Uwe65
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
am vergangenen Samstag hatte ich das C11 der hiesigen Vereinssternwarte für mich - und hier ist das Ergebnis:
M 63
Zum Aufwärmen und Einsehen am C11 fange ich gerne mit Messierobjekten an. M63 ist mit einer Helligkeit von 9m ein dankbares Ziel.
Es zeigt sich ein kleiner, heller, fast stellarer Kern, der Rand geht fließend in den Hintergrund über; östlich fällt eine 3er Gruppe aus Sternen auf. Zwei stehen eng und wirken „irgendwie“ auffällig. Lt. Aladin lite handelt es sich um BDS 6444 A und B. West zwei Feldsterne mit ca. 10mag. Die Glx an sich erscheint mir strukturlos.
M 64
Jetzt bin ich im geplanten Zielgebiet. Galaxien in diesem Sternbild Coma waren das primäre Ziel, M63 war nur ein Irrtum – trotzdem schön.
Der Dunkelbereich am Kerngebiet erschein nur blickweise, aber bohnenförmig erkennbar; ansonsten erkenne ich keine Strukturen. M64 ist deutlich ausgedehnter im Okular als M63 und zeigt sich länglich, oval und einigermaßen abgegrenzt zum Hintergrund.
NGC 4565
Die nächste prominente Glx in Coma. Sie liegt unmittelbar östlich des freisichtig erkennbaren offenen Haufens Mel111. Ein heller, kleiner bulge ist gutsichtbar. Bei indirektem Sehen und 200x scheint die Glx fast durch das ganze GF (~ 24‘) zu reichen. Länge ca. 15-16‘ (je nach Quelle). Der Längeneindruck gewinnt bei indirektem Sehen erheblich.
NGC 4559
2° nördlich liegt diese Glx. Diese Glx erscheint als ovales Wölkchen ohne erkennbaren Kernbereich. Nach S und SO grenzen 3 Sterne die Glx ab. Nach NW „franst“ die Glx aus und verwischt sich mit dem Hintergrund. Ansonsten keine Struktur. Die Sichtbarkeit profitiert eher von gr. AP, weniger von hoher Vergrößerung (9.6m, Flächenhelligkeit 13.6m).
NGC 4494
Diese Glx steht quasi „in“ Mel111. Sie zeigt einen kleinen, hellen Kern, ist rundlich und hat eine diffuse Koma, die kaum abgegrenzt erscheint (9.7m, Flächenhelligkeit 12.8m.
NGC 4631
Hier geht der Blick nach N über die nahe Grenze zum Sternbild Jagdhunde. Sehr lohnend, eine breite, längliche und flächige, helle Spindel zeigt sich eindrucksvoll im GF. Direkt nördlich steht ein 12.8m heller Feldstern. Die unmittelbar benachbarte Glx NGC 4627 ist mir leider nicht aufgefallen.
NGC 4656
Diese Glx befindet sich an der Sichtbarkeitsgrenze und erscheint nur als opake Aufhellung ohne Struktur oder Details (10.1m, Flächenhelligkeit 14.5m).
NGC 4725
Zurück in Coma, ca. 5° östlich v. Mel111 findet sich diese Glx, die mit einem hellen Kern und einer weiten, schwachen, ovalen Koma aufwartet. 6 Feldsterne bilden östlich ein flaches Dreieck.
NGC 4414
Heller, flächiger Kernbereich, umgeben von einer kleinen Koma, die unregelmäßig hell wirkt. Die Nachschau in der Literatur bestätigt, dass die Glx Dunkelstrukturen zeigt. Visuell ist dies heute zw. Erkennen und Ahnen angesiedelt.
M 19
Heute ergibt sich die Gelegenheit sehr südlich gelegene, bisher nicht erreichte Messierobjekte aufzusuchen.
Der Kugelhaufen ist hell (6.8m) und spontan gut erkennbar, er wirkt aber auch ein wenig „unrund“. Ab 156x wird eine unregelmäßige Struktur wahrnehmbar, die ab 200x grießig erscheint. Drei schwache Sterne können am Rand aufgelöst werden.
M 62
Der Haufen ist hell, kompakt und bleibt bei allen Vergrößerungen neblig. Bei einer Dekl. von -30° und knapp 10° über Horizont ist das nicht überraschend.
M 6
Ein echter Hingucker! Bei einer Dekl. von ~32° sind nur die hellsten Mitglieder sichtbar, was aber dafür sorgt, dass sein Beiname „Schmetterlingshaufen“ deutlich wird. Ca. 15 Sterne zeigen die Struktur eines Schmetterlings mit geöffneten Flügeln – ein toller Abschluss dieses Beobachtungsabends.
