Bernhard_Loos
Aktives Mitglied
Hallo,
ich möchte Euch meine Erfahrungen mit folgenden Ferngläsern mitteilen:
Fujinon 7x50 FMT-SX
Ich habe mir vor einer Woche ein neues Fujinon 7x50 FMT-SX unbesehen im Internet gekauft. Beim ersten Blick durch das Glas hat´s mich fast vom Sockel gehauen. So ein scharfes, klares, verzeichnungsfreies und dabei ruhiges Gesamtbild habe ich bis dahin noch nicht in einem Fernglas gesehen – ein Erlebnis!!
Als weitere Pluspunkte dieses Glases möchte ich nennen: Ein plastisches, natürliches Bild, dass mit keinem Dachkanter zu erreichen ist. Das Glas reagiert von all meinen Gläsern am wenigsten empfindlich mit Streulicht und Geisterbilder. Das Fujinon bietet den angenehmsten und komfortabelsten Einblick - ist das Glas einmal eingestellt, heißt es nur noch: ansetzen - durchschauen und Spaß haben! Das Sehfeld liegt mit 131m auf 1000m, 7°30`, 52,5° scheinbares Gesichtsfeld im oberen Bereich für ein 7x50 Fernglas.
Die Scharfstellung über Einzelokularverstellung sehe ich bei einem Glas mit 7facher Vergrößerung und dieser Schärfeleistung nicht als Nachteil an. Einschränkungen sehe ich nur bei Benutzern die ständig im Nahbereich auf unterschiedliche Distanzen beobachten. Bei meinen einzelokularverstellbaren Gläsern (Fujinon 7x50, Zeiss „Skipper“) wende ich gerne folgende Fokussiermethode an: Ich merke mir die für eine bestimmte Entfernung nötige Okulareinstellung und stelle diese ein bevor ich durch das Glas schaue. Bei dem großen Schärfetiefenbereich dieser Gläser und etwas Übung trifft man eigentlich immer ins Schwarze, wenn nicht, liegt man auch nicht sehr daneben und man kann dann nochmals leicht nachkorrigieren. Die andere Methode ist das gleichzeitige Drehen der Okulare während des Durchschauens. Das klappt nur beim Fujinon (Übung vorausgesetzt), weil hier die feintriebigen Okulare gut zwischen den Fingern (auch aufgrund Ihres großen Durchmessers) liegen. Der Verstellwiederstand ist optimal und rechts und links absolut gleich - zwei Kriterien, die das Zeiss „Skipper“ nicht erfüllt. Apropo große Okulare und Nasenkontakt: Meine Frau (AP 60mm) hat keine Probleme mit dem Fujinon, wohl aber mit den Okularen des Pentax 8x32; durch die Drehmuscheln sind die Okulare hier auch sehr groß. So ein Verstellmechanismus braucht eben Platz! Ich nehme mal an, dass die relativ kleine AP des Pentax auch keine Toleranz bei der Einstellung des Pupillenabstandes zulässt.
Die Aufmachung und Verarbeitung des Fujinon sind perfekt: Gummiarmiert dort wo es nötig ist, die Knickbrücke nicht vorstehend, Augenmuscheln leicht zu wechseln, das Stativgewinde ist gut zugänglich, als Zubehör erhältliche Nebelfilter sind sehr leicht zwischen Okular und Augenmuschel einzubauen. Das Glas liegt hervorragend in den Händen. Durch die Porro-Bauweise hat man einen sehr sicheren, weil formschlüssigen Griff.
Fazit: Das Fujinon 7x50 FMT-SX ist ein Fernglas auf allerhöchstem Niveau – man beachte das Preis-Leistungsverhältnis!! Einschränkungen sehe ich nur für Tierbeobachtungen im Nahbereich mit ständig wechselnden Betrachtungsabständen, lange Wanderungen und Dauerbeobachtungen aus freier Hand, das Glas wiegt 1430 Gramm. Bei normalen Spaziergängen nehme ich das Glas aber sehr gerne mit, weil das Tragen des Glases durch das Seherlebnis mehr als wettgemacht wird.
