Reinhard_Lauterbach
Aktives Mitglied
Hallo werte ATMler,
nachdem ich nun mein Sternwarten-Projekt erfolgreich abschließen konnte, möchte ich den Werdegang mal hier im Forum vorstellen.
Zu Anfang muss ich anmerken, dass ich schon einmal eine Sternwarte samt Holzkuppel selber gebaut habe, also nicht ganz unbedarft an die Sache heran gegangen bin. Die Umstände, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, erforderten es aber eine weitere Sternwarte zu bauen.
Diesmal legte ich besonderen Wert darauf, eine möglichst leichte Kuppel zu bauen und den Unterbau so zu gestalten, dass er restlos wieder zu entfernen ist. Aus diesem Grund habe ich eine spantenlose, selbsttragende, geodätische Kuppelkonstruktion gewählt und auf jegliche Betonfundamente verzichtet. Als Gründung für Teleskopsäule und Gebäude kamen daher s. g. Schraubfundamente zum Einsatz.
Zur Ermittlung der Maße für die Kuppel-Einzelteile fertigte ich ein millimetergenaue Zeichnung in drei Ansichten an. An dieser konnte ich die genauem Maße für die Einzelteile abnehmen:
Die Einzelteile für die geodätische Kuppelform wurden mit Hilfe meiner einfachen, selbstgebauten CNC-Fräse gefräst.
Der Basisring wurde aus einer einzigen, durchgehenden 18mm Birke Multiplex Platte mit Stichsäge und Oberfräse hergestellt. Es war nicht ganz einfach eine solch große Platte zu besorgen, da die Platten normalerweise in Größen bis 2,5m x 1,5m vertrieben werden. Der ortsansässige Holzhändler konnte mir aber eine Platte in der Größe 2,5m x 4m besorgen, die ich dann aber komplett abnehmen musste.
Für die Kuppelspaltbögen reichten dann Platten in Standardgröße mit 15mm Materialstärke.
Im folgenden Bild ist die "Schürze", welche später über den zylindrischen Unterbau ragt, sowie die Beplankung hinter dem Kuppelspalt, schon fertig:
Nun folgte die Montage der Einzelteile für die geodätische Kalottenoberfläche:
Auf der Innenseite wurden die Stoßkanten der Einzelteile mit angepassten Leisten verstärkt:
Die Kuppel ruht auf einem zylindrischen Unterbau, der die Rollen für die Drehung trägt:
Erster Dreh-Test:
Die Kuppel wurde mit einer Kunststoff-Dachhaut, die normalerweise bei Industrie-Flachdächern zum Einsatz kommt, belegt. Die Segmante wurden mit Heißluft verschweißt. Hier ist auch der Kuppelspalt-Schieber und die Klappe schon fertig:
Weiter in Teil 2
nachdem ich nun mein Sternwarten-Projekt erfolgreich abschließen konnte, möchte ich den Werdegang mal hier im Forum vorstellen.
Zu Anfang muss ich anmerken, dass ich schon einmal eine Sternwarte samt Holzkuppel selber gebaut habe, also nicht ganz unbedarft an die Sache heran gegangen bin. Die Umstände, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, erforderten es aber eine weitere Sternwarte zu bauen.
Diesmal legte ich besonderen Wert darauf, eine möglichst leichte Kuppel zu bauen und den Unterbau so zu gestalten, dass er restlos wieder zu entfernen ist. Aus diesem Grund habe ich eine spantenlose, selbsttragende, geodätische Kuppelkonstruktion gewählt und auf jegliche Betonfundamente verzichtet. Als Gründung für Teleskopsäule und Gebäude kamen daher s. g. Schraubfundamente zum Einsatz.
Zur Ermittlung der Maße für die Kuppel-Einzelteile fertigte ich ein millimetergenaue Zeichnung in drei Ansichten an. An dieser konnte ich die genauem Maße für die Einzelteile abnehmen:
Die Einzelteile für die geodätische Kuppelform wurden mit Hilfe meiner einfachen, selbstgebauten CNC-Fräse gefräst.
Der Basisring wurde aus einer einzigen, durchgehenden 18mm Birke Multiplex Platte mit Stichsäge und Oberfräse hergestellt. Es war nicht ganz einfach eine solch große Platte zu besorgen, da die Platten normalerweise in Größen bis 2,5m x 1,5m vertrieben werden. Der ortsansässige Holzhändler konnte mir aber eine Platte in der Größe 2,5m x 4m besorgen, die ich dann aber komplett abnehmen musste.
Für die Kuppelspaltbögen reichten dann Platten in Standardgröße mit 15mm Materialstärke.
Im folgenden Bild ist die "Schürze", welche später über den zylindrischen Unterbau ragt, sowie die Beplankung hinter dem Kuppelspalt, schon fertig:
Nun folgte die Montage der Einzelteile für die geodätische Kalottenoberfläche:
Auf der Innenseite wurden die Stoßkanten der Einzelteile mit angepassten Leisten verstärkt:
Die Kuppel ruht auf einem zylindrischen Unterbau, der die Rollen für die Drehung trägt:
Erster Dreh-Test:
Die Kuppel wurde mit einer Kunststoff-Dachhaut, die normalerweise bei Industrie-Flachdächern zum Einsatz kommt, belegt. Die Segmante wurden mit Heißluft verschweißt. Hier ist auch der Kuppelspalt-Schieber und die Klappe schon fertig:
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