AxelW
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nachdem ich gestern Morgen erst noch hier im Board rumgeheult habe, dass ich diese Woche keine Chance habe, mal durch mein Teleskop zu gucken, hat es dann gestern Abend doch noch geklappt (Man soll wirklich nie nie sagen...)
Nun bin ich schon seit knapp zwei Monaten stolzer Besitzer eines 8'' 1200mm Orion-Leichtbaunewtons auf GP-DX, angesteuert mit Boxdörfer MTS3-SDI. Wetterbedingt habe ich noch nicht allzuviel Zeit in die neuen Gerätschaften investiert, so dass ich gestern Abend im Garten ziemlich doof davorstand (nachdem ich bislang nur einmal Ende August für ein paar Minuten durch eine Wolkenlücke schauen konnte, bevor wieder alles dicht war).
Also gut, Blick nach oben - die aktuelle Wolkenlücke stand gerade auf Schwan und Leier - Teleskop auf Wega ausgerichtet, Notebook an die Steuerung angeschlossen, MTSca gestartet, erneuter Blick ins Okular - Mist, die Wega ist ja schon fast am Rand - achso, Einschalten muss man die Steuerung natürlich auch noch - also, Wega erneut ausrichten, MTSca verbinden (wie, das geht nicht, wenn die Steuerung angeschaltet ist...). Oh, jetzt sieht man sogar den Polarstern.. Schnell die Montierung fein ausrichten (Ähm, wo ist das Rädchen für den Belechtung des Polsuchers... Ach da.) Nach einigem Getue hatte ich die Montierung auf Polaris augerichtet. Wega war zwischendurch natürlich wieder abgehauen, also hab ich das Teleskop erneut ausgerichtet.
Als nächstes kam dann die Ausrichtung von MTSca dran (Hmmm. Lyr - ok. Aber wieso 3Alp? Ich hätte irgendwie 1Alp erwartet. Egal). Also, ausgerichtet. Nun schauen wir mal, wass passiert - Goto Epsilon Lyrae (Bsssssssssssssssssssss!). Toll! Es bewegt sich doch - aber wohin? Ein Blick durch den Sucher zeigte mir ein perfektes, gleichschenkliches Dreieck mit den Eckpunkten Wega, Epsilon Lyra und Nichts. Nichts war die Position, auf die mein Teleskop gerade zeigt. Ok, es ist also doch ganz nützlich, dass man die Drehrichtung des Deklinationsmotors ändern kann. Erstmal zurück zur Wega (Hey, das Teil finded Die Wega wirklich wieder!), dann den Dip Switch für Dek umgestellt, die Steuerung neu gestartet, neu connected usw. Zweiter Versuch: Ausrichtung auf Wega, und auf zu Epsilon Lyrae. Ergebnis: Ein perfektes, gleichschenkliges Dreieck zwischen Wega, Epsilon Lyrae und Nichts - nur dass das Nichts diesmal auf der anderen Seite lag...
Das war der Moment, an dem ich beschloß, mich nochmal theoretisch mir der Ausrichterei zu befassen.
Damit dieses Posting dann nicht gleich dieses Boardes verwiesen wird, hier nun die restlichen (manuell gesteuerten) Beobachtungen des gestrigen Abends:
Da ich grad in der Leier stand, hab ich dann erstmal auf M57 eingestellt - mit 48x ein schöner Überblick, der PN deutlich als kleines Scheibchen sichtbar. Mit 100x wirds größer, aber nicht besser.
Als nächstes kam Epsilon Lyrae dran. Mit 48x beide Doppelsterne fast getrennt. In diesem Moment schob sich eine Wolke vor die Leier...
Mittlerweile waren Kassiopeia, Perseus und Andromeda wolkenfrei, deswegen ging ich in diese Richting weiter auf die Suche.
Nächstes Ziel: h & chi Persei - mit 48x einfach nur wunderschön. Habe es bestimmt eine Viertelstunde angesehen - war so mit das erste Mal, dass ich mit meinen neuen Teleskop wirklich was sehen konnte - durch die Wetterprobleme kann man zwar nicht mehr von einem 'First Light' reden, vielmehr ist es wohl ein 'First Light auf Raten'....
Nachdem ich dann doch wirklich mal ins Bett gehen sollte (ich habe diese Woche Frühschicht...), habe ich vor dem Abbauen nochmal auf M31 gehalten. Das Zentrum war schön zu sehen, die begleitende Galaxie auch, allerdings habe ich M31 schon deutlich besser gesehen.
Danach habe ich abgebaut. Nachdem alles verstaut war, habe ich beim letzten Kontrollgang im Garten festgestellt, dass der komplette Himmel mittlerweile vollständig wolkenfrei war.
Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit (6:00 Uhr) war es immernoch wunderschön klar, Orion & Plejaden standen hoch, Venus strahlte und der Saturn war gut sichtbar.
Kurz über dem Horizont stand die mittlerweile ganz schmale Sichel des abnehmenden Mondes, der in seiner Komplettheit in aschgrau angedeutet war - wirklich ein schöner Anblick.
So, jetzt hoffe ich, dass ich Euch mit meinem Anfängergestotter nicht zuviel genervt habe...
