon, kein Terrassen habe,und mir bleibt nur einem nahe gelegenen Parkplatz und ein geöffnetes Fenster von zu Hause also "Fenster zum All", frage ich ob ein Refraktor oder sogar TS Mak 102 besser für mich ist. Ich habe vorher geschrieben ich habe nicht viel möglichkeit für Deep Sky wegen Stadt. Also reicht mir ein GSO 90/1000mm Refraktor von Teleskop Service, oder TS Maksutov 102 statt 6" Dobson von GSO. Oder meint ihr ein 102/1000mm Refraktor besser?
Das sind also fragen. Für schnelles spechteln was ist besser? Auch vom Fenster. Auch vom Parkplatz.
Beim Refraktor braucht man kein Auskühlen des Tubusinneren. Stimmt das?
Mit freundlicherem Grüßen.
 
Hi,
jedes Scope muß auskühlen auf der Refraktor.
Solange es nicht ausgekühlt ist, kann man mit geringen Vergrößerungen schon beobachten.
Aus dem Fenster gucken macht man bestenfalls ohne Scope. Das wird wegen der Warmluft aus dem Raum und den Turbulenzen nichts.
CS
 
Hallo,

beim Refraktor merkst Du in dieser Größenklasse vom Auskühlen wenig bis nichts. Ein Spiegel bis 8 Zoll ist allerdings auch sehr gut beherrschbar, wenn er mit einer Zwangslüftung versehen wird. Das läßt sich z.B. sehr einfach mit PC-Lüftern bewerkstelligen. Den Dobson baust Du in 2 Minuten auf, für einen parallaktisch montierten Refraktor brauchst Du je nach Dunkelheit 10 bis 15 Minuten. Bei einem Lüfter brauchst Du auch nicht viel länger zu warten und bis 8 Zoll kannst Du noch ganz gut mit BK7 leben, solange der Spiegel ok ist.

Was ich noch ergänzen wollte. Der Grund für die größere Öffnung ist nicht nur Deepsky. Ich besitze einen 102m (Refraktor von Vixen f10) und einen Galaxy D8. Der D8 zeigt Dir an Jupiter weitaus mehr als der Refraktor, du erkennst wesentlich mehr Details. Neben dem Lichtsammelvermögen gibt es auch noch ein Auflösungsvermögen das darüber entscheidet ob Du Details siehst oder nicht.

Refraktoren sind im Handling recht unkompliziert und weitgehend wartungsfrei. Einen Spiegel mußt Du ab und an justieren, das ist richtig. Bei f6 oder f8 ist das aber noch einfach zu machen. Wenn Du hauptsächlich bei sehr hohen Vergrößerungen beobachten willst ist eine parallaktische Montierung eine sehr bequeme Sache. Ein Anfänger kommt wenn die Montierung eingerichtet und das Objekt im Blickfeld ist damit besser als mit einem Dobson zurecht. Er tut sich aber schwer bis dorthin, was natürlich beim Planeten noch sehr einfach ist. Die Nachführung eines Dobsons muß man lernen, ein zwei Abende reichen aus.

Ein weiteres gutes Beispiel warum es nicht nur beim Licht auf die Objektivgröße ankommt ist der Orionnebel, der Detailunterschied zwischen 4 und 8 Zoll ist enorm. Daneben bleiben Kugelsternhaufen im 4-Zöller immer neblige Flecke, unter sehr dunklen Verhältnissen löst Du vielleicht mit viel Wohlwollen den Rand etwas auf. Das schafft der 8-Zöller auch unter weit schlechteren Bedingungen und mehr.

Ich selbst beobachte unter Kleinstattbedingungen im Rhein-Main-Gebiet. Frankfurter Flughafen und Lichtsucht der Chemie tun ihr Bestes. Trotzdem erwische ich im Hof regelmäßig 4,8mag. Unter diesen Bedingungen löst Du Kugelsternhaufen mit einem 8-Zöller auf und erkennst sie wirklich als Kugelsternhaufen und nicht als gesprenkelten verwaschenen Fleck. Dein Beobachtungsplatz sollte wenigstens nicht direkt von Straßenlaternen beleuchtet werden, d.h. Du solltest nicht direkt in die Lampe sehen können. Das macht auch schon bei Planeten Probleme.

