Gartensternwarte isolieren?

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zwiebald

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Hallo zusammen,

ich möchte mir im nächsten Jahr eine Gartensternwarte (Rolldachhütte) bauen.

Wäre es denn sinnvoll, die Wände zu isolieren? Ich würde in den Ausfachungen der Holzständerkonstruktion z.B. Mineralwolle oder Styropor einbringen, und auch das Dach mit einer Dämmung versehen.
Das Gebäude soll auch einen möglichst hellen Außenanstrich und ein helles Dach bekommen.

Die Absicht hier wäre es, durch die Dämmung gerade im Sommer eine tagsüber kühlere Sternwarte zu bekommen, so daß sich der Innenraum und damit die Instrument unter der Sonneneinstrahlung nicht zu sehr aufheizen.

Für wie sinnvoll erachtet die hier geballte Forumskompetenz ein solches Vorgehen?

Bringt das euren Erfahrungen zufolge was, oder macht die eh erforderliche Durchlüftung jeden Dämmungseffekt zunichte?

Oder müßte man, um einen spürbaren Effekt zu bekommen, die Sternwarte wie bei den Profis eh gleich möglichst dichtmachen und klimatisieren? :-)

Bei den bisher gelesenen Bauberichten im Netz finde ich dazu leider kein wirklich eindeutiges Fazit.

Danke & Grüße,
Stefan
 
Hi Stefan.

wir haben beim Bau unserer zwei Sternwarten nur die Dächer gedämmt. Den "Teleskopraum", sprich die Wände haben wir nicht isoliert. Dafür haben wir im Boden einige Löcher mit einem Topfbohrer gebohrt, diese wurden dann noch mit einem Gitter versehen, wegen der Mäuslein.
Dadurch wurde eine recht gute Durchlüftung des Raumes erreicht. Ich hatte im heissen Sommer 2013 keine großen Probleme mit den Temperaturunterschieden...... gut, die Sternwarten stehen auf über 1000 m Seehöhe.

Beste Grüße,

Wolfgang
 
Hallo Stefan,

ich hab bei mir nix gedämmt, und unten sowohl oben Belüftungslöcher eingesetzt. Unten mit Gittern verblendet, oben mit möglichst sturmsicheren Blenden, sprich die Lüftungsschlitze gewinkelt nach oben, so daß keine Luft seitlich reinblasen kann, aber nach oben wegsteigen kann.

Ich hoffe, damit im Sommer möglichst wenig Wärmestau zu haben.

Jetzt ist sie wunderbar temperiert. C11 (gemessen mit zwei HygroClips, einer im Blendrohr/Tubus, einer in der Umgebungsluft) ist permanent sauber ausgekühlt.

Wenn jetzt noch die Wolken weg wären, würde es auch was bringen :)

gruß

Ulrik
 
Hallo Stefan,

dämmen halte ich auch für kontraproduktiv, die Durchlüftung aber für essenziell. Da die Dämmung in den Wänden dann auch noch langsamer auskühlt, als die Umgebungsluft, sehe ich sogar Gefahr durch lokale Seeingprobleme.
Daher:
-Helle Oberflächen
-Keine speicherwirksamen Massen -> schnelle Auskühlung
-Durchlüftung wegen Feuchteabransport und stetiger Temperaturausgleich

Ich habe Gitter und temperaturgesteuerte Lüfter.

Je nach verwendeter Optik müssen diese dann eh noch "zwangsbelüftet" sein, etwa SCs.
 
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Hallo Stefan,

ich habe Dach und Wände meiner Sternwarte isoliert. Aber meine Sternwarte ist nicht aus Holz, sondern Aluminium. Ohne Isolierung würde ich wohl Kondenswasserbildung an Dach und Wänden haben. Ansonsten gilt, wie meine "Vorredner" schon schrieben, die Sternwarte möglichst gut belüften. Dann wird auch nichts feucht oder klamm. Und wenn das Dach aufgeschoben wird, kühlt die Sternwarte sowieso schnell aus.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo Stefan,

wenn du isolierst denke daran dass die isolierten Wand- und
Deckenteile so dicht sind dass keine Mäuse reinkommen.

Gruß
wspeer
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für die konstruktiven Beiträge.

Manfred, die Seite zu Deiner Sternwarte macht echt Spaß, mal ein anderer Ansatz und toll dokumentiert.

Also, gut belüften scheint mit das Wichtigste zu sein. Über die kommenden freien Tage werde ich mir nochmal Gedanken zu ein paar Details an der Bauausführung machen. Auch die Mäuse werde ich berücksichtigen!

Hoffentlich ist dann in den nächsten 12 Monaten auch Firstlight.. :-)

Grüße,
Stefan
 
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