Gartensternwarte

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Beginner36

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Liebe Sternfreunde

Zurzeit bin am Bauen meiner Gartensternwarte - dank dieses "Winters" kein Problem. Heute habe ich die vier Stützpfeiler einbetoniert. Bildbericht folgt.

Grundfläche ist 2mx2m. Das scheint etwas klein, allerdings habe ich bereits ein Zuhause und muss nicht darin wohnen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> und mit meiner Frau bin ich nicht auf Kriegsfuss!<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />


Zudem habe ich nur einen 80/600mm Refraktor mit SLR Kamera auf einer paralaktischen Montierung (Fotografie) und ....Ich beobachte alleine. Bildbearbeitung mache im geheizten Büro.

Nun zum "Problem":
Mich überkommen mal wieder Zweifel, ob ich nicht etwas grösser Bauen sollte. Machbar wäre jetzt noch 2.5mx2m.

Frage:
Wer von Euch hat eine 2mx2m grosse Gartensternwarte?
Ist der Platz genügend gross wenn alleine beobachtend (evtl. habt ihr ähnliches Setup)?
Habt Ihr die Montierungssäule exakt in der Mitte der Sternwarte gesezt? Oder habt Ihr da einen "Offset"?

Besten Dank für Eure Erfahrungswerte.

Sternenklare Nächte

Alexander
 
Hallo Alexander,

Meine kleine Behausung hat einen Innendurchmesser von gerade mal 1,9m (mal mehr, mal weniger...die 8-eckige Form habe ich nicht so ganz eingehalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />).

Ich habe noch einen kleinen Anbau von 0,7*0,7*1,2m wo ich die ganze Elektronik untergebracht habe. Ich betreibe zwar alles automatisiert, allerdings finde ich das aber auch völlig ausreichend! Im Moment habe ich nur einen 102/820mm Refraktor aufgebaut. Aber es wird sich dazu noch ein C11 gesellen.

Ich finde da ist genug Bewegungsspielraum um auch visuell zu beobachten (bin derzeit nicht gerade windschnittig gebaut
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />).

kleine Anmerkung:
und mit meiner Frau bin ich nicht auf Kriegsfuss!

Wart's mal ab, wie stressig das wird wenn aus der geplanten Bauphase von 2 Wochen plötzlich 4 werden und der Jahresurlaub dabei draufgeht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />. Nur mal so als Tip!

Viele Grüße

Jörg
 
Hallo Alexander!

Ein Sternfreund hat eine Gartensternwarte mit einer Grundfläche von ebenfalls 2m auf 2m. Wenn dieser mir an seinen recht kompakten Teleskop(C11) ewtwas zeigen möchte, dann muss er aus der Hütte raus, damit ich an das Teleskop komme. Also 2m x 2m sind recht knapp bemessen.

Mach mal einen Test:
Stelle dein Teleskop im Garten auf, messe ein Quadrat von 2x2m um das Teleskop aus, stecke an den vier Ecken je ein Bambusstab in den Boden und bewege dich mit deinen Teleskop in allen Richtungen. Du wirst schnell merken, dass du mit deinen Hintern ständig an die virtuellen Wände rennst. Wenn das Teleskop auf der Montie, gerechnet von der Säulenachse, nur einen halben Meter Ausladung hat(du musst die Montie immerhin mit einrechnen), dann bleibt dir nur ein halber Meter bis Wand, das bietet nicht gerade einen bequemen Einblick.

Wenn ich den Platz hätte, dann hätte die Hütte mindestens 3x3m, dann ist auch noch Platz in den Ecken für Kleinzeug.

Grüsse und CS,
Matthias
 
Hallo Alexander,

2 mal 2 Meter halte ich für etwas klein und muß meinem Vorredner hier absolut recht geben. Meine Sternwarte hat zwar keinen quadratischen sondern einen achteckigen Grundriss von kleiner Durchmesser 2,5 m, aber wenn ichs nochmal zu tun hätte würde ich auf 3 m gehen.

Klar, ist auch alles eine Kostenfrage, aber vieleicht wirst
du dich Teleskopmäßig ja auch mal vergrößern wollen. Also, machs so groß wies halt geht.

Gruß
Hans
 
Hallo Alexander,

das ist verdammt eng. Meine Hütte hat ein Innenmaß von 2,4m x 2,4m. Wenn ich es nochmal zu machen hätte, würde ich auf jeden Fall 3m x 3m nehmen. Wenn Du erst mal eine feste Aufstellung hast, mußt Du unbedingt damit rechnen, daß Dich der Wunsch nach einem größeren Teleskop überkommen wird und dann wirds noch enger.

