G. und S. Merz Teleskop, München, 19. Jhd.

Astrofan61

Aktives Mitglied
Hallo,
vielleicht hat Jemand schon die Anzeige auf Kleinanzeigen mit dem antiken Merz Teleskop gesehen?
Aus Schöffengrund, Hessen.
Noch der Kontaktaufnahme war der Verkäufer felsenfest davon überzeugt , das es trotz Beschädigungen
noch 1500 Euro wert ist!
Es wird wohl aus der Zeit nach 1860 sein? Immerhin über 1 Meter lang mit angeblicher 95 mm Optik.
Findet ihr den Preis gerechtfertigt?
Gruß
Michael
 
Es ist soviel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen:)
Zur Orientierung: Es gab mal eine Zeit, wo ich antike (1750-1900) Fernrohre und Teleskope gesammelt habe. Am Schluss waren es 70 Stück....
Zu keinem Zeitpunkt hätte ich für das von Dir gezeigte Instrument 1500 Euro bezahlt. OHNE Beschädigungen, komplett mit Objektivdeckel und originalem Kasten samt Schlüssel vielleicht 1000.- mehr nicht. Der von dem Verkäufer verlangte Preis ist illusorisch.
 
Würde ich auch nicht bezahlen. Ich habe genau dieses Modell vor vielen Jahren mit Kasten und Zubehör für etwa 1000.- Mark gekauft.

Gruß in die Runde,
Jürgen
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Hallo,
vielen Dank für eure Antworten!
Hallo Jürgen, Dein Teleskop sieht ja fantastisch aus mit dem Kasten. Glaubst Du denn, daß das angebotene Merz Fernrohr ein Original ist?
Oder evtl. nachträglich graviert? Sieht mir von den Messing Oberflächen alles zu einförmig glatt aus.
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,
wäre es nicht interessant, vom Verkäufer die Herkunft des Teleskops zu erfahren? Familien-Erbstück/irgend wann selbst gekauft?
Das Wichtigste sollte ja das Objektiv des Teleskops sein. Warum ohne Bild?
Wenn der Verkäufer 1500€ haben will, felsenfest, würde er bei mir ohnehin auf Stein beißen.
Grüße
Dietrich 🎉✨
 
Hallo Dietrich! frohes Neues Jahr!
leider ist der Verkäufer nicht besonders gesprächig und scheint auch der deutschen Rechtschreibung nicht mächtig zu sein.
Siehe seine Verkaufsanzeige. Auf Nachfragen bekommt man keine Antworten. Er hat nur die Dollar/Euro Zeichen im Auge.
Bin gar nicht mehr sicher, ob es nicht doch eine Kopie ist? Die Messing Oberflächen sehen einfach zu glatt und unbenutzt aus.
Aus meiner Erfahrung sind die nicht unbedingt ohne Schattierungen und Altersspuren nach 160 Jahren. Als ob die Teile gesandelt sind oder nachträglich
die Oberflächen leicht gestrahlt sind. ( Glas, Sand.....)
Gruß
Michael
 
Nun, diese komischen Oberflächen ergeben sich halt durch unsachgememässe Lagerung, Reinigung oder Restaurationsversuche. Ich denke nicht, dass es eine Kopie ist oder nachträglich graviert. Wenn es eine Kopie wäre, dann eine sehr gute. Aber wenn man so einen Aufwand betreibt, dann würde man doch eine Gravur wählen, welche beim Sammler höhere Begehrlichkeiten hervorruft, wie z.Bsp. eine Signatur aus Fraunhofers Anfangszeit im Benediktbeuren, oder?
Solche Verkäufer von Ihrer Preisvorstellung abzubringen erfordert viel Zeit und Geduld und ist oft auch gar nicht möglich. Die vergleichen ihr Objekt mit einem ähnlichen aus dem Internet. Dort richtet man sich an den Preisen der verfügbaren Instrumente (Verfügbar, weil zu teuer) oder guckt sich Ergebnisse von Auktionshäusern an. Abweichende Zustände oder Ausführungen werden dann meist ignoriert, wie auch der Umstand, dass es halt einen Unterschied macht, ob das zu veräussernde Teil in einer Spezialauktion vom Dorotheum angeboten wird, oder in der uns vorliegenden Art und Weise auf einer nicht ganz unkritisch zu sehenden Verkaufsplattform.
 
