Fujinon 7x50 zu empfehlen?

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curefan

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Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Fujinon 7x50 zuzulegen.

Z.Z nutze ich ein 22x60 Miyauchi, ein Canon 10x30 IS und ein Tento 7x50 und 10x50.
Optisch sind die Russengläser schon klasse,jedoch hat das 7x50 einen ausgesprochenen Tunnelblick.
Daher auch die Überlegung, das 7x50 Tento gegen ein 7x50 Fujinon auszutauschen.

Ich lege Wert auf ein astronomisches Glas, das rein freihändig nutzbar ist und hohe optische Qualität hat.
10x sind für meiner Meinung nach schon zu viel (das sehe ich am Tento), da gehen Details schon verloren.
Für den Vergrößerungsbereich ab 10x habe ich ja das Canon bzw. das Miyauchi auf Stativ.

Wie sieht es denn beim Fujinon mit Tunnelblick und den weiteren optischen Fähigkeiten (wenn möglich im
Vergleich zum Tento 7x50) aus?

Danke

Marco
 
Hallo Berhard,

Danke für die Hinweise. Dies bringt mich aber auch nicht richtig weiter...

Kannst Du mir mehr darüber sagen, ob das 7x50 Fujinon auch einen Tunnelblick zeigt?

Marco
 
Das zeigt nicht mal ansatzweise einen Tunnelblick.
Mein erstes richtiges Fernglas war ein Fujinon 7x50 Marineding mit Kompass.
Als ich zum ersten Mal durchschaute, habe ich ein ca. dreiminütiges Aaaaaaaaaaaaaaaa von mir gegeben.

Grüße, Thomas.
 
Das 7x50 FMT-SX hat ein reales Sehfeld von 7,5°.
Dies ergibt ein scheinbares Sehfeld von ca. 52,5° (wenn man einmal Verzeichnung ausser Acht läßt). Der allgemeinen Auffassung nach liegt dies etwa im Mittelfeld. Von Tunnelblick zu sprechen, wäre unangemessen, es handelt sich aber wirklich auch nicht grade um ein Weitwinkelglas. Diese sehe ich eher so bei Sehfeldern ab 65° aufwärts.

Mein 7x40 Docter hat denselben Winkel wie das Fujinon. Ich bin mit dem Sehfeld zufrieden. Letztendlich hängt es aber von der eigenen Einschätzung ab.

Grüße
Carsten
 
Hallo Leute,

soviel ich weiß hat das Fujinon 7x50 das bei Ferngläsern dieser Größe übliche Standard - Sehfeld von ca. 130m bzw. 50°. Das ist zwar noch nicht wirklich tunnelig, wenn man aber z. B. zum Vergleich durch ein Zeiss Victory oder Dialyt 7x42 mit 150m Sehfeld geschaut hat, wirkt das Sehfeld des Fujinon doch recht mickrig. Wie groß ist denn das Sehfeld des Tento 7x50?

Gruß

Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

das Gesichtsfeld des Tento ist mir nicht bekannt, es steht auch nichts auf dem Glas und nachgemessen habe ich auch nicht.

Das Gesichtsfeld ist halt nur sehr klein und wenn dies beim Fujinon ähnlich wäre, ist ein Kauf nicht interessant.

Marco
 
Hi Marco,

ich habe mal ein wenig gegoogelt und dabei herausgefunden, daß das Tento 7x50 ein Sehfeld von 7° hat. Da das Sehfeld des Fujinon mit 7,5° nur unwesentlich größer ist, wirst Du vermutlich auch das Fujinon als "tunnelig" empfinden. Schärfe, Kontrast und Helligkeit dürften beim Fujinon aber um Klassen besser sein.

Gruß

Manfred
 
Hi,

Haaahaaa <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Das ist gut, dann gib mir die Kohle dafür <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Marco
 
Hi Marco,

nun, ein gebrauchtes Zeiss Dialyt 7x42 BGAT*P in gutem Zustand wäre doch auch nicht übel und mit etwas Glück kaum teurer als ein nagelneues Fujinon.

Gruß

Manfred
 
Falls Weitwinkel: Miyauchi Binon

Hallo Marco,

falls ein weites Sehfeld fuer Dich wichtig ist, solltest Du auf jeden Fall auch das Miyauchi in Betracht ziehen. Es ist etwa in derselben Preisklasse wie das Fujinon. Ich hatte es mal mit dem Fujinon verglichen:
http://www.holgermerlitz.de/miyauchi7x50.html

Als Weitwinkel schneidet es natuerlich bzgl. Randschaerfe nicht so toll ab wie das Fujinon, aber so etwas zu erwarten waere auch reichlich unfair bei 9.5 Grad Sehfeld (selbst das Zeiss 7x42 hat 'nur' 8.6 Grad). Das Miyauchi, obwohl nicht gerade ein Leichtgewicht, ist auch nicht ganz so schwer wie das Fujinon. Mir gefaellt es jedenfalls noch immer, auch wenn ich in Sachen Nachtglas inzwischen eher zum leichteren 7x42 tendiere als zum 7x50.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Manfred,

nun, ein gebrauchtes Zeiss Dialyt 7x42 BGAT*P in gutem Zustand wäre doch auch nicht übel und mit etwas Glück kaum teurer als ein nagelneues Fujinon.

die Sache mit dem Dialyt hört sich sehr interessant an.
Ich muß aber auch sagen, daß mich das 7x42 FL reizt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Finanziell ist das schon machbar.
Dann spare ich halt noch ein paar Monate bzw. wollte ich mich ja eh von einem Grossteil meiner Teleskopausrüstung trennen.

Wie schlägt sich denn so ein altes Dialyt bzw. ein neues FL so am Nachthimmel?

Marco
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Marco,

ich hatte früher mal für lange Zeit ein Dialyt 7x42 BGAT* ohne P-Vergütung ( Phasenkorrekturbelag auf den Dachkantprismen ). Dieses Glas war zwar sehr hell, war aber in bestimmten Lichtsituationen etwas weniger kontrastreich als ein Spitzenporroglas. Wenn Du also ein gebrauchtes Dialyt erstehen solltest, achte unbedingt darauf, daß das Glas den P-Belag hat.
Das Victory FL ist sowohl in der Schärfe als auch in der Helligkeit noch ein wenig besser als das Dialyt mit P, ich konnte diesen Vergleich - leider nur am Tage - vor ein paar Monaten machen. Allerdings ist der Unterschied nicht gewaltig, auch das Dialyt ist schon ein tolles Glas. Es ist allerdings nicht wasserdicht und hat noch die unpraktischen Gummistülpmuscheln, die erfahrungsgemäß alle paar Jahre getauscht werden müssen, da sie spröde werden und brechen, wenn man sie öfters hin- und herklappt.

Übrigens, beide Gläser sind nicht sonderlich randscharf, allerdings kenne ich auch kein 7x-Weitwinkelglas, das in dieser Hinsicht besser wäre.

Das FL ist mein Lieblingsfernglas, sowohl bei der Tagbeobachtung als auch am Nachthimmel ist es nahezu optimal. Die Milchstaßenwolken im Schützen oder Skorpion mit diesem Gerät von Namibia aus zu betrachten, war ein unbeschreiblicher Genuß.

Gruß

Manfred
 
Hi,

ein gebrauchtes Dialyt würde mir ja auch schon reichen.
Man muß nur ein Exemplar in sehr gutem Zustand finden.

Hast Du zufällig Bezugsquellen bzw. ein "Händler des Vertrauens" für gebrauchte Zeiss Gläser?
Ebay ist in diesem Falle nichts für mich.

Marco
 
Hi Marco,

ein gebrauchtes Dialyt in gutem Zustand beim Händler zu bekommen, dürfte nicht so einfach sein. Große Geschäfte - wie z. B. in Düsseldorf Frankonia, Leistenschneider oder Foto Koch - haben immer mal wieder gute Second Hand Gläser im Angebot, um ein bestimmtes Modell zu bekommen, brauchst Du aber Glück oder viel Geduld.

Ansonsten könntest Du auch ein Victory FL relativ günstig bekommen. Seit einigen Monaten werden die Victorys nämlich mit der neuen Lotu-Tec-Vergütung angeboten, manch ein Händler hat sicherlich noch ein nagelneues Victory FL ohne diese Beschichtung vorrätig und bietet es billiger an.

Gruß

Manfred
 
Kannst Du mir mehr darüber sagen, ob das 7x50 Fujinon auch einen Tunnelblick zeigt?

Hallo Marco,

das Fujinon FMT-SX 7x50 bildet mit seinen 52° Scheinbarem Gesichtsfeld 7,5° perfekt ab. Bis an den Rand! Von Tunnelblick kann man erst bei Gläsern mit 40° SG oder weniger (Zoom-Ferngläser...) sprechen. Bei diesem Glas kann man von Tunnelblick jedenfalls auf keinen Fall sprechen.

Wenn Du ein Weitwinkelglas der 7x50-Liga suchst: Holger gibt den Tipp auf das Miyauchi, durch das ich selbst noch nicht geschaut habe. Es soll allerdings v.a. am Rand nicht die Abbildungsqualität liefern wie das Fujinon.

CS

Serenitatis
 
Hallo Marco,

Für Astrozwecke kommt es ja u.a. auch auf die Schärfe im Randbereich bei möglichst großem Sehfeld an. Da gibt es 2 7x42, die ich für besonders interessant halte: das 7x42 Swarovski SLC und das 7x42 Meopta Meostar. Beide haben recht groß dimensionierte Prismen, die o.g. Eigenschaften ermöglichen. Eine Alternative mit Mitteltrieb zum Fujinon wäre das Docter Nobilem 7x50 B/GA (CF). Alle dieser Gläser, egal ob 7x50, 8x56 oder 7x42, lassen den Himmelshintergrund unter "normalen" mitteleuropäischen Sichtbedingungen (bis ca. 5,5 mag) sehr hell erscheinen. Die Folge (wenn keine Filter benutzt werden) ist ein relativ geringer Kontrast bei flächigen Beobachtungsobjekten. Ich halte deshalb diese Formate in unseren Breitengraden eigentlich nur geeignet für wenige Optimalstandorte wie z.B. (Mittel-)Gebirge. Beim terrestrischem Einsatz in der Dämmerung oder bei Mondschein ist es aber anders. Dann können Ferngläser mit sehr großen Austrittspupillen ihre Stärke voll ausspielen.


Steve
 
Hallo Marco,

vor Jahren habe ich bei InterconSpactec in Augsburg ein Fujinon 7x50 erworben. Es war das Ende einer Jahrzehnte währenden Suche nach dem idealen Glas zum Himmel durchmustern. Da gibt es keinen Tunnelblick, sogar mit Brille habe ich keine Probleme!

Für stärkere Vergrößerungen nutze ich 20x88 von TS, mit Wechselokularen auch für 26- und 32-fach, sowie ca. 11-fach mit adaptierten Vixen Okularen aus einem 11x80 deluxe.
Kommst Du mal in meine Gegend(Niederbayern) lade ich Dich gerne zum Testen ein.

Einen klaren Himmel wünscht Ascaloon
 
Hallo Marco,

ich habe ein Fujinon 7x50 und ein Miyauchi 20x77.
Das Fujinon bietet eine tolle optische Qualität und perfekte Randschärfe. 7,5° Gesichtsfeld sind üppig, ja manchmal zu viel, wenn man nämlich gerne eine etwas höhere Vergrößerung hätte. Zu Hause benutze ich das Fujinon eher wenig, auf dem Stativ macht das Miyauchi einen erheblich besseren Eindruck aufgrund der höheren Vergrößerung. ABER: obwohl ich auch einen Urlaubsrefraktor habe (66 mm), bevorzuge ich im Urlaub das Fujinon wegen seiner unkomplizierten Handhabung, weil freihändig nutzbar. Meine Familie stöhnt auf, wenn ich das Teleskop samt Stativ auspacke. Das Fujinon benutze ich ganz einfach nebenher, beispielsweise im Hotel in Griechenland abends auf der Terasse oder in Dubai im Wüstencamp oder im Allgäu im Winterurlaub. Ein Einbeinstativ macht lange Beobachtungen komfortabel, ohne die Handlichkeit groß zu beinflussen. Kurzum: ich verreise NIE ohne mein Fujinon.

Schönen Abend
Klaus
 
Hallo Marco,

ich habe noch was vergessen: ich habe zum Fujinon auch die Nebelfilter gekauft. Die kann man meines Erachtens getrost vergessen, das Geld lohnt sich nicht. Die Bandbreite ist einfach zun groß.

Grüße Klaus
 
Auch 8x50 nicht schlecht

...Von Tunnelblick kann man erst bei Gläsern mit 40° SG oder weniger (Zoom-Ferngläser...) sprechen...

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Hallo Serenitatis,

diese Definition geht vielleicht etwas zu weit. Ich persoenlich empfand das Fujinon schon ziemlich 'tunnelig', daher habe ich es verkauft und das Miyauchi behalten. Dieses ist in der Tat nicht sehr scharf in der Randgegend, aber der Vorteil des weiten Sehfeldes wog fuer mich schwerer als der Nachteil der Randunschaerfe.

Neben den bereits erwaehnten 7x42 waeren auch die alten 8x50 Octarem/Nobilem (knapp 60 Grad Sehfeld) oder das (seltene) Nobilem Super (64 Grad Sehfeld) sinnvolle Alternativen zum 7x50. Leider sind sie nur noch gebraucht zu finden. Das Zeiss Oberkochen 8x50 hatte auch 60 Grad Sehfeld, aber nur Einfachverguetung, und faellt damit praktisch aus dem Rennen.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Auch 8x50 nicht schlecht

Hallo Holger,

wie verhält sich das Miyauchi gegenüber dem Fujinon in den anderen optischen Belangen?
Vielleicht mal kurz zusammengefasst (deinen Veregleichstest habe ich schon gelesen).

Danke,

Marco
 
Miyauchi Binon

Hallo Marco,

die Verguetung des Miyauchi ist auf hohem Niveau und vergleichbar mit der des Fujinon oder Nikon SE. Es gibt daher keine Geisterbilder bei Sternen und auch nicht beim Mond, ausser, in sehr geringem Umfang, bei Vollmond. In schwierigen Lichtverhaeltnissen zeigt es manchmal etwas diffuses Streulicht. Das liegt daran, dass der Objektivrand sehr nah an der Objektivlinse abschliesst und daher keinen Streulichtschutz liefert. Eine selbstgebastelte Huelse aus Pappe beseitigt das Problem. Hier hat Miyauchi ohne Not versucht, 1-2 cm einzusparen, das haette man besser machen koennen. Fuer Astro ist das natuerlich kein Thema, da ist man ja im Dunkeln unterwegs. Das Miyauchi hat eine sehr praezise und solide Mechanik, wie ein Militaerfernglas, obwohl die rot-braune Lederoberflaeche sicher empfindlicher ist als die Gummierung des Fujinon - fuer Astro wiederum kein Problem. Trotz der grossen Okulare wirkt das Miyauchi weniger klobig und handlicher als das Fujinon.

Man muss es wohl selbst probieren - manche Leute stoeren sich an der Randunschaerfe, die aber weniger auffaellt als etwa beim Zeiss Jena Dekarem. 9.5 Grad Sehfeld sind nun mal nicht ohne Kompromisse zu haben.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Auch 8x50 nicht schlecht

Hallo Holger!

... aber der Vorteil des weiten Sehfeldes wog fuer mich schwerer als der Nachteil der Randunschaerfe.

So ist es halt: EInen Tod muss man meistens sterben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich denke, es ist auch eine Frage der Gewöhnung, was der Fernglas-Nutzer als "Tunnelblick" empfindet. Wenn er überwiegend mit Weitwinkel-Gläsern beobachtet (> 60° SG, oder gibt es eine "offizielle" Definition?), so kann sich natürlich ein Gewöhnungs-Effekt einstellen und der Schritt zu einem Fernglas mit geringerem SG beengend wirken.

Meine subjektive Meinung: Das Fujinon 7x50 (und 10x70!) empfinde ich Meilen entfernt von einem Glas mit Tunnelblick, selbst wenn ich zuvor das Fujinon 10x50 vor den Augen hatte.

CS

Serenitatis
 
Re: Miyauchi Binon

Hallo Holger,

das 7x50 Fujinon FMT-SX hat ja einen gnadenlos guten Kontrast. Kann das Miyauchi Binon da mithalten?

Steve
 
Re: Miyauchi Binon

..das 7x50 Fujinon FMT-SX hat ja einen gnadenlos guten Kontrast. Kann das Miyauchi Binon da mithalten?

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Hallo Steve,

Ja, es kann mithalten, wegen der sehr guten Verguetung - aber mit den oben genannten Einschraenkungen: Bei schraeg einfallendem Licht kann es in bestimmten Situationen zu Streulicht kommen, da ist das Fujinon besser geschuetzt. Aber das ist nicht die Standardsituation, und mit selbst gebastelten Streulichtblenden ("Taukappen") zeigt das Miyauchi auch in der Daemmerung den optimalen Kontrast. Da hat Miyauchi einfach gepennt, denn ein etwas laengerer Tubus haette das Problem gar nicht erst entstehen lassen. Dieser laengere Tubus waere auch fuer die Balance ideal gewesen: Das Miyauchi ist jetzt etwas okularlastig, so dass man nicht, wie sonst beim Porro II Typ ueblich und immer sehr praktisch, den Tubusansatz umfasst, sondern weiter hinten das Prismengehaeuse. Das ist aber auch kein echtes Problem, weil das Miyauchi insgesamt recht klein und handlich ist.

Viele Gruesse,
Holger
 
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