Moin!
Hmm, also von Außen kann dein Zielfernrohr genauso beschlagen, wie
irgendein anderes Teleskop auch, egal was für ein Gas da drin ist!
Und von innen ist bei mir bislang noch kein Refraktor oder Schmidt-Cassegrain
beschlagen!
Aber das dein Zielfernrohr noch nicht beschlagen ist, wird wohl dran liegen, daß es einfach eine verhältnissmäßig kleine Optik ist!
Es ist ja nur logisch, daß die Linsen mit der geringsten Masse (Dicke) und der größten Fläche zuerst zutauen. Außerdem steht ein Fernrohr ja Stundenlang irgendwo in der kühlen von Tau durchsetzten Luft herum. Ich gehe mal davon aus, daß du dein "kleines" Zielfernrohr auf ne Büchse oder Flinte oder sonstwas montiert hast und dieses Gerät natürlich immer dicht bei dir trägst, was dazu führt, daß deine Körperwärme die Gegenstände um dich herum über dem Taupunkt der Luft hält, was ein Beschlagen der Optik verhindert. Außerdem gehe ich davon aus, daß du auch öfter mal in Bewegung bist.
Solange also bewegte Luft an dem Zielfernrohr vorbeiströmt, beschlägt es auch nicht so schnell.
Unter Umständen kann auch eine Windböe schon ausreichen, um das Teil wieder Taufrei zu bekommen.
Zu der Gasfüllung kann ich noch sagen, daß es bei kleinen vollintegrierten Fernrohren sicherlich einfach ist, das ganze Gasdicht zu bauen und dann auch
unter Gasatmosphäre zu verschrauben. Aber bei einem großen Fernrohr, wo man auch mal die Anbauteile austauscht, wirds schwierig und verdammt teuer.
Will man trotzdem die Feuchtigkeit aus der Optik halten, was vor allem dem Film bei der Fotografie gut tut, kann man die Optik oder besser das Kameragehäuse während der Belichtung immer noch mit Stickstoff fluten, wozu auch ich demnächst übergehen werde.
Von außen kann dann aber immer noch Beschlag drohen, wozu es aber nicht kommt, da meine 8" Korrektorplatte von ca 8 Watt oberhalb des Taupunktes gehalten wird.
taufreie Grüße,
André