Gartensternwarte - Schienen für Rolldach

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Lorenz

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Hallo,

Befinde mich quasi am Ende der Konstruktionsarbeiten
für meine Gartensternwarte, welche ich mit meinem
Vater im heimischen Garten in ein paar Wochen errichten
werde ! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Nun habe ich noch eine Frage betreffend Schienen für
das Rolldach, hier mal zwei Zeichnungen:



Link zur Grafik: http://swiss.whosting.ch/skyview/l%E4nge.jpg
Seitenansicht

Link zur Grafik: http://swiss.whosting.ch/skyview/rollen.jpg
Rollenaufhängung (auf beiden Seiten je 2 Rollen)

Für die zwei Schienen will ich zwei T-Träger 80 x 80 x 9mm
(axiales Widerstandsmoment: 12.8 cm^3 falls jemand Berechnungen machen will...)
verwenden, die bereits vorhanden sind. Mein Vater meinte nun,
dass ich am Ausleger des Trägers (Länge 282.5 cm) die
Träger ohne unterlegten Holzbalken verwenden kann.

Allerdings wird das abfahrbare Dach fast 800 kg schwer!
Also rund 400kg pro Träger....! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Was meint nun Ihr dazu ? Mit oder ohne Balken unterstützung..
(Balken 10 x 10 cm)

Vielen Dank und viele Grüsse,
Lorenz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lorenz,

der Entwurf sieht schon ganz gut aus, ist aber noch nicht zu Ende gedacht. Was machst Du bei Sturm oder einem kleinen Tornado. Da hebt es Dir mit Sicherheit die mickrigen 800kg ab. Du solltest in jedem Fall einen Balken drunterlegen, den aber in 20cm Breite ansetzen. Neben den eingezeichneten Stahlträger setzt Du einen gleichartigen mit Steg nach unten mit unten laufenden Rollen. Somit hast Du das Dach gesichert. Vergiss auch nicht, Deine Haftpflichtversicherung an diesen speziellen Fall anzupassen, wenn sich entsprechend Edsel Murphy doch mal alles auflöst und Personenschäden dabei auftreten. Der Staatsanwalt versteht dabei keinen Spass.

Gruss von Palge5 aus Berlin.
 
Hallo Palge5,

Vielen Dank für die Tips !

Das mit dem Sturm habe ich mir übrigens schon überlegt...
Möchte die Sicherung allerdings Lieber nicht über Rollen
bewerkstelligen, sondern das Dach irgendwie an vier Punkten
oder so am festen Teil der Hütte befestigen (Im geschlossenen Zustand,
bei Beobachtung und offenem Dach
wirds wohl nie so stürmen, dass es das Teil abhebt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Grüsse,
Lorenz
 
Hallo Lorenz,

ich verfolge hier die Beschreibungen von Sternwarten Selbstbauten schon eine ganze Weile, aber ein 800 Kg Dach für eine Sternwarte dieser Größe, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Ich habe 1980 selbst eine 3x3 m Gartenstenwarte mit Klappdach und 80 kg je Dachflügel mit von unten isoliertem 1 mm Alublech bedeckt, gebaut.
Siehe www.g2-astronomie.de unter Sternwarte > Historie. Diese, hat dann ein Freund 1 Jahr später aber mit abfarbarem Dach nachgebaut. Beide stehen noch Heute unbeschadet für die Beobachtung zur Verfügung und haben allen Witerungen bisher überstanden.
Es wurden dort C-Profile (Feuerverzinkt) verwendet, wie sie im Garagenbau mit den dazugehörigen Gleitrollen (6 Stück) benutzt werden. Diese Schienen wurden an Winkeln auf den Tragbalken befestigt und sind absolut Sturmsicher und Leichtgängig.