Wenn Du Wert auf schnelle Verfügbarkeit legst und ich Dinge lese wie auf Arbeit, Fenster Parkplatz. Dann wird Dir die Montierung eines Refraktors auch schnell zuviel. Ich halte das auch für etwas überzogen. Das schnellste ist immer noch ein Fernglas, für jedes andere Gerät brauchst Du Zubehör das zu schleppen ist. Die Auskühlung ist nur ein Aspekt unter vielen. Vom Fenster aus beobachten bringt nicht viel. Die Wärme des Raumes wird kaum ein vernünftiges Bild zulassen. Ein Fernglas ist für Planeten nicht so doll. Im Übrigen benötigt der Refraktor auf alle Fälle eine stabile Montierung, meist empfielt sich ein oder zwei Größenklassen über den Einstiegsvarianten zu wählen, die oft leider viel zu oft am Limit der Möglichkeiten sind. Wobei ich die SkyView nicht kenne, das sollte jemand anderes kommentieren.

Ich kenne den zitierten Mak nicht, Maks sind ohne Lüfter enorm träge bezüglich der Auskühlung. Maks sind m.E. auch keine Anfängergeräte. Meine Empfehlung wäre bei Deinem Budget den 8-Zoll Dobson zu nehmen. Der 8-Zöller ist nicht viel länger als der 6-Zöller, nur etwas dicker, aber immer noch sehr leicht zu transportieren. Mit dem Gerät wirst Du sehr viel Spaß haben.

Viele Grüße
Adrian Herrmann
 
Hallo Adrian Herrmann
Danke für ihre Antwort,
Genau so eine Antwort habe ich gewartet, nochmals danke.
Sie haben mich überzeugt für ein 8" Dobson zu entschieden.
Die andere frage ist, für den Dobson
ein BK7 oder ein Pyrex oder Suprax Glas in Frage kommt.
Gibts viele unterschide zwischen BK7 und Pyrex oder Suprax?
Mit freundlichem Grüßen
 
Re: Für Stadt GSR 90/1000mm Refraktor o. GSO580 Do

Hallo,
ehrlich gesagt am besten beides. Einen 6" oder sogar 8" Newton "und" ein kleineres Teil für mal eben zwischen durch, ob nun Refraktor oder Mak sei jetzt mal dahingestellt.

Für den Venustransit hat jetzt mein Kumpel meinen 90/1000 Explorer ausgeliehen, weil der sichtbar schärfer ist als ein 114mm Newton - zum fotografieren! Er wird es mit einer 2x Barlow benutzen. Er zieht den Refraktor mal so gesagt nur für "diesen" Einsatz vor.

Du musst Dir im klaren sein, wieviel Aufwand Du betreiben willst. Es gibt Kollgen, die treiben sich mit 12" und größeren Tonnen rum, andere verkaufen diese Teile um auf kleinere Instrumente umzusteigen. So ein kleiner Refraktor oder Mak ist natürlich schnell aufgestellt, ein 6" Dobson aber auch und das Auskühlen spielt bei der Größe meines Erachtens noch keine Rolle - dann wartest Du eben mal 15 Minuten, so schlimm ist es nicht.

Da Öffnung durch nichts zu ersetzen ist .... aber ein kleineres Instrument wird bei mir neben einem SC doch sehr oft eingesetzt. Es gibt keine 100%igen Allround-Teleskope - manchmal bräuchte man drei, einsetztbar für die unterschiedlichsten Bedingungen.

Gruß Burkhard

 
Hallo,

hier kannst Du etwas über die Spiegelsorten nachlesen. Wie schon geantwortet wurde kühlen Spiegel mit Pyrex nicht schneller aus, sondern zeigen während dieses Vorganges schon mal ein brauchbares Bild. Mehr bringt in jedem Fall eine Zwangslüftung.

Wenn Du einen Spiegel selbst schleifen wolltest, wäre BK7 nicht so super. Das kannst Du dort nochmal nachlesen, Pyrex ist hier besser zu bearbeiten. Dadurch begründet sich auch, daß ein Pyrexspiegel vielleicht einen Tick besser als ein BK7 ist. Die Leistung der BK7-Spiegel von GSO / Galaxy ist gut.

Jeder muß für sich entscheiden ob er den Mehrpreis dafür hinlegen möchte. Ich würde es machen, wenn es um ein Gerät der Oberliga geht, dort macht man keine Kompromisse. Dazwischen liegt allerdings Faktor 6.

Du hast schon die richtige Einstellung, Du brauchst auch noch Geld für Okulare. Wenn Du es nicht mußt würde ich mit 6 Zoll-Dobson nicht anfangen und den 8er nehmen. Wenn Du Dich zwischen Pyrex und Okularergänzung entscheiden mußt, nimm das Okular. Die mitgeliferten 9 und 32mm reichen nicht aus, Du benötigst etwas im Bereich zwischen 12 und 17 und etwas bei 5 bis 6mm. In jedem Fall würde ich das Gerät mit Telradfinder nehmen.