Zeiss 6x42 „Skipper“ T* P*
Dieses Fernglas ist der Zwillingsbruder des 7x42 Dialyth. Dieses Glas hat nach dem Fujinon das hellste und schärfste Bild, welches diesem gegenüber im Randbereich etwas stärker abfällt. Das Sehfeld ist mit 51° scheinbarem Sehfeld nicht gerade als weitwinklig zu bezeichnen. Was mich etwas stört, ist ein ausgeprägter heller konzentrischer Lichtring nahe des Bildfeldrandes. Leider liefert das Zeiss 6x42 ebenso wie das Zeiss 7x42 und das Pentax 8x32 ein wenig plastisches Bild ohne räumliche Tiefe. Was Streulichtempfindlichkeit betrifft würde ich es auf einer Stufe mit dem Zeiss 8x56 „Design Selection“ hinter dem Fujinon 7x50 einordnen. Das Glas hat eine Einzelokulareinstellung und ist als Skipperglas wasserdicht, die graue Gummiarmierung ist gut griffig. Die Okularverstellung ist rechts und links unterschiedlich schwergängig. Aufgrund der 6fachen Vergrößerung muss jedoch nicht oft fokussiert werden. Das Glas weist ein angenehmes Einblicksverhalten auf. Das Glas kann aufgrund seiner schlanken Bauform und seines geringen Gewichtes von 800 Gramm überall dabei sein. Das Fernglas wird von Zeiss nicht mehr hergestellt!
Zeiss 7x42 Dialyth T*
Dieses Glas fällt gegenüber seinem Zwillingsbruder 6x42 „Skipper“ in Punkto Schärfeleistung und Streulichtempfindlichkeit doch etwas ab. Gut möglich, dass das an der fehlenden P*-Vergütung liegt. Das Bild wird sehr oft durch Reflexionen getrübt. Das Glas besticht durch ein sehr großes Sehfeld (150m auf 1000m, 8,6°, 60,2° scheinbares Gesichtsfeld). Das Glas besitz einen gut gängigen Mitteltrieb, ist schwarz gummiarmiert und gut griffig. Das Zeiss 7x42 kann aufgrund seiner schlanken Bauform und seines geringen Gewichtes von 800 Gramm überall dabei sein. Das ideale Pirschglas. Das Fernglas wird von Zeiss (leider) nicht mehr hergestellt!
Zeiss 8x56 „Design Selection“
Dieses Glas hat mit scheinbaren 60,48° das größte Sehfeld meiner Gläser. Und in der Tat wird man beim ersten Durchblick fast vom Bild erschlagen, man ist sozusagen „mittendrin“. Mein Eindruck ist aber, dass ich eine Weile durch das Glas schauen muss, bis ich mich auf dieses große Bild eingestellt habe. Ich empfinde es sogar als eine Anstrengung das ganze Bild aufzunehmen (könnte auch auf das Nachlassen meiner Augen zurückzuführen sein).
In der Schärfeleistung liegt das 8x56 hinter dem Fujinon 7x50 und dem Zeiss „Skipper“ und vor dem Pentax 8x32. Das Zeiss 8x56 „Design Selection“ hat die stärksten Verzeichnungen im Randbereich. Das Glas liefert ein wesentlich plastischeres Bild als meine anderen Dachkantgläser ohne aber an das Fujinon heranzureichen.
Die Gummiarmierung ist ziemlich glatt und man muss das keilförmige und schwere Glas (1600 Gramm incl. Trageriemen) schon kräftig anfassen wenn man es hochnimmt. Sehr schön sind die seitlich herumgezogenen Augenmuscheln, die gut vor seitlichem Lichteinfall schützen. Leider hat das Glas kein Stativgewinde. Meiner Meinung nach ist ein Stativgewinde für solch ein schweres Glas ein absolut notwendiges Ausstattungsmerkmal. Von Zeiss gibt es den sündhaft teuren Stativadapter „Binomount“ (jenseits von 150 Euro) für Ferngläser dieser Bauart. Das kommt dabei raus, wenn die Funktion dem Design untergeordnet wird. Da lohnt es sich auf alle Fälle etwas selbst zu bauen (Auflageplatte mit Klettband).
Das Fernglas wird von Zeiss nicht mehr hergestellt!
Pentax 8x32 DCF-SP
Mein Sohn hat sich dieses Glas gekauft, um bei seinen Motorradtouren ein handliches, leichtes und doch leistungsfähiges Fernglas dabeizuhaben. Diesen Anspruch erfüllt das Pentax 8x32 in fast idealer Weise.
Die Bildschärfe und Bildhelligkeit steht dem des Zeiss „Design Selection“ nur wenig nach. Die Verzeichnungen würde ich als gering bezeichnen. Auf Streulicht reagiert es etwas empfindlicher als das „Design Selection“. Das Sehfeld ist ebenfalls so groß wie der des „Design Selection“ , es wirkt aber nicht so anstrengend auf meine Augen wie bei diesem. Vielleicht hat ja jemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht und eventuell eine Erklärung für dieses Phänomen. Die geringste Naheinstellungsentfernung ist mit 1,5 Metern hervorragend.
Das gummiarmierte Glas hat ein Gewicht von nur 660 Gramm und ist sehr handlich. Es ist sehr gut verarbeitet und ist mit Drehaugenmuscheln, Objektivklappen und Stativgewinde gut ausgerüstet. Der Mitteltrieb geht weich und geschmeidig, ist aber für mein Geschmack viel zu grob (1 ½ Umdrehungen). Dies wirkt sich in der Praxis so aus, dass bei der kleinsten Berührung des Fokussierrades die Schärfe weg ist; auch der Einstellvorgang an sich wird dadurch zur Zehntelmillimeterarbeit. Im Gegensatz zum Fujinon 7x50 ist man hier eigentlich immer am justieren. Durch die AP von 4 mm muss man dieses Glas sehr sorgfaltig einstellen und genau positionieren, sonst hat man schnell Schattierungen im Bild.
Carl Zeiss Jena 8x30 Deltrintem
Diese Glas habe ich vor einigen Wochen über eBay erstanden. Das Deltintem zeichnet in der Mitte eigentlich recht scharf, die Schärfe lässt aber zum Rand hin drastisch nach. Die Maßnahmen zur Streulichtunterdrückung muss man bei diesem Glas wohl als gescheitert ansehen. Es gibt eigentlich kaum ein Betrachtungssituation in dem Streulicht nicht das Bild, im wahrsten Sinne des Wortes trübt. Der Einblickkomfort ist bescheiden. Der Pupillenabstand zum Okular ist zu klein, sodass man immer mit den Wimpern am Glas hängt. Das Deltrintem und das Fujinon FMT trennen Welten oder astronomisch ausgedrückt: Lichtjahre.
Für die Beobachtung am Himmel halte ich von meinen Gläsern das Fujinon 7x50 FMT-SX für am besten geeignet, aufgrund der hohen Bildschärfe, der geringen Anfälligkeit für Streulicht und wegen des angenehmen Einblickkomforts., gefolgt vom Zeiss 6x42 „Skipper“ und dem Zeiss 8x56 „Design Selection“.
Gruß - Bernhard
ich möchte Euch meine Erfahrungen mit folgenden Ferngläsern mitteilen:
Fujinon 7x50 FMT-SX
Ich habe mir vor einer Woche ein neues Fujinon 7x50 FMT-SX unbesehen im Internet gekauft. Beim ersten Blick durch das Glas hat´s mich fast vom Sockel gehauen. So ein scharfes, klares, verzeichnungsfreies und dabei ruhiges Gesamtbild habe ich bis dahin noch nicht in einem Fernglas gesehen – ein Erlebnis!!
Als weitere Pluspunkte dieses Glases möchte ich nennen: Ein plastisches, natürliches Bild, dass mit keinem Dachkanter zu erreichen ist. Das Glas reagiert von all meinen Gläsern am wenigsten empfindlich mit Streulicht und Geisterbilder. Das Fujinon bietet den angenehmsten und komfortabelsten Einblick - ist das Glas einmal eingestellt, heißt es nur noch: ansetzen - durchschauen und Spaß haben! Das Sehfeld liegt mit 131m auf 1000m, 7°30`, 52,5° scheinbares Gesichtsfeld im oberen Bereich für ein 7x50 Fernglas.
Die Scharfstellung über Einzelokularverstellung sehe ich bei einem Glas mit 7facher Vergrößerung und dieser Schärfeleistung nicht als Nachteil an. Einschränkungen sehe ich nur bei Benutzern die ständig im Nahbereich auf unterschiedliche Distanzen beobachten. Bei meinen einzelokularverstellbaren Gläsern (Fujinon 7x50, Zeiss „Skipper“) wende ich gerne folgende Fokussiermethode an: Ich merke mir die für eine bestimmte Entfernung nötige Okulareinstellung und stelle diese ein bevor ich durch das Glas schaue. Bei dem großen Schärfetiefenbereich dieser Gläser und etwas Übung trifft man eigentlich immer ins Schwarze, wenn nicht, liegt man auch nicht sehr daneben und man kann dann nochmals leicht nachkorrigieren. Die andere Methode ist das gleichzeitige Drehen der Okulare während des Durchschauens. Das klappt nur beim Fujinon (Übung vorausgesetzt), weil hier die feintriebigen Okulare gut zwischen den Fingern (auch aufgrund Ihres großen Durchmessers) liegen. Der Verstellwiederstand ist optimal und rechts und links absolut gleich - zwei Kriterien, die das Zeiss „Skipper“ nicht erfüllt. Apropo große Okulare und Nasenkontakt: Meine Frau (AP 60mm) hat keine Probleme mit dem Fujinon, wohl aber mit den Okularen des Pentax 8x32; durch die Drehmuscheln sind die Okulare hier auch sehr groß. So ein Verstellmechanismus braucht eben Platz! Ich nehme mal an, dass die relativ kleine AP des Pentax auch keine Toleranz bei der Einstellung des Pupillenabstandes zulässt.
Die Aufmachung und Verarbeitung des Fujinon sind perfekt: Gummiarmiert dort wo es nötig ist, die Knickbrücke nicht vorstehend, Augenmuscheln leicht zu wechseln, das Stativgewinde ist gut zugänglich, als Zubehör erhältliche Nebelfilter sind sehr leicht zwischen Okular und Augenmuschel einzubauen. Das Glas liegt hervorragend in den Händen. Durch die Porro-Bauweise hat man einen sehr sicheren, weil formschlüssigen Griff.
Fazit: Das Fujinon 7x50 FMT-SX ist ein Fernglas auf allerhöchstem Niveau – man beachte das Preis-Leistungsverhältnis!! Einschränkungen sehe ich nur für Tierbeobachtungen im Nahbereich mit ständig wechselnden Betrachtungsabständen, lange Wanderungen und Dauerbeobachtungen aus freier Hand, das Glas wiegt 1430 Gramm. Bei normalen Spaziergängen nehme ich das Glas aber sehr gerne mit, weil das Tragen des Glases durch das Seherlebnis mehr als wettgemacht wird.
Zeiss 6x42 „Skipper“ T* P*
Dieses Fernglas ist der Zwillingsbruder des 7x42 Dialyth. Dieses Glas hat nach dem Fujinon das hellste und schärfste Bild, welches diesem gegenüber im Randbereich etwas stärker abfällt. Das Sehfeld ist mit 51° scheinbarem Sehfeld nicht gerade als weitwinklig zu bezeichnen. Was mich etwas stört, ist ein ausgeprägter heller konzentrischer Lichtring nahe des Bildfeldrandes. Leider liefert das Zeiss 6x42 ebenso wie das Zeiss 7x42 und das Pentax 8x32 ein wenig plastisches Bild ohne räumliche Tiefe. Was Streulichtempfindlichkeit betrifft würde ich es auf einer Stufe mit dem Zeiss 8x56 „Design Selection“ hinter dem Fujinon 7x50 einordnen. Das Glas hat eine Einzelokulareinstellung und ist als Skipperglas wasserdicht, die graue Gummiarmierung ist gut griffig. Die Okularverstellung ist rechts und links unterschiedlich schwergängig. Aufgrund der 6fachen Vergrößerung muss jedoch nicht oft fokussiert werden. Das Glas weist ein angenehmes Einblicksverhalten auf. Das Glas kann aufgrund seiner schlanken Bauform und seines geringen Gewichtes von 800 Gramm überall dabei sein. Das Fernglas wird von Zeiss nicht mehr hergestellt!
Zeiss 7x42 Dialyth T*
Dieses Glas fällt gegenüber seinem Zwillingsbruder 6x42 „Skipper“ in Punkto Schärfeleistung und Streulichtempfindlichkeit doch etwas ab. Gut möglich, dass das an der fehlenden P*-Vergütung liegt. Das Bild wird sehr oft durch Reflexionen getrübt. Das Glas besticht durch ein sehr großes Sehfeld (150m auf 1000m, 8,6°, 60,2° scheinbares Gesichtsfeld). Das Glas besitz einen gut gängigen Mitteltrieb, ist schwarz gummiarmiert und gut griffig. Das Zeiss 7x42 kann aufgrund seiner schlanken Bauform und seines geringen Gewichtes von 800 Gramm überall dabei sein. Das ideale Pirschglas. Das Fernglas wird von Zeiss (leider) nicht mehr hergestellt!
Zeiss 8x56 „Design Selection“
Dieses Glas hat mit scheinbaren 60,48° das größte Sehfeld meiner Gläser. Und in der Tat wird man beim ersten Durchblick fast vom Bild erschlagen, man ist sozusagen „mittendrin“. Mein Eindruck ist aber, dass ich eine Weile durch das Glas schauen muss, bis ich mich auf dieses große Bild eingestellt habe. Ich empfinde es sogar als eine Anstrengung das ganze Bild aufzunehmen (könnte auch auf das Nachlassen meiner Augen zurückzuführen sein).
In der Schärfeleistung liegt das 8x56 hinter dem Fujinon 7x50 und dem Zeiss „Skipper“ und vor dem Pentax 8x32. Das Zeiss 8x56 „Design Selection“ hat die stärksten Verzeichnungen im Randbereich. Das Glas liefert ein wesentlich plastischeres Bild als meine anderen Dachkantgläser ohne aber an das Fujinon heranzureichen.
Die Gummiarmierung ist ziemlich glatt und man muss das keilförmige und schwere Glas (1600 Gramm incl. Trageriemen) schon kräftig anfassen wenn man es hochnimmt. Sehr schön sind die seitlich herumgezogenen Augenmuscheln, die gut vor seitlichem Lichteinfall schützen. Leider hat das Glas kein Stativgewinde. Meiner Meinung nach ist ein Stativgewinde für solch ein schweres Glas ein absolut notwendiges Ausstattungsmerkmal. Von Zeiss gibt es den sündhaft teuren Stativadapter „Binomount“ (jenseits von 150 Euro) für Ferngläser dieser Bauart. Das kommt dabei raus, wenn die Funktion dem Design untergeordnet wird. Da lohnt es sich auf alle Fälle etwas selbst zu bauen (Auflageplatte mit Klettband).
Das Fernglas wird von Zeiss nicht mehr hergestellt!
Pentax 8x32 DCF-SP
Mein Sohn hat sich dieses Glas gekauft, um bei seinen Motorradtouren ein handliches, leichtes und doch leistungsfähiges Fernglas dabeizuhaben. Diesen Anspruch erfüllt das Pentax 8x32 in fast idealer Weise.
Die Bildschärfe und Bildhelligkeit steht dem des Zeiss „Design Selection“ nur wenig nach. Die Verzeichnungen würde ich als gering bezeichnen. Auf Streulicht reagiert es etwas empfindlicher als das „Design Selection“. Das Sehfeld ist ebenfalls so groß wie der des „Design Selection“ , es wirkt aber nicht so anstrengend auf meine Augen wie bei diesem. Vielleicht hat ja jemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht und eventuell eine Erklärung für dieses Phänomen. Die geringste Naheinstellungsentfernung ist mit 1,5 Metern hervorragend.
Das gummiarmierte Glas hat ein Gewicht von nur 660 Gramm und ist sehr handlich. Es ist sehr gut verarbeitet und ist mit Drehaugenmuscheln, Objektivklappen und Stativgewinde gut ausgerüstet. Der Mitteltrieb geht weich und geschmeidig, ist aber für mein Geschmack viel zu grob (1 ½ Umdrehungen). Dies wirkt sich in der Praxis so aus, dass bei der kleinsten Berührung des Fokussierrades die Schärfe weg ist; auch der Einstellvorgang an sich wird dadurch zur Zehntelmillimeterarbeit. Im Gegensatz zum Fujinon 7x50 ist man hier eigentlich immer am justieren. Durch die AP von 4 mm muss man dieses Glas sehr sorgfaltig einstellen und genau positionieren, sonst hat man schnell Schattierungen im Bild.
Carl Zeiss Jena 8x30 Deltrintem
Diese Glas habe ich vor einigen Wochen über eBay erstanden. Das Deltintem zeichnet in der Mitte eigentlich recht scharf, die Schärfe lässt aber zum Rand hin drastisch nach. Die Maßnahmen zur Streulichtunterdrückung muss man bei diesem Glas wohl als gescheitert ansehen. Es gibt eigentlich kaum ein Betrachtungssituation in dem Streulicht nicht das Bild, im wahrsten Sinne des Wortes trübt. Der Einblickkomfort ist bescheiden. Der Pupillenabstand zum Okular ist zu klein, sodass man immer mit den Wimpern am Glas hängt. Das Deltrintem und das Fujinon FMT trennen Welten oder astronomisch ausgedrückt: Lichtjahre.
Für die Beobachtung am Himmel halte ich von meinen Gläsern das Fujinon 7x50 FMT-SX für am besten geeignet, aufgrund der hohen Bildschärfe, der geringen Anfälligkeit für Streulicht und wegen des angenehmen Einblickkomforts., gefolgt vom Zeiss 6x42 „Skipper“ und dem Zeiss 8x56 „Design Selection“.
Gruß - Bernhard