Gelöschte Mitglieder 487
Hi zusammen!
Im folgenden will ich mal einen Rundumbericht meiner Astro-Exkursion von letzter Nacht liefern.
Schon Montag war klar, es sollte ab Mittwoch für drei Tage sonnig und warm werden. Zack! Urlaub genommen. Der Mond ließ für die letzte Nacht nur Deepsky ab Mitternacht zu, aber bis morgens um halb 4 geht da schon was, sodass ich eine einstündige Anreise zu meinem Beobachtungsplatz – Segelflugplatz Geitau – für lohnenswert hielt. Auf Sat24.com kann man wunderschön im 15min-Takt die Wolkenlage verfolgen. Den ganzen Mittwoch hatte ich schon Vorfreude aufgebaut. Um 20 Uhr trafs mich wie der Blitz - alles bewölkt. Entgegen aller Vorhersagen. 23 Uhr etwa ging der letzte sinnvolle Zug, um noch 2 Stunden Galaxien zu saugen... 21 Uhr sah es so aus:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/5cc1dd-1335453797.gif
Verdammt.
Direkt nach der Arbeit hab ich mir aber schon ein Zugticket geholt, weil, kann ja in Anbetracht der Vorhersage nichts schiefgehen ?)
...Um 22 Uhr tat sich was:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/88dc6c-1335454112.gif
Was soll man von dieser Wolkenlücke nun halten?? Normalerweise würde ich erwarten, das Tief dreht sich immer mehr und mehr über meinen Beobachtungs-Standort (rot markiert).
Glück im Unglück: Ich hatte das Zug-Ticket bereits Stunden vorher gekauft und der Urlaub war auch vorhanden – was solls, man kanns ja mal riskieren. Nach einer vergleichsweise entspannten Anreise im Zug (ein paar Jugendlichen haben sich wohl aus Spaß eins auf die Nase gegeben, beim Aussteigen aus der Tür lagen dann blutige Taschentücher herum wie ich sah, aber die haben alle fröhlich gewirkt (nach dem Champions-League-Spiel)... war ich dann also endlich angekommen auf dem einsamen Bahnhof.
Tataaaaa! K-e-i-n-e Wolke. Und eine Transparenz. Und Wind! Gott sei dank aus einer etwas anderen Richtung, als von wo die Wolken zu erwarten gewesen wären...
Mit um die 25 kg auf dem Rücken in einer nicht wirklich für Wanderungen angelegten Großraumbeutelei gings dann eine gute Viertelstunde zu Fuß aufs Feld, die Stangen in der Hand. Dummerweise habe ich mir eine Nacht zuvor den Nacken verlegen. Von Südosten bis Südwesten war mein Platz von schneebedeckten Bergen gesäumt. Der vom verspannten Nacken geführte Kopf folgte dem Panorama. Klar, Horizontsicht is nicht so günstig dort, aber die Reise sollte in höhere Deklinationen führen... Nachts treibt sich auf einem Segelflugplatz niemand rum, ein Wald grenzt an und die Wanderwege zu den Bergen. Ein toller Platz, hier kann man entspannen.
Man, war das windig. Meinen Gitterrohr würde es dank Gegenlichtblende hin und her wedeln wie einen kopfschüttelnden Wackeldackel...wenn da nicht eine große Baracke gewesen wäre, die wohl als Hangar für die Segelflugzeuge dient denk ich mal.... Da hinter habe ich mich platziert.
Wann fängt denn der Bengel endlich mit dem eigentlichen Beobachtungsbericht an? Ja gleich, erst mal wird aufgebaut – aus einem Koffer baue ein Teleskop, 30 min später ist´s aufgebaut (ist halt dunkel) und 5 min später recht gut justiert. 01.25 Uhr. 2 Stunden komplette Dunkelheit lagen vor mir.
ATTACKE!