Gruß Günter
 
Hallo Lorenz,

mir kommen die Träger recht stabil vor, sollte halten, aber um das zu verifizieren gibts zwei Methoden: (1) rechnen - siehe z.B. "Maschinenelemente" von G. Niemann, Springer Verlag. (2) Oder aber ausprobieren - d.h. lege den T-Träger auf zwei Holzklötze und stelle insgesamt 6 Erwachsene (halt 400 kg Gesamtgewicht) auf den Träger und schau ob er sich sichtlich durchbiegt. Wenn die Leute nicht genug balancieren können, nimm beide Träger, lege eine Holzplatte drauf, und frag 12 Erwachsene (800 kg - vielleicht reichen 10? - Je nach Bierbauch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />). Wenn die Latten sich mehr als 0.5 cm biegen: Holz drunter, wenn nein: no worries, "use as is" wie die Raumfahrer sagen!

Zum Thema Sturm: Ich habe eine Hütte gebaut die schon Windstärke 11 ausgehalten hat (Dachgewicht 400 kg), das Dach wird mit 4 Übertotpunktspannern vom Holzhändler festgehalten, siehe hier) und navigiere nach "Day 12". Ganz unten rechts ist ein Foto von dem Teil.

Ich verwende übrigens Balken unter der Schiene, habe aber auch nur ein Alu-Profil was sicher ohne Balken (9 cm x 9 cm) das Gewicht nicht aushalten würde. Das hat mir der Holzhändler verraten, es lohnt sich auch die Leute zu fragen die haben Erfahrung.

Übrigens: Dein T-Träger ist gut - ich habe ein U-Profil, wo sich schon Regenwasser drin sammelt was schlecht ist, bei Schnee wärs noch schlechter, den haben wir hier in Holland aber glücklicherweise nicht.

Laffy
 
@G2-Astro:

So wie ich das aus der Zeichung sehe wird bei der Hütte nicht nur das Dach selber weggerollt, sondern auch noch die Hälfte der Wand, richtig, Lorenz?

Mein Dach wiegt ca. 400 kg, ist aus Holz und Well-Teerpappe. D.h. die 800 kg sind in der Tat auf der schweren Seite, könnten aber noch hinkommen - wenn Dein Dach aus Holz ist.

Holz wird schwerer als Alu oder anderes Metall, d.h. man sollte durchaus drüber nachdenken ob es die richtige Wahl ist.

Mein Dach wiegt ca. 400 kg, aus Holz und Well-Teerpappe lässt sich aber trotzdem - auf 8 Rollen - immer noch locker schieben - die offenene Hütte ist dann 2.8 m x 3.5 m, d.h. vergleichbar mit G2-Astros 3 x 3 m2. Sicher wäre ein Metalldach leichter, aber ich fand Holz und Well-Teerpappe leichter zu kaufen.

Laffy
 
Hallo Lorenz,

verstehe in Deinen Zeichungen was nicht. In der Ansicht mit dem Text "Laufrolle" sieht man eine Diagonale Strebe nach links oben weggehen. Die sehe ich in der oberen Seitenansicht nicht. Was ist das? Schaut aus als wenn es einem beim Wegschieben den Kopf einhaut...

Laffy
 
Hallo,

Richtig ! Es wird mehr als die Hälfte der Hütte
weggefahren. Dies weil ich einen Newton habe und dabei
Horizontsicht absolut nötig ist für mich ;-)

Die Rollensache mache ich jetzt übrigens anders, ich
werde an 4 Punkten je 2 Rollen links und rechts vom Steg
des T-Trägers laufen lassen (Kugelgelagert , d = 80mm,
Aufhängung selbst gefräst)

Mein Vater hat nun gemeint, dass ich besser kein Balken
druntersetzte, da dieser stark an der Witterung ist und
sich schnell Spalten bilden etc. Wir haben uns aber
auf einen zusätzlichen Sockel pro Seite am Ausleger
geeinigt, so dass die freihängende T-Träger-Länge nochmals
halbiert ist......

Die Sockel werden übrigens durch Zementrohre realisiert die
dann einfach mit Beton aufgefüllt werden (Tipp vom Fachmann).