Gruß
Andreas
 
Hallo Alexander,

4 m² halte ich für zu klein. Meine Sternwarte hat einen Innenraum von 2,5 x 2,5 m = 6,25 m². Das halte ich zumindest für meinen Bedarf für gerade richtig. Da habe ich dann auch noch Platz für ein kleines Schränkchen, dessen Oberfläche gleichzeitig als Schreib-/Karten-/Ablagetisch dient. Und eine kleine Arbeitsecke z. B. für den Laptop (Astrofotografie!) etc. muss auch sein. Jedenfalls kann ich mich noch ohne Akrobatik und die Gefahr des Anstoßens um das Teleskop herum bewegen.

Mein Teleskop ist übrigens auch nicht so groß (130/780 Starfire-Apo). Dennoch braucht es zum bequemen Beobachten diesen Raum. Man sollte auch immer bedenken, dass sich das *entfernt* möglicherweise mal ändert.

Fazit: Wenn Du es noch einrichten kannst, würde ich auf jeden Fall etwas größer bauen. Du wirst es keinesfalls bereuen - im Gegenteil.

Meine Sternwarte kannst Du Dir auf meiner Homepage anschauen.
 
Hallo Alexander,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, 2m x 2m sind sehr eng. Denke auch daran, dass sich Deine Ausrüstung bestimmt irgendwann vergrößern wird. Meine Sternwarte ist 2,5m x 2,5m. Mit meinem Takahashi FS-128 habe ich auch mit einem Mitbeobachter ausreichend Platz. Allerdings hätte ich gern noch etwas größer gebaut, etwa 3m x 3m. Dann hätte ich aber eine Baugenehmigung gebraucht und das wollte ich mir dann doch nicht antun.
 
Hallo Alexander,

wenn Du die Möglichkeit hast, dann nimm die 2,5 Meter oder mehr. Ich habe es schon nach den ersten Beobachtungsnächten in meiner eigenen 2m Sternwarte bereut, das ich nicht ein bißchen größer gebaut habe. Es ist einfach zu eng darin. Man eckt immer wieder an der Montierung an. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Thomas
 
Hallo Miteinander <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Erstens: Vielen Dank für die vielen praxisbezogenen Tipp's.
Ich werde meine Sternwarte jetzt 2,5x2,5m "klein" bauen (obwohl ich heute wieder im Gästezimmer 2x2m "abgesteckt" habe und es eigentlich ok fand. Aber dieses Mal werde ich auf alte Hasen hören!

Leider habe ich mich schon mit 2m langen Balken eingedeckt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> ... Hornbach und Co. wirds freuen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Soll ja mit der Wirtschaft aufwärts gehen. Also gehe ich mit gutem Beispiel voran.

Drei Fragen hätte ich noch:<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" />
1. Habt Ihr die Montierungssäule in die Mitte der Hütte gesetzt (oder evtl. Offset?)?
2. Wie hoch, ab Sternwartenboden, habt Ihr die Montierung (Grundplatte für Vixen oder ähnliche) verbaut?
3. Wie behandelt man am besten das Holz (Grundierung/Lasur)?

Vielen Dank für Eure Mühe

Alexander
 
Hallo Alexander,

freut mich daß Du doch etwas größer als ursprünglich geplant bauen willst.
Zu 1.
In meinem Fall mittig. (Achteckhütte)
Zu 2.
So hoch, daß wenn Stundenachse waagrecht steht und Teleskop
waagrecht steht ich gerade noch über die Wand gucken kann, durchs Teleskop meine ich.
Zu 3.
Außen mit weißer Holzschutzlasur, mehrfach aufgetragen. Nach einem Jahr nochmals gestrichen, dann nach 2 Jahren nochmals, ab jetzt nach Bedarf.
Innen unbehandelt.