Ziel waren praktisch ausnehmend Galaxien. Vor der Fahrt habe ich mir ein paar abgespeicherte Photos angeschaut und die Ephemeriden auf einen zettel geschmiert, die Super-thin-Galaxy-Liste von Uwe Glahn gesichtet und eins zwei Exemplare rausgesucht. Im Prinzip spielte sich das Geschehen in der Virgo-Region ab. Zuerst gings in Richtung der hellen Balkenspirale 4725, die kürzlich im Forum ein dermaßener Eyecatcher war, dass ein visueller Besuch her musste. Z. B. Von Holger:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/911878/NGC4725_aus_dem_Berliner_Umlan#Post911878
Ein von der benannten Gx dominiertes Trio füllte das Sehfeld, auch die recht schwache 4712 (13 mag laut NGC 2000 von R. W. Sinnott) war als kleines Fleckchen zu sehen. In Anbetracht des Windes war das Seeing natürlich alles andere als super, so tat ich mich mit Details schwer. Einen Balken in der Spirale würde ich jetzt nicht zu vermelden haben, aber es war Struktur da. Das Ziel waren eigentlich für mich visuell unbekannte Objekte, aber wenn die 4565 gleich 3 Grad nebenan bei der Transparenz nebenan liegt, wäre man des Teleskops nicht wert man nicht.... eine dicke fette Nadel im 12er Nagler bildfüllend von links nach rechts bestaunt. Das erste „Boah“ der Nacht, wobei die Balken-Gx auch sehr schön war. Das Staubband war aufgrund der Luftunruhe nicht überdeutlich, aber gut wahrnehmbar. So 7 Grad höher gelegen war die Heringsgalaxie, auch hier im Board kürzlich abgelichtet und für interessant befunden. Der nächste Impakt – wow. Ein wirklich schönes und helles Duo. Man soll ja keine Bilder einstellen die nicht die eigenen sind, aber ein link sollte an dieser Stelle erlaubt sein aus Gründen der Plastizität:
http://www.capella-observatory.com/ImageHTMLs/Galaxies/NGC4631.htm
Hier war der hakige Bogen der 4656 sehr deutlich erkennbar, ebenso die kleine Begleitgalaxie über dem Zentrum von der 4631. Ich würde gern von Details berichten, aber das Seeing... Phasenweise war es sogar fürs 26er Nagler zu schlecht... Ich dachte schon, reihenweise neue Planeten entdeckt zu haben....
Sehr hübsch fand ich auch die helle und leicht zu findende Gruppe 4490/ 4485 in CanVen. Okay, ein Teil des Pflichtprogramms erfüllt, jetzt darf mal eine Standardkerze her – nahe des zenits Dreimal darf geraten werden, was jetzt kommt: richtig! M 51. Mich traf praktisch der Schlag. Also da konnte man wirklich langsam von Photoqualität sprechen. Ein brilliantes helles Teil mit direkt deuttlichen und indirekt sehr deutlichen spiralarmen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, man könne sich mit gar nicht so schlechten Erfolgsaussichten auf die Suche nach dem Dunkelband in der Begleitgalaxie machen... Aber das war natürlich zu viel des Guten...
Eine interesssante Region ist auch nicht weit entfernt von der obig benannten Balkenspierale NGC 4725: Ein Feld, welches ca. 3 Grad nördlich davon per SkyAtlas 2000 zweiu Galaxien ausweist: NGC 4889 und 4874. Tatsächlich zeigten sich im Okular mindestens 4 Galaxien ähnlicher Helligkeit, wahrscheinlich haben es die zwei eingezeichneten auch nur gerade so in den Atlas geschafft...
Für die Freunde ungewöhnlicher Kugelsternhaufen habe ich zwei dicke fette Schmadder zum Tipp: NGC 5053 nahe M 53 (passen beide gerade so in ein Sehfeld) und in der Nähe von Arktur NGC 5466. Große, ziemlich schwache Flecken ohne Einzelsterne – aber für die Gruppe der KS interessante Exemplare wie ich finde.
Dann habe ich noch das Auge in der M 64 aufgespührt, trotz verhaltenem Seeing. Irgendwann stattete ich noch der großen Kantenlage-Galaxie 4244 (als superthin im RFGC (Revised Flat Galaxy Catalogue kategorisiert mit einem Achsverhältnis von kleiner als 1: 7) einen Besuch ab. Eine wirklich schöne große und einfach Galaxie a la 4565, nur ohne Staubband.
Apropos Staubband, da habe ich mich noch in Uma an dem Duo 3718/ 3729 probiert. Erstere hat immerhin um die 10 mag. In der Regin war es leider schcon etwas lichtverschmutzt und vergrößern konnte ichnicht viel, sodass von dem sonst wohl recht gut sichtbaren Staubband erst mal nichts zu sehen war.
Zwischendurch gönnte ich mir den einene oder anderen wilden unkoordinierten Schwenk durchs Galaxiengetümmel – z. B. oberhalb des wiederum oberhalb desVirgohaufens gelegenen Melotte-mäßigen Sternhaufens waren problemlos 5 Galaxien in einem Sehfeld auszumachen.
Auf diesem Wege möchte ich noch einen kleinen Geheimtipp loswerden: NGC 4559, welche hier im Board auch schon mal abgelichtet wurde. Heller als 10 mag muss man sich wundern, warum dieses brilliante hübsche Exemplar sonst nirgends Erwähnung findet und von Messier übesehen wurde. Die helle Oberfläche wirkte unruhig und gibt bei guten Bedingungen betimmt ein paar Details preis. V.a. die recht scharf abgegrenzte Form macht einen ziemlich plastischen Eindruck – ein wirklicher Stolperstein im Sinne eines Hinguckers beim Drüberschwenken.
Ich schäme mich, aber ich konnte nicht widerstehen, ja ich habs, getan, ich habe am Ende M 13 und die bekannten Planetaries angeguckt, obwohl Sommerobjekte...
Die Dämmerung war im Anmarsch. Nicht alles geschafft wie geplant, aber ich war HEILfroh, trotz der zweifelhaften Wetterlage (Satbild) einen Versuch gewagt zu haben. Er wurde allein mit M 51 gebührend belohnt.
Das Hammerobjekt der transparenten, windigen und trockenen 6m8- (Schätzung) Nacht.
Für solche Anblicke kauft man sich Teleskope.
Beste Grüße,
Norman
Im folgenden will ich mal einen Rundumbericht meiner Astro-Exkursion von letzter Nacht liefern.
Schon Montag war klar, es sollte ab Mittwoch für drei Tage sonnig und warm werden. Zack! Urlaub genommen. Der Mond ließ für die letzte Nacht nur Deepsky ab Mitternacht zu, aber bis morgens um halb 4 geht da schon was, sodass ich eine einstündige Anreise zu meinem Beobachtungsplatz – Segelflugplatz Geitau – für lohnenswert hielt. Auf Sat24.com kann man wunderschön im 15min-Takt die Wolkenlage verfolgen. Den ganzen Mittwoch hatte ich schon Vorfreude aufgebaut. Um 20 Uhr trafs mich wie der Blitz - alles bewölkt. Entgegen aller Vorhersagen. 23 Uhr etwa ging der letzte sinnvolle Zug, um noch 2 Stunden Galaxien zu saugen... 21 Uhr sah es so aus:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/5cc1dd-1335453797.gif
Verdammt.
Direkt nach der Arbeit hab ich mir aber schon ein Zugticket geholt, weil, kann ja in Anbetracht der Vorhersage nichts schiefgehen ?)
...Um 22 Uhr tat sich was:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/88dc6c-1335454112.gif
Was soll man von dieser Wolkenlücke nun halten?? Normalerweise würde ich erwarten, das Tief dreht sich immer mehr und mehr über meinen Beobachtungs-Standort (rot markiert).
Glück im Unglück: Ich hatte das Zug-Ticket bereits Stunden vorher gekauft und der Urlaub war auch vorhanden – was solls, man kanns ja mal riskieren. Nach einer vergleichsweise entspannten Anreise im Zug (ein paar Jugendlichen haben sich wohl aus Spaß eins auf die Nase gegeben, beim Aussteigen aus der Tür lagen dann blutige Taschentücher herum wie ich sah, aber die haben alle fröhlich gewirkt (nach dem Champions-League-Spiel)... war ich dann also endlich angekommen auf dem einsamen Bahnhof.