Die Strumsicherung realisiere ich durch vier Bolzen, je
einer an den vier Rollenaufhängungen. Die Bolzen werden
bei geschlossenen Dach (Hüttenoberteil) durch ein Loch im
Träger gesteckt, so sollte es wohl halten....!

Nochmals vielen Dank für eure Tips und ich werde
euch auf dem laufenden halten !

Grüsse,
Lorenz
 
Hallo Lorenz

Ich plane auch gerade so eine Hütte.
Ich hoffe bei deiner Zeichnung kommst Du mit der Höhe der Wände die stehen bleiben noch zurecht? Nicht das Du das Teleskop beim aufschieben des Daches erst abbauen must.
Oder hast Du eine extra Öffnung dafür vorgesehen ?
Ansonnsten gutes gelingen.
 
Hallo Rodenberger

Die Wände sind in der Tat nur 80cm hoch ab Fussboden,
dies, weil ich Horizontsicht will.

Das ist übrigens ein Punkt, bei dem ich mich bei den
meisten Rolldachhütten die ich so im Internet gesehen habe
wundere. Da sind die Wände immer ziemlich hoch !

Ja will den niemand Horizontsicht ???! Ich jedenfalls
würde nie im Leben auf den Blick Richtung Schützen verzichten.

Natürlich ist eine Entsprechend Breite Öffnung, resp.
Tür vorgesehen:

Link zur Grafik: http://swiss.whosting.ch/skyview/west.jpg

...auch Dir gutes Gelingen bei deiner Sternwarte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Grüsse,
Lorenz
 
Hallo :-)

Bin auch gerade dabei meine Gartensternwarte aufzubauen. Eigentlich bin ich schon fast fertig. Nur die Inneneinrichtung und die Montierung mit dem Teleskop fehlt noch.

Aber mal eine Frage ? Wiso fährst Du das Ganze so weit unten auf ? Wegen der Horizontsicht ? Hmm, also ich mache das knapp unter dem Dach (ca. auf 1,7m Höhe). Habe trotzdem noch genügend Horizontsicht. Und in unseren lichtverschmutzten und dunstigen Gegenden kannst Du unterhalb 15 bis 20 Grad über Horizont sowieso nichts brauchbares anstellen. Ist zumindes bei mir so ;-) Außerdem möchte ich beim Beobachten stehen und mir nicht die Wirbelsäule verbiegen.

OK, ich habe keine Schiene verwendet, sondern ein U-Profil aus Aluminium, in der die gummierten Rollen (nicht Gummirollen !) laufen und von kleineren Rollen zentriert werden. Das U-Profil hat außerdem den Vorteil, das die Hütte fast komplett zu ist. Nur ein ca. 5mm breiter Spalt bleibt übrig. Man kam also keine Finger drunter bringen und dauch die heimische Tierwelt bleib, bis auf das Insektenzeugs (das kommt aber sowieso überall rein), draußen. Hab schon Sternwarten gesehen, in denen Vögel ihre Jungen aufgezogen haben ;-)

Sturmsicherung kann ich Dir nur wärmstens empfehlen. Selbst 800kg sind für Wind nichts. Oder möchtest Du die Hütte in Nachbars Garten aufsammeln ? *fg*. Habe die Sturmsicherung mit weiteren 4 kleinen Rollen gemacht, die unter das relativ breite U-Profil greifen und mitlaufen. Hat den Vorteil, das das ganze Dach sowohl geschlossen als auch offen sturmsicher ist.

Wenn Du möchtest, kann ich ja mal ein paar Fotos von meiner Hütte machen und Dir zuschicken.

Thomas
 
Hi Thomas

Nun ich verwende einen Newton und da ist der Eiblick nun mal
relativ tief....

