gasdichtes teleskop

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dobsonaut

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hi folks,
ich möchte heute einfach einmal dieses thema zur diskussion
stellen: gasdichte teleskope - also refraktoren, sc und mc geräte. wäre so etwas möglich und mit welchem aufwand??
hintergrund der sache: komme ich mit meinem zielfernrohr aus dem haus ins feuchte , oder nutze es im feuchten wald, beschlägt es nie. warum? diese rohre sind mit edelgasen bzw. stickstoff gefüllt. taukappen und auskühlzeiten wären damit vergangenheit.
cs
 
Moin!

Hmm, also von Außen kann dein Zielfernrohr genauso beschlagen, wie
irgendein anderes Teleskop auch, egal was für ein Gas da drin ist!
Und von innen ist bei mir bislang noch kein Refraktor oder Schmidt-Cassegrain
beschlagen!
Aber das dein Zielfernrohr noch nicht beschlagen ist, wird wohl dran liegen, daß es einfach eine verhältnissmäßig kleine Optik ist!
Es ist ja nur logisch, daß die Linsen mit der geringsten Masse (Dicke) und der größten Fläche zuerst zutauen. Außerdem steht ein Fernrohr ja Stundenlang irgendwo in der kühlen von Tau durchsetzten Luft herum. Ich gehe mal davon aus, daß du dein "kleines" Zielfernrohr auf ne Büchse oder Flinte oder sonstwas montiert hast und dieses Gerät natürlich immer dicht bei dir trägst, was dazu führt, daß deine Körperwärme die Gegenstände um dich herum über dem Taupunkt der Luft hält, was ein Beschlagen der Optik verhindert. Außerdem gehe ich davon aus, daß du auch öfter mal in Bewegung bist.
Solange also bewegte Luft an dem Zielfernrohr vorbeiströmt, beschlägt es auch nicht so schnell.
Unter Umständen kann auch eine Windböe schon ausreichen, um das Teil wieder Taufrei zu bekommen.
Zu der Gasfüllung kann ich noch sagen, daß es bei kleinen vollintegrierten Fernrohren sicherlich einfach ist, das ganze Gasdicht zu bauen und dann auch
unter Gasatmosphäre zu verschrauben. Aber bei einem großen Fernrohr, wo man auch mal die Anbauteile austauscht, wirds schwierig und verdammt teuer.
Will man trotzdem die Feuchtigkeit aus der Optik halten, was vor allem dem Film bei der Fotografie gut tut, kann man die Optik oder besser das Kameragehäuse während der Belichtung immer noch mit Stickstoff fluten, wozu auch ich demnächst übergehen werde.
Von außen kann dann aber immer noch Beschlag drohen, wozu es aber nicht kommt, da meine 8" Korrektorplatte von ca 8 Watt oberhalb des Taupunktes gehalten wird.

taufreie Grüße,
André
 
hi folks,
danke für deinen beitrag, hatte ihn ja auch nur mal zur diskussion gestellt. naja ein 60er rohr ist es ja schon - also gewissermassen ein kleiner refraktor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> .
lass mich doch bitte deine praktischen ergebnisse der stickstoffflutung wissen
clear skies
 
Moinsen!

Hmm....Ich könnte dir ja schonmal sagen, was ich mir davon verspreche:
Also zuerst einmal verbesserte Filmplanlage, vor allem beim Mittelformat.
Auch neigen einige Farbemulsionen, bei Feuchtigkeitseinwirkung, zu einem
"Farbdrift". Die Farben kommen also nicht so knackig oder sind leicht verschoben, wodurch ein gewisser Stich hervorgerufen werden kann.
Außerdem kann es auch die Kamera etwas schonen!
Vor zwei Jahren war ich zum Fotografieren im Herbst auf der Emberger Alm.
Ich hatte noch nie vorher auf so viel Höhe soviel feuchte Luft erlebt!
Die Planlagen der Filme waren nicht immer astrein und außerdem hat sich der Tuchverschluß meiner Contax F nach ca 5-6 Nächten in der Nässe etwas "aufgebläht", wodurch er beim Auslösen sich nur etwa um ein viertel des KB Feldes öffnete, was ich natürlich erst tags drauf, nach einigen Dauerbelichtungen (Teilweise bis 90min!) merkte :-(.
Ich hätte den Body tagsüber nur mal in die Nähe einer Heizung legen müssen, um dies zu verhindern! Aber mit Stickstoff im Body kann sowas natürlich garnicht erst auftreten!

gruß,
André
 
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