Tataaaaa! K-e-i-n-e Wolke. Und eine Transparenz. Und Wind! Gott sei dank aus einer etwas anderen Richtung, als von wo die Wolken zu erwarten gewesen wären...
Mit um die 25 kg auf dem Rücken in einer nicht wirklich für Wanderungen angelegten Großraumbeutelei gings dann eine gute Viertelstunde zu Fuß aufs Feld, die Stangen in der Hand. Dummerweise habe ich mir eine Nacht zuvor den Nacken verlegen. Von Südosten bis Südwesten war mein Platz von schneebedeckten Bergen gesäumt. Der vom verspannten Nacken geführte Kopf folgte dem Panorama. Klar, Horizontsicht is nicht so günstig dort, aber die Reise sollte in höhere Deklinationen führen... Nachts treibt sich auf einem Segelflugplatz niemand rum, ein Wald grenzt an und die Wanderwege zu den Bergen. Ein toller Platz, hier kann man entspannen.
Man, war das windig. Meinen Gitterrohr würde es dank Gegenlichtblende hin und her wedeln wie einen kopfschüttelnden Wackeldackel...wenn da nicht eine große Baracke gewesen wäre, die wohl als Hangar für die Segelflugzeuge dient denk ich mal.... Da hinter habe ich mich platziert.
Wann fängt denn der Bengel endlich mit dem eigentlichen Beobachtungsbericht an? Ja gleich, erst mal wird aufgebaut – aus einem Koffer baue ein Teleskop, 30 min später ist´s aufgebaut (ist halt dunkel) und 5 min später recht gut justiert. 01.25 Uhr. 2 Stunden komplette Dunkelheit lagen vor mir.
ATTACKE!
Ziel waren praktisch ausnehmend Galaxien. Vor der Fahrt habe ich mir ein paar abgespeicherte Photos angeschaut und die Ephemeriden auf einen zettel geschmiert, die Super-thin-Galaxy-Liste von Uwe Glahn gesichtet und eins zwei Exemplare rausgesucht. Im Prinzip spielte sich das Geschehen in der Virgo-Region ab. Zuerst gings in Richtung der hellen Balkenspirale 4725, die kürzlich im Forum ein dermaßener Eyecatcher war, dass ein visueller Besuch her musste. Z. B. Von Holger:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/911878/NGC4725_aus_dem_Berliner_Umlan#Post911878
Ein von der benannten Gx dominiertes Trio füllte das Sehfeld, auch die recht schwache 4712 (13 mag laut NGC 2000 von R. W. Sinnott) war als kleines Fleckchen zu sehen. In Anbetracht des Windes war das Seeing natürlich alles andere als super, so tat ich mich mit Details schwer. Einen Balken in der Spirale würde ich jetzt nicht zu vermelden haben, aber es war Struktur da. Das Ziel waren eigentlich für mich visuell unbekannte Objekte, aber wenn die 4565 gleich 3 Grad nebenan bei der Transparenz nebenan liegt, wäre man des Teleskops nicht wert man nicht.... eine dicke fette Nadel im 12er Nagler bildfüllend von links nach rechts bestaunt. Das erste „Boah“ der Nacht, wobei die Balken-Gx auch sehr schön war. Das Staubband war aufgrund der Luftunruhe nicht überdeutlich, aber gut wahrnehmbar. So 7 Grad höher gelegen war die Heringsgalaxie, auch hier im Board kürzlich abgelichtet und für interessant befunden. Der nächste Impakt – wow. Ein wirklich schönes und helles Duo. Man soll ja keine Bilder einstellen die nicht die eigenen sind, aber ein link sollte an dieser Stelle erlaubt sein aus Gründen der Plastizität:
http://www.capella-observatory.com/ImageHTMLs/Galaxies/NGC4631.htm
Hier war der hakige Bogen der 4656 sehr deutlich erkennbar, ebenso die kleine Begleitgalaxie über dem Zentrum von der 4631. Ich würde gern von Details berichten, aber das Seeing... Phasenweise war es sogar fürs 26er Nagler zu schlecht... Ich dachte schon, reihenweise neue Planeten entdeckt zu haben....
Sehr hübsch fand ich auch die helle und leicht zu findende Gruppe 4490/ 4485 in CanVen. Okay, ein Teil des Pflichtprogramms erfüllt, jetzt darf mal eine Standardkerze her – nahe des zenits Dreimal darf geraten werden, was jetzt kommt: richtig! M 51. Mich traf praktisch der Schlag. Also da konnte man wirklich langsam von Photoqualität sprechen. Ein brilliantes helles Teil mit direkt deuttlichen und indirekt sehr deutlichen spiralarmen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, man könne sich mit gar nicht so schlechten Erfolgsaussichten auf die Suche nach dem Dunkelband in der Begleitgalaxie machen... Aber das war natürlich zu viel des Guten...
Eine interesssante Region ist auch nicht weit entfernt von der obig benannten Balkenspierale NGC 4725: Ein Feld, welches ca. 3 Grad nördlich davon per SkyAtlas 2000 zweiu Galaxien ausweist: NGC 4889 und 4874. Tatsächlich zeigten sich im Okular mindestens 4 Galaxien ähnlicher Helligkeit, wahrscheinlich haben es die zwei eingezeichneten auch nur gerade so in den Atlas geschafft...
Für die Freunde ungewöhnlicher Kugelsternhaufen habe ich zwei dicke fette Schmadder zum Tipp: NGC 5053 nahe M 53 (passen beide gerade so in ein Sehfeld) und in der Nähe von Arktur NGC 5466. Große, ziemlich schwache Flecken ohne Einzelsterne – aber für die Gruppe der KS interessante Exemplare wie ich finde.
Dann habe ich noch das Auge in der M 64 aufgespührt, trotz verhaltenem Seeing. Irgendwann stattete ich noch der großen Kantenlage-Galaxie 4244 (als superthin im RFGC (Revised Flat Galaxy Catalogue kategorisiert mit einem Achsverhältnis von kleiner als 1: 7) einen Besuch ab. Eine wirklich schöne große und einfach Galaxie a la 4565, nur ohne Staubband.
Apropos Staubband, da habe ich mich noch in Uma an dem Duo 3718/ 3729 probiert. Erstere hat immerhin um die 10 mag. In der Regin war es leider schcon etwas lichtverschmutzt und vergrößern konnte ichnicht viel, sodass von dem sonst wohl recht gut sichtbaren Staubband erst mal nichts zu sehen war.
Zwischendurch gönnte ich mir den einene oder anderen wilden unkoordinierten Schwenk durchs Galaxiengetümmel – z. B. oberhalb des wiederum oberhalb desVirgohaufens gelegenen Melotte-mäßigen Sternhaufens waren problemlos 5 Galaxien in einem Sehfeld auszumachen.
Auf diesem Wege möchte ich noch einen kleinen Geheimtipp loswerden: NGC 4559, welche hier im Board auch schon mal abgelichtet wurde. Heller als 10 mag muss man sich wundern, warum dieses brilliante hübsche Exemplar sonst nirgends Erwähnung findet und von Messier übesehen wurde. Die helle Oberfläche wirkte unruhig und gibt bei guten Bedingungen betimmt ein paar Details preis. V.a. die recht scharf abgegrenzte Form macht einen ziemlich plastischen Eindruck – ein wirklicher Stolperstein im Sinne eines Hinguckers beim Drüberschwenken.
Ich schäme mich, aber ich konnte nicht widerstehen, ja ich habs, getan, ich habe am Ende M 13 und die bekannten Planetaries angeguckt, obwohl Sommerobjekte...
Die Dämmerung war im Anmarsch. Nicht alles geschafft wie geplant, aber ich war HEILfroh, trotz der zweifelhaften Wetterlage (Satbild) einen Versuch gewagt zu haben. Er wurde allein mit M 51 gebührend belohnt.
Das Hammerobjekt der transparenten, windigen und trockenen 6m8- (Schätzung) Nacht.
Für solche Anblicke kauft man sich Teleskope.
Beste Grüße,
Norman
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