Viel Spaß beim bauen.
Gruß
Hans
 
Schließe mich Hans an. Aber: Wenn ganz normal mit imprägnierten Holz aussen verschalt wird (sägerauh), dann brauchst du nichts zu machen. Wird mit der Zeit halt fast schwarz, dann silbrig. So ist meine Warte. Übrigens 4x5m groß, nach südost gerichtet. Ostwest ist die Höhe 2,4m, in SO nur 1,8m. Das Dach ist abschiebbar nach NO, hat den Vorteil, daß ich unser Haus dahinter abschirme und "vorne" bis an den Horizont komme. Zudem läuft der Regen besser ab. Habe keine Stützen im Garten, sondern U-Schienen auf dem Dach, die 2 Meter nach NO hinausragen. Darüber liegt das Alu-Flachdach, das sich einfach auf Rollen aufschieben lässt. Befestigt ist das Dach mit Spanngurten, die haben auch die Windstärke 12 ausgehalten (vorgestern). Wichtig: verkleide das Dach mit hochreflexieblen Aluplatten, dann bekommst du nie Probleme mit der Wärme.
Nähere info und ggf. Fotos: info(ätt)fzb-ateliers.de
Gruß Winfried
 
Hallo Alexander,

nach den Erfahrungen in meiner Sternwarte (rund, 2,3 Meter Durchmesser) empfehle ich Dir dringend, die Montierung hoch zu setzen (bei mir 1,7 Meter = Unterkante des Kuppelspalts), zum einen kannst Du dann bis runter zum Horizont beobachten und zum anderen entsteht "unter" der Montierung Platz für Dich und für Zubehör/Rechner etc. Die Hütte wirkt dann nicht mehr so eng (siehe auch www.sternenstaub-observatorium.de unter "Observatorium").
Anmerken muss ich dabei jedoch, dass ich meine Kuppel überwiegend fotografisch nutze und es daher für mich auch kein Problem ist, wenn ich manchmal auf einen Tritt treten muss um die Ausrichtung der Optik zu kontrollieren - dies ist für lange visuelle Beobachtung sicherlich keine Lösung.

Gruß Ullrich
 
Hallo Alexander,

schau Dir das mal an :

http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/nmo2000.htm

Wenn Du dann noch Fragen hast, dann melde Dich. Kann Dir eine komplette Bilderserie von meinem Sternwartenbau schicken, wenn Du möchtest.

Thomas
 
Hallo Alexander,

schön, dass Du nun doch etwas größter bauen möchtest - Du wirst es sicher später nicht bereuen.

Zu Deinen Fragen:

1. Bei mir steht die Säule in der Mitte. Nach einigen Beobachtungsnächten in meiner ja noch fast neuen Sternwarte halte ich das auch für sinnvoll.

2. Bei mir habe ich die Säule und den Flansch für die Montierung so hoch angefertigt, dass ich ab etwa 20° Höhe beobachten kann. Darunter macht es bei mir wegen der Bebauung, einer Hecke und der Lichtverhältnisse ohnehin keinen Sinn. Hätte ich bis auf Horizonthöhe gehen wollen, wäre das ganze ziemlich hoch mit entsprechend unbequemer Beobachtungsposition (wenn ich mal nicht fotografiere) geworden. Ich bin mit der gewählten Lösung aus heutiger Sicht sehr zufrieden.

3. Holzschutz ist ein schwieriges Thema, wie ich lernen musste. Das kommt ganz darauf an, welches Holz Du verwendest und ob es roh oder in irgendeiner Weise vorbehandelt ist. Meine Sternwarte besteht zu praktisch 80 % aus sibirischer Lärche (sehr hart und schwer); der Rest (Pfosten, Dachschalung) sind aus nordischer Fichte. Nach ausführlicher Beratung mit dem Hersteller des Bausatzes und im Farbenfachhandel habe ich zunächst einen Bläueschutz aufgebracht. Der schützt das Holz vor Bläue- und Pilzbefall. Anschließend habe ich eine relativ helle Lasur gewählt und zweimal gestrichen. Der 3. Anstrich erfolgt bei mir im kommenden Frühjahr, danach nach Bedarf. Was die Lasur angeht, ist eigentlich viel Geschmackssache. Ich wollte die sehr schöne Maserung des Holzes nicht "zukleistern" und auch keinen Fremdkörper im Garten haben. Deshalb habe ich einen sehr natürlichen Holzton gewählt. Zu hell sollte eine Lasur auch nicht sein, weil dann der UV-Schutz fehlt (je mehr Farbpigmente, desto höherer Schutz) und das Holz dann mit der Zeit vergraut und ziemlich hässlich aussieht. Ein zu dunkler Anstrich ist wegen der Aufheizung bei Sonneneinstrahlung meiner Meinung nach auch nicht sinnvoll.