Grüsse,
Lorenz
 
Hallo Lorenz,

Ich baue mit meinem Verein gerade auch eine 3x3m Astrohütte mit Rolldach (Vorlage nach Stauss). Wir haben deutlich kleinere L Winkel mit den Massen 50x30x5mm verwendet. Als Holzbalken verwenden wir 8x8cm. Reicht bei uns vollkommen aus.
An Deiner Stelle würde ich mindestens 3 Rollen pro Seite verwenden. Dann lässt sich das Dach leichter rollen. Da Holz flexibel ist, verteilt sich das Gewicht im Laufe der Zeit auf die drei Rollen.
Unser Dach hat in den letzten drei Wochen 2 schwere Stürme ungeschadet überstanden. Wir haben in jede Ecke einen Sturmverankerung eingebaut.
Ich stelle am Wochenende die Bilder ins Netz.

Grüsse
Christian
 
Hallo Lorenz,
ich hab mir noch mal deine Zeichnung angesehen.
Wie schon geschrieben würde ich auch 3 Rollen auf jede Seite machen. Die Rollen die jetzt eingezeichnet sind, warum sind die nicht fast an den Enden ?
Der Träger sollte dann auch fast ohne extra Balken auskommen. Es liegen niemals 400 Kg auf einem Träger bei halb geöffnetem Dach an, sondern nur 200 Kg. 800 Kg / 4 Rollen = 200 Kg. Ist das Dach ganz offen hast du auf dem frei hängendem Träger kaum Last, da die Rollen na bei der Hütte oder deinem letzten Stützbalken liegen.
Mit jeweils 3 Rollen ist das noch besser.
Bei den Trägern würde ich es mal ohne extra Balken versuchen. Kannst das ja mal testen wie oben schon beschrieben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Selbst weis ich auch noch nicht so recht wie ich meine Hütte baue. Die Idee mit den halben Wänden wegschieben hatte ich auch schon.
Letztendlich hab ich mich gefragt warum das so groß sein muß. Ich hab mir überlegt die Wände auch nur 1 Meter hoch zu machen. Das Dach wird aufgekappt. Sonnst stört das auch wieder auf einer Seite.
Da ich mich im Winter eh nicht daneben stelle, wenn ich Aufnahmen von über 30 min mache, muß ich den Computer auch nicht in der Spechtelhütte haben. Ich frier sonnst fest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> . So ganz überlegt hab ich mir das aber auch alles noch nicht. Man muß halt abwägen.

 
@Lorenz:

Das ist übrigens ein Punkt, bei dem ich mich bei den
meisten Rolldachhütten die ich so im Internet gesehen habe
wundere. Da sind die Wände immer ziemlich hoch !

Tja, dass kommt halt immer drauf an. Bei mir ist es so dass die Nachbarn nicht allzuweit weg wohnen und dort Licht machen, daher ist am Horizont eh nicht viel zu holen. Und ausserdem ist hier (in Holland) auch oft viel Wind. Da verzichte ich lieber auf die Horizontsicht und kann nicht mehr den Merkur sehen, aber ich stehe jeden Abend windgeschützt und Streulichtgeschützt in meiner Hütte!

Laffy
 
Hallo Lorenz,

meine Wände sind auch nur 80cm hoch, trotzdem ist das für einen Dobson relativ hoch...
Das Problem hab ich mit einer Hubspindel gelöst.
Das Fernrohr ruht auf einem Rohr-in-Rohr, wobei das Ganze dann nochmal um ca. 30cm gehoben werden kann.
Möliche andere Ansätze wären z.B. eine Scherenwagenheber, o.ä. um die Horizontsicht noch weiter zu verbessern.
Bilder findet du in meinem Sternwartenkarton.

Liebe Grüße
Winni
 
Hi Winni,

Danke für die Tipps !

Ich verwende den Newton auf einer EQ-6 auf Betonsäule...

Die Wände könnten vermutlich auch etwas höher sein....
aber lieber etwas zu tief als zu hoch ..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüsse,
Lorenz
 
Grüzi Lorenz!

Na, dann ist ja alles Bestens!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich wünsch dir auf alle Fälle viel Spaß beim Bauen - es lohnt sich, denn die Beobachtungsnächte(-stunden) werden sprunghaft zunehmen, glaubs mir... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße
Winni
 
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