Gruß & CS, Axel
nachdem ich gestern Morgen erst noch hier im Board rumgeheult habe, dass ich diese Woche keine Chance habe, mal durch mein Teleskop zu gucken, hat es dann gestern Abend doch noch geklappt (Man soll wirklich nie nie sagen...)
Nun bin ich schon seit knapp zwei Monaten stolzer Besitzer eines 8'' 1200mm Orion-Leichtbaunewtons auf GP-DX, angesteuert mit Boxdörfer MTS3-SDI. Wetterbedingt habe ich noch nicht allzuviel Zeit in die neuen Gerätschaften investiert, so dass ich gestern Abend im Garten ziemlich doof davorstand (nachdem ich bislang nur einmal Ende August für ein paar Minuten durch eine Wolkenlücke schauen konnte, bevor wieder alles dicht war).
Also gut, Blick nach oben - die aktuelle Wolkenlücke stand gerade auf Schwan und Leier - Teleskop auf Wega ausgerichtet, Notebook an die Steuerung angeschlossen, MTSca gestartet, erneuter Blick ins Okular - Mist, die Wega ist ja schon fast am Rand - achso, Einschalten muss man die Steuerung natürlich auch noch - also, Wega erneut ausrichten, MTSca verbinden (wie, das geht nicht, wenn die Steuerung angeschaltet ist...). Oh, jetzt sieht man sogar den Polarstern.. Schnell die Montierung fein ausrichten (Ähm, wo ist das Rädchen für den Belechtung des Polsuchers... Ach da.) Nach einigem Getue hatte ich die Montierung auf Polaris augerichtet. Wega war zwischendurch natürlich wieder abgehauen, also hab ich das Teleskop erneut ausgerichtet.
Als nächstes kam dann die Ausrichtung von MTSca dran (Hmmm. Lyr - ok. Aber wieso 3Alp? Ich hätte irgendwie 1Alp erwartet. Egal). Also, ausgerichtet. Nun schauen wir mal, wass passiert - Goto Epsilon Lyrae (Bsssssssssssssssssssss!). Toll! Es bewegt sich doch - aber wohin? Ein Blick durch den Sucher zeigte mir ein perfektes, gleichschenkliches Dreieck mit den Eckpunkten Wega, Epsilon Lyra und Nichts. Nichts war die Position, auf die mein Teleskop gerade zeigt. Ok, es ist also doch ganz nützlich, dass man die Drehrichtung des Deklinationsmotors ändern kann. Erstmal zurück zur Wega (Hey, das Teil finded Die Wega wirklich wieder!), dann den Dip Switch für Dek umgestellt, die Steuerung neu gestartet, neu connected usw. Zweiter Versuch: Ausrichtung auf Wega, und auf zu Epsilon Lyrae. Ergebnis: Ein perfektes, gleichschenkliges Dreieck zwischen Wega, Epsilon Lyrae und Nichts - nur dass das Nichts diesmal auf der anderen Seite lag...
Das war der Moment, an dem ich beschloß, mich nochmal theoretisch mir der Ausrichterei zu befassen.
Damit dieses Posting dann nicht gleich dieses Boardes verwiesen wird, hier nun die restlichen (manuell gesteuerten) Beobachtungen des gestrigen Abends:
Da ich grad in der Leier stand, hab ich dann erstmal auf M57 eingestellt - mit 48x ein schöner Überblick, der PN deutlich als kleines Scheibchen sichtbar. Mit 100x wirds größer, aber nicht besser.
Als nächstes kam Epsilon Lyrae dran. Mit 48x beide Doppelsterne fast getrennt. In diesem Moment schob sich eine Wolke vor die Leier...
Mittlerweile waren Kassiopeia, Perseus und Andromeda wolkenfrei, deswegen ging ich in diese Richting weiter auf die Suche.
Nächstes Ziel: h & chi Persei - mit 48x einfach nur wunderschön. Habe es bestimmt eine Viertelstunde angesehen - war so mit das erste Mal, dass ich mit meinen neuen Teleskop wirklich was sehen konnte - durch die Wetterprobleme kann man zwar nicht mehr von einem 'First Light' reden, vielmehr ist es wohl ein 'First Light auf Raten'....
Nachdem ich dann doch wirklich mal ins Bett gehen sollte (ich habe diese Woche Frühschicht...), habe ich vor dem Abbauen nochmal auf M31 gehalten. Das Zentrum war schön zu sehen, die begleitende Galaxie auch, allerdings habe ich M31 schon deutlich besser gesehen.
Danach habe ich abgebaut. Nachdem alles verstaut war, habe ich beim letzten Kontrollgang im Garten festgestellt, dass der komplette Himmel mittlerweile vollständig wolkenfrei war.
Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit (6:00 Uhr) war es immernoch wunderschön klar, Orion & Plejaden standen hoch, Venus strahlte und der Saturn war gut sichtbar.
Kurz über dem Horizont stand die mittlerweile ganz schmale Sichel des abnehmenden Mondes, der in seiner Komplettheit in aschgrau angedeutet war - wirklich ein schöner Anblick.
So, jetzt hoffe ich, dass ich Euch mit meinem Anfängergestotter nicht zuviel genervt habe...
Gruß & CS, Axel