Hallo zusammen,
ich will mich hier mal einklinken.
Meine Sternwarte ist im Oktober 2012 fertig geworden.
Ich stand auch vor vielen der hier angestellten Überlegungen.
Deshalb will ich hier mal meine Erfahrungen teilen.
Um eine Sternwarte aus Metall zu bauen hätte ich die besten Bedingungen gehabt. Wegen des Aussehens und den zu erwartenden Thermischen Probleme habe ich dann aber davon abgesehen.
Zudem muss man ganz klar sagen das eine Metallkonstruktion einiges teurer gekommt und an vielen Punkten schwieriger zu bearbeiten ist. Das sind Punkte die einem Handwerker oder Hobbybastler klar sein sollten... auch wenn sich der eine oder andere da gerne was "schönredet". Holz ist nun mal ein natürlicher Baustoff der leicht zu verarbeiten ist und regulierend auf Feutigkeit reagieren kann.
Nach der Sichtung zahlreicher Gartenhäuser und den Preisen habe ich mich entschlossen einen Holzhändler in der Nähe aufzusuchen. Als ich die Preise für das Baumaterial (Balken, Paneele, Bretter) gesehen hatte war schnell klar das ich die Sternwarte selber konstruiere und aufbaue.
Von der Sache her ist das kein Hexenwerk. Zudem lernt man bei solchen Projekten immer wieder was dazu.
Als Unterbau habe ich mich für 4 Punktfundamente entschieden die die komplette Balkenkonstruktion an den Ecken tragen.
Das Fachwerk oder auch Gestell habe ich aus 10 x 10 cm Kanthölzer (sägerauh) erstellt. Fußboden und Dach bestehen aus 21mm Rauhspunt und die Wände wurden mit 19mm Paneele verkleidet. Das komplette Material für diese Art Aufbau hat in etwa nur 50% des Preises für ein fertiges Gartenhaus aus dem Bau oder Gartenmarkt gekostet.
Die Belüftung der Hütte läuft über 4 Gitter (15 x 10 cm) wobei 2 Stück auf der Sonnenseite in Bodenhöhe und 2 Stück im Giebel auf der Schattenseite angebracht sind. ...ganz ohne Strom und Technik aus der Weltraumforschung
Den Spalt zwischen verschiebarem Dach und der Unterkonstruktion wurde mit Leistenbürsten verschlossen. Das verhindert sicher das Eindringen von Schnee, Wasser und Kleintieren.
Das Dach ist derzeit nur mit einer Schicht Dachpappe belegt. Ende des letzten Jahres war Wetterbedingt leider keine Zeit mehr das Dach richtig fertig zu machen. Ebenfalls fehlt noch ein kleinen Bodest vor der Tür....Das passiert dann diesen Sommer alles.
Hier mal ein paar Bilder als Anregung für einen Eigenbau.
Gruß
Micha