Es wurden keine Filter eingesetzt, die genutzten Vergrößerungen varierten zw. 50x und 200x
Viele Grüße
Uwe
am vergangenen Samstag hatte ich das C11 der hiesigen Vereinssternwarte für mich - und hier ist das Ergebnis:
M 63
Zum Aufwärmen und Einsehen am C11 fange ich gerne mit Messierobjekten an. M63 ist mit einer Helligkeit von 9m ein dankbares Ziel.
Es zeigt sich ein kleiner, heller, fast stellarer Kern, der Rand geht fließend in den Hintergrund über; östlich fällt eine 3er Gruppe aus Sternen auf. Zwei stehen eng und wirken „irgendwie“ auffällig. Lt. Aladin lite handelt es sich um BDS 6444 A und B. West zwei Feldsterne mit ca. 10mag. Die Glx an sich erscheint mir strukturlos.
M 64
Jetzt bin ich im geplanten Zielgebiet. Galaxien in diesem Sternbild Coma waren das primäre Ziel, M63 war nur ein Irrtum – trotzdem schön.
Der Dunkelbereich am Kerngebiet erschein nur blickweise, aber bohnenförmig erkennbar; ansonsten erkenne ich keine Strukturen. M64 ist deutlich ausgedehnter im Okular als M63 und zeigt sich länglich, oval und einigermaßen abgegrenzt zum Hintergrund.
NGC 4565
Die nächste prominente Glx in Coma. Sie liegt unmittelbar östlich des freisichtig erkennbaren offenen Haufens Mel111. Ein heller, kleiner bulge ist gutsichtbar. Bei indirektem Sehen und 200x scheint die Glx fast durch das ganze GF (~ 24‘) zu reichen. Länge ca. 15-16‘ (je nach Quelle). Der Längeneindruck gewinnt bei indirektem Sehen erheblich.
NGC 4559
2° nördlich liegt diese Glx. Diese Glx erscheint als ovales Wölkchen ohne erkennbaren Kernbereich. Nach S und SO grenzen 3 Sterne die Glx ab. Nach NW „franst“ die Glx aus und verwischt sich mit dem Hintergrund. Ansonsten keine Struktur. Die Sichtbarkeit profitiert eher von gr. AP, weniger von hoher Vergrößerung (9.6m, Flächenhelligkeit 13.6m).
NGC 4494
Diese Glx steht quasi „in“ Mel111. Sie zeigt einen kleinen, hellen Kern, ist rundlich und hat eine diffuse Koma, die kaum abgegrenzt erscheint (9.7m, Flächenhelligkeit 12.8m.
NGC 4631
Hier geht der Blick nach N über die nahe Grenze zum Sternbild Jagdhunde. Sehr lohnend, eine breite, längliche und flächige, helle Spindel zeigt sich eindrucksvoll im GF. Direkt nördlich steht ein 12.8m heller Feldstern. Die unmittelbar benachbarte Glx NGC 4627 ist mir leider nicht aufgefallen.
NGC 4656
Diese Glx befindet sich an der Sichtbarkeitsgrenze und erscheint nur als opake Aufhellung ohne Struktur oder Details (10.1m, Flächenhelligkeit 14.5m).
NGC 4725
Zurück in Coma, ca. 5° östlich v. Mel111 findet sich diese Glx, die mit einem hellen Kern und einer weiten, schwachen, ovalen Koma aufwartet. 6 Feldsterne bilden östlich ein flaches Dreieck.
NGC 4414
Heller, flächiger Kernbereich, umgeben von einer kleinen Koma, die unregelmäßig hell wirkt. Die Nachschau in der Literatur bestätigt, dass die Glx Dunkelstrukturen zeigt. Visuell ist dies heute zw. Erkennen und Ahnen angesiedelt.
M 19
Heute ergibt sich die Gelegenheit sehr südlich gelegene, bisher nicht erreichte Messierobjekte aufzusuchen.
Der Kugelhaufen ist hell (6.8m) und spontan gut erkennbar, er wirkt aber auch ein wenig „unrund“. Ab 156x wird eine unregelmäßige Struktur wahrnehmbar, die ab 200x grießig erscheint. Drei schwache Sterne können am Rand aufgelöst werden.
M 62
Der Haufen ist hell, kompakt und bleibt bei allen Vergrößerungen neblig. Bei einer Dekl. von -30° und knapp 10° über Horizont ist das nicht überraschend.
M 6
Ein echter Hingucker! Bei einer Dekl. von ~32° sind nur die hellsten Mitglieder sichtbar, was aber dafür sorgt, dass sein Beiname „Schmetterlingshaufen“ deutlich wird. Ca. 15 Sterne zeigen die Struktur eines Schmetterlings mit geöffneten Flügeln – ein toller Abschluss dieses Beobachtungsabends.
Es wurden keine Filter eingesetzt, die genutzten Vergrößerungen varierten zw. 50x und 200x
Viele Grüße
Uwe