Was man auch nicht verheimlichen darf ist, daß Du an Geräten dieser Preisklasse immer noch etwas an der Rockerbox verbessern mußt. Mein Gerät war gebraucht und ist eigentlich ok. Das sind aber sehr kleine Handgriffe, fehlende Stabilität bei einer parallaktischen Montierung ist nur schwer zu beheben, meist endet das damit, daß das Opfer die Montierung zeitig wechselt.

Viele Grüße
Adrian Herrmann
 
Hallo Walter.

"Zu gross" ist ein Teleskop eigentlich erst dann, wenn Du es

a) nicht mehr bezahlen kannst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
b) nicht mehr transportieren kannst
oder c) die Auskühlzeit zu lange dauert

Ein 6", 8" oder auch 10" muss nicht zwingend aus Pyrex sein; ich habe selber einen 12" aus BK7 und einen 6" aus einfachen Floatglas - beide liefern ausgezeichnete Bilder, wenn die Temperierung stimt (Pyrex kühlt nicht schneller, und gibt auch warme Luft ab während der Kühlphase = "Tubusseeing".
Es ist lediglich formatabiler während dieser Zeit.)

Ein 6" f/8 zeigt ausgezeichnete Planetenbilder und liefert schon eine Menge DeepSky Power! Besonders, wenn der Himmel schön dunkel ist, zeigen einige Nebel & Galaxien schon etwas Struktur. Viel mehr ist auch mit 12" nicht drin - nur einige 100 (oder 1'000) Objekte mehr und einiges deutlicher, wenn der Himmel Stimmt...

Sternenhaufen (genau betrachtet ist das auch DeepSky) sind auch aus der Stadt möglich, und/oder auch mit weniger Öffnung, aber nicht ganz so detailreich.

Letztendlich ist alles eine Sache der Deutlichkeit.
Aber lieber 6" mobil (Landhimmel) als 8" in der Stadt festgenagelt. Und noch lieber 8" oder noch mehr, mobil - und dann sind wir wieder am Anfang "wann ist ein Teleskop zu gross"...

Nicht ausser 8 zu lassen sind sie Kosten für das Zubehör: 2 relativ gute Okulare liegen meistens bei; 2-3 weitere sind irgendwann fällig, vielleicht auch eine Barlowlinse. Ausserdem ein Stück Baader-Sonnenfilterfolie (sehr empfehlenswert: erschliesst Sonnenbeobachtung! Da ist immer was los...)
und etwas Literatur (Himmels-Atlas. Ich empfehle den "Karkoschka") und eine Rotlicht-Lampe, um die Nachtadaption des Auges nicht zu stören und
vielleicht noch einen Telrad oder sonstigen, guten Sucher, und noch ein...zwei Nebelfilter (vorsicht, teuer...) und einen Astrostuhl, um das Kreuz zu entlasten, und vielleicht noch ein wirklich tolles Übersichtsokular, und im Winter (der nächste kommt bestimmt) dann warme Kleidung...


Eigentlich sollte ich JEDEM davon abraten, sich überhaupt irgend ein Teleskop zuzulegen..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo slyv !
Das sit mir schon klar salamango geht es darum : er wohnt fast mitten in der stadt hat zwar ein oder zwei dunklere plätze zum beobachten die er dann mit dem gerät auch locker erreichen können muß und sich nicht einen abschleppt logisch ist es besser für ihn wenn er die maximale öffnung nimmt die er für sein geld bekommt dann macht es ja auch mehr spaß . ich wohne 5 km von ihm weg und habe den vorteil das die gemeinde in der ich wohne ab 0.30 uhr alle straßen lampen ausmacht . Ich werde mich ja auch noch mit ihm treffen dann kann er mal mit verschiedenen optiken spechteln .
Ich denke das er es mit dem 8 zöller alles richtig macht und das gerät ihm viel freude bereiten wird .er sagte zu mir am telefon das er kaum erfahrung mit teleskopen hat , da habe ich ihm angeboten mich und meine kollegen mal zu begleiten wenn er sich jetzt den 8 zöller holt dann kann er auch gut einige geräte testen . Er möchte ja auch nicht immer aufs land fahren müßen um DS zu beobachten ich selbst habe vor kurzem einen 10 zöller ts dob bestellt und bin schon ganz heis auf das gerät !
gruß timo
 
Hallo salamango,

das mit dem Auskühlen ist prinzipell richtig, aber wie bereits erwähnt,
muss auch ein Refraktor auskühlen und bei 6 od. 8" hält sich das noch in
Grenzen, da auch Dein Auge etwas Zeit braucht, um sich an die Dunkelheit
zu gewöhnen.