Hallo Unbekannter 802701!
nehme mal an Du sprichst mit Deinem Namen auf das Jahr 802701 aus dem Film " die Zeitmaschine " an?
Stimme Dir da natürlich zu in Bezug auf antike Teleskope.
Trotzdem ging der Verkäufer nicht auf meinen Vorschlag mit besseren Fotos ein. Ohne Fotos der Optik ist der Kauf doch eher ein Glücksspiel.
Gruß
Michael
 
Aha, Michael ist ein aufmerksamer Zeitgenosse :)

Vergiss es, wenn der Verkäufer nicht zu verkaufsfördernden Massnahmen in Form von Fotos bereit ist, dann ist davon auszugehen, dass das Objektiv verpilzt, beschädigt oder gar nicht vorhanden ist. "Gekauft, wie auf dem Bild gesehen" heisst es dann.

Es grüsst
Walter
 
Hallo Walter,
ich hab zum Glück ja schon ein MERZ Nachfolger Teleskop vor 2 Jahren günstig erworben in der Nähe von Heilbronn.
Einen Georg Tremel Refrator 125/1875 mm aus den 30er Jahren. Leider hat meine Recherche nicht viel Erfolg gehabt.
Es könnte damals an eine Sternwarte im Stuttgarter Raum verkauft worden sein. Hatte nur das OTA gekauft in einem Antiklager.
Es stand da schon über 40 Jahre. Ist natürlich schon ein ganz schöner Brocken mit fast 2 Meter Länge. Zum Glück war die Optik noch in Ordnung.
Wenn auch nicht mehr ganz perfekt.
Gruß
Michael
 

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Hallo,
übrigens lese ich eben , das ein 1845 er MERZ & Mahler 11 Zoll Refraktor im Cincinnati, Ohio, USA Observatorium wohl das älteste
kontinuierlich verwendete Teleskop der Welt sein soll ! 1843 in Auftrag gegeben und in die USA verschifft im Jahre 1845.
Gruß
Michael
 
Hallo,
für Interessierte der Geschichte der Firma Merz kann ich übrigens das über 600 Seiten starke Buch
von Jürgen Kost empfehlen. Sehr umfangreich und mit vielen Fotos und Abbildungen.
Gruß
Michael
 

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Hallo Jiri,
sehr schönes Objektiv! Willst Du Dir daraus mit Tubus ein passendes Teleskop bauen?
Übrigens sehe ich , daß bei Ebay ein angebliches Merz Fernrohr angeboten wird. Allerdings
sieht das doch eher nach einer alten Kopie aus........ in Munchen ist da eingraviert! Doch sehr merkwürdig.
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

zunächst ist das Objektiv von Merz nur ein Belegstück für meine Sammlung.

LG,
Jiri
 
Hallo,
nur zur Info. Die Anzeige mit dem angeblichen Merz und Utzschneider Library Teleskop wurde von Kleinanzeigen gelöscht.
Da scheint dann wohl doch einiges nicht mit dem Verkäufer zu stimmen?
Oder er hat kalte Füße bekommen.
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

gut für Dich, dass die Anzeige gelöscht wurde,
Jiri
 
Hallo Jiri ! Wieso für mich? Ich wollte das Fernrohr eh nicht kaufen für so einen hohen Preis.
Und der Verkäufer ließ ja auch nicht mit sich handeln.
Gruß, Michael
 
Hallo Jürgen,

ein gutes Stück weiter oben stellst Du Deinen Refraktor von Merz auf Messingstativ mit Sucher in Holzkisten vor.
Welche Öffnung hat das Objektiv und kannst Du ein Foto zeigen wie es graviert ist.
Aus welcher Epoche stammt es?
Viele Grüße
Algol
 
Hallo Algol,
leider komme ich im Moment nicht so schnell an das Merz-Fernrohr ran. Die Daten hatte ich mir aber notiert. Es handelt sich um das "Tischfernrohr 81/1300 Stativ B". Die Gravur siehst Du ja auf der Abbildung. Hergestellt wurde es um 1890. Gruß in die Runde, Jürgen
 

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Danke Jürgen und Algol,
genau so ein Fernrohr wurde ja gestern bei Kleinanzeigen angeboten.
Scheint aber mittlerweile verkauft zu sein.
Gruß, Michael
 
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