Noch ein kleines Anekdötchen dazu: Die Farbauswahltäfelchen, die man im Fachhandel vorgelegt bekommt, sind m. E. wenig aussagekräftig: Ich hatte mich für eine vermeintlich passende Lasur entschieden und zum Glück zu Hause zunächst an einem Abfallbrett probiert. Die Reaktion meiner Frau war auf Befragen ziemlich direkt und ernüchternd: "Kinderkackebraun!" Aber genau so sah es auch aus! Ich konnte das Gebinde dann umtauschen und habe beim zweiten Versuch dann den richtigen Farbton erwischt.

So, vor allem letzteres war jetzt ziemlich ausführlich, aber ich habe mich tatsächlich sehr mit dem Thema Anstrich beschäftigt um nichts falsch zu machen. Schließlich geht es hier wirklch um die Haltbarkeit der Bausubstanz.

Viel Erfolg!
 
Hallo Jochen,
zum Thema Holzschutz habe ich einen Tipp, allerdings nur wenn man etwas Farbe möchte. Schwedenrot, das gibt es in Ocker, Rot, Braun und Weiß. Das ist ein hervorragender Wetterschutz auf Wasserbasis auch auf der Wetterseite. Hält ca.20!Jahre auf der Wetterseite und ist ökologisch unbedenklich. Ich habe vor ca.15 Jahren meine Sternwarte und unser Hoftor damit gestrichen, super. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Wird direkt 2x auf das unbehandelte Holz gestrichen.
Ich habe es mir einmal aus Hamburg schicken lassen. Den 2. Eimer hatte ich mir bei ebay ersteigert.


Gruß
Ralf
 
Hallo Zusammen

Nochmals vielen Dank für Eure detailierten Ausführungen.

Ich habe vor 2 Jahren ein Gartenhäus für Rasenmäher+Co mit "Rauhspund" (19mm) eigeschalt. Behandelt habe ich das Ganze (inkl. Balken) mit einer wässerigen, milchigen Imprägnierung gegen Holzbock und Freunde. Bis jetzt sieht das Holz mmer noch natürlich aus, also nichts Verfaultes oder Pilze zu sehen. Das Dach ist auch genügend gross und 2 Seiten sind von einer Buchenhecke eingefasst. Nässe kann sich auch nicht stauen.

Nun erzählte mir ein Kollege, dass eine Lasur die Wasseraufnahme verhindere oder wenigstens reduziere. Beim meinem Gartenhaus habe ich einige Rauhspundbretter die sich verzogen haben dh. es bildet sich eine Wölbung (quer) beim Brett aus. Einige Bretter musste ich mit zusätzlichen Schrauben fixieren.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit "Rauhspund" gemacht?

Klare Nächte wünscht Euch

Alexander
 
Nun erzählte mir ein Kollege, dass eine Lasur die Wasseraufnahme verhindere oder wenigstens reduziere.

Lasuren sind ein zweischneidiges Schwert: Sie verhindern nicht nur die Wasseraufnahme, sondern auch das Trocknen des Holzes. Dazu gibt es dann zwei Philosopien: Entweder regelmäßig immer wieder streichen oder nie streichen und sich mit dem grauen Farbton anfreunden.
 
Hallo Alexander,

noch ein Nachtrag.
Auch meine Sternwarte sowie ein weiteres Gartenhäuschen sind mit den von Dir genanten Rauhspund verschalt, die 2 mal gehobelte und somit glattere Seite außen. Ich meine aber sie sind knapp ein Zoll stark, 22mm oder so.

Die 2m langen Bretter, bei der Sterwarte senkrecht, sind oben, in der Mitte und unten mit je 2 40mm langen Spax Holzschrauben verschraubt. Klar daß das Holz arbeitet aber aufgeworfen hat sich bis jetzt noch nichts.

Mit den Lasuren ist es wohl so daß sie kein oder wenig Wasser durchlassen und das ist ja auch gewünscht.
Ich weiß nun nicht mehr mit welcher (Marke) ich gestrichen habe, aber sie war teuer und soll atmungsaktiv oder dampfdurchlässig sein. Es wundert mich immer wieder wie schön trocken die Bretter innen sind, insgesamt ist wenig Feuchtigkeit in der Sternwarte und ich denke daß Feuchtigkeit durch das Holz nach außen geht.
Außen hat das Holz hie und da trotz nachstreichens ein paar Flecke bekommen.
Was den richtigen Anstrich angeht ist es wohl ratsam sich mit einem Fachmann zu unterhalten.

Gruß
Hans
 
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