In der Regel kann man direkt mit helleren DeepSky Objekten loslegen, dort
stört die warme Luft nicht allzuviel, erst später knöpft man sich die Planeten
vor, da diese auch die Dunkeladaption des Auges stören.

Es ist auch möglich, direkt die Planeten ins Visier zu nehmen, allerdings
sieht man bei hoher Vergrösserung die Luft wabern und mit den Details ist
dann auch noch nicht so viel zu sehen (hier hilft aber nur
ausprobieren).

Auf jeden Fall solltest Du das Angebot von Timo wahrnehmen !

Meine Entscheidung für den Dob geht auf eine Beobachtung mit einem 120/1000
Refraktor auf einer EQ3 zurück. Das Handling hat mir nicht so gefallen
und das Ganze hat böse gezittert.
Zum Thema Dob nachschubsen: Man gewöhnt sich recht locker
daran, vor allem
zittert hier nix, wenn man die Hand anlegt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

cs
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

das mit dem Auskühlen ist prinzipell richtig, aber wie bereits erwähnt,
muss auch ein Refraktor auskühlen und bei 6 od. 8" hält sich das noch in
Grenzen, da auch Dein Auge etwas Zeit braucht, um sich an die Dunkelheit
zu gewöhnen.

die Auskühlung beim Refraktor zumindest bis 4-Zoll (darüber kenne ich es nicht) ist rein akademischer Natur. Um Bildveränderungen wahrnehmen zu können müßtest Du das Teil vermutlich auf der aufgedrehten Heizung lagern um es dann auf die im Hof vorberreitete Montierung zu setzen und das bei -20°. Alles andere ist vielleicht mit technischen Hilfsmitteln meßbar, wichtig ist aber nur was für Dich merklich ankommt.

Ohne Lüfter ist die Spiegelauskühlung bei klirrender Kälte sehr schnell ein Thema, das gilt noch mehr für einen Mak und es wird mit zunehmender Größe mehr. Es gab hier zur Zeit des Forencrash eine Diskussion bezüglich des Auskühlverhaltens von Mak's. Das war sehr interessant, bei diesen Geräten empfiehlt sich die Lüftung allein schon um den Einfluß nächtlich fallender Temperaturen nicht zu haben.

Bei einem Refraktor zumindest in den Bereichen bis 4 Zoll brauchst Du über Auskühlung nicht nachzudenken. Refraktoren zumindest die besseren, haben justierbare Linsen, das heißt nicht daß Du hier wie beim Spiegel justieren mußt. Kurzbrennweitige Frauenhofer haben Farbfehler, das ist sehr wohl ein Argument, den aber die meisten Anfänger bei einem 4-Zoll f10 nicht so ohne weiteres sehen. Diese Farbfehler sind besonders von Vergrößerung und Objektauswahl abhängig. Das bedeutet aber, daß es auch gute Gründe gibt solche Geräte trotz Farbfehler zu haben.

Ich bin überzeugt, daß im vorliegenden Fall der Dobson die richtige Wahl ist, kann mir aber gut vorstellen, daß der Kollege irgendwann den Refraktor ergänzt. Der Dobson bietet m.E. die breiteste Palette an Möglichkeiten, die Orientierung findet dann aber erst statt. Nicht alle bleiben bei Planeten, nicht alle bleiben bei Deepksy aber wer dabei bleibt, bleibt fast nie bei einem Gerät.

Wenn Du einen 120/1000 Refraktor auf eine EQ3 setzt, ist das so als würdest Du einen 8-Zoll Dobson auf eine Klorolle setzen. So was paßt nicht, das ist nicht zur Wertung eines Gerätes geeignet, sondern Spielerei. Geräte dieser Größe stellen gewaltige Ansprüche an die Montierung, da wäre mir selbst meine SP ein unangenehmer Kompromiß, wenn auch machbar.

Viele Grüße
Adrian
 
Hallo,

Öffnung bringts. Der GSO 580 hat 1,6x Auflösung und ca. 2,5x Lichtstärke des 90/1000.
Die Optik ist einfach besser. Das sagt glaube ich schon alles. Ob man Dobson mag ist
allerdings Geschmackssache. Das solltest Du mal ausprobieren.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben