Hallo!
Ich hatte bereits schon das Vergnügen, mit dem Galaxy D10 eines Vereinskollegen zu beobachten.
Wir sind beide der Meinung, dass dieser 10"-Dobson ein klasse Gerät ist. Es ist nicht nur schön anzuschaun, sondern vor allem auch schön hindurchzuschaun! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
So haben wir das D10 unter guten Bedingungen auf dem Osterberg in Pfünz (Bayern) an zahlreichen Objekten getestet. Der Aufbau ist super einfach: Rockerbox hinstellen und danach den Tubus drauf - fertig!
Das erste Ziel war die Andromeda-Galaxie M31. Bei niedriger Vergrößerung bot sie zusammen mit den beiden Begleitgalaxien M32 und M110 einen wirklich prachtvollen Anblick. Später vergrößerten wir weiter, bis nur etwa 2/3 der Galaxie ins Gesichtsfeld passten. Sehr deutlich zu sehen waren zwei bis drei Dunkelbänder zwischen dem hellen Zentrum und dem Scheibenrand. Außerdem beobachteten wir eine Aufhellung in einem der äußeren Spiralarme (hier zu sehen:
http://nedwww.ipac.caltech.edu/level5/ANDROMEDA_Atlas/Chart3.html
Kugelsternhaufen wie M13 oder M15 erscheinen bis ins Zentrum aufgelöst.
Der Cirrusnebel zeigte sich ebenfalls sehr beeindruckend. Mit Nebelfilter zeigten sich die eindrucksvollen Filamente der "Knochenhand". Zwischen beiden Supernovaüberresten (NGC 6992 / NGC 6960) waren noch einige kleinere Nebelfetzen verstreut...
Ich kann gar nicht alles aufzählen - sicher ist aber, dass es sehr viel Spaß gemacht hat, mit diesem Gerät zu beobachten. Die 2"-Okulare ermöglichen einen großen und entstpannten Einblick und der Okularauszug ist vom Hocker aus in nahezu jeder Position bequem im Sitzen zu erreichen.
>"Zu dem Federfriktionssystem...ist zu sagen, dass man da nichts einstellen kann, d.h. bei schwerem Zubehör (dicke 2" Okulare, Bino) muss der Tubus mit Magneten oder irgendetwas Anderem...beschwert werden."
Das stimmt schon. Beim Einsatz von schweren 2"-Okularen kann es passieren, dass der Tubus aus dem Gleichgewicht gerät. Allerdings kam das bei uns nur bei sehr horizontnahen Beobachtungen vor, z.B. als wir den aufgehenden Saturn ins Visier nehmen wollten. Wer unbedingt so tief beobachten will, der muss eben ein Gegengewicht anbringen...
Letztendlich haben mich aber die vielen tollen Eindrücke, die ich bei der Beobachtung mit dem D10 hatte, den kleinen "Ausrutscher" des Balance-Systems vergessen lassen.
Ansonsten funktioniert das Ding aber tadellos und läßt sich auch im Zenitbereich fein schwenken. Allgemein ist die Verarbeitung auch recht solide. Von Größe und Gewicht her ist das D10 leicht von einer Person zu handhaben und gut transportabel. Der Preis stimmt auch - was will man mehr?
Für den Neuling, der günstig in die visuelle Beobachtung einsteigen will und trotzdem Wert auf viel Leistung legt, ist dieser Dobson sehr empfehlenswert.
Mir bleibt dieser Dobson jedenfalls in angenehmer Erinnerung.
Gruß und klaren Himmel,
Peter M.