Fundament für Sternwarte - Fließbeton, aber wie?

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DanielM

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Und das Projekt geht weiter. Ich habe mittlerweile Fundament teilweise ausgehoben und mich um Schalung etc. gekümmert.

Jetzt gibt es ein praktisches Problem: Der Standort ist fast 70 Meter von der Straße weg. Fertigbeton mit Pumpe ist unbezahlbar (Auskunft Baustoffhandel: über 1000 Euro für die Pumpe und schläuche). Es gibt keine Möglichkeit, näher heran zu kommen.

Nun, ich will eine Bodenplatte gießen, ca. 2 qm. Wenn ich das jetzt mit Hilfe von Freunden und nem Baustellenmischer mache (der fasst so 150 Liter), gibt es da nicht ein Problem, weil man gar nicht so schnell sein kann um einheitliche Trocknung zu gewährleisten...???

Wie würdet Ihr das Problem lösen.

Danke für die Tipps.

Grüße und CS
Daniel
 
Hallo Daniel,

wie Dick ist denn die Bodenplatte?

Gruss Alex
 
Hallo Daniel,

bei meiner Sternwarte, die sich gerade im Bau befindet, habe ich einen Beton gewählt, der zwar etwas teurer ist, sich jedoch mit einer Estrichpumpe pumpen lässt - die 5m³ inkl. Pumpe und Mann haben knapp 1000€ gekostet...

Gruss

Sebastian
 
Hallo,

70m ist aber auch für ne Estrichpumpe viel, mit der Länge steigt ja auch die Rohrreibung -> höhere Pumpenleistung notwendig -> größere Pumpe...
Ausserdem darf der Beton bei einer Estrichpumpe nur ein gewisses Größtkorn besitzen, ist ja dann kein Beton mehr, sondern eher "Estrich" (ok, nach Definition schon noch Beton... ;) )

Von Betonzusatzmitteln (Verflüssiger oder Verzögerer) beim "Selbstmischen" würde ich abraten, wenn man mit sowas noch nie gearbeitet hat (auch Wasserzugabe zum Beton um ihn geschmeidig zu halten, verändert die Eigenschaften des Betons und macht ihn schlechter).

Ich denke, wenn man einen Mann an den Mischer stellt, 2 Schubkarren und einer der den Beton vom Mischer zum Einbauort fährt und dort noch einer der den Beton einbaut (mit Rüttelflasche) und vernünfitg abzieht, dürfte das auch kein Problem sein.
Man mischt ja immer den Beton mit den unmittelbar vorherigen "Mischungen", und so schnell bindet Beton nicht ab.

Oder einfach wie Sebastian ne Pumpe und nen Mischer kommen lassen...
;)

Gruss Alex
 
Hallo Daniel

nur so eine Überlegung. Man kann eine Plane auslegen und den Beton anliefern lassen und dann in Schubkarren weitertranspotieren. 3 - 4 Personen im Pendelverkehr. Es ist natürlich geländeabhängig.

Gruß Rolf
 
Hallo Daniel,

ich habe im letzten Jahr einen Betonsockel mit Fundamenten für meine Baader-Kuppel gegossen. Hatte sonst immer eine Rolldachhütte (Fundament 1m tief + Rundsockel 1m Höhe). Alles in einem Arbeitsgang gegossen.

Ich habe normalen 3qm Fertigbeton mit Verzögerer genommen. Mit der Karre waren es etwa 25 Meter Entfernung zur Baugrube. Das Ganze war mit 4 Mann/4 Karren in 1 Stunden erledigt. Rüttler und sowas kannst du dir ersparen. Danach schön glatt ziehen und mit gerader Latte und Wasserwaage prüfen, fertig.

Preise kannst du Dir bei jeder Transportbeton- Firma komplett einholen.

Alles halb so wild.

Pumpe kann ich nicht empfehlen, ist für die kleine Menge Unsinn und viel zu teuer. Die gibt´s ohnehin nicht in 70 Meter Ausladung (außer in Fukushima).

Grüße

Bild siehe hier:

http://www.poguntkeweb.de/images/sternwarte02.jpg




 
Hi Alex.

Die Platte wird ca. 4,5 m x 2,6 m x 0,15 m...darunter kommen 0,15 m verdichteter Kies....so die Planung.

Das Gebäude wird gemauert, wahrscheinlich Ytong, und auf der einen Hälfte der Platte stehen. Eventuell hebe ich noch ein Streifenfundament aus unter den geplanten Wänden.

Grüße
Daniel
 
Hi, das klingt interessant. Wie wurde denn der Beton angeliefert. In einem Gefäß, wo Ihr dann immer die Schubkarren voll gemacht habt?

Grüße
Daniel
 
Hallo Daniel

auf dem Boden und dann schaufeln, verher möglichst eine Plane oder mehrere lagen Folie.
1. Boden nicht versaut
2. keine Erde im Beton
Der Betonlaster wartet nicht und mit verzögerer und etwas trocken kann man immer noch Wasser einrühren und so 1/2 Tag bearbeiten.

Gruß Rolf
 
Hallo Baumeister,

ich habe für den Fertigbeton 217,19 inkl. MWSt. bezahlt. Der Fahrer war die Stunden dabei und hat uns die Karren gefüllt,.... das ist aber bei den Kleinliefermengen auch nicht fremd. :super:

Das mit dem Trockenbeton kannst du natürlich auch machen, ist aber nicht erforderlich, weil z.B. bei mir die Differenz im Preis zu gering war und du keine Sauerei mit dem abgekippten Beton hast. Vom umständlichen Schaufeln ganz zu schweigen.
Also rein in die Karre und gleich ins Loch gekippt....leichter geht`s nicht.

