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Gebrauchtkauf eines Skywatcher HEQ5 Pro + SW 130/650 PDS
Mir wurde ein Skywatcher HEQ-5 + SW 130/650 gebraucht angeboten.
Was muss ich als Laie beim Kauf beachten damit das kein Griff ins Klo wird ?
Und was haltet ihr davon diese Kombi zum Einstieg in die Astrofotografie zu erwerben?
Fotografisch bin ich halbwegs fit (Mondfotos mit Teleobjektiv) Nun möchte ich den DeepSky erforschen.
Für die Fotos wollte ich meine Sony Alpha 6000 verwenden.
gelegentlich nutze ich die selbe Kombination, jedoch die alte schwarze HEQ-5 ohne Autoguider-Anschluss. Diese Kombination ist auch bei Wind sehr stabil.
Mir persönlich ist die Montierung hingegen schon zu schwer, die kleinere NEQ5 wird deutlich öfter aufgebaut.
Den Skywatcher PDS solltest Du immer wieder justieren, dann bietet er reichlich Potential für schöne Fotos. Bei Astrobin siehst Du einige Aufnahmen. Bei 650 mm Brennweite wirst Du anfangs Geduld benötigen, coole Fotos sind dann durchaus machbar. Alternativ kannst Du ja mit dem Teleobjektiv und Langzeitbelichtungen auf der Montierung beginnen, ist etwas einfacher
Sofern Du mit dem Gewicht klar kommst und der Preis stimmt handelt es sich um eine schöne stabile Kombi für allerlei Deep-Sky-Objekte. Zusätzlich hast Du noch gewisse Reserven für höhere Brennweiten / mehr Öffnung.
Hallo Christian,
da stimme ich dem Markus in jedem Fall zu: 130mm Newton auf HEQ-5 ist eine sehr solide Kombination. Die HEQ-5 verträgt sogar noch einiges mehr, aber genau von dieser Reserve profitierst Du, vor Allem wenn Du fotografieren möchtest. Im Vergleich mit kleineren Montierungen ist der ganze Aufbau weniger windanfällig, zittert weniger nach Berühren, schwingt schneller aus und ist insgesamt ruhiger. Auch wenn vorn eine Kamera dran hängt.
Wenn Du es nicht mit Zubehör übertreibst, dann sind auch 8“ noch gut beherrschbar.
Der 130mm Newton ist eine beliebte Einstiegsgröße. Klar, es gibt auch deutlich kleinere, aber der 130er gehört sicher noch zu den kleinen Newton-Teleskopen. Ich meine das nicht abwertend, schließlich hat jedes Teleskop „seinen Himmel“. Bei der PDS-Variante ist der Einsatzschwerpunkt schon in Richtung Fotografie verschoben. Ordentliche Rohrschellen und vor Allem ein robuster 2“ Okularauszug mit Mikrountersetzung - bei Fotografie unerlässlich.
Einen kleinen Haken hat die Sache trotzdem. 650mm Brennweite klingt erst einmal nicht viel.
Bei DeepSky-Fotografie, mit längeren Belichtungszeiten, wirst Du aber schnell feststellen, dass 650mm gar nicht so einfach zu beherrschen sind. Mit dem Polsucher und Polaralignment gut eingenordet führt die HEQ-5 schon recht passabel nach, aber für lange Belichtungen, wie sie nun einmal bei DeepSky typisch sind, reicht das nicht. Bei 20-30 Sekunden dürfte Schluss sein.
Deshalb solltest Du, wenn Du tatsächlich in die DeepSky-Fotografie einsteigen möchtest,
einen Autoguider einplanen. Dann sind auch sehr lange Belichtungszeiten kein Problem.
Mit Systemkamera (also ohne Laptop dabei) ist da ein MGEN sicher erste Wahl, hast Du sowieso einen Rechner in der Nähe, dann ist eine kleine Guidingkamera mit z.B. PHD2 eine ebenfalls gut funktionierende Sache, aber günstiger .
Gerade lese ich, dass 800 € für das Set aufgerufen sind.
Nur für Montierung und Newton ist das kein sensationelles Schnäppchen.
Für ein gepflegtes gebrauchtes Set ist das eher ein normaler Preis.
Die HEQ-5 bekommst Du (mit etwas Verhandlungsgeschick) für 950 € neu, und das Teleskop ist sicher für etwas über 200 € zu bekommen. Im Set eventuell noch günstiger.
Es kommt natürlich auch darauf an, was alles dabei ist. Sind beispielsweise umfangreich brauchbare Okulare dabei, Telrad oder Leuchtpunktsucher, usw. dann sieht das natürlich anders aus. Auch Alter und Zustand spielen da -wie immer- eine gewichtige Rolle.
Lange Rede - kurzer Sinn: 130mm PDS auf HEQ-5 find ich gut.
Hallo Christian,
das sind durchaus nützliche, wenn nicht sogar notwendige Zubehöre, die den Preis attraktiver erscheinen lassen. Eigentlich gibt es nicht viel, auf das Du bei Übergabe achten müsstest.
Schließlich kannst Du nicht in die Montierung reinschauen.
Hast Du aber Möglichkeit, das Set aufgebaut zu probieren, dann kannst Du natürlich mal hören, ob die sich Motore beim Schwenken durchgängig unangestrengt anhören. Du kannst probieren, ob sich die gelösten Achsen weich und ohne fühlbare Rauhheiten drehen lassen, ob am Handcontroller alle Knöpfe ohne fest drücken zu müssen funktionieren, das Display des HC keine Pixelfehler hat, die Steckverbindungen nicht schlabbern, der Polsucher nicht verstaubt ist.
Beim Teleskop kannst Du mal vorn reinschauen, ob der Spiegel einigermaßen sauber ist, und die Beschichtung bis zum Rand in Ordnung ist. Beim Okularauszug kannst Du probieren, ob er über den ganzen Verfahrweg weich läuft, und auch sperrt, d.h. auf Zug oder Druck nicht nachgibt.
Du wirst schon selbst merken, was zu tun ist. Wirst Du von einem Penner auf einer „Müllhalde“ empfangen, musst Du etwas genauer schauen, ist der Verkäufer hingegen ein Erbsenzähler und alles ist sauber, dann dürfte in der Regel auch der Zustand der Gerätschaft entsprechend sein.
Wie im richtigen Leben: „Wie der Herr, so sein G‘scherr“.
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