coltrane
Aktives Mitglied
Gestern Abend war der Himmel mit einer dünnen,
hochnebelartigen Wolkendecke überzogen,
was oftmals auf sehr gutes Seeing hindeutet.
Deshalb transportierte ich mein Teleskop (Galaxy D10)
gegen 21.00 Uhr nach draußen und nahm erwartungsvoll
als Erstes gleich mal die schmale Mondsichel bei 40-fach
ins Visier. Schon bei dieser Vergrößerung bestätigte
sich mein Optimismus. Die Atmosphäre war äußerst
ruhig und schien einiges möglich zu machen. Die
Temperaturanpassung war bei angenehmen 17°
Außentemperatur auch kein Problem, und so ging
ich (mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet) gleich
in die Vollen. Ein schneller Schwenk zu Venus,
die Vergrößerung ein wenig auf 417-fach erhöht und ...
WOW!!!
Riesig, strahlend hell, und superscharf.
So habe ich die Venus noch nicht gesehen.
Nur ein ganz leichtes Wabern störte die Beobachtung,
aber Details konnte ich leider trotzdem nicht erkennen.
Danach stellte ich Mars ins Gesichtsfeld, der um
diese Uhrzeit nur schwer zu finden war.
Er erscheint immer noch groß genug um Details zu
zeigen, aber der Nebel machte ihn dann doch
etwas zu blaß.
Ebenfalls einen etwas blaßen Eindruck machte Saturn,
was seinem majestätischem Anblick jedoch keinen
Abbruch tat.
Allerdings war nichts zu sehen, was ich nicht schon
oft genug gesehen habe, und deshalb schwenkte ich
zügig rüber zu Jupiter, der mich wegen seines ständig
wechselnden Äußeren deutlich mehr interessiert.
Leider verabschiedete sich der Große Rote Fleck
gerade am Rand und auch sonst waren
vergleichsweise wenig Strukturen sichtbar.
Lediglich im NEB waren 2 bläuliche Ausbuchtungen
zu sehen, die mit einem filamentartigen, zum Äquator
hin gerichteten Bogen miteinander verbunden waren.
Dieser Bogen schien Teil des äquatorialen Bandes
gewesen zu sein, das sich zart zwischen beiden
Hauptbändern dahinschlengelt. Da sonst kaum Strukturen
erkennbar waren, konzentrierte ich mich erstmal auf
die Monde Ganymed. Kallisto und Europa, die sehr
nah beieinander standen. Deutlich waren die Größen-
unterschiede und Oberflächenfärbungen zu sehen.
Danach ging's weiter zum nächsten Highlight:
Der Doppelstern Porrima (y-virginis)
Ich bin zwar normalerweise kein großer Freund von
Doppelsternen, aber der Arktikel in Interstellarum 33
weckte dann doch mein Interesse.
Ein Abstand von nur 0,55 Bogensekunden, die recht
große Helligkeit der beiden Komponenten und kaum
mehr als 30° Höhe über dem Horizont schienen eine
Trennung kaum möglich zu machen, aber es kam
ganz anders.
Mit Leichtigkeit waren beide Sterne zu sehen, allerdings
so nahe beieinander als ob sie sich berühren würden.
Bei Zenitstand des Paares wäre eine Trennung sicherlich
noch leichter gefallen, aber die "Acht-Form" konnte
mich dennoch schwer beeindrucken.
Anschließend nahm ich abwechselnd immer wieder
sämtliche Planeten ins Visier.
Bis Mitternacht konnte ich mich einfach nicht vom
Olular losreißen.
Solche Nächte sind einfach zu selten, als das man sie
ungenutzt lassen könnte.
hochnebelartigen Wolkendecke überzogen,
was oftmals auf sehr gutes Seeing hindeutet.
Deshalb transportierte ich mein Teleskop (Galaxy D10)
gegen 21.00 Uhr nach draußen und nahm erwartungsvoll
als Erstes gleich mal die schmale Mondsichel bei 40-fach
ins Visier. Schon bei dieser Vergrößerung bestätigte
sich mein Optimismus. Die Atmosphäre war äußerst
ruhig und schien einiges möglich zu machen. Die
Temperaturanpassung war bei angenehmen 17°
Außentemperatur auch kein Problem, und so ging
ich (mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet) gleich
in die Vollen. Ein schneller Schwenk zu Venus,
die Vergrößerung ein wenig auf 417-fach erhöht und ...
WOW!!!
Riesig, strahlend hell, und superscharf.
So habe ich die Venus noch nicht gesehen.
Nur ein ganz leichtes Wabern störte die Beobachtung,
aber Details konnte ich leider trotzdem nicht erkennen.
Danach stellte ich Mars ins Gesichtsfeld, der um
diese Uhrzeit nur schwer zu finden war.
Er erscheint immer noch groß genug um Details zu
zeigen, aber der Nebel machte ihn dann doch
etwas zu blaß.
Ebenfalls einen etwas blaßen Eindruck machte Saturn,
was seinem majestätischem Anblick jedoch keinen
Abbruch tat.
Allerdings war nichts zu sehen, was ich nicht schon
oft genug gesehen habe, und deshalb schwenkte ich
zügig rüber zu Jupiter, der mich wegen seines ständig
wechselnden Äußeren deutlich mehr interessiert.
Leider verabschiedete sich der Große Rote Fleck
gerade am Rand und auch sonst waren
vergleichsweise wenig Strukturen sichtbar.
Lediglich im NEB waren 2 bläuliche Ausbuchtungen
zu sehen, die mit einem filamentartigen, zum Äquator
hin gerichteten Bogen miteinander verbunden waren.
Dieser Bogen schien Teil des äquatorialen Bandes
gewesen zu sein, das sich zart zwischen beiden
Hauptbändern dahinschlengelt. Da sonst kaum Strukturen
erkennbar waren, konzentrierte ich mich erstmal auf
die Monde Ganymed. Kallisto und Europa, die sehr
nah beieinander standen. Deutlich waren die Größen-
unterschiede und Oberflächenfärbungen zu sehen.
Danach ging's weiter zum nächsten Highlight:
Der Doppelstern Porrima (y-virginis)
Ich bin zwar normalerweise kein großer Freund von
Doppelsternen, aber der Arktikel in Interstellarum 33
weckte dann doch mein Interesse.
Ein Abstand von nur 0,55 Bogensekunden, die recht
große Helligkeit der beiden Komponenten und kaum
mehr als 30° Höhe über dem Horizont schienen eine
Trennung kaum möglich zu machen, aber es kam
ganz anders.
Mit Leichtigkeit waren beide Sterne zu sehen, allerdings
so nahe beieinander als ob sie sich berühren würden.
Bei Zenitstand des Paares wäre eine Trennung sicherlich
noch leichter gefallen, aber die "Acht-Form" konnte
mich dennoch schwer beeindrucken.
Anschließend nahm ich abwechselnd immer wieder
sämtliche Planeten ins Visier.
Bis Mitternacht konnte ich mich einfach nicht vom
Olular losreißen.
Solche Nächte sind einfach zu selten, als das man sie
ungenutzt lassen könnte.