Viel wichtiger!
Denke an die Stahlmatte, sonst gibt´s Risse.

Du kannst dir auch die Arbeit machen und selbst mischen, immer 1:4 (1 Teil Zement/4 Teile Kies), also 3 Schippen Zement, 12 Schippen Kies und ca. 10 Liter Wasser (je nach Feuchtigkeit im Kies).

Alles ganz Easy. :/


Grüße


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Daniel,

ich weiß jetzt nicht, wie das Ganze aussehen soll wie beispielsweise das Gelände verläuft, anstehender Boden usw..

Wenn Ich mir das so vorstelle mit deiner geplanten Gründung , würde ich so vorgehen:

- Kiste Bier und Brotzeit für die Arbeiter besorgen
- Boden ausheben (ca. 40-50cm), im Bereich unter den Wänden für die Streifenfundamente 20-30cm mehr
- Planum für die Frostschutzschicht grob abziehen und verdichten, evtl. kucken was für ein Boden drunter ist und eine Drainageleitung verlegen, damit sich unter dem Gebäude später kein Wasser ansammelt was evtl. im Winter zu bösen Überraschungen führen könnte...
- Frostschutzkies einbauen (ca. 25cm) und gründlich verdichten
- evtl. nochmal Kiste Bier und Brotzeit für die Arbeiter
- Bewehrung mehrlagig verlegen mit ca. 2-3cm Abstandhalter zwischen Untergrund und der untersten "Eisenlage" (bei so einer Gründung, egal ob mit Streifenfundamenten oder flach) würde ich anhand der Momentenverteilung (nur ein Teil der Platte wird bebaut und ist daher schwerer als der Rest) mindestens 2 Lagen einbauen, eine unten und eine oben)
- Beton beim Händler bestellen und auf einer Plane an der Strasse ausleeren lassen
- 3-4 Leute, die mit Schubkarren den Beton zum Einbauort transportieren
- Einer der den Beton einbaut, verdichtet (mit Flaschenrüttler) und abzieht (ca. 15-18cm, wobei ich 15cm aus dem Bauch heraus schon wenig finde)
- Abschlussbier besorgen und mit Stolz und schmerzenden Knochen das Bauwerk bewundern

So würde ich das machen...
;)

Das Ganze soll halt auch was sein, dass nicht nach dem ersten Winter Abplatzungen am Beton zeigt, weil er vielleicht nicht richtig verdichtet wurde, sich Hohlstellen oder "Kiesnester" gebildet haben, das Eisen rostet usw...

Denke aber auch, dass es einfacher geht und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch funktioniert!
;)

Wie gesagt, ich als Bauing. würde das so machen.

:/

Gruss Alex


 
Hallo Alex,

wirklich professionell beantwortet, da kann man immer noch was dazu lernen.

Mich hätte es jetzt nicht gewundert, wenn du als Fachmann und Sternfreund auch eine Zeichnung dazu hast. :super:

Herzliche Grüße
und Danke für den Beitrag

 
Hallo Daniel,

Zitat von DanielM:
Die Platte wird ca. 4,5 m x 2,6 m x 0,15 m...darunter kommen 0,15 m verdichteter Kies....so die Planung.

Das Gebäude wird gemauert, wahrscheinlich Ytong, und auf der einen Hälfte der Platte stehen. Eventuell hebe ich noch ein Streifenfundament aus unter den geplanten Wänden.

verwende keinen Kies. Kies besteht in seinen Bestandteilen aus runden Körnern. Runde Körner gehen beim Verdichten keine Bindung ein. Verwende stattdessen gebrochenes Material wie z.B. Schotter. Mineralisch oder Recycling ist dabei egal. Die feinen Bestandteile des Schotters lassen sich gut verdichten. Verdichteter Schotter wird gelegentlich auch als "Mineralbeton" bezeichnet. Verwende Schotter mit der Korngröße 0/32(also 0mm bis 32mm Korngröße).
Wenn du den Unterbau mit den Schotter 30cm anstatt den geplanten 15cm hoch machst, ersparst du dir das Streifenfundament.

Andere Frage: Wieso willst du den Boden betonieren? Eine derart große Platte überträgt feinste Schwingungen. An fotografieren ist da nicht zu denken wenn da in 70m Entfernung auf der Straße ein Auto vorbei fährt.
Abgesehen davon werden dir im Winter die Füße abfrieren, wenn du da längere Zeit auf den eiskalten Beton stehst. Habe schon böse Erfahrungen damit gemacht.

Ich würde da nur ein Streifenfundament für die Mauern ziehen und den Rest innen mit einem Holzbelag ala Terrasse versehen. Ist unterlüftet, kann mit Sterodur isoliert werden und das Teleskop kann entkoppelt auf der Säule stehen. Ist nur so eine Idee...

Grüsse,
Matthias

ups...hat sich mit den beitrag von Alex überschnitten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,

geb dir da vollkommen recht, an die Säule für die Montierung habe ich gar nicht gedacht!

Der Thread von Sebastian zeigt es eigentlich ganz gut wie man es machen kann!

Gruss Alex
 
Hallo Alex,

das Teil von Sebastian ist in der Tat eine Augenweide.
Ich muss aber auch zugeben, dass mir die Konstruktion ein wenig zu overkill erscheint. Aber wie man weiß sind die Geschmäcker verschieden und es gibt viele Möglichkeiten eine Sternwarte zu bauen. Wichtig ist aber, dass man Spaß an der Sache hat, auch wenn es in Arbeit(in Form von schwer) ausartet.

Grüsse,
Matthias
 
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